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Die Photovoltaik Komplettanlage - Alle Infos in 2020

Eine Photovoltaik Komplettanlage auf einem grauen Dach installiert
In welchen Fällen lohnt sich eine Photovoltaik Komplettanlage und wann sollte man lieber alle Komponenten einzeln kaufen? Welche Vorteile bietet der Kauf einer PV-Komplettanlage, worauf sollte man achten und brauche ich eine Photovoltaik Komplettanlage mit Speicher? Alle Informationen zu der Komplettanlage und den Vergleich mit den Alternativen finden Sie hier.

Wie ihr Name schon andeutet, ist die Photovoltaik Komplettanlage ein Komplettpaket, das alle nötigen Einzelteile einer PV-Anlage beinhaltet. Zum Teil sind die Komponenten sogar schon vormontiert, was die Installation auf dem Dach deutlich vereinfacht. Wenn Sie eine PV-Anlage kaufen, können Sie generell zwischen zwei verschiedenen Arten von Photovoltaikanlagen wählen.

Einmal gibt es die Möglichkeit, alle Einzelkomponenten selbst zusammenzustellen und getrennt zu erwerben. Dies hat den Vorteil, dass Sie die Komponenten alle genau nach Ihren Bedürfnissen auswählen und so die Leistung Ihrer Solaranlage maximieren können. Manchmal gibt es einige Komponenten sogar im Angebot und Sie können etwas Geld sparen. Dies setzt jedoch ein hohes technisches Verständnis voraus und ist sehr aufwendig.

Auf der anderen Seite können Sie auch eine Photovoltaik Komplettanlage kaufen, die als Gesamtpaket alle nötigen Bauteile enthält. Vorteilhaft ist hier, dass Sie sich die Zeit der Recherche sparen und nur einen einzigen Kauf tätigen müssen, anstatt jedes Einzelteil einzeln erwerben zu müssen. Außerdem ist der Zusammenbau deutlich leichter, da bereits alle Einzelteile der Anlage an ihrem richtigen Platz sind. Wenn Sie geschickt sind, können Sie die PV-Komplettanlage sogar selbst montieren.

Komponenten und Aufbau der Photovoltaik Komplettanlage

Eine Photovoltaik Komplettanlage, die auf einem roten Dach installiert wird. Sichtbar sind die Solarzellen, Solarmodule, die Verkabelung und das Montagegestell
Das wohl wichtigste einer jeden Photovoltaik Komplettanlage sind die Solarzellen. Diese wandeln die eintreffenden Sonnenstrahlen in Elektrizität um. Jedes Solarpanel (oder Solarmodul) hat bis zu 60 integrierte Solarzellen. Und mehrere verbundene Solarmodule bilden dann die PV-Anlage.

Verbunden werden die Solarmodule durch Verkabelung, die den erzeugten Solarstrom in das Hausnetz einspeist. Die Photonen der Sonnenstrahlen setzen im Material der Solarzelle Elektronen frei, die in Form von Gleichstrom durch die Verkabelung der Solarmodule fließen. Weil der Strom jedoch nur als Wechselstrom genutzt werden kann, wird zwischen den Solarmodulen und dem Hausnetz ein Wechselrichter geschaltet.

Photovoltaik Komplettanlage mit Speicher

Photovoltaik Komplettanlage mit Speicher symbolisiert durch eine Solarbatterie mit PV-Anlage im Hintergrund
Je nach Leistung Ihrer PV-Anlage und der vorgesehenen Nutzungsdauer kann Ihnen ein Stromspeicher einen deutlichen finanziellen Nutzen bringen. Dieser kann Ihnen nämlich dabei helfen, einen höheren Anteil Ihrer produzierten Solarenergie selbst zu nutzen. Weil externer Strom ca. 30 Cent pro kWh kostet und die Einspeisevergütung aktuell nur bei ca. 11 Cent pro kWh liegt, ergibt es in vielen Fällen Sinn, so viel Strom wie möglich selbst zu nutzen. Einige Anbieter im Markt bieten PV-Komplettanlagen mit Speicher an, sodass Sie diese ebenfalls ganz praktisch im Komplettpaket kaufen können. Lassen Sie sich allenfalls erst mal ausführlich beraten und schauen Sie dann, ob sich eine Solarbatterie für Sie lohnt. Wenn Sie tatsächlich eine Photovoltaik Komplettanlage mit Speicher wählen, wird der Speicher entweder vor oder nach dem Wechselrichter angeschlossen.
Der Aufbau einer Photovoltaik Komplettanlage mit Speicher
Ein DC-Speicher (Direct Current = Gleichstrom) wird zwischen PV-Anlage und Wechselrichter angeschlossen und speichert den Gleichstrom, der direkt von der Anlage kommt. Erst bei der Nutzung wird dieser dann vom Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt. AC-Speicher (Alternating Current = Wechselstrom) schließen Sie hingegen hinter dem Wechselrichter an. Somit muss dieser Speicher den Wechselstrom für die Speicherung erst mal wieder zurück in Gleichstrom umwandeln. Später bei der Nutzung wird dieser dann durch den integrierten Wechselrichter wieder zurück zu Wechselstrom umgewandelt. Da hier drei Umwandlungen stattfinden, bei denen jedes Mal etwas Energie verloren geht, sind DC-Speicher häufig die bessere Wahl. Hier finden Sie alles über Solarstromspeicher.

Unterkonstruktion der PV-Anlage

Die Unterkonstruktion einer PV-Anlage aus Metall auf einem Dach mit roten Dachziegeln
Bevor Ihre PV-Anlage auf dem Dach installiert werden kann, muss zuerst eine Unterkonstruktion bzw. ein Montagegestell angebracht werden. Diese Konstruktion besteht aus vielen miteinander verbundenen Metallrahmen und Stäben, die an den Dachziegeln befestigt werden. Ohne diese Konstruktion können die Solarmodule nicht angebracht werden, denn sie sorgt dafür, dass die PV-Anlage eine stabile, feste Verbindung mit dem Dach hat. Außerdem gewährleistet sie, dass die PV-Module im optimalen Winkel aufgestellt sind, um die maximal mögliche Sonneneinstrahlung einzufangen. In den meisten Fällen beträgt dieser Winkel ca. 30 Grad. Bei einer Photovoltaik Komplettanlage können Sie die Montage mit etwas handwerklichem Geschick sogar selbst durchführen. So sparen Sie sich die Kosten für den Solarteur. Vorsicht aber! Wenn Sie sich nicht sicher genug fühlen, lassen Sie doch lieber einen Fachmann die Installation für Sie durchführen. Denn Fehler können zu erheblichem Mehraufwand und sogar zusätzlichen Kosten führen.

Der Stromzähler

drei verschiedene Stromzähler für die Photovoltaik Komplettanlage
Das letzte Element Ihrer Photovoltaik Komplettanlage ist der Stromzähler. Normalerweise ist dieser dafür da, Ihren Stromverbrauch zu messen, damit der Netzbetreiber bei Ihnen entsprechend abrechnen kann. Wenn Sie jedoch mit Ihrer PV-Anlage überschüssigen Grünstrom ins Netz einspeisen, dient der Stromzähler ebenfalls zur Messung des eingespeisten Stroms. Danach entscheidet sich, wie hoch Ihre Einspeisevergütung ist.

Durch das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende wurden ab 2020 alle Haushalte mit jährlichem Verbrauch von 6.000 kWh dazu verpflichtet, einen digitalen Stromzähler zu verwenden. Ein sogenannter Smart-Meter ist für alle Haushalte mit PV-Anlage über 7.000 kWh Nennleistung Pflicht. Weil der Smart-Meter Ihnen den Verbrauch jedes einzelnen Haushaltsgeräts anzeigen kann, schwankende Strompreise während des Tages abbildet und Ihnen die Werte Ihrer PV-Anlage auf dem Handy auswertet, ist er bei vielen Photovoltaik Komplettanlagen inklusive. Damit können Sie beobachten, wie viel Strom Ihre PV-Komplettanlage jeden Tag erzeugt, wie viel davon in Ihren Haushalt genutzt wird und wie viel Sie einspeisen. Außerdem können Sie sogar durch Verbrauchsoptimierungen aktiv Strom sparen.

– Die 10 besten Tipps zum Strom Sparen in 2020

Zusammenfassende Checkliste aller Bauteile für eine Photovoltaik Komplettanlage:

Kostenvergleich: Photovoltaik Komplettanlage vs. eigene Zusammenstellung

Die Kosten einer Photovoltaik Komplettanlage dargestellt durch ein Euro Zeichen und eine Münze über einer PV-Anlage
Die Kosten einer PV-Anlage hängen stark vom Hersteller, der Region und der Größe und Leistung Ihrer Photovoltaikanlage ab. Trotzdem ergeben sich schon im Allgemeinen Vergleich bestimmte Kostenunterschiede.

Kosten der eigenen Zusammenstellung

Grafik, die die Kosten der Einzelteile einer PV-Anlage zeigt
Wenn Sie sich für die Variante entscheiden, alle Komponenten selbst zu erwerben, sollten Sie unbedingt die oben genannte Checkliste als Hilfe zurate ziehen. Es ist wichtig, kein einziges Teil der Photovoltaikanlage zu vergessen, denn wenn am Ende ein Teil fehlt, funktioniert die gesamte Photovoltaikanlage nicht.

Für die Solarmodule bezahlen Sie je nach Anzahl und Leistung zwischen 6.000 € und 12.000 €. Den passenden Wechselrichter gibt es meistens für knapp 2.000 €. Weitere 2.000 € müssen Sie für den Erwerb von Kleinteilen, den Netzanschluss und den Stromzähler einplanen. In diesem Fall ist eine eigene Montage sehr kompliziert und wir raten Ihnen, einen Fachmann zu beauftragen. Abhängig vom Dienstleister und der Region kostet die Montage zwischen 600 € und 900 €. Alle Ausgaben zusammenaddiert ergeben Gesamtkosten von ca. 10.000 € bis 16.00 0€. Diese Angaben sind grobe Richtwerte, an denen Sie sich orientieren können. Im Einzelnen hängen die Preise jedoch stark von Ihrem persönlichen Bedarf und anderen Faktoren ab.

Kosten einer Photovoltaik Komplettanlage

Eine Grafik, die die Kosten einer Photovoltaik Komplettanlage darstellt.
Bei einer Photovoltaik Komplettanlage belaufen sich die Kosten auf wenige Punkte. Die Kosten für die Photovoltaik Komplettanlage selbst sind zwischen 9.000 € und 14.000 €. Auch dieser Wert hängt stark vom Hersteller und Ihrem Bedarf ab. Wie oben beschrieben können Sie die Montage selbst durchführen, wenn Sie das notwendige Handwerksgeschick besitzen. Das heißt die 600 € bis 900 € Montagekosten können Sie sich unter Umständen sparen. Der letzte Kostenpunkt ist der Netzanschluss, der einmalig 500 € kostet. Zusammen belaufen sich die Kosten für eine Photovoltaik Komplettanlage also auf ca. 10.000 € bis 15.000 €.

Alternative: Photovoltaik Komplettanlage mieten

Wie Sie im Kostenvergleich sehen können, ist der Erwerb einer Photovoltaik Komplettanlage meistens kostengünstiger und schneller zu realisieren. Falls Ihnen die Anschaffungskosten von 10.000 € bis 15.000 € trotzdem zu hoch sein sollte, gibt es eine attraktive Alternative. Ab 49 € im Monat können Sie eine Photovoltaik Komplettanlage mieten. Nach 20 Jahren können Sie die gesamte PV-Anlage dann für einen symbolischen Wert von 1 € übernehmen. Durch diese Möglichkeit ist die finanzielle Last deutlich geringer und Installation, Wartung, Reparatur und Versicherung sind inklusive. Machen Sie gerne hier den Solarcheck und prüfen Sie, ob das Mietmodell für Sie infrage kommt.

Photovoltaik Komplettanlage: Pro, kontra und Fazit

Die Vorteile und Nachteile einer Photovoltaik Komplettanlage symbolisiert durch ein Plus, ein Minus und ein Fragezeichen über einem Dach mit PV-Anlage
Eine Photovoltaik Komplettanlage ist in den meisten Fällen die richtige Wahl. Zum einen sind die Kosten der Photovoltaik Komplettanlage für Sie genau planbar. Außerdem kommt es später zu keinen bösen Überraschungen, weil Sie keine Teile vergessen können und alle zusammen passen. Darüber hinaus ist die Funktionalität der Photovoltaik Komplettanlage schon im Vorfeld gesichert worden und es kann nicht zu Kurzschlüssen kommen. Sie verlieren keine Zeit für das lange Recherchieren nach den passenden Bauteilen, sondern kaufen alle Teile als Gesamtpaket. Die Installation erfolgt ebenfalls schneller, da die Photovoltaik Komplettanlage bereits verschraubt geliefert wird. Wenn Sie handwerkliche Erfahrung haben, können Sie unter Umständen Ihre PV-Anlage selber installieren und Kosten sparen.

Die Nachteile der Photovoltaik Komplettanlage sind hauptsächlich, dass Sie weniger Kontrolle über die Zusammenstellung der Komponenten haben und diese nicht individuell auswählen können. Damit entgeht Ihnen unter Umständen die Möglichkeit, die Maximalleistung Ihrer PV-Anlage zu erreichen. Außerdem gibt es Einzelteile hin und wieder im Sonderangebot. Bei genug Geduld und Lust an der Recherche könnten Sie also das Preis-Leistungs-Verhältnis Ihrer Anlage optimieren.
Die Vorteile und Nachteile einer Photovoltaik Komplettanlage in einer Tabelle dargestellt
In den aller meisten Fällen empfehlen wir also die Photovoltaik Komplettanlage. Sie ist schneller und einfacher zu kaufen, zu installieren und oftmals günstiger. Mit der PV-Komplettanlage ersparen Sie sich außerdem Aufwand und reduzieren Ihr Risiko. Kompatibilitätsprobleme, Kurzschlüsse und defekte Teile treten bei den Komplettpaketen so gut wie gar nicht auf. Noch weniger Aufwand haben Sie bei der Miete einer PV-Komplettanlage. Bei dieser Option gibt es Beratung, Planung, Installation, Wartung, Reparatur und Versicherung im Komplettpaket ab 49 € pro Monat. Damit sparen Sie enorm viel Zeit und es entstehen keine Anschaffungskosten. Nach 20 Jahren geht die Anlage dann für einen symbolischen Euro in Ihr Eigentum über. Hier können Sie prüfen, ob die Miete für Sie infrage kommt:
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