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Photovoltaik im Winter: So macht man’s richtig

Photovoltaik im Winter: Das Wichtigste in Kürze
  • Auch im Winter erzeugt eine PV-Anlage Strom
  • In den Wintermonaten produziert eine PV-Anlage ca. 30 % des Jahresertrags
  • Mit einem Stromspeicher kann der Strom gespeichert und flexibel genutzt werden
  • Eine Schneeräumung des Daches wird nicht empfohlen! Das Risiko ist zu hoch, der Nutzen zu gering
  • Solarmodule halten der Schneelast in der Regel problemlos stand
  • Auch im Winter kann der Solarstrom zum Heizen verwendet werden

Es gilt: Der beste Zeitpunkt für die Anschaffung einer Solaranlage war gestern, der zweitbeste ist heute! Hier finden Sie heraus, ob sich eine Photovoltaikanlage auch für Sie lohnt:

Solarmodule mit Schnee

Im Winter ist es kalt, die Sonne scheint nicht ganz so häufig und es schneit sogar regelmäßig. Da machen sich Hausbesitzer mit einer eigenen Photovoltaikanlage gelegentlich Sorgen, dass der Winter Ertragsverluste mit sich bringt und der Photovoltaik Ertrag sind. In diesem Artikel beantworten wir alle Fragen zu Photovoltaik im Winter und erklären Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Und schonmal vorweg: Nein, Sie brauchen sich keine Sorgen machen, dass Ihre Solaranlage im Winter keinen Solarstrom mehr produziert.

Inhaltsverzeichnis

Funktioniert eine Photovoltaikanlage im Winter?

Die wichtigste Information, um zu verstehen, wie eine Photovoltaikanlage im Winter funktioniert: Sie braucht kein direktes Sonnenlicht, um Strom zu erzeugen!

Auch an Tagen, an denen die Sonne nicht scheint und es „einfach nur hell ist”, produziert eine PV-Anlage Strom. Denn damit der photoelektrische Effekt funktioniert, braucht es nur Helligkeit („diffuses Licht”). In dem Moment, in dem Licht auf ein Solarpanel trifft, fängt es an, Strom zu produzieren.

Wie hoch ist der Solarertrag im Winter?

Eine PV-Anlage produziert im Durchschnitt ca. 30 % des Jahresertrags in den Wintermonaten. Ein typisches Ertragsdiagramm sieht so aus:

Wieso gibt es diesen leichten Leistungsverlust, durch den im Winter weniger Solarenergie produziert wird? Das liegt daran, dass in den Wintermonaten insgesamt weniger Licht auf der Erde ankommt. Die Strahlungsintensität ist also wesentlich geringer als im restlichen Jahr. Dementsprechend kommt auch weniger Licht auf Ihre Dachfläche.

In der folgenden Tabelle haben wir durchschnittliche Strahlungswerte für Sie aufgeführt. Als Faustregel können Sie sich merken: An einem bewölkten Wintertag kommt 20 mal weniger Licht auf der Erde an als an einem sonnigen Sommertag.

Monat Globalstrahlung in kWh/m2
Januar 13 - 48
Februar 32 - 75
März 58 - 93
April 89 - 141
Mai 131 - 204
Juni 173 - 224
Juli 142 - 192
August 118 - 150
September 106 - 141
Oktober 36 - 88
November 16 - 46
Dezember 10 - 33
Quelle: Daten des Deutschen Wetterdienstes von November 2022 - Oktober 2023

3 Tipps, um Photovoltaik im Winter bestmöglich zu nutzen

Damit Sie auch im Winter möglichst viel Solarstrom nutzen können, haben sich drei Herangehensweisen in der Praxis bewährt.

Tipp 1: Solaranlage mit Speicher

Ein typisches Szenario: Während Sie tagsüber unterwegs sind, produziert Ihre Photovoltaikanlage fleißig Solarstrom. Da Sie den selbst erzeugten Strom nicht direkt verbrauchen können, wird er ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Dafür erhalten Sie eine Einspeisevergütung in Höhe von 8,2 Cent pro Kilowattstunde.

Abends kommen Sie dann nach Hause und verbrauchen Strom. Da es Winter und schon dunkel ist, produziert Ihre PV-Anlage keinen Strom mehr und Sie beziehen den Strom aus dem öffentlich Stromnetz. Bei dem aktuellen Strompreis von bis zu 40 Cent/kWh (mit Strompreisbremse, Stand: Dezember 2023) ist die Einspeisevergütung da nur ein kleiner Trost.

Für dieses Szenario gibt es eine einfache Lösung: eine Solaranlage mit Speicher. Damit wird Ihr tagsüber produzierter, kostenloser Solarstrom einfach im Stromspeicher gespeichert. Wenn Sie dann abends nach Hause kommen, können Sie ihn einfach nutzen. Keine Mehrkosten, keine verlorene Ersparnis. 

Die finanziellen Vorteile einer PV-Anlage mit Speicher können wir durch eine einfache Rechnung deutlich machen:

ohne Speicher mit Speicher
Eigenverbrauchsanteil 20 % 46 %
Autarkiegrad 35 % 72 %
Nutzbarer Solarstrom 2.000 kWh 4.600 kWh
Netzeinspeisung 8.000 kWh 5.400 kWh
Reststrombedarf 4.000 kWh 1.400 kWh
Stromkosten 1.600 € 560 €
Einspeisevergütung 656 € 442,80 €
Verbleibende Stromkosten 944 € 117,20 €
Berechnungen für 10 kWp PV-Anlage mit 10 kWh Stromspeicher bei einem Stromerzeugung von 10.000 kWh pro Jahr und einem Jahresstromverbrauch von 6.000 kWh. Annahmen: Stromkosten 40 Cent/kWh, Einspeisevergütung 8,2 Cent/kWh.

Mehr über die Kosten einer Solaranlage mit Speicher erfahren Sie hier: Solaranlage Kosten

Tipp 2: Große PV-Anlage

Generell gilt bei Solaranlagen: Dachfläche vollmachen! Denn wer die Solarenergie nutzt und mehr Strom produziert, maximiert seine Unabhängigkeit und die Einnahmen durch die Einspeisevergütung oder Direktvermarktung

Im Winter wird dieser Grundsatz noch wichtiger, weil eine größere PV-Anlage auch bei geringerer Strahlungsintensität im Winter im Idealfall noch so viel Strom produziert, dass ein guter Teil der benötigten Strommenge selbst produziert wird. So kann ein möglicher Ertragsverlust gut ausgeglichen werden.

Mehr über die Dimensionierung einer PV-Anlage erfahren Sie hier: Photovoltaik Größe

Tipp 3: Verbraucher zur passenden Tageszeit anstellen

Sie haben keinen Solarstromspeicher bei Ihrer Solaranlage? Dann achten Sie im Winter besonders darauf, dass Waschmaschine, Spülmaschine und andere große Haushaltsgeräte, die viel Strom verbrauchen, am besten tagsüber laufen, wenn Ihre PV-Anlage Strom produziert. So profitieren Sie auch im Winter weiterhin von der Kraft Ihrer Photovoltaikanlage.

Und nicht vergessen: Strom sparen

Ob Wintermonat oder Sommermonat: Wer grundsätzlich darauf achtet, möglichst sparsam mit Energie umzugehen, spart sich über die Zeit nicht nur viel Geld, sondern schont auch noch die Umwelt. 

Mögliche Maßnahmen reichen vom Kauf besonders energieeffizienter Haushaltsgeräte über den Einsatz von smarten Thermostaten für die Heizung bis hin zu der Installation einer Solaranlage.

Unsere beliebtesten Stromspar-Tipps finden Sie hier: Strom sparen

Haus mit Solaranlage und Schnee

Lohnt es sich, die Solaranlage von Schnee zu befreien?

Wenn im Winter Schnee fällt, kommt es auch mal vor, dass die Solaranlage mit ganz oder teilweise mit einer Schneedecke bedeckt ist. Das kann die Stromproduktion beeinträchtigen, weil der Schnee das Licht teilweise oder ganz blocken kann. Da kann man als Hausbesitzer schnell mal an eine Schneeräumung denken, um den Leistungsverlust zu minimieren.

Es lohnt sich allerdings in der Regel nicht, die Solaranlage vom Schnee zu befreien. Der Aufwand und das Risiko sind nämlich deutlich höher als der mögliche Nutzen. Eine Verkratzung der Solarmodule kann zu langfristigen Ertragsverlusten führen. Zudem ist eine Besteigung der Dachfläche enorm gefährlich, besonders im Winter.

Leidet die PV-Anlage im Winter unter der Schneelast?

Die Schneelast ist die Last, die auf eine Photovoltaikanlage bzw. ein Hausdach einwirkt, wenn Schnee darauf liegt. Je nach Schneemenge, Schneeart und Dachneigung ist die Last unterschiedlich hoch.

Wichtig für Sie vorab: Die meisten gängigen Solarmodule halten jeglicher Schneelast ohne Probleme stand. Mehr dazu unten. 

Deutschland ist in fünf unterschiedliche Schneelastzonen aufgeteilt, in denen die Schneelast unterschiedlich hoch ist:

Schneelastzone Schneelast in Newton/Quadratmeter
3 1.100
2a 1.060
2 850
1a 810
1 650

Die Last, die ein Solarmodul aushält, wird im Datenblatt der PV-Hersteller mit dem Wert “Pa” ausgewiesen. Dieser Wert gibt an, wie viel Newton pro Quadratmeter ein Solarmodul aushält.

Beispiel: Wenn im Datenblatt eine Angabe von 2.000 Pa vermerkt ist, dann hält das Solarpanel eine Last von maximal 2.000 Newton pro Quadratmeter aus. Das würde ca. 2.000 kg Schnee pro Quadratmeter entsprechen.

Gängige Solaranlagen halten einer Druckbelastung von über 5.000 Pa ohne Probleme stand. Das heißt für Sie: Selbst die dicksten Schneedecken können Ihrer Solaranlage nichts anhaben.

Im Winter mit Photovoltaik heizen?

Wer seine Photovoltaikanlage mit einer Wärmepumpe oder Elektroheizung nutzt, kann natürlich auch in den Wintermonaten einen Teil der Solarenergie dafür nutzen. Dass die PV-Anlage den gesamten für das Heizen benötigten Strom erzeugt, ist sehr unwahrscheinlich. Aber jede genutzte Kilowattstunde Solarstrom spart Ihnen Geld, macht Sie unabhängiger und schont auch noch die Umwelt.

Fazit: Photovoltaik geht auch im Winter

Immer wieder fragen Hausbesitzer sich, wie sehr sich der Winter auf Ihre Photovoltaikanlage auswirkt. Unterm Strich braucht man sich aber keine Sorgen machen: PV-Anlagen erzeugen auch in den Wintermonaten Strom. Mit einem Stromspeicher kann man den Solarstrom nutzen, wann man möchte oder er wird z.B. für den Betrieb der Wärmepumpe genutzt. Im „schlimmsten Fall” wird er ins Stromnetz eingespeist und man erhält dafür eine Einspeisevergütung.

Wichtig: Es ist in der Regel nicht notwendig und zu gefährlich, die Solaranlage von einer Schneedecke zu befreien. Auch die Schneelast ist für Solarmodule in den allermeisten Fällen überhaupt kein Problem.

Es gilt also auch im Winter: Der beste Zeitpunkt für die Anschaffung einer Solaranlage war gestern, der zweitbeste ist heute!

Finden Sie hier in einer Minute raus, ob sich eine Solaranlage auch für Ihr Haus lohnt:

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