
Ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland verbraucht zwischen 3.000 und 4.000 kWh Strom pro Jahr. Bei einem Strompreis von 32 Cent/kWh entspricht das Kosten von rund 960 bis 1.280 € jährlich. Doch ein Teil davon ist vermeidbar. Mit den richtigen Maßnahmen lassen sich 200 bis 400 € pro Jahr einsparen.
Dieser Artikel zeigt, wo die größten Stromfresser lauern, welche Sparmaßnahmen nichts kosten und wann sich ein Gerätetausch oder Anbieterwechsel wirklich lohnt.
Die größten Stromfresser im Haushalt sind Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschine, Trockner und elektrische Warmwasserbereitung. Diese Geräte laufen entweder rund um die Uhr oder benötigen viel Energie pro Nutzung. Zusammen machen sie oft mehr als 50 % des gesamten Stromverbrauchs aus.
Wer gezielt sparen will, sollte zuerst bei diesen Geräten ansetzen. Die folgende Rangliste zeigt, welche Geräte wie viel Strom verbrauchen und was das pro Jahr kostet.
Tipp: Mit einem einfachen Strommessgerät für die Steckdose lässt sich der Verbrauch einzelner Geräte messen. So werden Stromfresser schnell sichtbar.
Heimliche Stromfresser sind Geräte, die unbemerkt Strom verbrauchen, obwohl sie scheinbar ausgeschaltet sind. Dazu gehören Geräte im Standby-Modus, alte Netzteile und veraltete Heizungspumpen. Die häufigsten heimlichen Stromfresser:
Gut zu wissen: Viele Geräte sind warm, obwohl sie nicht genutzt werden. Diese Wärme ist verschwendete Energie.
Mit kostenlosen Verhaltensänderungen lassen sich sofort 50–100 € pro Jahr einsparen, ohne auf Komfort zu verzichten. Diese Maßnahmen erfordern keine Investitionen, sondern nur kleine Anpassungen im Alltag. Der Effekt summiert sich über das Jahr zu einer spürbaren Entlastung der Stromrechnung.
Die folgende Übersicht zeigt zehn Maßnahmen, die sich direkt umsetzen lassen. Jede Maßnahme enthält eine realistische Schätzung der jährlichen Ersparnis bei einem Strompreis von 32 Cent/kWh. Das Einsparpotenzial summiert sich auf 155-290 € pro Jahr.
Kleine Investitionen unter 100 € wie LED-Lampen oder schaltbare Steckerleisten amortisieren sich oft innerhalb weniger Monate. Diese Maßnahmen erfordern nur eine einmalige Anschaffung und sparen dann Jahr für Jahr Strom. Der Vorteil gegenüber reinen Verhaltensänderungen: Die Ersparnis wirkt automatisch, ohne dass man täglich daran denken muss.
Die folgende Tabelle zeigt die effektivsten Maßnahmen mit Anschaffungskosten, jährlicher Ersparnis und Amortisationszeit.
Ein Gerätetausch lohnt sich, wenn die jährliche Stromersparnis die Anschaffungskosten innerhalb von 5–8 Jahren ausgleicht. Ältere Geräte, insbesondere Kühlschränke, Gefriertruhen und Wäschetrockner, verbrauchen oft zwei- bis dreimal so viel Strom wie moderne Modelle. Ab einem Gerätealter von 10–15 Jahren ist ein Austausch in vielen Fällen wirtschaftlich sinnvoll.
Die Entscheidung hängt von drei Faktoren ab:
Die folgende Tabelle zeigt typische Verbrauchswerte für alte Geräte (15+ Jahre) im Vergleich zu aktuellen Modellen der Energieeffizienzklasse C oder besser. Alle Berechnungen basieren auf einem Strompreis von 32 Cent/kWh.
Geräte der Klasse A oder B verbrauchen bis zu 60 % weniger Strom als Geräte der Klasse F oder G. Seit März 2021 gilt das neue EU-Energielabel mit den Klassen A bis G. Die Skala wurde bewusst strenger gestaltet: Viele Geräte, die früher A+++ waren, sind heute nur noch Klasse C oder D.
Faustregel: Ein Gerät der Klasse A kostet in der Anschaffung zwar 50–150 € mehr als eines der Klasse C. Die Stromersparnis gleicht den Mehrpreis bei Geräten mit hohem Verbrauch (Kühlschrank, Trockner) aber oft innerhalb von 3–5 Jahren aus.
Ein Wechsel zu einem günstigen Stromanbieter oder dynamischen Stromtarif kann die Stromkosten um 10–30 % senken, ohne dass sich am Verbrauch etwas ändert. Während viele Haushalte jahrelang beim gleichen Anbieter bleiben, zahlen sie oft deutlich mehr als nötig. Der Wechsel selbst ist unkompliziert: Der neue Anbieter übernimmt in der Regel die Kündigung beim alten Versorger.
Neben klassischen Festpreistarifen gibt es mittlerweile auch dynamische Stromtarife, bei denen sich der Preis an der Strombörse orientiert. Diese Tarife bieten zusätzliches Sparpotenzial für Haushalte, die ihren Verbrauch flexibel steuern können.
Wie viel Sie mit einem neuen Stromtarif sparen können, finden Sie hier heraus: