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Strom sparen: Die besten Tipps für weniger Stromkosten

Aktualisiert:
23.01.2026
Lesezeit:
5 Minuten
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Strom sparen: Das Wichtigste in Kürze

  • Die größten Stromfresser im Haushalt sind Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschine, Trockner und die Warmwasserbereitung, die zusammen oft über 50 % des Verbrauchs ausmachen.
  • Mit kostenlosen Verhaltensänderungen lassen sich sofort 50–100 € pro Jahr einsparen, ohne auf Komfort zu verzichten.
  • Kleine Investitionen unter 100 € wie LED-Lampen oder schaltbare Steckerleisten amortisieren sich oft innerhalb weniger Monate.
  • Der Austausch alter Geräte lohnt sich, wenn die jährliche Stromersparnis die Anschaffungskosten innerhalb von 5–8 Jahren ausgleicht.
  • Ein Wechsel zu einem günstigen Stromanbieter oder dynamischen Tarif kann die Stromkosten um weitere 10–30 % senken.

Ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland verbraucht zwischen 3.000 und 4.000 kWh Strom pro Jahr. Bei einem Strompreis von 32 Cent/kWh entspricht das Kosten von rund 960 bis 1.280 € jährlich. Doch ein Teil davon ist vermeidbar. Mit den richtigen Maßnahmen lassen sich 200 bis 400 € pro Jahr einsparen.

Dieser Artikel zeigt, wo die größten Stromfresser lauern, welche Sparmaßnahmen nichts kosten und wann sich ein Gerätetausch oder Anbieterwechsel wirklich lohnt.

Inhaltsverzeichnis

Was sind die größten Stromfresser im Haushalt?

Die größten Stromfresser im Haushalt sind Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschine, Trockner und elektrische Warmwasserbereitung. Diese Geräte laufen entweder rund um die Uhr oder benötigen viel Energie pro Nutzung. Zusammen machen sie oft mehr als 50 % des gesamten Stromverbrauchs aus.

Wer gezielt sparen will, sollte zuerst bei diesen Geräten ansetzen. Die folgende Rangliste zeigt, welche Geräte wie viel Strom verbrauchen und was das pro Jahr kostet.

Top-10-Stromfresser im Haushalt
Rang Gerät Verbrauch pro Jahr Kosten pro Jahr
1 Elektrische Warmwasserbereitung 400–800 kWh 128–256 €
2 Kühl- und Gefrierkombination (alt) 300–600 kWh 96–192 €
3 Wäschetrockner 200–400 kWh 64–128 €
4 Gefrierschrank/-truhe 200–350 kWh 64–112 €
5 Beleuchtung (konventionell) 200–400 kWh 64–128 €
6 Unterhaltungselektronik (TV, Konsolen) 200–350 kWh 64–112 €
7 Waschmaschine 150–250 kWh 48–80 €
8 Geschirrspüler 200–250 kWh 64–80 €
9 Elektroherd und Backofen 150–200 kWh 48–64 €
10 Alte Heizungspumpe 400–600 kWh 128–192 €
Bei den Kosten rechnen wir mit einem Strompreis von 32 Cent/kWh.

Tipp: Mit einem einfachen Strommessgerät für die Steckdose lässt sich der Verbrauch einzelner Geräte messen. So werden Stromfresser schnell sichtbar.

Was sind heimliche Stromfresser?

Heimliche Stromfresser sind Geräte, die unbemerkt Strom verbrauchen, obwohl sie scheinbar ausgeschaltet sind. Dazu gehören Geräte im Standby-Modus, alte Netzteile und veraltete Heizungspumpen. Die häufigsten heimlichen Stromfresser:

Heimliche Stromfresser im Haushalt
Gerät Standby-Verbrauch pro Jahr Kosten pro Jahr
Alte Heizungspumpe 400–600 kWh 128–192 €
Receiver 80–150 kWh 26–48 €
Router 70–120 kWh 22–38 €
Spielekonsole (Standby) 50–100 kWh 16–32 €
Kaffeevollautomat 50–80 kWh 16–26 €
Ladegeräte (ohne Gerät) 10–30 kWh 3–10 €
Strompreis: 32 Cent/kWh

Gut zu wissen: Viele Geräte sind warm, obwohl sie nicht genutzt werden. Diese Wärme ist verschwendete Energie.

Welche Stromsparmaßnahmen kosten nichts?

Mit kostenlosen Verhaltensänderungen lassen sich sofort 50–100 € pro Jahr einsparen, ohne auf Komfort zu verzichten. Diese Maßnahmen erfordern keine Investitionen, sondern nur kleine Anpassungen im Alltag. Der Effekt summiert sich über das Jahr zu einer spürbaren Entlastung der Stromrechnung.

Die folgende Übersicht zeigt zehn Maßnahmen, die sich direkt umsetzen lassen. Jede Maßnahme enthält eine realistische Schätzung der jährlichen Ersparnis bei einem Strompreis von 32 Cent/kWh. Das Einsparpotenzial summiert sich auf 155-290 € pro Jahr.

Checkliste: 10 kostenlose Spartipps
Maßnahme So funktioniert es Ersparnis pro Jahr
Standby konsequent vermeiden Geräte ganz ausschalten statt auf Standby lassen. Gilt besonders für TV, Spielekonsolen und HiFi-Anlagen. 30–50 €
Kühlschrank richtig einstellen Optimale Temperatur: 7 °C im Kühlschrank, -18 °C im Gefrierfach. Jedes Grad kälter erhöht den Verbrauch um etwa 6 %. 10–20 €
Eisfach regelmäßig abtauen Eine Eisschicht von 5 mm erhöht den Stromverbrauch um bis zu 30 %. 10–15 €
Waschmaschine voll beladen Nur volle Maschinen laufen lassen. Zwei halbe Ladungen verbrauchen mehr als eine volle. 15–25 €
Wäsche bei 30 °C statt 60 °C waschen Die meiste Alltagswäsche wird auch bei niedrigen Temperaturen sauber. Das Aufheizen verbraucht den meisten Strom. 20–35 €
Wäsche an der Luft trocknen Wäscheständer statt Trockner nutzen, wann immer möglich. 40–80 €
Kochen mit Deckel Ein Topf ohne Deckel verbraucht deutlich mehr Energie. 10–20 €
Restwärme nutzen Herd und Backofen 5–10 Minuten vor Ende ausschalten. Die Restwärme reicht zum Fertiggaren. 5–15 €
Wasserkocher statt Herd Wasser im Wasserkocher erhitzen ist schneller und verbraucht weniger Strom als auf dem Elektroherd. 10–15 €
Licht ausschalten Räume, die nicht genutzt werden, konsequent verdunkeln. Auch bei Energiesparlampen lohnt es sich. 5–15 €

Welche günstigen Maßnahmen lohnen sich sofort?

Kleine Investitionen unter 100 € wie LED-Lampen oder schaltbare Steckerleisten amortisieren sich oft innerhalb weniger Monate. Diese Maßnahmen erfordern nur eine einmalige Anschaffung und sparen dann Jahr für Jahr Strom. Der Vorteil gegenüber reinen Verhaltensänderungen: Die Ersparnis wirkt automatisch, ohne dass man täglich daran denken muss.

Die folgende Tabelle zeigt die effektivsten Maßnahmen mit Anschaffungskosten, jährlicher Ersparnis und Amortisationszeit.

Günstige Maßnahmen unter 100 €
Maßnahme Anschaffungskosten Ersparnis pro Jahr Amortisation
LED-Lampen (10 Stück) 20–40 € 50–80 € 3–6 Monate
Schaltbare Steckerleisten (3 Stück) 15–30 € 30–50 € 4–8 Monate
Zeitschaltuhren (3 Stück) 10–20 € 15–30 € 6–12 Monate
Strommessgerät 15–25 € 20–50 € 4–12 Monate
Kühlschrankthermometer 5–10 € 10–20 € 3–6 Monate
Sparduschkopf 15–30 € 30–60 € 4–8 Monate
Strahlregler für Wasserhähne (5 Stück) 10–20 € 15–25 € 6–12 Monate

Wann lohnt sich der Austausch alter Geräte?

Ein Gerätetausch lohnt sich, wenn die jährliche Stromersparnis die Anschaffungskosten innerhalb von 5–8 Jahren ausgleicht. Ältere Geräte, insbesondere Kühlschränke, Gefriertruhen und Wäschetrockner, verbrauchen oft zwei- bis dreimal so viel Strom wie moderne Modelle. Ab einem Gerätealter von 10–15 Jahren ist ein Austausch in vielen Fällen wirtschaftlich sinnvoll.

Die Entscheidung hängt von drei Faktoren ab:

  1. Alter und Zustand des aktuellen Geräts
  2. Differenz im Stromverbrauch zwischen Alt und Neu
  3. Anschaffungskosten des neuen Geräts

Die folgende Tabelle zeigt typische Verbrauchswerte für alte Geräte (15+ Jahre) im Vergleich zu aktuellen Modellen der Energieeffizienzklasse C oder besser. Alle Berechnungen basieren auf einem Strompreis von 32 Cent/kWh.

Vergleich: Altgerät vs. Neugerät
Gerät Altgerät (15+ Jahre) Neugerät (Klasse C oder besser) Ersparnis pro Jahr
Kühl-Gefrierkombination 450 kWh / 144 € 150 kWh / 48 € 300 kWh / 96 €
Gefrierschrank (200 l) 350 kWh / 112 € 120 kWh / 38 € 230 kWh / 74 €
Gefriertruhe (300 l) 400 kWh / 128 € 150 kWh / 48 € 250 kWh / 80 €
Waschmaschine (7 kg) 250 kWh / 80 € 130 kWh / 42 € 120 kWh / 38 €
Wäschetrockner 550 kWh / 176 € 180 kWh / 58 € 370 kWh / 118 €
Geschirrspüler 290 kWh / 93 € 180 kWh / 58 € 110 kWh / 35 €
Heizungspumpe 500 kWh / 160 € 50 kWh / 16 € 450 kWh / 144 €

Welche Energieeffizienzklasse sollte ein neues Gerät haben?

Geräte der Klasse A oder B verbrauchen bis zu 60 % weniger Strom als Geräte der Klasse F oder G. Seit März 2021 gilt das neue EU-Energielabel mit den Klassen A bis G. Die Skala wurde bewusst strenger gestaltet: Viele Geräte, die früher A+++ waren, sind heute nur noch Klasse C oder D.

Energieeffizienzklassen im Überblick
Effizienzklasse Bewertung Empfehlung
A Sehr effizient Beste Wahl, höherer Anschaffungspreis
B Effizient Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
C Durchschnittlich Akzeptabel bei niedrigem Budget
D Unterdurchschnittlich Nur bei sehr günstigen Modellen vertretbar
E–G Ineffizient Nicht empfehlenswert, hohe Folgekosten

Faustregel: Ein Gerät der Klasse A kostet in der Anschaffung zwar 50–150 € mehr als eines der Klasse C. Die Stromersparnis gleicht den Mehrpreis bei Geräten mit hohem Verbrauch (Kühlschrank, Trockner) aber oft innerhalb von 3–5 Jahren aus.

Wie spart man durch einen Stromanbieterwechsel?

Ein Wechsel zu einem günstigen Stromanbieter oder dynamischen Stromtarif kann die Stromkosten um 10–30 % senken, ohne dass sich am Verbrauch etwas ändert. Während viele Haushalte jahrelang beim gleichen Anbieter bleiben, zahlen sie oft deutlich mehr als nötig. Der Wechsel selbst ist unkompliziert: Der neue Anbieter übernimmt in der Regel die Kündigung beim alten Versorger.

Neben klassischen Festpreistarifen gibt es mittlerweile auch dynamische Stromtarife, bei denen sich der Preis an der Strombörse orientiert. Diese Tarife bieten zusätzliches Sparpotenzial für Haushalte, die ihren Verbrauch flexibel steuern können.

Wie viel Sie mit einem neuen Stromtarif sparen können, finden Sie hier heraus:

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