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Full Black Solarmodule

Full Black Solarmodule: Die Vor- und Nachteile im Überblick

Aktualisiert:
21.01.2026
Lesezeit:
5 Minuten
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Full Black Solarmodule: Das Wichtigste in Kürze

  • Full Black Solarmodule sind monokristalline Module mit komplett schwarzer Optik. Alle sichtbaren Komponenten, vom Rahmen bis zur Rückseite, sind einheitlich schwarz gestaltet.
  • Der Wirkungsgrad von Full Black Glas-Glas Modulen ist mit 18–22 % vergleichbar mit herkömmlichen monokristallinen Modulen.
  • Der Mehrpreis liegt bei etwa 8–10 % gegenüber den Standard monokristallinen Modulen. Bei einer 10-kWp-Anlage entspricht das rund 1.500–2.000 €.
  • Die Amortisationszeit kann sich durch den Aufpreis um etwa 6–12 Monate verlängern.
  • Full Black Module lohnen sich besonders bei gut sichtbaren Dächern, hohem Ästhetikanspruch oder in Gebieten mit Gestaltungssatzungen.
Ein Foto von einem Full Black PV-Modul von Enpal

Komplett schwarze Solarmodule wirken auf dem Dach deutlich eleganter als herkömmliche Module mit silbernem Rahmen und weißer Rückseite. Doch wie viel kostet diese Optik extra? Und gibt es technische Unterschiede? Dieser Artikel vergleicht Full Black Solarmodule mit herkömmlichen monokristallinen Modulen. Mit konkreten Zahlen zu Preisen, Wirkungsgrad und Amortisation wird klar, wann sich der Aufpreis lohnt, und wann Standard Module die bessere Wahl sind.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Full Black Solarmodule und wie unterscheiden sie sich von herkömmlichen Modulen?

Full Black Solarmodule sind monokristalline Solarmodule, bei denen alle sichtbaren Komponenten schwarz gefärbt sind. Dazu gehören die Solarzellen, der Rahmen und bei Glas-Folie-Modulen auch die Rückseitenfolie. Bei herkömmlichen monokristallinen Modulen sind die Zellen zwar ebenfalls dunkel, aber der Rahmen ist silberfarben und die Rückseitenfolie weiß. Dadurch entstehen sichtbare Kontraste auf dem Dach.

Der Begriff "Full Black" bezieht sich also ausschließlich auf die Optik. Die verwendete Zelltechnologie ist bei beiden Varianten identisch. Beide nutzen monokristalline Siliziumzellen, die für ihren hohen Wirkungsgrad bekannt sind. 

Der einzige technische Unterschied liegt bei den Glas-Folie-Modulen in der schwarzen Rückseitenfolie, die das Wärmeverhalten geringfügig beeinflussen kann. Die Glas-Glas-Variante steht den normalen monokristallinen Solarpanels dagegen in nichts nach.

Grafik, die die Zusammensetzung eines Solarmoduls mit den verschiedenen Materialien und Schichten zeigt
Kriterium Full Black Module Herkömmliche monokristalline Module
Zelltyp Monokristallin Monokristallin
Zellfarbe Schwarz Dunkelblau bis schwarz
Rahmenfarbe Schwarz Silber
Rückseitenfolie (bei Glas‑Folie) Schwarz Weiß
Optischer Eindruck Einheitlich, elegant Kontrastreicher, technischer
Wirkungsgrad 18–22 % 18–22 %

Glas-Folie oder Glas-Glas: Welche Full Black Solarmodule sind besser?

Full Black Module in Glas-Glas-Bauweise sind die Premium-Variante und gleichen die typischen Nachteile schwarzer Module aus. Bei Glas-Folie-Modulen kann die schwarze Rückseitenfolie zu einer höheren Betriebstemperatur führen, was den Ertrag um 1–3 % im Jahresschnitt reduzieren kann. Bei Glas-Glas-Modulen existiert dieser Effekt nicht.

Die Vorteile von Full Black Glas-Glas-Solarmodulen:

  • Bessere Wärmeabfuhr: Glas leitet Wärme besser ab als Kunststofffolie. Das Full Black Modul kann seine Hitze effektiver an die Umgebung abgeben. Dadurch sinkt der Wirkungsgrad im Sommer weniger stark ab als bei Glas-Folie.
  • Geringere Degradation: Glas-Glas-Module verlieren nur etwa 0,3 % Leistung pro Jahr, Glas-Folie-Module hingegen können bis zu 0,5 % verlieren.
  • Bifazial-Bonus möglich: Viele Glas-Glas-Module sind bifaziale Solarmodule und können auch Licht von der Rückseite aufnehmen. Je nach Untergrund ist ein Mehrertrag von 5–20 % möglich.
  • Höhere Robustheit: Die Sandwich-Bauweise aus zwei Glasschichten ist widerstandsfähiger gegen Hagel, Schnee und extreme Temperaturen.
  • Längere Lebensdauer: Glas-Glas-Module halten oft 30 Jahre und länger, mit entsprechend langen Herstellergarantien.
Kriterium Full Black Module Herkömmliche monokristalline Module
Zelltyp Monokristallin Monokristallin
Zellfarbe Schwarz Dunkelblau bis schwarz
Rahmenfarbe Schwarz Silber

Gewusst: Enpal setzt auf Full Black Module in Glas-Glas-Bauweise mit bifazialer Technologie. So profitieren Hausbesitzer von der eleganten Optik ohne die typischen Nachteile schwarzer Folienmodule.

Was kosten Full Black Solarmodule im Vergleich zu normalen monokristallinen Modulen?

Full Black Solarmodule kosten in der Regel 8–10 % mehr als klassische monokristalline Module. Der Aufpreis entsteht durch die zusätzliche Einfärbung von Rahmen und Rückseitenfolie sowie die geringeren Produktionsmengen im Vergleich zu Standardmodulen.

Kriterium Herkömmliche monokristalline Module Full Black Module Differenz
Modulpreis (rein Material) 110–160 €/kWp 120–175 €/kWp +10–15 €/kWp
Komplettpreis inkl. Installation 1.650–2.000 €/kWp 1.800–2.200 €/kWp +150–200 €/kWp
Gesamtkosten 10-kWp-Anlage 16.500–20.000 € 18.000–22.000 € +1.500–2.000 €

Der Mehrpreis von rund 1.500–2.000 € bedeutet bei einer Anlagenlebensdauer von 25–30 Jahren zusätzliche Kosten von etwa 50–80 € pro Jahr. Bezogen auf die monatlichen Kosten entspricht das weniger als 7 €.

Gut zu wissen: Bei Enpal ist neben der Qualität auch die Optik wichtig. Daher sind Full Black Module in der Glas-Glas-Bauwiese standardmäßig im Komplettpaket ohne Aufpreis enthalten.

Welchen Wirkungsgrad haben Full Black Module und lohnt sich das?

Full Black Module erreichen einen Wirkungsgrad von 18–22 % und liegen damit auf dem gleichen Niveau wie die herkömmlichen Module. Der Grund: Beide Varianten verwenden identische Zelltechnologie. Die schwarze Optik hat keinen Einfluss auf die Effizienz der Solarzellen selbst.

In der Praxis unterscheidet sich der Ertrag je nach Bauweise. Full Black Module in Glas-Folie-Bauweise können an heißen Sommertagen etwas höhere Temperaturen erreichen. Der daraus resultierende Leistungsunterschied liegt erfahrungsgemäß bei etwa 1–3 % im Jahresschnitt. Bei Glas-Glas Full Black Modulen entfällt dieser Effekt, da Glas die Wärme besser ableitet als Kunststofffolie.

Wie wirkt sich der Mehrpreis eines Full Black Solarmoduls auf die Amortisationszeit aus?

Der Aufpreis für Full Black Module kann die Amortisation der Photovoltaik-Anlage um etwa 6–12 Monate verlängern. Bei einer Gesamtlaufzeit von 25–30 Jahren ist dieser Unterschied daher vernachlässigbar.

Wie schnell sich eine Photovoltaikanlage amortisiert, hängt vor allem von der Eigenverbrauchsquote ab. Wer viel Solarstrom selbst nutzt, spart mehr und erreicht die Amortisation früher. Ein Stromspeicher erhöht den Eigenverbrauch deutlich und kann dadurch die Amortisationszeit der Photovoltaikanlage verkürzen.

Rechenbeispiel zur Veranschaulichung der Amortisationszeit

Die folgenden Berechnungen sind transparent an die Komplettpreise von Enpal angelehnt. Die Werte dienen allerdings als Richtwerte, da tatsächliche Kosten und Erträge je nach Dachausrichtung, Standort und individuellem Stromverbrauch abweichen können.

10-kWp-Anlage ohne Stromspeicher

  • Investition: 22.000 €
  • Jahresertrag: 10.000 kWh
  • Eigenverbrauchsquote: 18 %
  • Eigenverbrauch: 1.800 kWh
  • Einspeisung: 8.200 kWh
  • Strompreis: 0,32 €/kWh
  • Einspeisevergütung: 0,08 €/kWh

Jährliche Ersparnis:

  • Ersparnis durch Eigenverbrauch: 1.800 kWh × 0,32 € = 576 €
  • Einspeisevergütung: 8.200 kWh × 0,08 € = 656 €
  • Gesamtertrag pro Jahr: 1.232 €

Amortisationszeit: ca. 18 Jahre

Eine Amortisationszeit von 18 Jahren bedeutet: Nach dieser Zeit hat sich die Anlage vollständig refinanziert. Bei einer Lebensdauer von 25–30 Jahren erwirtschaftet sie anschließend noch viele Jahre reinen Gewinn. Die Amortisation lässt sich jedoch verkürzen, indem der Eigenverbrauch beispielsweise durch einen Stromspeicher oder eine Wallbox erhöht wird.

10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Stromspeicher

  • Investition (Anlage + Speicher): 31.000 €
  • Jahresertrag: 10.000 kWh
  • Eigenverbrauchsquote: 41 %
  • Eigenverbrauch: 4.100 kWh
  • Einspeisung: 5.900 kWh
  • Strompreis: 0,32 €/kWh
  • Einspeisevergütung: 0,08 €/kWh

Jährliche Ersparnis:

  • Ersparnis durch Eigenverbrauch: 4.100 kWh × 0,32 € = 1.312 €
  • Einspeisevergütung: 5.900 kWh × 0,08 € = 472 €
  • Gesamtertrag pro Jahr: 1.784 €

Amortisationszeit: ca. 17 Jahre

Durch den 10-kWh-Stromspeicher steigt die jährliche Ersparnis um rund 550 €. Die höhere Investition wird dadurch ausgeglichen und die Amortisationszeit verkürzt sich sogar leicht. Zusätzlich steigt die Unabhängigkeit (sog. Autarkie) vom Stromnetz: Mit Speicher liegt der Autarkiegrad bei etwa 77 %, ohne Speicher nur bei 36 %.

Ein Stromspeicher lohnt sich also durchaus. Nicht nur wegen der kürzeren Amortisationszeit, sondern auch wegen der höheren Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen. Je mehr der Strompreis in Zukunft steigt, desto größer wird der finanzielle Vorteil eines hohen Eigenverbrauchs.

Nach der Amortisation erwirtschaften beide Varianten über viele Jahre reinen Gewinn. Da Full Black Module genauso lange halten wie herkömmliche monokristalline Module, gleicht sich der Mehrpreis über die Lebensdauer der Solaranlage aus. Wer die elegante Optik bevorzugt, muss also keine spürbar schlechtere Wirtschaftlichkeit befürchten.

Halten Full Black Module genauso lange wie herkömmliche Module?

Full Black Module halten mit 25–30 Jahren genauso lange wie herkömmliche monokristalline Module. Der Grund: Beide Varianten basieren auf derselben Zelltechnologie und verwenden vergleichbare Materialien. Die schwarze Einfärbung von Rahmen und Rückseite hat keinen Einfluss auf die Lebensdauer. Glas-Glas-Module halten sogar oft länger als Glas-Folie-Module.

Fakten zu Haltbarkeit und Degradation:

  • Alle Solarmodule verlieren im Laufe der Zeit minimal an Leistung. Dieser Prozess heißt Degradation.
  • Im ersten Jahr ist der Leistungsverlust am höchsten (1–3 %), danach sinkt die Leistung jährlich um etwa 0,5–0,8 %.
  • Nach 25 Jahren liefern hochwertige Module noch 80–85 % ihrer ursprünglichen Leistung.
  • Full Black Module und klassische monokristalline Module zeigen das gleiche Degradationsverhalten.
  • Langzeiterfahrungen speziell zu Full Black Modulen sind noch begrenzt, da die Technologie vergleichsweise neu ist. Die bisherigen Daten zeigen jedoch keine Auffälligkeiten.

Bei der Haltbarkeit müssen sich Hausbesitzer also keine Sorgen machen. Full Black Module sind genauso langlebig und zuverlässig wie herkömmliche monokristalline Module.

Wann lohnen sich Full Black Solarmodule wirklich?

Full Black Solarmodule lohnen sich besonders dann, wenn die Optik eine wichtige Rolle spielt. Die elegante schwarze Oberfläche fügt sich harmonisch in das Gesamtbild des Hauses ein und fällt auf dem Dach weniger auf als Module mit silbernem Rahmen und heller Rückseite. In der Glas-Glas-Variante bieten Full Black Module zusätzlich technische Vorteile.

Vorteile Nachteile
Plus Icon Einheitliche, elegante Optik Minus Icon Etwas höherer Anschaffungspreis
Plus Icon Unauffällige Integration ins Dachbild
Plus Icon Höhere Akzeptanz bei Gestaltungssatzungen
Plus Icon Bessere Wärmeabfuhr (bei Glas-Glas)
Plus Icon Geringere Degradation (bei Glas-Glas)
Plus Icon Längere Lebensdauer (bei Glas-Glas)

Full Black Module sind besonders sinnvoll, wenn:

  • Ein modernes, hochwertiges Erscheinungsbild des Hauses gewünscht ist.
  • Langlebigkeit und geringe Degradation wichtig sind.
  • Das Dach von der Straße oder von Nachbargrundstücken gut einsehbar ist.
  • Die Gemeinde hat eine Gestaltungssatzung, die bestimmte Farben oder Materialien vorschreibt.
  • Der Wiederverkaufswert des Hauses durch eine ansprechende Optik gesteigert werden soll.

Wer Full Black Solarmodule in Glas-Glas-Bauweise wählt, muss keine Abstriche bei der Leistung machen. Im Gegenteil: Die bessere Wärmeabfuhr und geringere Degradation können den Ertrag über die Lebensdauer sogar steigern. Die Entscheidung für Full Black ist damit nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern auch der Qualität.

Fazit 

Full Black Solarmodule bieten die gleiche Technik wie herkömmliche monokristalline Module, überzeugen aber zusätzlich durch ihre elegante, einheitlich schwarze Optik. Der Wirkungsgrad ist vergleichbar, die Lebensdauer identisch. Der geringe Mehrpreis fällt über die Laufzeit von 25–30 Jahren kaum ins Gewicht. Wer Wert auf ein harmonisches Dachbild legt, trifft mit Full Black Modulen eine sehr gute Wahl.

Hier finden Sie heraus, ob sich eine PV-Anlage auch für Ihr Haus lohnt:

Häufig gestellte Fragen zu Full Black Solarmodulen

Sind Full Black Module bei Denkmalschutz erlaubt?

In denkmalgeschützten Gebieten gelten besondere Auflagen für bauliche Veränderungen. Full Black Module können die Genehmigungschancen für Photovoltaik im Denkmalschutz erhöhen, da sie sich unauffälliger ins Dachbild einfügen als Module mit silbernem Rahmen. Die Entscheidung liegt jedoch immer bei der zuständigen Denkmalschutzbehörde. Eine frühzeitige Abstimmung vor der Installation ist empfehlenswert.

Welche Hersteller bieten Full Black Module an?

Namhafte Hersteller wie LONGi, VSUN Solar, Trina Solar, JA Solar und Canadian Solar haben Full Black Module im Programm. Die Qualitätsunterschiede zwischen etablierten Herstellern sind gering. Wichtiger als die Marke sind die Garantiebedingungen und der Service des Anbieters.

Können Full Black Module auf jedem Dach installiert werden?

Ja, Full Black Module lassen sich auf denselben Dachtypen installieren wie herkömmliche monokristalline Module. Die Photovoltaik Montage ist identisch. Ob Schrägdach, Flachdach oder Ziegeldach, die schwarze Optik ist mit allen gängigen Dachformen kompatibel.

Sind Full Black Module schwerer als herkömmliche Module?

Nein, das Gewicht des Solarmoduls ist vergleichbar. Full Black Module wiegen wie herkömmliche Module etwa 18–22 kg pro Modul.

Verblassen Full Black Module mit der Zeit?

Hochwertige Full Black Module behalten ihre schwarze Farbe über die gesamte Lebensdauer. Die Einfärbung von Rahmen und Rückseite ist UV-beständig. Bei Modulen von etablierten Herstellern ist ein Verblassen nicht zu erwarten.

Lassen sich Full Black Module mit herkömmlichen Modulen kombinieren?

Technisch ist eine Kombination möglich, optisch jedoch nicht empfehlenswert. Der Kontrast zwischen schwarzen und silbergerahmten Modulen wirkt unharmonisch. Wer eine einheitliche Optik wünscht, sollte sich für eine Variante entscheiden.

Wie werden Full Black Module gereinigt?

Full Black Module werden genauso gereinigt wie normale Module. In der Regel reicht Regen aus, um Staub und leichte Verschmutzungen zu entfernen. Bei stärkerer Verschmutzung empfiehlt sich eine Reinigung mit klarem Wasser und einem weichen Schwamm. Aggressive Reinigungsmittel sollten vermieden werden.

Gibt es Förderungen speziell für Full Black Module?

Spezielle Förderungen für Full Black Module gibt es nicht. Die Module profitieren jedoch von derselben Photovoltaik Förderung wie herkömmliche PV-Anlagen. Dazu gehören zinsgünstige KfW-Kredite und regionale Förderprogramme. Die Einspeisevergütung ist ebenfalls identisch.

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