

Komplett schwarze Solarmodule wirken auf dem Dach deutlich eleganter als herkömmliche Module mit silbernem Rahmen und weißer Rückseite. Doch wie viel kostet diese Optik extra? Und gibt es technische Unterschiede? Dieser Artikel vergleicht Full Black Solarmodule mit herkömmlichen monokristallinen Modulen. Mit konkreten Zahlen zu Preisen, Wirkungsgrad und Amortisation wird klar, wann sich der Aufpreis lohnt, und wann Standard Module die bessere Wahl sind.
Full Black Solarmodule sind monokristalline Solarmodule, bei denen alle sichtbaren Komponenten schwarz gefärbt sind. Dazu gehören die Solarzellen, der Rahmen und bei Glas-Folie-Modulen auch die Rückseitenfolie. Bei herkömmlichen monokristallinen Modulen sind die Zellen zwar ebenfalls dunkel, aber der Rahmen ist silberfarben und die Rückseitenfolie weiß. Dadurch entstehen sichtbare Kontraste auf dem Dach.
Der Begriff "Full Black" bezieht sich also ausschließlich auf die Optik. Die verwendete Zelltechnologie ist bei beiden Varianten identisch. Beide nutzen monokristalline Siliziumzellen, die für ihren hohen Wirkungsgrad bekannt sind.
Der einzige technische Unterschied liegt bei den Glas-Folie-Modulen in der schwarzen Rückseitenfolie, die das Wärmeverhalten geringfügig beeinflussen kann. Die Glas-Glas-Variante steht den normalen monokristallinen Solarpanels dagegen in nichts nach.

Full Black Module in Glas-Glas-Bauweise sind die Premium-Variante und gleichen die typischen Nachteile schwarzer Module aus. Bei Glas-Folie-Modulen kann die schwarze Rückseitenfolie zu einer höheren Betriebstemperatur führen, was den Ertrag um 1–3 % im Jahresschnitt reduzieren kann. Bei Glas-Glas-Modulen existiert dieser Effekt nicht.
Die Vorteile von Full Black Glas-Glas-Solarmodulen:
Gewusst: Enpal setzt auf Full Black Module in Glas-Glas-Bauweise mit bifazialer Technologie. So profitieren Hausbesitzer von der eleganten Optik ohne die typischen Nachteile schwarzer Folienmodule.
Full Black Solarmodule kosten in der Regel 8–10 % mehr als klassische monokristalline Module. Der Aufpreis entsteht durch die zusätzliche Einfärbung von Rahmen und Rückseitenfolie sowie die geringeren Produktionsmengen im Vergleich zu Standardmodulen.
Der Mehrpreis von rund 1.500–2.000 € bedeutet bei einer Anlagenlebensdauer von 25–30 Jahren zusätzliche Kosten von etwa 50–80 € pro Jahr. Bezogen auf die monatlichen Kosten entspricht das weniger als 7 €.
Gut zu wissen: Bei Enpal ist neben der Qualität auch die Optik wichtig. Daher sind Full Black Module in der Glas-Glas-Bauwiese standardmäßig im Komplettpaket ohne Aufpreis enthalten.
Full Black Module erreichen einen Wirkungsgrad von 18–22 % und liegen damit auf dem gleichen Niveau wie die herkömmlichen Module. Der Grund: Beide Varianten verwenden identische Zelltechnologie. Die schwarze Optik hat keinen Einfluss auf die Effizienz der Solarzellen selbst.
In der Praxis unterscheidet sich der Ertrag je nach Bauweise. Full Black Module in Glas-Folie-Bauweise können an heißen Sommertagen etwas höhere Temperaturen erreichen. Der daraus resultierende Leistungsunterschied liegt erfahrungsgemäß bei etwa 1–3 % im Jahresschnitt. Bei Glas-Glas Full Black Modulen entfällt dieser Effekt, da Glas die Wärme besser ableitet als Kunststofffolie.
Der Aufpreis für Full Black Module kann die Amortisation der Photovoltaik-Anlage um etwa 6–12 Monate verlängern. Bei einer Gesamtlaufzeit von 25–30 Jahren ist dieser Unterschied daher vernachlässigbar.
Wie schnell sich eine Photovoltaikanlage amortisiert, hängt vor allem von der Eigenverbrauchsquote ab. Wer viel Solarstrom selbst nutzt, spart mehr und erreicht die Amortisation früher. Ein Stromspeicher erhöht den Eigenverbrauch deutlich und kann dadurch die Amortisationszeit der Photovoltaikanlage verkürzen.
Die folgenden Berechnungen sind transparent an die Komplettpreise von Enpal angelehnt. Die Werte dienen allerdings als Richtwerte, da tatsächliche Kosten und Erträge je nach Dachausrichtung, Standort und individuellem Stromverbrauch abweichen können.
Jährliche Ersparnis:
Amortisationszeit: ca. 18 Jahre
Eine Amortisationszeit von 18 Jahren bedeutet: Nach dieser Zeit hat sich die Anlage vollständig refinanziert. Bei einer Lebensdauer von 25–30 Jahren erwirtschaftet sie anschließend noch viele Jahre reinen Gewinn. Die Amortisation lässt sich jedoch verkürzen, indem der Eigenverbrauch beispielsweise durch einen Stromspeicher oder eine Wallbox erhöht wird.
Jährliche Ersparnis:
Amortisationszeit: ca. 17 Jahre
Durch den 10-kWh-Stromspeicher steigt die jährliche Ersparnis um rund 550 €. Die höhere Investition wird dadurch ausgeglichen und die Amortisationszeit verkürzt sich sogar leicht. Zusätzlich steigt die Unabhängigkeit (sog. Autarkie) vom Stromnetz: Mit Speicher liegt der Autarkiegrad bei etwa 77 %, ohne Speicher nur bei 36 %.
Ein Stromspeicher lohnt sich also durchaus. Nicht nur wegen der kürzeren Amortisationszeit, sondern auch wegen der höheren Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen. Je mehr der Strompreis in Zukunft steigt, desto größer wird der finanzielle Vorteil eines hohen Eigenverbrauchs.
Nach der Amortisation erwirtschaften beide Varianten über viele Jahre reinen Gewinn. Da Full Black Module genauso lange halten wie herkömmliche monokristalline Module, gleicht sich der Mehrpreis über die Lebensdauer der Solaranlage aus. Wer die elegante Optik bevorzugt, muss also keine spürbar schlechtere Wirtschaftlichkeit befürchten.
Full Black Module halten mit 25–30 Jahren genauso lange wie herkömmliche monokristalline Module. Der Grund: Beide Varianten basieren auf derselben Zelltechnologie und verwenden vergleichbare Materialien. Die schwarze Einfärbung von Rahmen und Rückseite hat keinen Einfluss auf die Lebensdauer. Glas-Glas-Module halten sogar oft länger als Glas-Folie-Module.
Fakten zu Haltbarkeit und Degradation:
Bei der Haltbarkeit müssen sich Hausbesitzer also keine Sorgen machen. Full Black Module sind genauso langlebig und zuverlässig wie herkömmliche monokristalline Module.
Full Black Solarmodule lohnen sich besonders dann, wenn die Optik eine wichtige Rolle spielt. Die elegante schwarze Oberfläche fügt sich harmonisch in das Gesamtbild des Hauses ein und fällt auf dem Dach weniger auf als Module mit silbernem Rahmen und heller Rückseite. In der Glas-Glas-Variante bieten Full Black Module zusätzlich technische Vorteile.
Full Black Module sind besonders sinnvoll, wenn:
Wer Full Black Solarmodule in Glas-Glas-Bauweise wählt, muss keine Abstriche bei der Leistung machen. Im Gegenteil: Die bessere Wärmeabfuhr und geringere Degradation können den Ertrag über die Lebensdauer sogar steigern. Die Entscheidung für Full Black ist damit nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern auch der Qualität.
Full Black Solarmodule bieten die gleiche Technik wie herkömmliche monokristalline Module, überzeugen aber zusätzlich durch ihre elegante, einheitlich schwarze Optik. Der Wirkungsgrad ist vergleichbar, die Lebensdauer identisch. Der geringe Mehrpreis fällt über die Laufzeit von 25–30 Jahren kaum ins Gewicht. Wer Wert auf ein harmonisches Dachbild legt, trifft mit Full Black Modulen eine sehr gute Wahl.
Hier finden Sie heraus, ob sich eine PV-Anlage auch für Ihr Haus lohnt:
In denkmalgeschützten Gebieten gelten besondere Auflagen für bauliche Veränderungen. Full Black Module können die Genehmigungschancen für Photovoltaik im Denkmalschutz erhöhen, da sie sich unauffälliger ins Dachbild einfügen als Module mit silbernem Rahmen. Die Entscheidung liegt jedoch immer bei der zuständigen Denkmalschutzbehörde. Eine frühzeitige Abstimmung vor der Installation ist empfehlenswert.
Namhafte Hersteller wie LONGi, VSUN Solar, Trina Solar, JA Solar und Canadian Solar haben Full Black Module im Programm. Die Qualitätsunterschiede zwischen etablierten Herstellern sind gering. Wichtiger als die Marke sind die Garantiebedingungen und der Service des Anbieters.
Ja, Full Black Module lassen sich auf denselben Dachtypen installieren wie herkömmliche monokristalline Module. Die Photovoltaik Montage ist identisch. Ob Schrägdach, Flachdach oder Ziegeldach, die schwarze Optik ist mit allen gängigen Dachformen kompatibel.
Nein, das Gewicht des Solarmoduls ist vergleichbar. Full Black Module wiegen wie herkömmliche Module etwa 18–22 kg pro Modul.
Hochwertige Full Black Module behalten ihre schwarze Farbe über die gesamte Lebensdauer. Die Einfärbung von Rahmen und Rückseite ist UV-beständig. Bei Modulen von etablierten Herstellern ist ein Verblassen nicht zu erwarten.
Technisch ist eine Kombination möglich, optisch jedoch nicht empfehlenswert. Der Kontrast zwischen schwarzen und silbergerahmten Modulen wirkt unharmonisch. Wer eine einheitliche Optik wünscht, sollte sich für eine Variante entscheiden.
Full Black Module werden genauso gereinigt wie normale Module. In der Regel reicht Regen aus, um Staub und leichte Verschmutzungen zu entfernen. Bei stärkerer Verschmutzung empfiehlt sich eine Reinigung mit klarem Wasser und einem weichen Schwamm. Aggressive Reinigungsmittel sollten vermieden werden.
Spezielle Förderungen für Full Black Module gibt es nicht. Die Module profitieren jedoch von derselben Photovoltaik Förderung wie herkömmliche PV-Anlagen. Dazu gehören zinsgünstige KfW-Kredite und regionale Förderprogramme. Die Einspeisevergütung ist ebenfalls identisch.