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Wärmepumpe Kosten: Aktuelle Preise in 2026

Aktualisiert:
17.02.2026
Lesezeit:
5 Minuten
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Wärmepumpe Kosten: Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus kostet inklusive Installation je nach Typ meist zwischen 29.000 und 68.000 €.
  • Luft-Wasser-Wärmepumpen sind mit 29.000 bis 47.000 € am günstigsten, Grundwasserwärmepumpen mit 42.000 bis 68.000 € am teuersten.
  • Über die KfW-Förderung 458 erhalten Hausbesitzer bis zu 70 % der förderfähigen Kosten als Zuschuss. Mit dem maximalen Fördersatz beginnen Wärmepumpen bei Enpal bei 7.800 €.
  • Die jährlichen Betriebskosten einer Wärmepumpe liegen inklusive Wartung zwischen 500 und 1.500 € pro Jahr.
  • Die laufenden Kosten einer Wärmepumpe liegen rund 30 bis 50 % unter denen einer Gasheizung. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus spart so etwa 800 bis 1.000 € pro Jahr.
  • Wer eine Wärmepumpe finanziert, profitiert von 0 € Anzahlungskosten, komplett flexiblen Zahlungsmöglichkeiten und optionalen Service-Paketen.
Bosch Wärmepumpe auf Terrasse bei Enpal Kunde

Eine neue Heizung ist eine der größten Investitionen im Eigenheim. Entsprechend wichtig ist es, vorher genau zu wissen, welche Kosten tatsächlich anfallen. Dieser Artikel schlüsselt alle Kostenpunkte einer Wärmepumpe transparent auf, vergleicht die laufenden Kosten mit Gas und Öl und zeigt, wie sich Förderungen und Photovoltaik auf den tatsächlichen Eigenanteil auswirken. Mit konkreten Zahlen, Tabellen und Rechenbeispielen für 2026.

Hinweis: Da die Preise von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden und sich schnell ändern können, können die aktuellen Anbieterpreise von den Angaben in diesem Artikel abweichen.

Inhaltsverzeichnis

Was kostet eine Wärmepumpe mit Einbau?

Eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus kostet inklusive Installation je nach Typ meistens zwischen 29.000 und 68.000 €. Wie hoch die Gesamtkosten tatsächlich ausfallen, hängt von drei Faktoren ab:

  1. dem Wärmepumpentyp,
  2. den Installationsbedingungen vor Ort und
  3. der notwendigen Erschließung der Wärmequelle.

Luft-Wasser-Wärmepumpen sind dabei deutlich günstiger als Erd- oder Grundwasserwärmepumpen, weil keine aufwendigen Bohrungen nötig sind.

Wie setzen sich die Kosten einer Wärmepumpe zusammen?

Die Kosten einer Wärmepumpe setzen sich aus vier Hauptblöcken zusammen: Gerät, Installation, Erschließung und Nebenkosten. Die folgende Tabelle zeigt die typischen Preisspannen für ein Einfamilienhaus.

Kostenblock Luft‑Wasser Erdwärme (Sole) Wasser‑Wasser
Gerät (Wärmepumpe) 22.000 – 32.000 € 25.000 – 35.000 € 25.000 – 35.000 €
Installation (Montage, Anschluss) 6.000 – 12.000 € 6.000 – 12.000 € 6.000 – 12.000 €
Erschließung (Wärmequelle) 0 € (entfällt) 2.000 – 5.000 € 8.000 – 13.000 €
Nebenkosten (Elektrik, Fundament, Genehmigungen) 1.000 – 3.000 € 2.000 – 5.000 € 3.000 – 8.000 €
Gesamtkosten (vor Förderung) 29.000 – 47.000 € 35.000 – 57.000 € 42.000 – 68.000 €
Da die Preise von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden und sich schnell ändern können, können die aktuellen Anbieterpreise von den obigen Angaben abweichen.

Der größte Kostentreiber bei Grundwasser- und Erdwärmepumpen ist die Erschließung. Für eine Erdwärmesonde sind Bohrungen bis zu 100 m Tiefe nötig, die je nach Bodenbeschaffenheit 50 bis 80 € pro Meter kosten. Bei Grundwasserwärmepumpen kommen zwei Brunnenbohrungen (Saug- und Schluckbrunnen) hinzu, die oft wasserrechtliche Genehmigungen erfordern.

Die Installationskosten sind bei allen Typen ähnlich. Sie umfassen den Anschluss an das bestehende Heizsystem, die Verrohrung und die elektrische Anbindung. In vielen Komplettangeboten sind diese Kosten bereits enthalten.

Wie unterscheiden sich die Kosten nach Wärmepumpentyp?

Die drei gängigen Wärmepumpentypen unterscheiden sich nicht nur beim Preis, sondern auch bei Effizienz, Platzbedarf und Genehmigungsaufwand. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick.

Kriterium Luft‑Wasser Erdwärme (Sole) Wasser‑Wasser
Gesamtkosten (vor Förderung) 29.000 – 40.000 € 32.000 – 45.000 € 32.000 – 50.000 €
Jahresarbeitszahl (JAZ) 3,0 – 4,0 4,0 – 5,0 4,5 – 5,5
Jährl. Stromkosten ca. 1.050 – 1.400 € ca. 840 – 1.050 € ca. 760 – 930 €
Erschließung nötig? Nein Ja (Bohrung/Kollektor) Ja (Brunnenbohrung)
Platzbedarf außen Gering (Außengerät) Groß (Kollektor) oder gering (Sonde) Gering (Brunnen)
Genehmigung nötig? Nein Ja (Bohrerlaubnis) Ja (wasserrechtlich)
Annahmen für die Stromkosten: 20.000 kWh Wärmebedarf, 21 Ct/kWh

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist der mit Abstand am häufigsten installierte Typ in Deutschland, und das aus gutem Grund. Sie lässt sich ohne Bohrungen oder Genehmigungen installieren, braucht wenig Platz und bietet das beste Verhältnis aus Anschaffungskosten, Flexibilität und Effizienz. Ob Neubau oder Altbau, sie passt in nahezu jede Gebäudesituation.

Erdwärmepumpen erreichen zwar eine höhere Jahresarbeitszahl (JAZ) und arbeiten unabhängig von der Außentemperatur konstant effizient. Dafür liegen die Anschaffungskosten durch die nötige Erdsondenbohrung deutlich höher, und die Installation setzt eine Bohrgenehmigung sowie ein geeignetes Grundstück voraus.

Wasser-Wasser-Wärmepumpen erzielen die höchste Effizienz aller drei Typen, sind aber an ein nutzbares Grundwasservorkommen gebunden. Die wasserrechtliche Genehmigung und die doppelte Brunnenbohrung machen sie zur teuersten und aufwendigsten Variante. In der Praxis werden sie am seltensten verbaut.

Rechenbeispiel: Jährliche Stromkosten nach Wärmepumpentyp

Folgende Werte liegen zugrunde:

Wärmebedarf 20.000 kWh/Jahr, Wärmepumpenstromtarif 21 Ct/kWh.

  • Luft-Wasser (JAZ 3,5): 20.000 ÷ 3,5 = 5.714 × 0,21 = 1.200 € pro Jahr
  • Erdwärme (JAZ 4,5): 20.000 ÷ 4,5 = 4.444 × 0,21 = 933 € pro Jahr
  • Wasser-Wasser (JAZ 5,0): 20.000 ÷ 5,0 = 4.000 × 0,21 = 840 € pro Jahr

Gut zu wissen:

Enpal bietet Luft-Wasser-Wärmepumpen ab 7.800 € an, wenn die maximale Förderung von 70 % ausgeschöpft wird. Im Komplettpaket sind Lieferung, Montage und Inbetriebnahme enthalten. Durchschnittlich vergehen nur vier Wochen von der Anfrage bis zur Installation.

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Gibt es "versteckte" Kosten bei der Installation einer Wärmepumpe?

Viele Anbieter, darunter auch Enpal, sorgen dafür, dass keine "versteckten" Kosten bei der Installation einer Wärmepumpe auftreten. Neben dem reinen Angebotspreis gibt es natürlich mitunter Zusatzkosten, die es zu kennen gilt. Je nach Gebäudezustand und örtlichen Gegebenheiten können diese Posten zwischen 2.000 und 15.000 € betragen.

Was sind die häufigsten Zusatzkosten bei der Installation einer Wärmepumpe?

Die folgende Übersicht zeigt die häufigsten Zusatzkosten, die vor der Beauftragung geprüft werden sollten.

Kostenposition Typische Preisspanne Wann fällt sie an?
Zählerschrankanpassung / neuer Zählerschrank 500 – 2.500 € Wenn der vorhandene Zählerplatz nicht den aktuellen TAB‑Vorgaben entspricht oder kein separater Wärmepumpenzähler vorhanden ist
Fundamenterstellung (Außengerät) 300 – 800 € Wenn kein geeigneter Untergrund für das Außengerät vorhanden ist
Hydraulischer Abgleich 800 – 1.500 € Pflicht bei Förderung über KfW 458. Sorgt dafür, dass alle Heizkörper gleichmäßig versorgt werden
Heizkörpertausch (teilweise oder komplett) 2.000 – 6.000 € Wenn vorhandene Heizkörper zu klein sind und die Vorlauftemperatur nicht gesenkt werden kann
Demontage und Entsorgung der Altanlage 500 – 1.500 € Beim Austausch einer bestehenden Gas‑ oder Ölheizung
Elektrische Anpassungen (Leitungen, Sicherungen) 300 – 1.200 € Wenn die vorhandene Elektroinstallation nicht für den höheren Strombedarf ausgelegt ist
Schallschutzmaßnahmen 200 – 800 € Wenn das Außengerät nah an der Grundstücksgrenze oder am Nachbargebäude steht
Genehmigungen und Gutachten 200 – 1.500 € Bei Erdwärme‑ oder Grundwasserwärmepumpen (Bohrerlaubnis, wasserrechtliche Genehmigung, geologisches Gutachten)

Nicht jede dieser Positionen fällt bei jeder Installation an. Bei einem gut sanierten Haus mit moderner Elektrik und Fußbodenheizung beschränken sich die Zusatzkosten oft auf das Fundament und den hydraulischen Abgleich. Bei älteren Gebäuden mit veralteter Elektrik und kleinen Heizkörpern können dagegen mehrere Positionen gleichzeitig anfallen.

Gut zu wissen:

Enpal prüft im Rahmen der Erstberatung, ob Anpassungen am Zählerschrank, an der Elektrik oder am Heizsystem nötig sind, und berücksichtigt diese im individuellen Angebot. So gibt es nach der Beauftragung keine unerwarteten Zusatzkosten.

Wie hoch sind die laufenden Kosten einer Wärmepumpe?

Die jährlichen Betriebskosten einer Wärmepumpe im Einfamilienhaus liegen bei einem Strompreis von 21 Ct/kWh (z. B. dank Wärmepumpenstromtarif) zwischen 500 und 1.500 € pro Jahr. Der genaue Betrag hängt vom Wärmebedarf des Gebäudes, der Jahresarbeitszahl (JAZ) der Wärmepumpe und dem genutzten Stromtarif ab. Damit liegen die laufenden Kosten rund 30 bis 50 % unter denen einer vergleichbaren Gasheizung.

Die laufenden Kosten setzen sich aus drei Posten zusammen:

  • Stromkosten: Der größte Posten. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einer JAZ von 3,5 verbraucht bei 20.000 kWh Wärmebedarf rund 5.714 kWh Strom pro Jahr. Bei 21 Ct/kWh ergibt das etwa 1.200 € jährlich.
  • Wartungskosten: Zwischen 150 und 450 € pro Jahr für die jährliche Inspektion.
  • Zählergebühren: Für einen separaten Wärmepumpenzähler bzw. ein Smart Meter fallen je nach Netzbetreiber 20 bis 100 € pro Jahr an.

In Summe ergeben sich für ein durchschnittliches Einfamilienhaus jährliche Gesamtbetriebskosten von rund 1.400 bis 1.800 €.

Ist Heizen mit einer Wärmepumpe günstiger als mit Gas?

Heizen mit einer Wärmepumpe ist in den meisten Fällen günstiger als mit einer Gasheizung. Der Grund liegt in der Effizienz: Eine Wärmepumpe erzeugt aus 1 kWh Strom je nach Typ 3 bis 5 kWh Wärme. Eine Gasheizung gewinnt aus 1 kWh Gas dagegen nur rund 0,9 kWh Wärme. Obwohl Strom pro kWh teurer ist als Gas, kompensiert die Wärmepumpe diesen Preisunterschied durch ihre deutlich höhere Effizienz.

Die folgende Tabelle vergleicht die jährlichen Heizkosten für ein Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Wärmebedarf.

Kriterium Wärmepumpe (Luft‑Wasser) Gasheizung Ölheizung
Energiepreis pro kWh 21 Ct (WP‑Stromtarif) 11 Ct (Gaspreis) 10 Ct (Heizölpreis)
Wirkungsgrad / JAZ 3,5 (JAZ) 0,9 (Brennwert) 0,85 (Brennwert)
Energieverbrauch pro Jahr 5.714 kWh (Strom) 22.222 kWh (Gas) 23.529 kWh (Öl)
Jährliche Heizkosten (Energie) ca. 1.200 € ca. 2.444 € ca. 2.353 €
Jährliche Wartungskosten 150 – 300 € 200 – 350 € 250 – 400 €
Schornsteinfeger entfällt 60 – 100 € 60 – 100 €
CO₂‑Steuer (2026: 55 €/t) entfällt ca. 250 € ca. 340 €
Gesamtkosten pro Jahr ca. 1.400 – 1.500 € ca. 2.950 – 3.150 € ca. 3.000 – 3.200 €
Ersparnis ggü. Gas ca. 1.500 – 1.650 € pro Jahr

Zwei Faktoren verschärfen den Kostennachteil fossiler Heizungen in den kommenden Jahren zusätzlich:

  • CO₂-Steuer: Der CO₂-Preis liegt 2026 bei 55 € pro Tonne und soll laut Bundesregierung weiter steigen. Experten rechnen mit 100 bis 250 € pro Tonne bis 2030. Für eine Gasheizung mit 20.000 kWh Wärmebedarf bedeutet das aktuell rund 250 € Mehrkosten pro Jahr, Tendenz steigend.
  • Gaspreisentwicklung: Auch ohne CO₂-Steuer sind die Gaspreise seit 2021 deutlich volatiler geworden. Wer auf Gas setzt, trägt das volle Preisrisiko.

Die Wärmepumpe ist von beiden Faktoren nicht betroffen. Ihr Strom lässt sich zusätzlich über eine eigene Photovoltaikanlage teilweise selbst erzeugen, was die Kosten weiter senkt.

Was kosten Wartung und Reparaturen über die Lebensdauer?

Die jährlichen Kosten für die Wartung einer Wärmepumpe liegen bei 200 bis 450 € und sind damit vergleichbar mit oder etwas günstiger als die einer Gasheizung. Ein Wartungsvertrag lohnt sich, weil er regelmäßige Inspektionen sicherstellt und häufig günstiger ist als Einzeltermine.

Die folgende Tabelle zeigt, welche Wartungsarbeiten anfallen und mit welchen Kosten zu rechnen ist.

Wartungsposition Häufigkeit Kosten
Jährliche Inspektion (Kältemittelkreislauf, Elektrik, Dichtheitsprüfung) 1 × jährlich 200 – 450 €
Filterwechsel (nur Luft‑Wasser / Luft‑Luft) 1 – 2 × jährlich 20 – 50 €
Reinigung Außengerät (Lamellen) 1 × jährlich Im Wartungsvertrag enthalten oder 50 – 100 €
Verdichtertausch Nach 10 – 15 Jahren 2.000 – 4.000 €
Kältemittel nachfüllen (bei Undichtigkeit) Bei Bedarf 200 – 500 €

Wichtig zu wissen: Die größte Einzelinvestition über die Lebensdauer ist der Verdichtertausch. Der Verdichter ist das Herzstück der Wärmepumpe und arbeitet je nach Typ 10 bis 15 Jahre zuverlässig. Ein Austausch kostet 2.000 bis 5.000 €. Regelmäßige Wartung verlängert die Lebensdauer des Verdichters und der gesamten Anlage deutlich.

Seit dem 1. Januar 2026 besteht eine gesetzliche Pflicht zur jährlichen Dichtheits­prüfung bei Wärmepumpen mit mehr als 3 kg Kältemittel. Im privaten Einfamilienhaus ist diese Grenze allerdings selten erreicht. Trotzdem empfiehlt sich eine jährliche Wartung, weil sie die Effizienz sichert und potenzielle Probleme frühzeitig erkennt.

Über eine Lebensdauer von 20 Jahren ergeben sich folgende Gesamtkosten für Wartung und typische Reparaturen:

  • Jährliche Wartung (20 × 300 €): 6.000 €
  • Verdichtertausch (1 ×): 3.000 €
  • Kleinere Reparaturen (Kältemittel, Elektrik): 500 – 1.000 €
  • Gesamtkosten über 20 Jahre: ca. 9.500 – 10.000 €, das entspricht rund 475 – 500 € pro Jahr

Zum Vergleich: Eine Gasheizung verursacht über 20 Jahre ähnliche Wartungskosten, hat aber zusätzlich ebenfalls den Brennertausch (1.500 – 3.000 €) und jährliche Schornsteinfegerkosten (60 – 100 €). In Summe liegen die Wartungs- und Instandhaltungskosten beider Systeme auf einem ähnlichen Niveau.

Gut zu wissen:

Enpal bietet einen Wartungsvertrag für das Wärmepumpensystem ab 199 € pro Jahr an.

Welche Förderungen gibt es 2026 für Wärmepumpen?

Über das KfW-Förderprogramm 458 erhalten Hausbesitzer auch 2026 einen Zuschuss von bis zu 70 % der förderfähigen Kosten für eine neue Wärmepumpe. Die Förderung setzt sich aus einer Grundförderung und mehreren Boni zusammen. Die maximale Fördersumme liegt bei 21.000 €, bezogen auf förderfähige Kosten von maximal 30.000 €.

Aus welchen Bausteinen setzt sich die Wärmepumpen-Förderung zusammen?

Die Förderung funktioniert nach einem Baukastenprinzip. Die folgende Tabelle zeigt, welche Bausteine es gibt und wer sie nutzen kann.

Förder‑Baustein Fördersatz Voraussetzung Für wen?
Grundförderung 30 % Einbau einer förderfähigen Wärmepumpe in eine Bestandsimmobilie (mind. 5 Jahre alt) Alle Eigentümer (Selbstnutzer und Vermieter)
Klimageschwindigkeitsbonus 20 % Austausch einer funktionsfähigen fossilen Heizung (Öl, Gas, Kohle, Nachtspeicher) oder einer Gasheizung, die mind. 20 Jahre alt ist Nur selbstnutzende Eigentümer
Effizienzbonus 5 % Wärmepumpe nutzt natürliches Kältemittel (z. B. Propan R290) oder Wärmequelle Wasser/Erdreich Alle Eigentümer
Einkommensbonus 30 % Zu versteuerndes Haushaltseinkommen unter 40.000 € pro Jahr Nur selbstnutzende Eigentümer
Maximale Gesamtförderung 70 % (Deckelung)
Förderfähige Kosten (Obergrenze) max. 30.000 €
Maximaler Zuschuss max. 21.000 €

Wichtig: Die Gesamtförderung ist bei 70 % gedeckelt. Selbst wenn die Summe der einzelnen Bausteine rechnerisch höher liegt, werden maximal 70 % der förderfähigen Kosten erstattet. Außerdem werden nur Kosten bis 30.000 € berücksichtigt. Liegt der tatsächliche Preis der Wärmepumpe darüber, wird der übersteigende Betrag nicht gefördert.

Seit dem 1. Januar 2026 gelten zudem verschärfte Vorgaben bei der Lautstärke: Luft-Wasser-Wärmepumpen werden nur noch gefördert, wenn ihre Geräuschemissionen mindestens 10 dB unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Die meisten aktuellen Modelle namhafter Hersteller erfüllen diese Anforderung

Wie hoch ist der tatsächliche Eigenanteil nach Förderung?

Der tatsächliche Eigenanteil nach Förderung hängt von der persönlichen Situation ab, also davon, welche Boni beansprucht werden können. Die folgenden drei Beispielrechnungen zeigen typische Szenarien für ein Einfamilienhaus mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe (Gesamtpreis 35.000 €, förderfähige Kosten: 30.000 €).

Beispiel 1: Selbstnutzer, Gasheizung wird ersetzt, Einkommen über 40.000 €

    • Grundförderung: 30 %
    • Klimageschwindigkeitsbonus: 20 %
    • Effizienzbonus (Propan R290): 5 %
    • Einkommensbonus: 0 % (Einkommen zu hoch)
    • Gesamtförderung: 55 %
    • Zuschuss: 30.000 € × 55 % = 16.500 €
    • Eigenanteil: 18.500 €
  • Beispiel 2: Selbstnutzer, Ölheizung wird ersetzt, Einkommen unter 40.000 €

    • Grundförderung: 30 %
    • Klimageschwindigkeitsbonus: 20 %
    • Effizienzbonus (Propan R290): 5 %
    • Einkommensbonus: 30 %
    • Rechnerische Summe: 85 %, gedeckelt auf 70 %
    • Zuschuss: 30.000 € × 70 % = 21.000 €
    • Eigenanteil: 14.000 €

    Beispiel 3: Vermieter, keine fossile Heizung vorhanden

    • Grundförderung: 30 %
    • Klimageschwindigkeitsbonus: 0 % (nur für Selbstnutzer)
    • Effizienzbonus (Propan R290): 5 %
    • Einkommensbonus: 0 % (nur für Selbstnutzer)
    • Gesamtförderung: 35 %
    • Zuschuss: 30.000 € × 35 % = 10.500 €
    • Eigenanteil: 24.500 €

    Die folgende Checkliste hilft dabei, die persönliche Förderhöhe vorab einzuschätzen:

    • Ist die Immobilie seit mindestens 5 Jahren fertiggestellt? → Grundförderung 30 %
    • Wird eine funktionierende fossile Heizung (Öl, Gas, Kohle, Nachtspeicher) ausgetauscht? → Klimageschwindigkeitsbonus 20 %
    • Nutzt die neue Wärmepumpe ein natürliches Kältemittel oder Erd-/Grundwasser als Wärmequelle? → Effizienzbonus 5 %
    • Liegt das zu versteuernde Haushaltseinkommen unter 40.000 € pro Jahr? → Einkommensbonus 30 %
    • Wird die Immobilie selbst bewohnt? → Voraussetzung für Klima- und Einkommensbonus

    Nutzen Sie auch unseren praktischen Förderrechner und finden Sie in wenigen Schritten heraus, wie viel staatlichen Zuschuss Sie erwarten können.

    Gut zu wissen:

    Enpal übernimmt die komplette Förderabwicklung und prüft, welche Boni im individuellen Fall beansprucht werden können. Durch die maximale Förderung von 70 % beginnen Wärmepumpen bei Enpal ab 7.800 €. Dazu bietet Enpal mit der EasyFlex-Finanzierung eine Lösung mit 0 € Anzahlung und flexiblen Zahlungsmöglichkeiten.

    Wann amortisiert sich eine Wärmepumpe?

    Eine Wärmepumpe amortisiert sich in der Regel nach 8 bis 15 Jahren, abhängig von Förderhöhe, Energiepreisen und Wärmebedarf des Gebäudes. Bei einer Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren bleibt also ein erheblicher Zeitraum, in dem die Wärmepumpe reinen Gewinn erwirtschaftet und die Heizkosten deutlich unter denen einer fossilen Heizung liegen.

    Die Amortisation ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen Mehrkosten der Investition und jährlicher Ersparnis bei den Betriebskosten. Die folgende Beispielrechnung zeigt, wie sich das für ein typisches Einfamilienhaus rechnet.

    Beispielrechnung: Amortisation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

    Ausgangslage: Einfamilienhaus, Baujahr 1978, 130 m² Wohnfläche, 20.000 kWh Wärmebedarf pro Jahr. Die bestehende Gasheizung (22 Jahre alt) wird durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzt.

    • Investitionskosten Wärmepumpe (komplett): 35.000 €
    • Förderfähige Kosten (Deckelung): 30.000 €
    • Förderung (55 %): -16.500 €
    • Eigenanteil nach Förderung: 18.500 €
    • Eingesparte Kosten einer neuen Gasheizung (die ohnehin fällig gewesen wäre): ca. -8.000 bis -12.000 €
    • Tatsächliche Mehrkosten gegenüber einer neuen Gasheizung: ca. 6.500 bis 10.500 €

    Jährliche Ersparnis bei den Betriebskosten:

    • Heizkosten Wärmepumpe (JAZ 3,5, Strom 21 Ct/kWh): ca. 1.200 € pro Jahr
    • Heizkosten Gasheizung (11 Ct/kWh, inkl. CO₂-Steuer 2026): ca. 2.700 € pro Jahr
    • Wartung Wärmepumpe vs. Gas (inkl. Schornsteinfeger): ca. -50 € Unterschied
    • Jährliche Ersparnis: ca. 1.450 €

    Amortisationszeit:

    • Bei 55 % Förderung und Gegenrechnung der ohnehin fälligen Gasheizung: ca. 5 bis 7 Jahre
    • Bei 55 % Förderung ohne Gegenrechnung: ca. 12 bis 13 Jahre
    • Bei 35 % Förderung (z. B. Vermieter): ca. 16 bis 17 Jahre

    Der entscheidende Punkt, den viele Kostenvergleiche übersehen: Eine alte Gasheizung muss früher oder später ohnehin ersetzt werden. Die Kosten für eine neue Gasheizung (8.000 bis 12.000 €) sollten daher als Sowieso-Kosten von der Wärmepumpen-Investition abgezogen werden. Dadurch verkürzt sich die Amortisation erheblich.

    Nach der Amortisation spart die Wärmepumpe rund 1.400 bis 1.600 € pro Jahr gegenüber einer Gasheizung. Über die gesamte Lebensdauer von 20 Jahren ergibt sich so ein finanzieller Vorteil von 8.000 bis 16.000 €, je nach Förderhöhe und Energiepreisentwicklung.

    Was passiert bei steigenden oder fallenden Energiepreisen?

    Bei steigenden Gaspreisen amortisiert sich die Wärmepumpe deutlich schneller, bei steigenden Strompreisen etwas langsamer. Die folgende Sensitivitätstabelle zeigt drei Szenarien für die Amortisation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe (Eigenanteil 12.600 € nach 55 % Förderung, 20.000 kWh Wärmebedarf).

    Szenario Strompreis (WP‑Tarif) Gaspreis CO₂‑Steuer/t Jährl. Ersparnis WP vs. Gas Amortisation
    Optimistisch (Gaspreise steigen, Strom stabil) 21 Ct/kWh 14 Ct/kWh 100 €/t ca. 2.100 € ca. 6 Jahre
    Realistisch (moderate Preissteigerung bei beiden) 23 Ct/kWh 13 Ct/kWh 80 €/t ca. 1.700 € ca. 7 bis 8 Jahre
    Pessimistisch (Strompreise steigen stärker) 28 Ct/kWh 12 Ct/kWh 65 €/t ca. 1.100 € ca. 11 bis 12 Jahre

    Selbst im pessimistischen Szenario amortisiert sich die Wärmepumpe innerhalb ihrer Lebensdauer. Das liegt daran, dass zwei strukturelle Faktoren dauerhaft zugunsten der Wärmepumpe wirken:

    • CO₂-Steuer: Die CO₂-Bepreisung steigt gesetzlich festgelegt weiter an. Experten rechnen mit 100 bis 250 € pro Tonne bis 2030, langfristig sogar mit bis zu 400 € pro Tonne. Jeder Anstieg verteuert das Heizen mit Gas und Öl, während die Wärmepumpe nicht betroffen ist.
    • Effizienzfaktor: Selbst wenn der Strompreis im gleichen Maß steigt wie der Gaspreis, bleibt die Wärmepumpe günstiger, weil sie aus 1 kWh Strom 3 bis 5 kWh Wärme erzeugt. Der Gaspreis müsste auf unter 6 Ct/kWh fallen, damit eine Gasheizung bei den Betriebskosten gleichzieht, ein Wert, der in Europa seit über einem Jahrzehnt nicht mehr erreicht wurde.

    Die Kombination mit einer Photovoltaikanlage reduziert das Strompreisrisiko zusätzlich. Wer einen Teil des Wärmepumpenstroms selbst erzeugt, macht sich von Strompreisschwankungen teilweise unabhängig. In Kombination mit intelligenten Stromtarifen, die Netzstrom dann einkaufen, wenn er besonders günstig ist, lassen sich die Betriebskosten der Wärmepumpe noch weiter senken.

    Was kostet eine Wärmepumpe im Altbau?

    Eine Wärmepumpe im Altbau kostet je nach Gebäudezustand rund 3.000 bis 10.000 € mehr als im Neubau. Die Mehrkosten entstehen nicht durch die Wärmepumpe selbst, sondern durch notwendige Anpassungen am Gebäude und am Heizsystem. Ob und in welchem Umfang diese Anpassungen nötig sind, hängt vom Zustand des Hauses ab. Bei gut sanierten Altbauten mit Fußbodenheizung oder großen Heizkörpern entstehen oft keine Zusatzkosten.

    Die folgende Tabelle zeigt, welche Zusatzkosten im Altbau anfallen können und wann sie tatsächlich notwendig sind.

    Maßnahme Typische Kosten Wann notwendig? Förderfähig?
    Heizkörpertausch (teilweise oder komplett) 2.000 – 6.000 € Wenn vorhandene Heizkörper zu klein dimensioniert sind und die Vorlauftemperatur nicht auf 55 °C oder darunter gesenkt werden kann Ja (über BEG EM)
    Hydraulischer Abgleich 800 – 1.500 € Pflicht bei KfW‑Förderung. Sorgt für gleichmäßige Wärmeverteilung und senkt den Stromverbrauch der Wärmepumpe Ja (in Förderung enthalten)
    Dämmung der Kellerdecke / obersten Geschossdecke 1.500 – 4.000 € Wenn der Wärmeverlust über ungedämmte Decken zu hoch ist und die Wärmepumpe überdimensioniert werden müsste Ja (über BEG EM oder KfW 261/262)
    Fensterdämmung oder ‑tausch 3.000 – 10.000 € Nur bei sehr alten Fenstern (Einscheibenverglasung). Reduziert den Wärmebedarf und damit die nötige Wärmepumpenleistung Ja (über BEG EM oder KfW 261/262)
    Anpassung der Heizungsrohre 500 – 2.000 € Wenn das vorhandene Rohrnetz nicht für niedrige Vorlauftemperaturen geeignet ist Teilweise
    Zählerschrankanpassung 500 – 2.500 € Siehe Kapitel „Versteckte Kosten“ Nein

    Ein verbreitetes Missverständnis lautet, dass ein Altbau zwingend komplett saniert werden muss, bevor eine Wärmepumpe sinnvoll ist. Das ist in den meisten Fällen nicht zutreffend. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten auch mit Vorlauftemperaturen von 55 bis 65 °C effizient genug, um in vielen Altbauten wirtschaftlich zu heizen. Entscheidend ist die richtige Dimensionierung der Wärmepumpe und des Heizsystems, nicht die vollständige energetische Sanierung.

    Sinnvoller als eine Komplettsanierung ist oft ein schrittweises Vorgehen:

    1. Wärmepumpe installieren und hydraulischen Abgleich durchführen
    2. Einzelne Heizkörper austauschen, die nachweislich zu klein sind
    3. Kellerdecke und oberste Geschossdecke dämmen, um den Wärmebedarf zu reduzieren
    4. Weitere Maßnahmen (Fenster, Fassadendämmung) bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt nachholen

    Jede dieser Maßnahmen senkt den Wärmebedarf und damit die laufenden Stromkosten der Wärmepumpe. Sie lassen sich zeitlich und finanziell entzerren und sind jeweils eigenständig förderfähig.

    Wie lassen sich die Kosten einer Wärmepumpe senken?

    Die laufenden Kosten einer Wärmepumpe lassen sich auf drei Wegen senken:

    1. durch die Kombination mit einer Photovoltaikanlage,
    2. durch die Nutzung intelligenter Stromtarife und
    3. durch eine optimierte Anlagenplanung.

    Alle drei Hebel wirken auf die laufenden Betriebskosten und verbessern damit die Wirtschaftlichkeit der gesamten Anlage.

    Die drei wirksamsten Hebel im Überblick:

    Maßnahme Potenzielle Ersparnis Wirkung
    Photovoltaikanlage auf dem Dach 30 – 50 % der Stromkosten Eigener Solarstrom ersetzt teuren Netzstrom. Überschüsse werden eingespeist oder verkauft.
    Intelligenter Stromtarif (z. B. Direktvermarktung) Bis zu 2.000 € Vergütung pro Jahr Strom wird dann eingekauft, wenn er günstig ist, und dann verkauft, wenn er viel wert ist.
    Optimierte Anlagenplanung (richtige Dimensionierung, hydraulischer Abgleich) 10 – 20 % der Stromkosten Vermeidet Überdimensionierung und sorgt für effizienten Betrieb.

    Welche Vorteile bringt die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik?

    Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaikanlage senkt die Stromkosten der Wärmepumpe um 30 bis 50 %, weil ein Teil des benötigten Stroms direkt vom eigenen Dach kommt. PV-Strom kann je nach Anlagengröße und Speicher 20 bis 60 % des Jahresstrombedarfs der Wärmepumpe decken.

    Auf den ersten Blick scheint das ein Widerspruch zu sein: Die Wärmepumpe verbraucht den meisten Strom im Winter, die Photovoltaikanlage erzeugt den meisten Strom im Sommer. Doch in der Praxis funktioniert die Kombination trotzdem, und zwar aus drei Gründen:

    • Übergangszeiten: In den Monaten März bis Mai und September bis November überschneiden sich Solarertrag und Heizbedarf deutlich. In dieser Zeit kann die PV-Anlage einen großen Teil des Wärmepumpenstroms direkt liefern.
    • Stromspeicher: Ein Stromspeicher (z. B. 10 kWh) überbrückt die Lücke zwischen Tagesproduktion und abendlichem oder nächtlichem Verbrauch. So wird auch der Solarstrom genutzt, der tagsüber nicht direkt verbraucht wird.
    • Intelligenter Stromeinkauf: Netzstrom muss nicht zum Festpreis bezogen werden. Systeme wie Enpal.One+ kaufen Strom automatisch dann ein, wenn er an der Börse besonders günstig ist, zum Beispiel nachts oder bei hoher Wind- und Solarproduktion im Netz.

    Rechenbeispiel: Stromkosten der Wärmepumpe mit und ohne Photovoltaik

    Ausgangslage: Einfamilienhaus, Luft-Wasser-Wärmepumpe (JAZ 3,5), 20.000 kWh Wärmebedarf, Stromverbrauch der Wärmepumpe ca. 5.714 kWh/Jahr. Photovoltaikanlage mit 10 kWp, Stromspeicher mit 10 kWh.

    Ohne Photovoltaik (reiner Wärmepumpenstromtarif 21 Ct/kWh):

    • Stromkosten Wärmepumpe: 5.714 kWh × 0,21 € = 1.200 € pro Jahr

    Mit Photovoltaik und Stromspeicher:

    • Eigenverbrauchsanteil WP-Strom aus PV: ca. 35 % = 2.000 kWh
    • Kosten PV-Strom (Gestehungskosten): 2.000 kWh × 0,08 € = 160 €
    • Restlicher Netzbezug: 3.714 kWh × 0,21 € = 780 €
    • Stromkosten Wärmepumpe gesamt: ca. 940 € pro Jahr
    • Ersparnis gegenüber ohne PV: ca. 260 € pro Jahr

    Mit Photovoltaik, Stromspeicher und intelligentem Stromtarif (z. B. Enpal.One+):

    • Eigenverbrauchsanteil WP-Strom aus PV: ca. 35 % = 2.000 kWh
    • Kosten PV-Strom (Gestehungskosten): 2.000 kWh × 0,08 € = 160 €
    • Restlicher Netzbezug zu optimierten Zeiten: 3.714 kWh × 0,16 € = 594 €
    • Stromkosten Wärmepumpe gesamt: ca. 754 € pro Jahr
    • Ersparnis gegenüber ohne PV: ca. 446 € pro Jahr
    • Zusätzlich: Bei Enpal gibt es Vergütung aus der Direktvermarktung (überschüssiger PV-Strom) von bis zu 2.000 € pro Jahr für den gesamten Haushalt.

    Der letzte Punkt zeigt den eigentlichen Paradigmenwechsel: Es geht nicht nur darum, Strom selbst zu verbrauchen. Es geht darum, den Strom immer dann zu nutzen, wenn er am günstigsten ist, und ihn dann zu verkaufen, wenn er am wertvollsten ist. Durch die Direktvermarktung nimmt der Haushalt aktiv am Strommarkt teil. Strom wird verkauft, wenn er am meisten wert ist, und eingekauft, wenn er besonders günstig ist.

    Weitere Maßnahmen, die die Kosten der Wärmepumpe zusätzlich senken:

    • Richtige Dimensionierung: Eine zu groß gewählte Wärmepumpe arbeitet häufig im ineffizienten Teillastbereich. Die korrekte Heizlastberechnung nach DIN 12831 verhindert eine Überdimensionierung und spart sowohl Anschaffungs- als auch Betriebskosten.
    • Niedrige Vorlauftemperatur: Jedes Grad weniger Vorlauftemperatur steigert die Effizienz der Wärmepumpe um ca. 2,5 %. Fußbodenheizungen und großflächige Heizkörper ermöglichen niedrige Vorlauftemperaturen von 30 bis 35 °C.
    • Wärmepumpenstromtarif nutzen: Ein separater Wärmepumpenzähler ermöglicht vergünstigte Tarife ab 21 Ct/kWh statt des regulären Haushaltsstrompreises von ca. 32 Ct/kWh.
    • Zeitgesteuerter Betrieb: Die Wärmepumpe kann so programmiert werden, dass sie bevorzugt dann läuft, wenn PV-Strom verfügbar oder der Netzstrom besonders günstig ist.

    Gut zu wissen:

    Mit dem Enpal Komplettpaket aus Photovoltaikanlage, Stromspeicher und Wärmepumpe lassen sich alle drei Kostenhebel gleichzeitig nutzen. Enpal.One+ optimiert den Strombezug automatisch: Solarstrom wird vorrangig selbst genutzt, Überschüsse über die Direktvermarktung am Strommarkt verkauft und Netzstrom nur dann bezogen, wenn er besonders günstig ist. Strom gibt es so ab 16 Ct/kWh, und die Enpal Vergütung aus der Direktvermarktung beträgt bis zu 2.000 € pro Jahr.

    Fazit zu Wärmepumpe Kosten

    Eine Wärmepumpe kostet komplett mit Installation zwischen 29.000 und 68.000 €, je nach Typ und Gebäudezustand. Dank der KfW-Förderung von bis zu 70 % sinkt der Eigenanteil erheblich. Im laufenden Betrieb liegt die Wärmepumpe rund 1.500 € pro Jahr unter den Kosten einer Gasheizung. Mit steigender CO₂-Steuer und der Kombination aus Photovoltaik und intelligentem Stromhandel wächst der finanzielle Vorteil in den kommenden Jahren weiter. Wer ohnehin eine neue Heizung braucht, fährt mit einer Wärmepumpe wirtschaftlich und zukunftssicher.

    Enpal stellt gerne das ideale Komplettpaket zusammen. Beratung, Planung und Installation sind dabei immer inklusive. Einfach hier unverbindlich anfragen:

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    Häufig gestellte Fragen zu den Kosten einer Wärmepumpe

    Was kostet der Einbau einer Wärmepumpe?

    Der Einbau einer Wärmepumpe kostet je nach Aufwand meist zwischen 6.000 € und 12.000 €. Bei Enpal ist die Installation der Wärmepumpe im Komplettpaket inklusive.

    Was kostet eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus?

    Eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus kostet inklusive Montage je nach Art und Größe ca. 29.000 und 68.000 €. Mit dem maximalen Fördersatz von 70 % beginnen Wärmepumpen bei Enpal bei 7.800 €. Wichtig ist vor allem die richtige Dimensionierung der Wärmepumpe. So kann die kosteneffizienteste Wärmepumpe für das Einfamilienhaus installiert werden.

    Sie wissen schon, wie groß die Wärmepumpe sein muss? Dann gibt es in diesen Artikeln nähere Informationen zu den einzelnen Größen:

    Wie hoch sind die Zusatzkosten für eine Wärmepumpe im Altbau?

    Eine Wärmepumpe im Altbau kann je nach Gebäudezustand rund 3.000 bis 10.000 € mehr als im Neubau kosten. Ob eine Wärmepumpe im Altbau tatsächlich Zusatzkosten verursacht, hängt vom Zustand des Gebäudes ab. In manchen Fällen müssen kaum Anpassungen vorgenommen werden – dann entstehen keine zusätzlichen Kosten. Manchmal müssen aber z. B. Sanierungsmaßnahmen durchgeführt oder Heizkörper ausgetauscht werden, um die Wärmepumpe noch wirtschaftlicher zu machen. In diesem Fall können die Gesamtkosten steigen.

    Gibt es neben der KfW-Förderung noch weitere Zuschüsse für Wärmepumpen?

    Ja, neben der KfW-Förderung (Programm 458) bieten einige Bundesländer, Landkreise und Kommunen zusätzliche regionale Förderprogramme an. Diese lassen sich oft mit der KfW-Förderung kombinieren, allerdings gilt eine Kumulierungsgrenze: Die Gesamtförderung aus allen öffentlichen Mitteln darf bei Privatpersonen 60 % der geförderten Kosten nicht überschreiten. Wer bereits einen hohen KfW-Fördersatz nutzt, profitiert daher nur eingeschränkt von Zusatzförderungen. Außerdem vergibt die KfW zinsgünstige Ergänzungskredite (Programm 358/359) für die Restfinanzierung nach Abzug des Zuschusses. Ein Blick in die Förderdatenbank des Bundes zeigt, welche regionalen Programme aktuell verfügbar sind.

    Kann man die Kosten für eine Wärmepumpe steuerlich absetzen?

    Ja, alternativ zur KfW-Förderung können Hausbesitzer die Kosten für eine Wärmepumpe über § 35c EStG steuerlich absetzen. Der Steuerbonus beträgt 20 % der Investitionskosten, verteilt auf drei Jahre, und gilt für selbstgenutzte Wohngebäude, die älter als 10 Jahre sind. Wichtig: Die steuerliche Förderung und die KfW-Förderung schließen sich gegenseitig aus. In den meisten Fällen ist der KfW-Zuschuss finanziell attraktiver, da er bis zu 70 % beträgt und sofort ausgezahlt wird.

    Welche Zusatzkosten entstehen bei der Umrüstung von Gas auf Wärmepumpe?

    Bei der Umrüstung von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe fallen neben den reinen Wärmepumpenkosten zusätzliche Kosten für Demontage, Anpassung und gegebenenfalls Rückbau der Gasinfrastruktur an. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die typischen Positionen.

    Kostenposition Typische Preisspanne Hinweis
    Demontage und Entsorgung der Gasheizung 500 – 1.500 € Inkl. Kessel, Brenner, Abgassystem
    Stilllegung des Gasanschlusses 100 – 300 € Beim örtlichen Gasnetzbetreiber zu beantragen
    Rückbau des Schornsteinanschlusses 200 – 500 € Schornstein kann ggf. als Kabelkanal weitergenutzt werden
    Schornsteinfeger: Abnahme der Stilllegung 50 – 100 € Einmalige Gebühr
    Anpassung des Heizkreises (Pufferspeicher, Hydraulik) 1.000 – 3.000 € Wärmepumpe benötigt oft einen Pufferspeicher, den die Gasheizung nicht hatte
    Summe typische Umrüstungskosten 1.850 – 5.400 € Zusätzlich zu den Kosten der Wärmepumpe

    Ein Vorteil bei der Umrüstung von Gas auf Wärmepumpe: Durch den Austausch der funktionsfähigen Gasheizung wird der Klimageschwindigkeitsbonus von 20 % ausgelöst. Bei einer Wärmepumpe mit förderfähigen Kosten von 30.000 € bedeutet das einen zusätzlichen Zuschuss von 6.000 €, der die Umrüstungskosten in der Regel mehr als ausgleicht.

    Zusätzlich entfallen nach der Umrüstung dauerhafte Kosten:

    • Gasgrundgebühr (ca. 100 – 200 € pro Jahr): entfällt
    • Schornsteinfeger (ca. 60 – 100 € pro Jahr): entfällt
    • CO₂-Steuer auf Gas (ca. 250 € pro Jahr bei 20.000 kWh, Tendenz steigend): entfällt

    Über 20 Jahre summieren sich allein diese eingesparten Fixkosten auf rund 8.000 bis 11.000 €, unabhängig von der eigentlichen Heizkostenersparnis.

    Mehr Informationen dazu auch in diesen Artikeln:

    Gasheizung umrüsten auf Wärmepumpe

    Ölheizung umrüsten auf Wärmepumpe

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