Wärmepumpe Lautstärke: Wie laut ist sie wirklich?

Aktualisiert:
30.01.2026
Lesezeit:
4 Minuten
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Wärmepumpe Lautstärke: Das Wichtigste in Kürze

  • Wärmepumpen dürfen nachts einen Schallleistungspegel von 35 dB nicht überschreiten, um die Nachtruhe nicht zu stören.
  • Eine moderne Wärmepumpe hat eine durchschnittliche Lautstärke von 30 bis 40 dB.
  • Luftwärmepumpen arbeiten mit einer Lautstärke, die einem Gespräch in normaler Lautstärke entspricht, und ist damit für das menschliche Ohr im Alltag meist unauffällig.
  • Im Sommer kann eine Wärmepumpe leiser sein, da sie weniger Arbeit aufwenden muss, um die Wärme aus der Umgebung zu extrahieren.

Wärmepumpen sind eine umweltfreundliche und kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen, doch ihre Lautstärke wirft bei Anwendern und Nachbarn oft Fragen auf. Dieser Artikel klärt auf, wie laut Wärmepumpen wirklich sind und was man tun kann, um die Geräuschkulisse zu minimieren.

Inhaltsverzeichnis

Wie laut ist eine Wärmepumpe?

Die Lautstärke einer Wärmepumpe wird in Dezibel (dB) gemessen und kann je nach Modell, Installationsort und Betriebsmodus variieren. Im Durchschnitt erzeugen Wärmepumpen einen Geräuschpegel zwischen 30 und 60 dB, was in etwa dem Geräuschpegel eines ruhigen Wohnraums oder leisen Gesprächs entspricht. Die wahrgenommene Lautstärke hängt nicht nur von den Dezibelwerten ab, sondern auch von der Frequenz der Geräusche und wie das menschliche Ohr darauf reagiert.

Die Geräuschentwicklung einer Wärmepumpe lässt sich am besten im direkten Vergleich mit anderen alltäglichen Geräuschen einordnen. Mit einem Schalldruckpegel von etwa 35 dB in der Nacht und 40 dB am Tag, wie in unserer anschaulichen Grafik dargestellt, arbeiten Wärmepumpen erstaunlich leise. Zum Vergleich: Ein normales Gespräch findet meist bei etwa 60 dB statt – deutlich lauter als die Betriebsgeräusche einer Wärmepumpe. Und während ein Föhn oder eine laute Büroumgebung mit 70 bis 75 dB schon als störend empfunden werden können, bleiben Wärmepumpen weit unter diesem Niveau.

Tabelle mit den Dezibel-Zahlen verschiedener Geräusche im Vergleich

Geräuschpegel von Wärmepumpen im Vergleich

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Mit diesem Tool bekommen Sie einen Eindruck davon, wie laut bzw. leise eine Wärmepumpe im Vergleich zu anderen Umgebungsgeräuschen ist.

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Wärmepumpe
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Gibt es Regeln für die Lautstärke einer Wärmepumpe?

In Deutschland sind die Grenzwerte für die Lautstärke von Wärmepumpen, insbesondere für den Nachtbetrieb, gesetzlich geregelt. Diese Vorgaben sollen sicherstellen, dass die Nachtruhe der Anwohner nicht gestört wird. Nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz dürfen in reinen und allgemeinen Wohngebieten nachts Geräuschpegel im Freien 35 dB(A) nicht überschreiten. Für gemischte Gebiete liegt der Grenzwert bei 40 dB(A). 

Diese Werte sind jedoch nicht absolut und können je nach lokalen Vorschriften und Bebauungsplänen variieren. Daher ist es ratsam, sich vor der Installation einer Wärmepumpe bei der zuständigen Kommune über die geltenden Bestimmungen zu informieren.

Gut zu wissen: Seit dem 1. Januar 2026 müssen Wärmepumpen 10 dB leiser als die jeweiligen gesetzlichen Grenzwerte für Geräuschemissionen sein, um die staatliche Förderung zu erhalten. Diese richten sich nach der Leistung der Wärmepumpe. Bei einer Leistung zwischen 6 und 12 kW beträgt der gesetzliche Grenzwert 70 dB. Um vom Bund gefördert zu werden, dürfen neue Wärmepumpen in dieser Leistungsklasse also maximal 60 dB laut sein.

5 Tipps für leisere Wärmepumpen

Um die Lautstärke einer Wärmepumpe zu minimieren und mögliche Konflikte mit den Nachbarn zu vermeiden, gibt es mehrere praktische Maßnahmen:

  • Standortwahl: Die Platzierung der Außeneinheit spielt eine wichtige Rolle. Sie sollte möglichst weit entfernt von Nachbargrundstücken und sensiblen Bereichen wie Schlafzimmerfenstern aufgestellt werden.
  • Schallschutzmaßnahmen: Spezielle Schallschutzgehäuse oder -wände können den Geräuschpegel der Außeneinheit deutlich reduzieren, indem sie die Schallausbreitung dämpfen. Modernste Kompressoren und Ventilatoren sind speziell darauf ausgelegt, Vibrationen und Geräusche zusätzlich zu minimieren. Die Verwendung von schwingungsdämpfenden Montageelementen kann ebenso die Übertragung von Geräuschen auf das Gebäude und die Umgebung reduzieren.
  • Regelmäßige Wartung: Eine gut gewartete Wärmepumpe läuft effizienter und leiser. Verschmutzte Filter oder ein mangelhafter Kältemittelkreislauf können die Lautstärke unnötig erhöhen. Faktoren für eine erhöhte Lautstärke können beispielsweise verstopfte Filter, ausgeglichene Ventilatoren und Fehlfunktionen im Kältekreislauf sein.
  • Nachtmodus: Viele moderne Wärmepumpen verfügen über einen speziellen Nachtmodus, der den Betrieb leiser und somit weniger störend gestaltet.
  • Intelligente Steuerungssysteme: Diese ermöglichen eine präzisere Steuerung der Betriebsmodi und tragen dazu bei, unnötige Lärmentwicklung zu vermeiden. Viele moderne Wärmepumpen verfügen über einen speziellen Nachtmodus, der den Betrieb leiser und somit weniger störend gestaltet.

Hier können Sie herausfinden, ob sich eine Wärmepumpe auch für Ihr Haus lohnt:

Häufig gestellte Fragen zur Lautstärke einer Wärmepumpe

Wie laut darf eine Wärmepumpe nachts sein?

Nachts gelten in Wohngebieten strengere Lärmschutzregelungen. Die Wärmepumpe sollte im Außenbereich einen Schallleistungspegel von 35 dB nicht überschreiten, um die Nachtruhe der Nachbarschaft nicht zu stören. Die Wärmepumpen, die wir bei Enpal anbieten erfüllen dies.

Was tun, wenn die Wärmepumpe zu laut ist?

Wenn Ihre Wärmepumpe ungewöhnlich laut ist, sollten Sie zunächst eine professionelle Wartung durchführen lassen. Zusätzlich können schallschützende Maßnahmen wie Schallschutzwände oder Anti-Vibrationsmatten Abhilfe schaffen.

Wie viel Lärm macht eine Luftwärmepumpe?

Eine Luftwärmepumpe erzeugt durchschnittlich Geräusche zwischen 30 und 60 dB. Die Wärmepumpen, die wir anbieten, geben tagsüber zwischen 43 und 60 dB ab, je nach Leistung. Dies entspricht der Lautstärke eines ruhigen Gesprächs und ist damit vergleichsweise gering.

Ist eine Wärmepumpe im Sommer leiser?

Die Lautstärke einer Wärmepumpe kann im Sommer tatsächlich geringer sein, da sie weniger arbeiten muss, um die benötigte Wärmeenergie aus der Umgebung zu ziehen, besonders wenn es um die Bereitstellung von Warmwasser geht.

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