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Strom als Energiequelle für die Heizung gewinnt an Bedeutung, und das nicht nur wegen steigender CO₂-Preise auf Gas und Öl. Ob Wärmepumpe, Infrarotheizung oder elektrische Fußbodenheizung: Die Möglichkeiten sind vielfältig, die Unterschiede bei Effizienz und Kosten jedoch enorm. Gleichzeitig sinken die Strompreise 2026 durch staatliche Zuschüsse zu den Netzentgelten, während Gasheizungen durch CO₂-Steuer und steigende Gas-Netzentgelte teurer werden. Dieser Artikel zeigt, welche elektrischen Heizsysteme es gibt, was sie kosten und für wen sich welche Lösung lohnt.
Heizen mit Strom bedeutet, elektrische Energie zur Wärmeerzeugung zu nutzen. Das kann auf zwei grundlegend verschiedene Arten geschehen:
Der entscheidende Unterschied liegt in der Effizienz:
Diese Unterscheidung ist wichtig für die Bewertung der Heizkosten.
Bei Direktheizungen entsprechen die Stromkosten im Wesentlichen den Heizkosten, weil aus 1 kWh Strom 1 kWh Wärme wird. Bei Wärmepumpen betragen die Heizkosten dagegen nur ein Drittel bis ein Fünftel der Stromkosten.
Ein weiterer Vorteil des elektrischen Heizens: Es fällt keine CO₂-Steuer an. Wer mit Gas oder Öl heizt, zahlt 2026 zwischen 55 und 65 € pro Tonne CO₂. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Gasverbrauch sind das rund 280 € Mehrkosten pro Jahr, Tendenz steigend. Heizen mit Strom ist davon komplett befreit.
Elektrische Heizsysteme lassen sich grob in fünf Kategorien einteilen:
Die folgenden Abschnitte zeigen, wie die einzelnen Systeme funktionieren und wann sie sich lohnen.
Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein umgekehrter Kühlschrank: Sie entzieht der Umgebung Wärme und hebt sie auf ein höheres Temperaturniveau. Der Strom treibt dabei nur den Kompressor an, die eigentliche Wärme stammt aus der Umwelt.
Das Funktionsprinzip in vier Schritten:
Die Effizienz einer Wärmepumpe wird durch die Jahresarbeitszahl (JAZ) gemessen. Eine JAZ von 4 bedeutet: Aus 1 kWh Strom entstehen 4 kWh Wärme. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen in der Praxis eine JAZ zwischen 3 und 4. Erdwärmepumpen liegen oft noch höher, da die Bodentemperatur ganzjährig konstanter ist als die Lufttemperatur.
Die drei Wärmepumpen-Typen im Überblick:
Gut zu wissen: Wärmepumpen eignen sich nicht nur für Neubauten. Auch im Altbau mit Heizkörpern arbeiten sie effizient, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Entscheidend ist vor allem die Vorlauftemperatur: Bleibt sie unter 55 °C, erreicht die Wärmepumpe gute Effizienzwerte. Bei vielen Altbauten lässt sich das durch größere Heizkörper, verbesserte Dämmung oder einen hydraulischen Abgleich erreichen. Mehr dazu hier: Wärmepumpe im Altbau
Ein zusätzlicher Kostenvorteil: Für Wärmepumpen gibt es spezielle Stromtarife ab 21 Cent/kWh. Diese sogenannten Wärmepumpentarife sind günstiger als normale Haushaltstarife, weil Wärmepumpen nach § 14a EnWG als steuerbare Verbrauchseinrichtungen gelten. Im Gegenzug für die Steuerbarkeit durch den Netzbetreiber erhalten Betreiber reduzierte Netzentgelte.
Noch günstiger wird es in Kombination mit einer Photovoltaikanlage und intelligentem Stromhandel über Enpal.One+. Statt nur den eigenen Solarstrom zu nutzen, bezieht das System automatisch auch dann Netzstrom, wenn die Börsenpreise besonders niedrig sind. So heizt die Wärmepumpe immer mit dem günstigsten verfügbaren Strom, egal ob vom eigenen Dach oder aus dem Netz.
Eine Infrarotheizung erwärmt nicht die Luft, sondern Oberflächen und Körper direkt durch elektromagnetische Strahlung. Das Prinzip ähnelt der Sonnenwärme: Die Strahlen treffen auf Wände, Möbel und Menschen, die sich dadurch erwärmen. Die Raumluft wird erst sekundär durch die erwärmten Oberflächen aufgeheizt.
Diese Art der Wärmeübertragung hat Vorteile: Die Wärme wird als angenehm empfunden, obwohl die Lufttemperatur niedriger sein kann. Außerdem entsteht keine Luftzirkulation, was Staubaufwirbelung reduziert. Die Paneele sind dünn, leicht und lassen sich flexibel an Wänden oder Decken montieren.
Infrarotheizungen lohnen sich, wenn überhaupt, in zwei Fällen:
Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus ist sie als alleinige Heizung aufgrund der hohen Stromkosten nicht wirtschaftlich. Bei einem Strompreis von rund 32 Cent/kWh und einem Wärmebedarf von 20.000 kWh würden die jährlichen Heizkosten bei 6.400 € liegen. Zum Vergleich: Eine Wärmepumpe kommt auf rund 1.200 € pro Jahr.
Eine elektrische Fußbodenheizung ist sinnvoll als Zusatzheizung in einzelnen Räumen. Sie besteht aus Heizmatten oder Heizkabeln, die unter dem Bodenbelag verlegt werden und den Boden gleichmäßig erwärmen.
Es gibt zwei Varianten:
Der Vorteil: Die Wärme steigt von unten auf und verteilt sich gleichmäßig im Raum. Kalte Füße gehören der Vergangenheit an. Die niedrige Oberflächentemperatur von etwa 25–28 °C empfinden die meisten Menschen als angenehm.
Die elektrische Fußbodenheizung kann zum Beispiel in Badezimmern sinnvoll sein, wo sie als Zusatzheizung für warme Füße sorgt. Als Vollheizung eignet sie sich aufgrund der hohen Betriebskosten nicht.
Gut zu wissen: Das gilt nur für elektrische Fußbodenheizungen, nicht für normale Fußbodenheizungen. Wassergeführte Fußbodenheizungen arbeiten mit niedrigen Vorlauftemperaturen von 30–35 °C und sind in Kombination mit einer Wärmepumpe besonders effizient. Die niedrige Vorlauftemperatur sorgt für eine hohe JAZ und damit für niedrige Heizkosten.
Nachtspeicherheizungen spielen heute nur noch eine untergeordnete Rolle, obwohl sie in den 1960er- bis 1980er-Jahren weit verbreitet waren. Das Prinzip: Die Geräte laden sich nachts mit günstigem Strom auf und geben die gespeicherte Wärme tagsüber ab.
Damals gab es spezielle Nachtstromtarife, die deutlich günstiger waren als Tagstrom. Heute ist der Preisunterschied geringer, und die Geräte gelten als ineffizient. Der Wirkungsgrad liegt zwar bei nahezu 100 %, aber im Vergleich zur Wärmepumpe ist das ein schlechter Wert.
Für Besitzer bestehender Nachtspeicherheizungen stellt sich die Frage: Weiterbetreiben oder austauschen? Die Antwort hängt vom Einzelfall ab. Wer eine Photovoltaikanlage installiert, kann den selbst erzeugten Strom für die Nachtspeicherheizung nutzen und so die Betriebskosten senken. Langfristig lohnt sich der Austausch durch eine Wärmepumpe in den meisten Fällen mehr, da die Betriebskosten um den Faktor 3–4 niedriger liegen.
Interessant für Besitzer von Nachtspeicherheizungen: Wer auf eine Wärmepumpe umsteigt, profitiert nicht nur von der höheren Effizienz, sondern auch von der staatlichen Förderung. Zusätzlich entfällt die CO₂-Steuer, die bei einer Gasheizung als Alternative anfallen würde.
Mobile Elektroheizungen wie Ölradiatoren, Heizlüfter oder Konvektoren sind sinnvoll als kurzfristige Übergangslösung oder Notfallreserve. Für den Dauerbetrieb sind sie aufgrund der hohen Betriebskosten nicht geeignet. Sie funktionieren so:
Die Betriebskosten sind hoch: Ein 2-kW-Gerät verbraucht bei 8 Stunden Betrieb 16 kWh Strom pro Tag. Bei einem Strompreis von 32 Cent/kWh sind das 5,12 € täglich oder über 150 € im Monat für einen einzigen Raum.
Mobile Elektroheizungen eignen sich daher nur für:
Als Hauptheizung sind sie unwirtschaftlich. Wer regelmäßig mit mobilen Geräten heizt, sollte über eine fest installierte Lösung nachdenken.
Die Kosten für Heizen mit Strom variieren enorm, je nach gewähltem System:
Zum Vergleich: Gasheizungen kommen auf 12–13 Cent pro kWh Wärme. Dabei ist der reine Gaspreis aber nur ein Teil der Rechnung. Denn auf fossile Brennstoffe fällt die CO₂-Steuer an, die 2026 in einem Preiskorridor von 55 bis 65 € pro Tonne liegt. Für Erdgas bedeutet das einen Aufschlag von rund 1,3–1,6 Cent/kWh (brutto). Zusätzlich steigen die Gas-Netzentgelte, weil immer weniger Haushalte Gas beziehen und die Kosten für das Gasnetz auf weniger Kunden verteilt werden. Ab 2028 kommt die geplante Grüngasquote hinzu: Gasversorger müssen dann einen wachsenden Anteil Biogas beimischen, was den Gaspreis weiter erhöht.
Heizen mit Strom ist von all diesen Kostentreibern nicht betroffen. Im Gegenteil: Die Strompreise sind 2026 durch den staatlichen Zuschuss von 6,5 Milliarden € zu den Übertragungsnetzentgelten gesunken.
Gut zu wissen: Der Unterschied zwischen Wärmepumpe und Direktstromheizung erklärt sich durch die Wirkungsgrade. Eine Direktheizung wandelt 100 % der eingesetzten Energie in Wärme um. Eine Wärmepumpe hingegen erzeugt aus 1 kWh Strom 3–5 kWh Wärme. Dieser Hebel macht die Wärmepumpe trotz höherer Strompreise wirtschaftlich attraktiv.
Die tatsächlichen Kosten pro kWh Wärme berechnet man, indem man den Energiepreis durch den Wirkungsgrad oder die Jahresarbeitszahl (JAZ) teilt. Nur so lassen sich verschiedene Heizsysteme fair vergleichen.
Die Formel lautet:
Kosten pro kWh Wärme = Energiepreis ÷ Wirkungsgrad (bzw. JAZ)
Ein Beispiel: Erdgas kostet 11 Cent/kWh. Dazu kommt die CO₂-Steuer von rund 1,5 Cent/kWh (brutto). Eine moderne Gasheizung hat einen Wirkungsgrad von 90 %. Die tatsächlichen Kosten pro kWh Wärme betragen also:
Bei einer Wärmepumpe mit JAZ 3,5 und Wärmepumpenstromtarif von 21 Cent/kWh:
Die folgende Tabelle zeigt die Kosten pro kWh Wärme für alle gängigen Heizsysteme:
Das Ergebnis ist eindeutig: Die Wärmepumpe ist das günstigste System pro erzeugter kWh Wärme. Direktstromheizungen liegen beim Drei- bis Fünffachen der Kosten einer Wärmepumpe und sind auch teurer als Gas- oder Ölheizungen. Fossile Heizsysteme werden durch die CO₂-Steuer zusätzlich belastet, während Strom davon befreit ist.
Rechenbeispiel für ein Einfamilienhaus:
Annahmen:
Die Wärmepumpe spart gegenüber der Gasheizung rund 1.578 € pro Jahr. Gegenüber einer Direktstromheizung beträgt die Ersparnis sogar 5.200 € jährlich. Und diese Schere wird sich in den kommenden Jahren weiter öffnen: Die CO₂-Steuer steigt voraussichtlich auf über 100 € pro Tonne bis 2030, und die Grüngasquote ab 2028 verteuert Gas zusätzlich.
Eine Elektroheizung kostet je nach Heizsystem und Gebäude zwischen 75 € und 1.200 € pro Monat in der Heizperiode. Der Unterschied ergibt sich aus dem enormen Effizienzunterschied zwischen Wärmepumpe und Direktheizungen.
Die monatlichen Kosten hängen von drei Faktoren ab:
Die folgende Tabelle zeigt realistische monatliche Kosten für drei Haustypen während der Heizperiode (Oktober bis April):
Die Zahlen zeigen: Direktstromheizungen als Vollheizung sind nur in sehr gut gedämmten Gebäuden mit niedrigem Wärmebedarf bezahlbar. In einem unsanierten Altbau würden die monatlichen Heizkosten mit einer Infrarotheizung oder elektrischen Fußbodenheizung über 1.000 € liegen.
Auffällig ist auch: Selbst die Gasheizung ist inzwischen deutlich teurer als die Wärmepumpe. Im teilsanierten Haus zahlt man mit Gas mehr als das Doppelte. Und dieser Abstand wird durch die steigende CO₂-Steuer und die ab 2028 geplante Grüngasquote weiter wachsen.
Bei steigenden Strompreisen erhöhen sich die Heizkosten einer Wärmepumpe, allerdings weniger stark als oft befürchtet. Die folgende Szenario-Tabelle zeigt, wie sich verschiedene Strompreisentwicklungen auf die jährlichen Heizkosten auswirken:
Ausgangssituation:
Die Tabelle zeigt: Solange Strom- und Gaspreise gemeinsam steigen, bleibt die Wärmepumpe im Vorteil. Der absolute Sparbetrag wächst sogar. Zusätzlich steigt die CO₂-Steuer unabhängig vom Energiepreis weiter an, was Gas überproportional verteuert.
Gut zu wissen: Selbst wenn nur der Strompreis steigen würde und der Gaspreis gleich bliebe, müsste sich der Wärmestromtarif mehr als verdoppeln, damit die Wärmepumpe im Betrieb teurer wird als die Gasheizung. Das ist aus mehreren Gründen unwahrscheinlich:
Wer zusätzlich den intelligenten Stromhandel über Enpal.One+ nutzt, profitiert von einem weiteren Vorteil: Das System bezieht automatisch Strom, wenn die Börsenpreise besonders niedrig sind, und verkauft überschüssigen Solarstrom, wenn die Preise hoch sind. So sinken die effektiven Stromkosten für die Wärmepumpe nochmals deutlich unter den regulären Tarif.
Der Umstieg auf elektrisches Heizen rechnet sich vor allem bei der Wärmepumpe, da sie als einziges System niedrigere Betriebskosten als Gas- oder Ölheizungen hat. Die Amortisation liegt je nach Förderhöhe und Ausgangssituation zwischen 8 und 15 Jahren. Direktstromheizungen wie Infrarot oder elektrische Fußbodenheizung rechnen sich in der Regel nicht.
Für die Wirtschaftlichkeitsberechnung sind drei Faktoren entscheidend:
Eine vollständige Beispielrechnung finden Sie hier: Wann amortisiert sich eine Wärmepumpe?
Grundsätzlich gilt: Die Investitionskosten sind hier ein entscheidender Faktor. Die staatliche Förderung für Wärmepumpen verbessert diese Rechnung erheblich, da sie die Anfangsinvestition um bis zu 80 % reduziert.
Gleichzeitig verbessert sich die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe von Jahr zu Jahr, weil die Betriebskosten fossiler Heizungen absehbar steigen:
All diese Kostentreiber betreffen Wärmepumpen nicht. Wer heute umsteigt, sichert sich langfristig stabile und niedrige Heizkosten.
Gut zu wissen: Enpal bietet Wärmepumpen als Komplettpaket an, inklusive Planung, Installation und Wartung. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage und Enpal.One+ lassen sich die Heizkosten noch weiter senken. Das System nutzt automatisch den günstigsten verfügbaren Strom, ob vom eigenen Dach oder aus dem Netz, wenn die Börsenpreise niedrig sind.
Heizen mit Strom ist heute eine wirtschaftlich attraktive Option, wenn das richtige System gewählt wird. Die Wärmepumpe ist dabei der klare Gewinner: Sie erzeugt aus einer Kilowattstunde Strom bis zu vier Kilowattstunden Wärme und schlägt damit sowohl Gas- als auch Ölheizungen bei den Betriebskosten.
Die Kostenvorteile der Wärmepumpe werden in den kommenden Jahren weiter wachsen. Die CO₂-Steuer auf fossile Brennstoffe steigt voraussichtlich auf über 100 € pro Tonne bis 2030, die Gas-Netzentgelte ziehen an, und ab 2028 verteuert die Grüngasquote fossiles Gas zusätzlich. Wer mit Strom heizt, ist von all diesen Kostentreibern nicht betroffen.
Die staatliche Förderung von bis zu 80 % macht den Umstieg auf eine Wärmepumpe finanziell noch attraktiver. Wer die Heizkosten weiter senken möchte, kombiniert die Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage und nutzt über Enpal.One+ den intelligenten Stromhandel. So wird immer der günstigste verfügbare Strom genutzt, egal ob vom eigenen Dach oder aus dem Netz.
Direktstromheizungen wie Infrarot, elektrische Fußbodenheizung oder Nachtspeicher eignen sich hingegen nur als Zusatzheizung oder für spezielle Anwendungsfälle.
Heizen mit Strom hat Zukunft, weil fossile Brennstoffe politisch und finanziell immer unattraktiver werden. Die CO₂-Steuer liegt 2026 in einem Preiskorridor von 55 bis 65 € pro Tonne und wird weiter steigen. Prognosen des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung gehen von rund 120 € pro Tonne bis 2030 aus. Ab 2028 verteuert die geplante Grüngasquote fossiles Gas zusätzlich, weil Gasversorger einen wachsenden Anteil teureres Biogas beimischen müssen. Gleichzeitig steigen die Gas-Netzentgelte, weil immer weniger Haushalte am Gasnetz hängen. Wer mit einer Wärmepumpe heizt, zahlt keine CO₂-Steuer und ist für diese Entwicklung bereits heute gerüstet.
Die sparsamste elektrische Heizung ist die Wärmepumpe. Sie erzeugt aus 1 kWh Strom bis zu 4 kWh Wärme und erreicht damit Kosten von 6–8 Cent pro kWh Wärme. Alle anderen elektrischen Heizsysteme wie Infrarotheizung, elektrische Fußbodenheizung oder Nachtspeicherheizung arbeiten mit einem Wirkungsgrad von maximal 100 %. Sie liegen bei Kosten von 28–32 Cent pro kWh Wärme und sind damit vier- bis fünfmal teurer im Betrieb.
Eine Photovoltaikanlage senkt die Heizkosten einer Wärmepumpe um 20–40 %. Statt Strom für 21–32 Cent pro kWh aus dem Netz zu beziehen, nutzt die Wärmepumpe den eigenen Solarstrom für etwa 8–10 Cent pro kWh. Noch größer wird der Vorteil mit Enpal.One+: Das System nutzt automatisch den günstigsten verfügbaren Strom, ob vom eigenen Dach oder aus dem Netz, wenn die Börsenpreise niedrig sind. Mehr dazu hier: Wärmepumpe mit Photovoltaik
Die CO₂-Steuer verteuert fossile Brennstoffe wie Gas und Öl, nicht aber Strom. 2026 liegt der CO₂-Preis in einem Korridor von 55 bis 65 € pro Tonne. Für eine Gasheizung mit 20.000 kWh Jahresverbrauch bedeutet das Mehrkosten von rund 280 € pro Jahr. Bis 2030 könnte sich dieser Betrag bei einem prognostizierten CO₂-Preis von 120 € pro Tonne auf über 500 € pro Jahr verdoppeln. Wer auf eine Wärmepumpe umsteigt, spart sich diese Kosten komplett.
Steigende Gas-Netzentgelte verteuern das Heizen mit Gas zusätzlich. Die Netzentgelte für Gas liegen 2026 im Schnitt bei 2,84 Cent/kWh (netto) und sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Der Grund: Immer mehr Haushalte steigen auf Wärmepumpen um, sodass die Kosten für die Gasinfrastruktur auf weniger Kunden verteilt werden. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren verstärken.
Die Grüngasquote ist eine geplante gesetzliche Vorgabe, die Gasversorger ab 2028 verpflichtet, einen wachsenden Anteil Biogas oder andere grüne Gase ins Netz einzuspeisen. Biogas ist in der Herstellung deutlich teurer als fossiles Erdgas. Die Mehrkosten werden über den Gaspreis an die Verbraucher weitergegeben. Für Haushalte mit Gasheizung bedeutet das steigende Heizkosten, die sich in den Folgejahren weiter erhöhen werden.
Eine Wärmepumpe lohnt sich auch im Altbau, wenn die Vorlauftemperatur unter 55 °C bleibt. Viele Altbauten erfüllen diese Voraussetzung bereits oder lassen sich mit überschaubarem Aufwand anpassen, etwa durch größere Heizkörper, verbesserte Dämmung oder einen hydraulischen Abgleich. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen auch bei Vorlauftemperaturen von 50–55 °C eine JAZ von 3 oder höher und heizen damit deutlich günstiger als eine Gasheizung. Mehr dazu hier: Wärmepumpe im Altbau