
Stromkosten beschäftigen Millionen Haushalte in Deutschland. Denn die Preise sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen und viele fragen sich, ob das so bleibt. Dieser Artikel zeigt, was Strom aktuell kostet, wie sich der Strompreis zusammensetzt und mit welchen Maßnahmen sich die Stromkosten schnell reduzieren lassen.
Die aktuellen Stromkosten liegen für Haushalte in Deutschland je nach Tarif bei circa 23 - 37 Cent/kWh. Der große Unterschied erklärt sich durch die Kluft zwischen Bestands- und Neukunden: Wer seinen Vertrag länger nicht gewechselt hat, zahlt oft deutlich mehr als jemand, der aktiv vergleicht.
Die wichtigsten Preise im Überblick:
Wir rechnen in diesem Artikel mit Stromkosten in Höhen von 32 Cent/kWh.
Der Strompreis hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Im Jahr 2020 lag der durchschnittliche Haushaltsstrompreis noch bei rund 31 Cent pro kWh. Mit der Energiekrise 2022 stieg er auf über 40 Cent. Nach dem Höhepunkt sind die Preise wieder gesunken, liegen aber weiterhin über dem Niveau vor 2021. Mehr dazu hier: Strompreisentwicklung
Die Stromkosten hängen direkt vom Verbrauch ab, und der steigt mit der Haushaltsgröße. Ein 1-Personen-Haushalt verbraucht im Schnitt 1.500 kWh pro Jahr, ein 4-Personen-Haushalt rund 4.500 kWh. Bei einem Strompreis von 32 Cent pro kWh ergibt das Jahreskosten zwischen 480 € und 1.440 €.
Die Tabelle zeigt Durchschnittswerte. Der tatsächliche Verbrauch hängt von weiteren Faktoren ab: Wohnfläche, Geräteausstattung, Warmwasserbereitung und individuelles Verhalten. Ein Haushalt mit elektrischer Warmwasserbereitung verbraucht etwa 500 bis 1.000 kWh mehr pro Jahr.
Mehr Informationen auch in diesen Artikeln:
Als Faustregel gilt: Pro Person im Haushalt fallen etwa 35 bis 45 € Stromkosten pro Monat an. Wer deutlich darüber liegt, sollte den eigenen Verbrauch und den Stromtarif prüfen. Oft sind alte Geräte, unbemerkter Standby-Verbrauch oder veraltete Stromverträge die Ursache.
Es gibt drei Hauptarten von Stromtarifen:
Die Grundversorgung ist der Standardtarif des örtlichen Versorgers und in der Regel am teuersten. Festpreistarife bieten Preissicherheit für 12 bis 24 Monate. Dynamische Tarife orientieren sich am Börsenstrompreis und können bei flexiblem Verbrauch günstiger sein.
Ein Tarifwechsel von der Grundversorgung zu einem günstigen Alternativtarif spart bei einem durchschnittlichen Haushalt mehrere hundert Euro pro Jahr. Die folgende Beispielrechnung zeigt den Unterschied für einen 4-Personen-Haushalt mit 4.500 kWh Jahresverbrauch. Die Tabelle zeigt: Schon der Wechsel zu einem günstigen Festpreistarif spart über 600 € im Jahr.
Die Wahl des richtigen Tarifs hängt vom Verbrauchsverhalten und den persönlichen Prioritäten ab.
Gut zu wissen: Dynamische Tarife lohnen sich vor allem in Kombination mit einer Photovoltaikanlage und einem Stromspeicher. Die Enpal Energielösung nutzt genau diesen Ansatz: Es bezieht Netzstrom, wenn die Börsenpreise niedrig sind, und nutzt Solarstrom, wenn er verfügbar ist. So wird immer der günstigste Strom genutzt, ohne dass Komfort verloren geht.
Stromkosten lassen sich mit einfachen Maßnahmen um 150 bis 300 € pro Jahr senken, ohne dass größere Investitionen nötig sind. Die folgenden Tipps sind sofort umsetzbar und kosten wenig oder gar nichts. Entscheidend ist, die größten Stromfresser im Haushalt zu identifizieren und gezielt anzugehen.
Hier sind 10 der besten Maßnahmen:
Weitere Informationen dazu finden Sie auch in diesem Artikel: Die besten Tipps für weniger Stromkosten
Pro Person rechnet man mit 35-45 € Stromkosten pro Monat. Für einen 3-Personen-Haushalt können 100 € pro Monat also normal sein, für einen 2-Personen-Haushalt eher zu viel.
Für Wärmepumpen gibt es spezielle Tarife mit niedrigeren Preisen, die oft schon ab 21 Cent/kWh anfangen. Mehr dazu hier: Wärmepumpen-Stromtarif
Mit einem Strommessgerät für die Steckdose lässt sich der Verbrauch einzelner Geräte messen. Diese Geräte kosten 15 bis 25 € und werden einfach zwischen Steckdose und Gerät gesteckt. So lassen sich versteckte Stromfresser schnell identifizieren. Für den gesamten Haushalt ist ein Smart Meter die beste Wahl.
Der Arbeitspreis ist der Preis pro verbrauchter Kilowattstunde (z. B. 32 Cent/kWh). Der Grundpreis ist eine feste monatliche Gebühr unabhängig vom Verbrauch (z. B. 10 € pro Monat). Beide zusammen ergeben die Gesamtkosten.
Ja, in den meisten Fällen lohnt sich ein Stromanbieterwechsel. Der Wechsel von der Grundversorgung zu einem günstigen Tarif spart schnell über 600 € pro Jahr. Der Wechsel ist kostenlos und dauert etwa 15 Minuten.