Gasheizung: Kosten, Preise und Einsparpotenzial mit Wärmepumpe

Aktualisiert:
27.05.2026
Lesezeit:
7 Minuten
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Gasheizung Kosten: Das Wichtigste in Kürze

  • Eine neue Gas-Brennwertheizung kostet inklusive Einbau zwischen 6.300 € und 18.000 €, abhängig von Gerätetyp und Gebäudesituation.
  • Die laufenden Kosten setzen sich aus Gasverbrauch, Wartung, Schornsteinfeger und versteckten Posten zusammen und liegen für ein Einfamilienhaus bei rund 1.300–2.600 € pro Jahr.
  • Der CO₂-Preis liegt 2026 in einem Korridor von 55–65 € pro Tonne und wird ab 2027 über den europäischen Emissionshandel bestimmt, was die Gasrechnung weiter verteuern dürfte.
  • Das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) wird voraussichtlich ab November 2026 durch das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) ersetzt. Die 65-%-EE-Pflicht entfällt, dafür kommt eine schrittweise Beimischungspflicht klimaneutraler Brennstoffe.
  • Über 20 Jahre gerechnet ist eine Wärmepumpe dank staatlicher Förderung von 30–70 % und ohne CO₂-Steuer in den meisten Fällen die günstigere Lösung.
Verschiedene Heizungsrohre führen in ein Gerät

Wer heute eine Gasheizung betreibt oder über eine Neuanschaffung nachdenkt, steht vor einer unübersichtlichen Lage. Anschaffungskosten, steigende Gaspreise, CO₂-Steuer, Wartung und neue Gesetze machen die Rechnung deutlich komplexer als noch vor wenigen Jahren. Gleichzeitig locken Alternativen wie die Wärmepumpe mit hoher Förderung und langfristig niedrigeren Betriebskosten. Dieser Artikel schlüsselt alle Kostenpunkte einer Gasheizung transparent auf, ordnet die aktuelle Gesetzeslage ein und zeigt, wann sich ein Umstieg wirklich lohnt.

Inhaltsverzeichnis

Was kostet eine neue Gasheizung mit Einbau?

Eine neue Gas-Brennwertheizung kostet je nach Gerätetyp und Einbausituation zwischen 6.300 € und 18.000 €. Die Preisspanne ergibt sich vor allem aus der Wahl zwischen Gastherme und Gas-Brennwertkessel sowie dem Aufwand für die Installation.

Die Gastherme ist die kompaktere Variante. Sie hängt an der Wand, braucht wenig Platz und eignet sich besonders für kleinere Einfamilienhäuser oder Wohnungen. Ein Gas-Brennwertkessel ist leistungsstärker, steht auf dem Boden und wird häufig in größeren Gebäuden oder bei hohem Warmwasserbedarf eingesetzt.

Zum reinen Gerätepreis kommen Kosten für Einbau, Abgasanlage, hydraulischen Abgleich und gegebenenfalls einen neuen Warmwasserspeicher hinzu. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick:

Kostenpositionen: Gastherme vs. Gas-Brennwertkessel
Kostenposition Gastherme Gas-Brennwertkessel
Gerät 2.500–5.000 € 4.000–7.000 €
Einbau & Installation 2.000–4.000 € 2.500–5.000 €
Abgasanlage / Schornsteinanpassung 500–1.500 € 500–1.500 €
Warmwasserspeicher (optional) 800–2.000 € 1.000–2.500 €
Hydraulischer Abgleich 500–1.000 € 500–1.000 €
Gesamtkosten 6.300–13.500 € 8.500–18.000 €
Angaben basieren auf marktüblichen Durchschnittspreisen (Stand: 2026)

Wichtig: Seit August 2022 gibt es für neue Gasheizungen keine staatliche Förderung mehr. Die gesamten Anschaffungskosten müssen also aus eigener Tasche bezahlt werden. Bei einer Wärmepumpe übernimmt der Staat dagegen 30–70 % der Investition.

Gut zu wissen: Enpal bietet Wärmepumpen inklusive Installation, Förderservice und Rundum-Sorglos-Paket an. So lässt sich der Umstieg von der Gasheizung ohne hohe Anfangsinvestition planen.

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Wie hoch sind die laufenden Kosten einer Gasheizung?

Die laufenden Kosten einer Gasheizung setzen sich aus deutlich mehr Posten zusammen, als viele Hausbesitzer erwarten. Neben dem reinen Gasverbrauch fallen Wartung, Schornsteinfeger, Betriebsstrom und Rücklagen für Reparaturen an. Für ein typisches Einfamilienhaus summiert sich das auf rund 1.300–2.600 € pro Jahr.

Wie hoch sind die Heizkosten bei verschiedenen Verbräuchen?

Die Heizkosten hängen vor allem vom Gasverbrauch und dem aktuellen Gaspreis ab. Die folgende Tabelle zeigt drei typische Szenarien bei einem Gaspreis von 11 Cent/kWh:

Typische Gaskosten nach Verbrauch
Verbrauch (kWh/Jahr) Typisches Gebäude Gaskosten/Jahr Gaskosten/Monat
10.000 kWh Gut gedämmtes EFH oder große Wohnung 1.100 € 92 €
15.000 kWh Durchschnittliches EFH 1.650 € 138 €
20.000 kWh Schlecht gedämmter Altbau 2.200 € 183 €
Beispielhafte Gaskosten bei einem Preisniveau von ca. 11 ct/kWh (Stand: 2026)

Dazu kommen die Nebenkosten, die oft unterschätzt werden:

Nebenkosten einer Gasheizung
Kostenposition Kosten pro Jahr
Wartung (jährlich empfohlen) 150–250 €
Schornsteinfeger 60–100 €
Betriebsstrom (Umwälzpumpe, Regelung) 50–100 €
Rücklage für Reparaturen & Verschleißteile 100–200 €
Summe Nebenkosten 360–650 €
Durchschnittliche jährliche Nebenkosten einer Gasheizung (Stand: 2026)

Welche versteckten Kosten werden oft übersehen?

Neben den offensichtlichen Posten gibt es Kosten, die selten auf dem Radar sind, die Gesamtrechnung aber spürbar beeinflussen:

  • Der Betriebsstrom für Umwälzpumpe und Steuerung läuft das ganze Jahr und kostet 50–100 € jährlich.
  • Ältere Gasheizungen verlieren an Effizienz. Ein 20 Jahre alter Kessel verbraucht oft 10–15 % mehr Gas als ein neues Brennwertgerät.
  • Steigende Versicherungsprämien für Gebäude mit fossiler Heizung sind bei einigen Anbietern bereits Realität.
  • Die CO₂-Steuer kommt noch obendrauf und steigt jedes Jahr weiter. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Alle Posten zusammengerechnet ergibt sich für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 15.000 kWh Verbrauch folgendes Bild:

  • Gaskosten: 1.650 €
  • Nebenkosten: ca. 400 €
  • Gesamte laufende Kosten: rund 2.050 € pro Jahr

Und das ist der Stand heute, ohne die steigenden CO₂-Kosten der kommenden Jahre.

Wie entwickeln sich Gaspreise und CO₂-Kosten?

Die Gaspreise sind in den vergangenen Jahren stark geschwankt, und ein Rückgang auf das Vorkrisenniveau ist nicht in Sicht. Gleichzeitig steigt die CO₂-Steuer planmäßig an und verteuert jede Kilowattstunde Gas zusätzlich. Beide Faktoren zusammen machen das Heizen mit Gas in den kommenden Jahren spürbar teurer.

Wie hat sich der Gaspreis entwickelt?

Der durchschnittliche Gaspreis für Haushalte lag 2021 noch bei rund 7 Cent/kWh. Mit der Energiekrise 2022 schnellte er zeitweise auf über 20 Cent/kWh. Aktuell hat er sich bei etwa 11 Cent/kWh eingependelt. Wie die Gaspreisentwicklung weitergeht, hängt von mehreren Faktoren ab: geopolitische Lage, LNG-Importpreise und die sinkende Nachfrage durch den Umstieg auf Wärmepumpen.

Drei mögliche Szenarien für die kommenden Jahre:

Szenarien der Gaspreisentwicklung
Szenario Gaspreis 2027 Gaspreis 2030 Einordnung
Optimistisch 10 Cent/kWh 9 Cent/kWh Stabile Versorgung, sinkende Nachfrage
Realistisch 12 Cent/kWh 13 Cent/kWh Moderate Preissteigerung, CO2-Aufschlag
Pessimistisch 15 Cent/kWh 17 Cent/kWh Neue Versorgungsengpässe, hohe CO2-Preise
Projektion zukünftiger Gaspreise unter verschiedenen Annahmen (Stand: 2026)

Wichtig: Selbst im optimistischen Szenario kommen die steigenden CO₂-Kosten noch obendrauf.

Wie stark belasten die CO₂-Kosten eine typische Gasheizung?

Seit 2021 gilt in Deutschland ein CO₂-Preis auf fossile Brennstoffe. Er steigt stufenweise an:

Entwicklung des CO2-Preises für Erdgas
Jahr CO2-Preis pro Tonne Aufschlag pro kWh Gas Mehrkosten bei 15.000 kWh / Jahr
2024 45 € (Festpreis) 0,9 Cent 135 €
2025 55 € (Festpreis) 1,1 Cent 165 €
2026 55–65 € (Preiskorridor) 1,1–1,3 Cent 165–195 €
Ab 2027 Europäischer Emissionshandel (EU ETS II) voraussichtlich steigend voraussichtlich 200 € +
Quelle: Nationale CO2-Bepreisung und EU Emissionshandel (EU ETS II) – Stand 2026

Ab 2027 wird der CO₂-Preis nicht mehr national festgelegt, sondern über den europäischen Emissionshandel (EU ETS II) bestimmt. Experten rechnen mittelfristig mit einem Anstieg auf 100–150 € pro Tonne. Bei einem Verbrauch von 15.000 kWh würde das die jährlichen Mehrkosten auf 300–450 € treiben.

Konkret bedeutet das: Wer heute mit Gas heizt, zahlt allein durch die CO₂-Bepreisung bis 2030 voraussichtlich 1.500–2.500 € mehr als heute. Diese Kosten fallen bei einer Wärmepumpe komplett weg.

Was ist ab 2026 noch erlaubt, und wie lange darf man noch mit Gas heizen?

Die Regeln rund um Heizungen sind aktuell im Umbruch. Noch gilt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) von 2024 mit der 65-%-EE-Pflicht. Doch am 13. Mai 2026 hat das Bundeskabinett das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) beschlossen, das zentrale Regeln ändern soll. Wer die aktuelle Lage kennt, kann rechtzeitig die richtige Entscheidung treffen.

Was gilt aktuell noch (GEG 2024)?

Bis das GMG in Kraft tritt, gelten die bisherigen GEG-Regeln:

Was gilt aktuell noch (GEG 2024)?
Regelungsbereich Aktuelle GEG‑Bestimmungen (Übergangsphase bis GMG)
Allgemeine Pflicht Das Heizgesetz (GEG 2024) verlangt bei Neubauten in Neubaugebieten bereits eine 65 %‑EE‑Heizung.
Bestand & Altbauten Für bestehende Gebäude gelten noch die GEG‑Vorgaben 2024 – keine generelle 65 %‑Pflicht, aber Pflichten bei Tausch oder Neubau von Heizungen unter bestimmten Bedingungen.
Kommunale Wärmeplanung Das GEG 2024 verweist auf die kommunale Wärmeplanung – solange diese nicht vorliegt, muss die 65 %‑Pflicht im Bestand noch nicht umgesetzt werden.
Ausblick auf GMG (Geändertes GEG) Das GEG wird durch das Gebäudeenergie‑Modernisierungsgesetz (GMG) ersetzt – darin werden die 65 %‑Pflicht und Fördermechanismen präzisiert und vereinfacht.
Stand: GEG 2024 (gültig bis Inkrafttreten des GMG) – Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

Was ändert das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG)?

Das GMG soll voraussichtlich am 1. November 2026 in Kraft treten (Bundestag: Juni–September, Bundesrat: Oktober). Die wichtigsten Änderungen:

  • Die 65-%-EE-Pflicht entfällt. Neue Gas- und Ölheizungen dürfen wieder eingebaut werden.
  • Stattdessen kommt die "Bio-Energietreppe": Ab 2029 müssen mindestens 10 % klimaneutrale Brennstoffe beigemischt werden. Der Anteil steigt schrittweise auf voraussichtlich 60 % bis 2040.
  • Bestehende Gasheizungen dürfen weiterlaufen. Auch bei einem Defekt darf eine neue fossile Heizung eingebaut werden.
  • Das Klimaneutralitätsziel 2045 bleibt bestehen. Langfristig müssen fossile Heizungen also trotzdem vom Netz.

Wichtig: Das GMG ist Stand heute (Mai 2026) noch nicht geltendes Recht. Es muss noch Bundestag und Bundesrat passieren. Bis dahin gilt das GEG 2024 unverändert.

Was bedeutet das für die Kostenplanung?

Auch wenn das GMG den Einbau neuer Gasheizungen wieder erleichtert, ändern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht: Der CO₂-Preis steigt weiter, die Bio-Energietreppe verteuert den Gasbetrieb ab 2029 zusätzlich, und die Förderung fließt weiterhin ausschließlich in klimafreundliche Heizsysteme wie Wärmepumpen. Wer heute eine neue Gasheizung einbaut, spart kurzfristig bei der Anschaffung, zahlt aber langfristig mehr.

Was bedeutet H2-ready bei Gasheizungen?

Einige Hersteller bieten sogenannte H2-ready-Gasheizungen an. Diese Geräte sollen sich später auf Wasserstoff umrüsten lassen. Klingt nach Zukunftssicherheit, doch in der Praxis gibt es erhebliche Unsicherheiten:

  • Ein flächendeckendes Wasserstoffnetz für Privathaushalte existiert bisher nicht und ist frühestens in den 2030er-Jahren realistisch.
  • Grüner Wasserstoff ist aktuell drei- bis fünfmal teurer als Erdgas und wird voraussichtlich zuerst in der Industrie eingesetzt.
  • Der politische Fokus liegt klar auf der Elektrifizierung der Wärmeversorgung, also auf Wärmepumpen.

H2-ready bedeutet also nicht, dass die Gasheizung automatisch zukunftssicher ist. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, setzt besser direkt auf eine Wärmepumpe als bewährte Lösung.

Gut zu wissen: Enpal unterstützt beim kompletten Umstieg von der Gasheizung auf eine Wärmepumpe, inklusive Förderantrag und Abwicklung. So lassen sich die Anforderungen stressfrei erfüllen.

Wann lohnt es sich, eine alte Gasheizung auszutauschen?

Eine Gasheizung hält in der Regel 20 bis 30 Jahre. Doch Lebensdauer allein ist kein gutes Kriterium für die Entscheidung. Entscheidend ist, ob die Heizung noch wirtschaftlich arbeitet oder ob sie zum Kostentreiber geworden ist.

Welche Anzeichen sprechen für einen Austausch?

Die folgenden Punkte helfen bei der Einschätzung:

  • Alter über 20 Jahre: Auch wenn die Heizung noch läuft, arbeiten alte Konstanttemperatur- oder Niedertemperaturkessel deutlich ineffizienter als moderne Brennwertgeräte. Der Mehrverbrauch liegt oft bei 10–30 %.
  • Häufige Reparaturen: Wenn in den letzten drei Jahren mehr als 500 € für Reparaturen angefallen sind, steigt das Risiko eines Totalausfalls.
  • Hoher Verbrauch im Vergleich zum Heizspiegel: Liegt der Gasverbrauch deutlich über dem Durchschnitt für die Wohnfläche, arbeitet die Anlage ineffizient.
  • Veraltete Technik: Heizwertgeräte ohne Brennwerttechnik verschenken bis zu 10 % der Energie über das Abgas.
  • Ersatzteile schwer verfügbar: Bei älteren Modellen werden Ersatzteile knapp und teuer.

Was ist sinnvoller: Sanieren oder komplett tauschen?

Reparaturen an einer alten Gasheizung können kurzfristig günstiger wirken, lösen aber keines der langfristigen Probleme: steigende CO₂-Kosten, die ab 2029 geplante Beimischungspflicht klimaneutraler Brennstoffe und fehlende Fördermöglichkeiten. In den meisten Fällen ist der Umstieg auf eine Wärmepumpe die wirtschaftlich bessere Entscheidung.

Empfehlungen für den Umstieg auf eine Wärmepumpe
Situation Empfehlung Begründung
Heizung unter 15 Jahre, nur kleine Reparatur nötig Reparieren und Umstieg planen Reparatur überbrückt die Zeit bis zum Wechsel auf eine Wärmepumpe, solange die Kosten unter 500 € bleiben
Heizung 15–20 Jahre, Brennwerttechnik vorhanden Umstieg aktiv planen Noch funktionsfähig, aber jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Angebote einzuholen und Förderung zu sichern
Heizung über 20 Jahre, steigender Verbrauch Umstieg auf Wärmepumpe empfohlen Effizienzgewinn, Förderung von bis zu 70 % und keine CO2-Kosten mehr
Heizung über 20 Jahre, häufige Reparaturen Umstieg dringend empfohlen Jede weitere Reparatur ist verlorenes Geld, das besser in eine Wärmepumpe fließt
Konstanttemperaturkessel, egal welches Alter Sofortiger Umstieg empfohlen Veraltete Technik mit hohem Energieverlust – Wärmepumpe spart ab dem ersten Tag
Orientierungshilfe für den optimalen Zeitpunkt zum Heizungswechsel auf eine Wärmepumpe (Stand: 2026)

Grundsätzlich gilt: Jeder Euro, der in die Reparatur einer alten Gasheizung fließt, fehlt später bei der Investition in eine zukunftssichere Lösung. Wer ohnehin in den nächsten Jahren wechseln muss, profitiert davon, den Umstieg jetzt anzugehen, solange die Fördertöpfe gut gefüllt sind.

Gasheizung gegen Gasheizung oder gleich auf Wärmepumpe?

Steht bei der Heizung ein Wechsel an, stellt sich die Frage: neue Gasheizung oder Wärmepumpe? Auch wenn das geplante GMG den Einbau neuer Gasheizungen wieder erleichtert, sprechen die langfristigen Kosten klar für die Wärmepumpe. Eine neue Gasheizung löst weder das Problem steigender CO₂-Kosten noch die ab 2029 geplante Beimischungspflicht klimaneutraler Brennstoffe. Hinzu kommt: Eine neue Gasheizung bezuschusst der Staat nicht, eine Wärmepumpe hingegen mit bis zu 70 % Förderung. Ein detaillierter Kostenvergleich folgt im nächsten Abschnitt.

In welchen Ausnahmefällen kann eine Gasheizung noch eine Übergangslösung sein?

In wenigen Konstellationen kann eine Gasheizung kurzfristig die pragmatischere Lösung sein, langfristig bleibt die Wärmepumpe aber auch hier das Ziel:

  • Einfamilienhaus mit geplantem Verkauf in den nächsten 5 Jahren: Die niedrigeren Anschaffungskosten können sich rechnen, wenn die Nutzungsdauer sehr kurz ist. Allerdings steigert eine Wärmepumpe den Immobilienwert deutlich stärker als eine neue Gasheizung.
  • Mehrfamilienhaus mit Zentralheizung: Hier ist der Umstieg technisch aufwendiger und erfordert die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft. Trotzdem lohnt es sich, frühzeitig Angebote einzuholen.
  • Schlecht gedämmter Altbau ohne Sanierungsplan: Eine Hybridlösung (Gas plus Wärmepumpe) kann ein sinnvoller Zwischenschritt sein. Moderne Wärmepumpen arbeiten aber auch im unsanierten Altbau effizient, wenn die Anlage richtig dimensioniert wird.

In allen anderen Fällen ist die Wärmepumpe die wirtschaftlich und regulatorisch bessere Wahl.

Wie lassen sich Heizkosten ohne großen Umbau senken?

Nicht jeder kann sofort die Heizung tauschen. Auch mit der bestehenden Gasheizung lassen sich die Kosten bis zum Umstieg spürbar senken. Die folgenden Maßnahmen sind nach Einsparpotenzial sortiert:

Einsparmaßnahmen für bestehende Heizungen
Maßnahme Geschätzte Ersparnis Aufwand / Kosten
Hydraulischer Abgleich 10–15 % weniger Gasverbrauch 500–1.000 € ( oft förderfähig )
Heizungssteuerung optimieren (Nachtabsenkung, Heizkurve anpassen) 5–10 % Gering, oft kostenlos
Thermostatventile austauschen (programmierbar) 5–10 % 30–80 € pro Heizkörper
Rohrleitungen im Keller dämmen 3–8 % 5–10 € pro Meter
Warmwassertemperatur auf 55 °C senken 3–5 % Kostenlos
Heizkörper entlüften 1–3 % Kostenlos
Typische Energiesparmaßnahmen für bestehende Gas‑ und Ölheizungen – Einsparpotenziale bezogen auf den jährlichen Verbrauch (Stand: 2026)

Wer alle Maßnahmen kombiniert, kann den Gasverbrauch um 15–30 % senken. Das entspricht bei 15.000 kWh Verbrauch einer Ersparnis von 250–500 € pro Jahr. Wichtig: Diese Maßnahmen sind sinnvoll als Überbrückung, ersetzen aber nicht den Umstieg auf eine Wärmepumpe. Denn auch bei optimierter Gasheizung bleiben die CO₂-Kosten und das Gaspreisrisiko bestehen.

Gut zu wissen: Enpal bietet den Umstieg von der Gasheizung auf eine Wärmepumpe als Komplettpaket an, inklusive Förderservice, Installation und langfristiger Betreuung. So lässt sich der Wechsel ohne hohe Anfangsinvestition und ohne Stress umsetzen.

Was ist günstiger – Gasheizung oder Wärmepumpe?

Über die gesamte Nutzungsdauer gerechnet ist die Wärmepumpe in den meisten Fällen die günstigere Lösung. Zwar liegen die Anschaffungskosten höher, doch dank staatlicher Förderung von bis zu 70 %, deutlich niedrigerer Betriebskosten und dem Wegfall der CO₂-Abgabe dreht sich die Rechnung bereits nach wenigen Jahren.

Wie sieht der direkte Kostenvergleich aus?

Die folgende Tabelle vergleicht beide Systeme für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 15.000 kWh Wärmebedarf über 20 Jahre:

Kostenvergleich: Gasheizung vs. Wärmepumpe
Kostenposition Gasheizung Wärmepumpe
Anschaffung inkl. Einbau 10.000–12.000 € 29.000–47.000 €
Abzüglich Förderung 0 € bis zu 70 % (ab 7.800 € bei Enpal)
Eigenanteil nach Förderung (bei 50 % Förderung) 10.000–12.000 € 14.500–23.500 €
Jährliche Heizkosten (Brennstoff / Strom) 1.650 € (11 Ct / kWh Gas) 900 € (21 Ct / kWh WP‑Tarif, JAZ 3,5)
CO2-Kosten pro Jahr (2026) ca. 165 € 0 €
Wartung & Nebenkosten pro Jahr ca. 400 € ca. 250 €
Laufende Kosten pro Jahr ca. 2.215 € ca. 1.150 €
Gesamtkosten über 20 Jahre (bei 50 % Förderung) ca. 54.300–56.300 € ca. 37.500–46.500 €
Gesamtkosten über 20 Jahre (bei 70 % Förderung) ca. 54.300–56.300 € ca. 30.800 €
Vergleich der Investitions‑ und Betriebskosten einer Gasheizung und Wärmepumpe bei aktuellen Energiepreisen und Förderkonditionen (Stand: 2026)

Die Wärmepumpe spart über 20 Jahre je nach Förderhöhe zwischen 14.000 € und 25.500 € gegenüber der Gasheizung. Dabei ist die voraussichtliche Steigerung der CO₂-Kosten ab 2027 (EU ETS II) noch nicht eingerechnet, die den Unterschied weiter vergrößern wird.

Warum wird die Wärmepumpe in Kombination mit Photovoltaik noch günstiger?

Wer die Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage und einem Stromspeicher kombiniert, senkt die Heizkosten noch weiter. Der Strom vom eigenen Dach kostet nur 10–14 Cent/kWh statt 21 Cent/kWh aus dem Netz. Und wenn gerade kein Solarstrom verfügbar ist, lässt sich über intelligente Tarife wie Enpal One+ günstiger Netzstrom nutzen, wenn die Börsenpreise niedrig sind. So zahlt man immer den günstigsten verfügbaren Strom, egal ob vom Dach oder aus dem Netz.

Gut zu wissen: Mit Enpal lassen sich Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und Stromspeicher als Komplettpaket kombinieren. Der Förderservice ist inklusive, und über den Enpal-Stromtarif profitieren Kunden zusätzlich von günstigem Strom ab 19 Cent/kWh.

Wie läuft der Umstieg von der Gasheizung auf eine Wärmepumpe ab?

Die Umrüstung von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe dauert bei Enpal im Schnitt nur vier Wochen von der Anfrage bis zur fertigen Installation. Der Prozess ist in klare Schritte gegliedert, sodass Hausbesitzer jederzeit wissen, was als Nächstes passiert.

Welche Schritte sind nötig?

Ablauf des Umstiegs auf eine Wärmepumpe
Schritt Was passiert Zeitrahmen
1. Erstberatung Bestandsaufnahme des Gebäudes, Prüfung der Voraussetzungen (Heizkörper, Dämmung, Elektrik), erste Kostenschätzung Tag 1
2. Angebot & Förderantrag Individuelles Angebot mit allen Kosten, Enpal übernimmt die komplette Förderabwicklung über KfW 458 Woche 1–2
3. Planung & Vorbereitung Detailplanung, ggf. Zählerschrankanpassung oder hydraulischer Abgleich Woche 2–3
4. Installation Demontage der alten Gasheizung, Montage und Anschluss der Wärmepumpe, Inbetriebnahme Woche 3–4
5. Übergabe & Einweisung Funktionsprüfung, Einweisung in die Bedienung, Übergabe aller Unterlagen Tag der Fertigstellung
Typischer Ablauf einer Wärmepumpen‑Installation von der Beratung bis zur Übergabe (Stand: 2026)

Welche Voraussetzungen muss das Gebäude erfüllen?

Eine Wärmepumpe lässt sich in nahezu jedem Gebäude installieren, auch im unsanierten Altbau. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten bei Vorlauftemperaturen bis 55 °C effizient, was für die meisten Bestandsgebäude ausreicht. Folgende Punkte werden bei der Erstberatung geprüft:

  • Vorhandene Heizkörper: Reichen sie aus oder müssen einzelne getauscht werden?
  • Elektrik: Ist der Zählerschrank für den höheren Strombedarf geeignet?
  • Aufstellort: Wo kann das Außengerät platziert werden (Abstandsregeln, Schallschutz)?
  • Dämmstandard: Wie hoch ist der Wärmebedarf, und welche Wärmepumpengröße passt?

In den meisten Fällen sind nur geringe Anpassungen nötig. Enpal prüft das im Vorfeld und berücksichtigt alle Posten transparent im Angebot.

Gut zu wissen: Enpal bietet mit der EasyFlex-Finanzierung eine Lösung mit 0 € Anzahlung. So lässt sich der Umstieg ohne hohe Anfangsinvestition umsetzen. Die monatlichen Raten liegen oft unter den bisherigen Gaskosten.

Fazit zu den Kosten einer Gasheizung

Die Gasheizung ist eine Technologie, deren beste Jahre hinter ihr liegen. Wer heute die Kosten ehrlich durchrechnet, stellt fest: Anschaffung, Gaspreis, CO₂-Steuer, Wartung und regulatorische Unsicherheiten machen das Heizen mit Gas Jahr für Jahr teurer. Das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz erlaubt zwar weiterhin den Einbau neuer Gasheizungen, ändert aber nichts an den steigenden Betriebskosten und der ab 2029 geplanten Beimischungspflicht klimaneutraler Brennstoffe.

Die Wärmepumpe ist in den meisten Fällen die wirtschaftlich bessere Alternative. Dank staatlicher Förderung von bis zu 70 % liegt der Eigenanteil oft unter dem einer neuen Gasheizung. Die laufenden Kosten sind rund 1.000 € pro Jahr niedriger, CO₂-Kosten fallen komplett weg, und in Kombination mit einer Photovoltaikanlage lässt sich der Strom teilweise selbst erzeugen. Wer den Umstieg jetzt angeht, sichert sich die aktuell hohe Förderung und profitiert ab dem ersten Tag von niedrigeren Heizkosten.

Nutzen Sie auch unseren praktischen Rechner und finden Sie heraus, wie viel Geld und CO₂ Sie mit einer Wärmepumpe gegenüber einer Gasheizung sparen können. Einfach Werte eingeben.

Ergebnis:

Heizkosten mit Wärmepumpe

0

pro Jahr

Heizkosten mit Gasheizung

0

pro Jahr

Kosteneinsparung

0 %

pro Jahr

CO₂-Ausstoß der Wärmepumpe

0 t

pro Jahr

CO₂-Ausstoß der Gasheizung

0 t

pro Jahr

CO₂-Einsparung mit Wärmepumpe

0 %

pro Jahr
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Annahmen: JAZ der Wärmepumpe: 4; CO₂-Emission Wärmepumpe pro kWh: 366 g;  CO₂-Emission Gasheizung pro kWh: 201 g (Angaben des BAFA)

Häufig gestellte Fragen zu Gasheizung Kosten

Wie lange hält eine Gasheizung noch?

Eine Gasheizung hat eine typische Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren. Auch nach dem geplanten Inkrafttreten des Gebäudemodernisierungsgesetzes dürfen bestehende Gasheizungen weiterlaufen. Allerdings steigen die Betriebskosten durch CO₂-Preis und Gaspreisentwicklung kontinuierlich. Spätestens 2045 müssen alle fossilen Heizungen stillgelegt sein.

Kann eine Wärmepumpe auch im unsanierten Altbau funktionieren?

Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten auch im unsanierten Altbau effizient. Sie erreichen Vorlauftemperaturen von bis zu 55 °C, was für die meisten Bestandsgebäude ausreicht. In manchen Fällen müssen einzelne Heizkörper getauscht oder ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Eine vorherige Prüfung durch einen Fachbetrieb klärt, welche Anpassungen nötig sind.

Gibt es noch Förderung für Gasheizungen?

Nein, seit August 2022 gibt es keine staatliche Förderung mehr für Gasheizungen. Auch sogenannte H2-ready-Gasheizungen werden nicht gefördert. Die gesamte Förderlandschaft ist auf klimafreundliche Heizsysteme wie Wärmepumpen ausgerichtet, für die es über die KfW bis zu 70 % Zuschuss gibt.

Was kostet der Umstieg von Gas auf Wärmepumpe bei Enpal?

Bei Enpal beginnen Wärmepumpen ab 7.800 € nach Abzug der maximalen Förderung von 70 %. Im Komplettpaket sind Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und Förderabwicklung enthalten. Mit der EasyFlex-Finanzierung ist der Umstieg auch ohne Anzahlung möglich.

Wie laut ist eine Wärmepumpe?

Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen Schallpegel von 35 bis 50 dB(A), vergleichbar mit einem leisen Gespräch oder einem Kühlschrank. Seit 2026 werden nur noch Wärmepumpen gefördert, deren Geräuschemissionen mindestens 10 dB unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Bei der Aufstellung sind Mindestabstände zum Nachbargebäude einzuhalten.

Stimmt es, dass Wärmepumpen bei Minusgraden nicht funktionieren?

Nein, moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten zuverlässig bis zu Außentemperaturen von -20 °C. Die Effizienz sinkt bei sehr niedrigen Temperaturen zwar leicht, bleibt aber deutlich über der einer Gasheizung. In Deutschland liegen die Temperaturen nur an wenigen Tagen im Jahr unter -10 °C.

Muss ich alle Heizkörper tauschen, wenn ich auf eine Wärmepumpe umsteige?

In den meisten Fällen nicht. Viele Bestandsheizkörper funktionieren auch mit den niedrigeren Vorlauftemperaturen einer Wärmepumpe. Ob einzelne Heizkörper getauscht werden müssen, wird bei der Erstberatung geprüft. Häufig reicht ein hydraulischer Abgleich aus, um die bestehenden Heizkörper optimal einzustellen.

Was passiert, wenn die Wärmepumpe ausfällt?

Wärmepumpen sind wartungsarme Systeme mit einer Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren. Bei einem Defekt greift die Herstellergarantie. Ein Totalausfall ist selten, da Wärmepumpen weniger Verschleißteile haben als Gasheizungen. Im Notfall kann ein elektrischer Heizstab die Wärmeversorgung überbrücken.

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