
Enpal bietet Wärmepumpen ab 7.999 € an. Lieferung und Montage sind natürlich im Kaufpreis enthalten, die Wärmepumpen sind deutschlandweit verfügbar und im Durchschnitt dauert es nur vier Wochen von Anfrage zu Installation.
Haushalte mit einer Gasheizung haben die Möglichkeit, diese mit einer Wärmepumpe zu kombinieren, um günstiger, effizienter und nachhaltiger zu heizen. Aber lohnt sich die Hybridheizung wirklich oder ist der komplette Umstieg von Gasheizung auf Wärmepumpe doch sinnvoller?
Hausbesitzer mit einer Gasheizung spüren den Kostendruck immer stärker. Der CO_2-Preis steigt, die Netzentgelte wachsen und das neue Gebäudemodernisierungsgesetz sorgt für Unsicherheit. Gleichzeitig wollen viele nicht sofort ihre gesamte Heizung austauschen. Die Hybridheizung scheint da ein logischer Kompromiss zu sein: Die Gasheizung bleibt als Backup, die Wärmepumpe senkt den Verbrauch. Klingt gut, hat aber einen Haken.
Eine Hybridheizung kombiniert beide Systeme in einer Anlage. Die Wärmepumpe übernimmt die Grundlast und heizt das Haus an milden und mäßig kalten Tagen. Erst wenn die Außentemperaturen stark sinken, springt die Gasheizung als Spitzenlastkessel ein.
In der Praxis bedeutet das: An rund 80–90 % der Heiztage arbeitet die Wärmepumpe allein. Die Gasheizung läuft nur an wenigen sehr kalten Wintertagen. Der Bivalenzpunkt, also die Außentemperatur, ab der die Gasheizung zuschaltet, liegt je nach Gebäude zwischen -3 °C und -7 °C.
Erdgas wird durch die CO2-Bepreisung jedes Jahr teurer. 2026 gilt erstmals kein fester Preis mehr, sondern ein Preiskorridor von 55–65 € pro Tonne CO2. Ab 2028 übernimmt das europäische Emissionshandelssystem EU-ETS 2 mit freier Preisbildung. Experten rechnen dann mit deutlich höheren Preisen.
Was das konkret kostet, zeigt die folgende Tabelle:
Diese Kosten kommen zu den regulären Gaspreisen und steigenden Netzentgelten hinzu. Da immer mehr Haushalte auf Wärmepumpen umsteigen, verteilen sich die Fixkosten des Gasnetzes auf immer weniger Abnehmer.
Das treibt die Netzentgelte für die verbleibenden Gaskunden zusätzlich in die Höhe. Wer eine Hybridheizung betreibt, zahlt die CO2-Steuer und die steigenden Netzentgelte also weiterhin, nur eben für weniger Kubikmeter.
Die Netzentgelte sind ein oft übersehener Kostentreiber für Gasheizungen. Sie machen laut BDEW rund 22 % des Gaspreises aus und steigen 2026 bundesweit um durchschnittlich 11 %. In einzelnen Bundesländern wie dem Saarland oder Thüringen liegt der Anstieg sogar bei 20–21 %.
Der Grund ist ein strukturelles Problem: Immer mehr Haushalte steigen auf Wärmepumpen um. Die Fixkosten für Wartung und Betrieb des Gasnetzes bleiben aber gleich und verteilen sich auf immer weniger Abnehmer. Das treibt die Netzentgelte pro Kilowattstunde nach oben. Dieser Effekt verstärkt sich selbst: Je teurer Gas wird, desto mehr Haushalte steigen um, was die Kosten für die Verbleibenden weiter erhöht.
Konkret bedeutet das für einen Haushalt mit 15.000 kWh Gasverbrauch: Allein die Netzentgelte betragen 2026 im Schnitt 507 € brutto pro Jahr, 55 € mehr als im Vorjahr (Quelle: Ene't/Finanztip).
Noch drastischer fällt die Prognose des Fraunhofer IFAM aus: Bis 2045 könnten die Netzkosten für einen typischen Drei-Personen-Haushalt auf 3.300–4.300 € pro Jahr steigen. Zum Vergleich: 2020 lagen sie bei rund 430 € pro Jahr. Das entspricht einer Verzehnfachung.
Wer eine Hybridheizung mit Gas-Anteil betreibt, zahlt diese steigenden Netzentgelte weiterhin – zusätzlich zur CO2-Steuer und den regulären Gaspreisen. Eine Wärmepumpe ist davon komplett unabhängig.
Hybridheizungen bestehen aus zwei verschiedenen Heizsystemen. Dementsprechend muss man auch beide Heizsysteme bezahlen, verbauen und warten. Außerdem muss man sicherstellen, dass man die Installationsbedingungen für Gasheizungen und Wärmepumpen erfüllt.
Falls die Gasheizung das primäre Heizsystem bleibt, sind die positiven Effekte übrigens sehr gering, da man nur minimal weniger Gas verbraucht. In diesem Fall ist eine Hybridheizung auch nicht förderfähig.
Die Tabelle mit den gesammelten Vor- und Nachteilen macht klar: Die Kombination aus Gasheizung und Wärmepumpe lohnt sich nicht. Das gilt auch für die H2 Ready Gasheizung.
Gut zu wissen: Enpal bietet Luftwärmepumpen von Bosch ab 7.999 € an, inklusive Lieferung und Montage. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage und dem intelligenten Energiemanager Enpal.One+ sinken die Betriebskosten der Wärmepumpe noch weiter, weil das System automatisch den günstigsten verfügbaren Strom nutzt.
Eine Wärmepumpe allein reicht im Normalfall völlig aus, um ein Einfamilienhaus zuverlässig mit Wärme zu versorgen. Auch im Altbau und bei Temperaturen im zweistelligen Minusbereich arbeiten moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen effizient. Die Hybridheizung löst also ein Problem, das in der Praxis gar nicht existiert.
Fünf Gründe sprechen für den kompletten Umstieg:
Nutzen Sie auch unseren praktischen Rechner und finden Sie heraus, wie viel Geld und CO₂ Sie mit einer Wärmepumpe gegenüber einer Gasheizung sparen können. Einfach Werte eingeben:
Der Staat fördert den Austausch einer Gasheizung gegen eine Wärmepumpe mit bis zu 80 % der förderfähigen Kosten. Das entspricht einer maximalen Fördersumme von 22.400 €. Die Förderung setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen:
Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt halbjährlich. Wer den Umstieg plant, profitiert also von einer schnellen Entscheidung.
Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaikanlage senkt die Heizkosten noch weiter. Wer tagsüber eigenen Solarstrom zum Heizen nutzt, reduziert die Betriebskosten auf nahezu null.
Noch smarter wird es mit einem intelligenten Energiemanager wie Enpal.One+. Das System optimiert automatisch im Hintergrund, welcher Strom gerade am günstigsten ist. Das kann der eigene Solarstrom sein, das kann aber auch Netzstrom sein, wenn die Börsenpreise gerade niedrig sind. So heizen Sie immer zum bestmöglichen Preis, ohne sich selbst darum kümmern zu müssen.
Die Idee dahinter: Es geht nicht um maximale Autarkie, sondern darum, stets den günstigsten Strom zu nutzen. Ob der vom eigenen Dach kommt oder aus dem Netz, spielt für den Geldbeutel keine Rolle, solange ein intelligentes System die Entscheidung trifft.
Die Kombination aus Gasheizung und Wärmepumpe klingt nach einem sinnvollen Kompromiss, ist aber in der Praxis eine teure Halbherzigkeit. Doppelte Kosten, minimale Einsparungen, die Biotreppe ab 2029 und die drohende Stilllegung des Gasnetzes machen die Hybridlösung unwirtschaftlich. Der komplette Umstieg auf eine Wärmepumpe ist günstiger im Betrieb, wird mit bis zu 80 % gefördert und macht unabhängig von steigenden Gas- und CO2-Preisen. Wer zusätzlich auf Photovoltaik und intelligentes Energiemanagement setzt, heizt dauerhaft zum günstigsten Preis.
Ob sich eine Wärmepumpe auch für Ihr Haus lohnt, finden Sie hier heraus:
Der Gasanschluss kann beim Netzbetreiber abgemeldet werden. Damit entfallen die jährlichen Grundgebühren von rund 100–200 € sowie die Kosten für den Gaszähler. Die Abmeldung ist in der Regel kostenlos. Der Gasanschluss wird dann stillgelegt.
Viele Hausbesitzer entscheiden sich für diesen Schritt, weil er die laufenden Fixkosten sofort senkt und ein klarer Schlussstrich unter die fossile Heizung ist.
Nein, eine H2-Ready-Gasheizung ist für die meisten Hausbesitzer keine sinnvolle Investition. Diese Geräte sind zwar technisch auf Wasserstoff vorbereitet, doch ein flächendeckendes Wasserstoffnetz für Privathaushalte ist weder geplant noch wirtschaftlich realistisch. Das Fraunhofer-Institut geht davon aus, dass grüner Wasserstoff vorrangig in der Industrie und im Schwerlastverkehr eingesetzt wird. Wer auf H2-Ready setzt, zahlt einen Aufpreis für eine Funktion, die voraussichtlich nie genutzt werden kann.
Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen im Normalbetrieb einen Schallpegel von 35–50 dB(A), gemessen in drei Metern Abstand. Das entspricht etwa der Lautstärke eines leisen Gesprächs. Eine Gasheizung im Keller ist zwar kaum hörbar, dafür verursacht sie Abgase, die über den Schornstein abgeführt werden müssen.
Für die Aufstellung der Wärmepumpe gelten Mindestabstände zum Nachbargrundstück, die je nach Bundesland variieren. Bei der Planung berücksichtigt der Installateur diese Vorgaben automatisch.
Nein, eine Fußbodenheizung ist keine Voraussetzung. Wärmepumpen arbeiten mit Fußbodenheizungen besonders effizient, weil diese mit niedrigen Vorlauftemperaturen von 30–35 °C auskommen. Aber auch mit herkömmlichen Heizkörpern funktioniert eine Wärmepumpe zuverlässig.
In vielen Altbauten reichen Vorlauftemperaturen von 50–55 °C aus, die moderne Wärmepumpen problemlos liefern. Falls einzelne Heizkörper zu klein dimensioniert sind, können diese gezielt gegen größere Modelle getauscht werden, ohne das gesamte System umzubauen.
Ja, dieser Effekt ist bereits messbar. Da immer mehr Haushalte auf Wärmepumpen umsteigen, verteilen sich die Fixkosten für Wartung und Betrieb des Gasnetzes auf weniger Abnehmer.
Laut Berechnungen des IW könnten sich die Netzentgelte für Gas bis 2035 verdoppeln. Dieser sogenannte "Todesspirale"-Effekt beschleunigt sich selbst: Je teurer Gas wird, desto mehr Haushalte steigen um, was die Kosten für die Verbleibenden weiter erhöht.