Was darf eine Solaranlage kosten?

Solarzellen und Euroscheine

Photovoltaikanlagen werden bei Haushalten immer beliebter. Und das aus gutem Grund: Haushalte mit Solaranlagen leisten einen Beitrag zum Umweltschutz, sind unabhängiger von den großen Stromanbietern und senken ihre Stromrechnung. Doch was sollte eine gute Solaranlage kosten? Wir haben für Sie hier eine Übersicht zusammengestellt.

Preise der Photovoltaikanlagen auf einen Blick:

Tabelle mit den Kosten für Solaranlagen

Wie Sie sehen, sind die Preise von der Einheit Kilowatt-Peak (kWp) abhängig. Kurz gesagt steht kWP für die Maximalleistung an Energie, die die Anlage produzieren kann. Je größer die Anlage und je höher der Wirkungsgrad der einzelnen Solarzellen, desto höher ist ihre Leistung. 

Wie viel würde also eine durchschnittliche Solaranlage kosten?

Annahmen:

    • Durchschnittliches Einfamilienhaus mit 100 m2 Dachfläche
    • Eine 6-kWp Solaranlage, die den jährlichen Strombedarf von 4 Personen deckt
    • Durchschnittliche Sonnenstrahlung und ein Ausrichtungswinkel von 30

In dieser Situation würde eine Solaranlage in etwa 8.000 bis 10.000 € kosten. Zusätzlich zu dieser Anfangsinvestition kämen dann noch 200 – 500 € jährlich für Wartung, Reparatur, Reinigung und Versicherung hinzu.

3 Faktoren, die den Preis einer Solaranlage beeinflussen:

Solaranlage mit Wolken

1. Herkunft & Wettbewerbsdruck

Der erste wichtige Faktor ist die Herkunft der Solarzellen. Die Solarzelle hatte ihren Ursprung in den USA, als sie 1954 in New Jersey erfunden wurde. Die ersten Zellen hatten damals nur einen Wirkungsgrad von 6 % und waren extrem teuer in der Produktion. Über die Jahre aber wurden Solarzellen immer günstiger und gleichzeitig effektiver in der Energieumwandlung. 

In den 90ern und 2000ern wuchst der Zuspruch der Anlagen so stark, dass sich riesige globale Solarfirmen aufgebaut haben, die zum großen Teil in den USA angesiedelt waren. Nur wohlhabendere Haushalte konnten sich zu dem Punkt Anlagen leisten, da die Technologie in der Produktion noch sehr teuer war. Dies änderte sich aber gravierend, als China den Markt betrat. Zwischen 2008 und 2013 war es China durch Subventionen und günstiger Arbeitskraft möglich, den Preis für Solarmodule um ganze 80 % zu senken.

Übersicht der Solaranlage Kosten von 2006 bis 2018

Quelle: Frauenhofer Institut

Wenn Sie sich also heute eine Solaranlage kaufen, stammen die Solarzellen mit hoher Wahrscheinlichkeit aus China. Weil sie den Wettbewerb in den letzten Jahren gewonnen haben, liegt der Marktanteil chinesischer Solarzellen bei etwa 70 %. Diese Solarzellen haben aktuell einen Wirkungsgrad von maximal 20 %. Das heißt, dass sie bis zu 20 % der Sonnenenergie in Elektrizität umwandeln können.

Wer auf effizientere Solarzellen wartet, muss sich wohl gedulden müssen. Wissenschaftler in den USA forschen aktuell an neuer Solartechnologie, die den Wirkungsgrad der Solarzellen bis auf 40 % erhöhen würde. Obwohl es wohl noch ein paar Jahre dauern wird, bis diese Technologie auch marktreif wird, wird sie den Wettbewerb mit Sicherheit dominieren. Denn ein doppelter Wirkungsgrad bedeutet nur halb so viele Solarzellen, um dieselbe Leistung zu erreichen.

Dies würde 2 bedeutende Konsequenzen haben:

    1. Hausbesitzer müssen nur noch die Hälfte der Dachfläche mit Solarzellen bedecken.
    2. Oder sie nutzen dieselbe Anzahl an Solarzellen und produzieren die doppelte Menge an Strom. Dieser Strom lässt sich dann ins öffentliche Netz einspeisen, wofür die Haushalte dann eine saftige Vergütung bekommen.

2. Die Einspeisevergütung

Solarzellen auf einem Dach

Viele Hausbesitzer denken deshalb über eine Solaranlage nach, weil sie diese als Investition nutzen möchten. Solaranlagen kosten zwar in der Anschaffung nicht wenig, lassen sich aber über 30 bis 40 Jahre lang nutzen. Dadurch, dass Solareigentümer ihre Stromrechnung senken und noch dazu Einspeisevergütungen für überschüssigen Strom erhalten, ist eine Solaranlage schon nach 10 bis 15 Jahren amortisiert. Danach erzielen Haushalte pure Profite und das jahrelang. 

Hier kommt aber der Knackpunkt:

Die Einspeisevergütung wird im EEG (Eneuerbare Energien Gesetz) von der Regierung festgelegt und ist variabel. 2004 lag die Vergütung noch bei 57 Cent pro kWh, aktuell jedoch beträgt sie nur etwas über 10 Cent.

Wenn die Anschaffungskosten bei dieser Entwicklung gleich geblieben wären, hätte sich die Investition nicht mehr rentiert. Daher waren Solaranbieter gezwungen, ihre Preise ebenfalls zu senken, um die Wirtschaftlichkeit der Investition zu wahren. Nur so war es möglich, Renditen von ca. 6 % beizubehalten.

Solaranlage Kosten: Entwicklung der Einspeisevergütung von 2000 bis 2020

Die konsequente Preissenkung über die Jahre hat also nicht nur mit der Wettbewerbssituation zu tun, sondern auch mit den Entscheidungen der Regierung.  

Als Faustregel gilt: Die Kosten einer Solaranlage bewegen sich in die gleiche Richtung wie die Einspeisevergütung. Wird diese erhöht, steigen auch die Preise der Solaranlagen.

3. Die Art der Solarzellen

Der dritte Faktor, der erheblich über den Preis der Solarzelle bestimmt ist die Art der Solarzelle. Wie schon oben erwähnt hängt der Preis der Solaranlage direkt mit ihrer Leistung zusammen. Wenn Sie also eine Anlage kaufen, müssen Sie sich entscheiden, welche Art der Solarzelle Sie haben möchten. Während die günstigen zwar weniger Geld pro Solarmodul kosten, haben die teuren den Vorteil, dass sie einen höheren Wirkungsgrad haben. Damit benötigen Sie weniger Zellen, um Ihre gewünschte Leistung zu erzielen.

Drei verschiedene Arten von Solarzellen in einer Reihe. Monokristalline, polykristalline Zellen und ein Dünnschichtmodul

Die dunklen, monokristallinen Zellen werden aus nur einer einzigen Siliziumkristallschicht hergestellt. Dies sorgt einerseits für eine hohe Absorption der Sonnenstrahlen und folglich ein Wirkungsgrad von ca. 20 %. Andererseits aber, sind monokristalline Zellen sehr aufwendig in der Herstellung und daher ziemlich teuer.

Polykristalline Zellen hingegen haben mehrere Siliziumschichten, die leichter herstellbar sind, aber das Sonnenlicht nicht optimal absorbieren. Der Wirkungsgrad dieser Zellen liegt bei 16 %.

Dünnschichtzellen unterscheiden sich deutlich von den anderen Arten. Sie weisen keine Kristallstruktur auf und sind erheblich dünner. Dies spart Material in der Produktion und sorgt für weniger Gewicht. Daher sind diese Module auch besonders günstig. Auf der anderen Seite jedoch spiegelt sich die einfache Produktion in der Effizienz wider. Mit einem Wirkungsgrad von nur 7 % belegen Dünnschichtzellen den aller letzten Rang in der Produktivität.

Wenn Sie eine Solaranlage kaufen möchten, überlegen Sie sich vorher also gut, wie hoch Ihre gewünschte Leistung ist und wie viel Dachfläche sie maximal bedecken möchten.

Wer mit derselben Dachfläche mehr Strom produzieren möchte, sollte also definitiv zu den monokristallinen Zellen greifen. Auch wenn Sie selbst nicht unbedingt viel Strom nutzen, lohnt sich oft die Investition in teuere Solaranlagen. Denn der überschüssige Strom kann ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden, wofür Sie dann eine Vergütung bekommen. In diesem Artikel können Sie herausfinden, ob sich eine Solaranlage für Sie lohnt: Lohnt sich eine Photovoltaikanlage für mich?

Warum der Solaranlagen-Kauf nicht die beste Wahl ist

Solaranlage auf einem Dach mit Sonnenaufgang im Hintergrund

Eine eigene Solaranlage zu besitzen ist super. Trotzdem dürfen sie eine Sache nicht vergessen: Mit Eigentum gewinnt man nicht nur an Freiheit, sondern auch an Risiko und Verantwortung. 

Nach dem Kauf müssen sich Eigentümer eigenständig um die Installation kümmern sowie die Anlage regelmäßig warten lassen. Dies bedeutet auch regelmäßige Reparatur und Reinigung. Auch die Versicherung muss selbstständig abgeschlossen werden, um im Schadensfall und vor Katastrophen zu schützen. Falls hier etwas schiefläuft, sind Eigentümer auf sich allein gestellt. Hersteller oder Verkäufer der Solaranlage helfen nur in den seltensten Fällen.

Insgesamt belaufen sich diese jährlichen Kosten auf etwa 200 – 500 €. Und damit ist noch nicht Schluss: Wenn Sie die Zeit in Betracht ziehen, die Sie mit der Recherche und der Beauftragung von Installations- und Wartungsfirmen verbringen, sind die Kosten sogar noch höher. 

Noch dazu kostet Eigentum nerven. Wenn Sie ein Auto besitzen, kennen Sie das. Sie müssen regelmäßig zum TÜV, mindestens 2 Mal im Jahr zur Werkstatt, um die Reifen zu wechseln und sich um Öl und Benzin kümmern. Wer eine Solaranlage besitzt, muss regelmäßige Wartungstermine machen und einhalten und hat zudem auch noch die Sorgen, dass etwas mit der Anlage passiert. Im Falle eines Problems müssen Sie die Reparatur organisieren und aus eigener Tasche zahlen. Darüber hinaus werden Sie in der Zwischenzeit für den Ausfall der Anlage nicht entschädigt.

Alternative: Mieten

Solarzellen auf einem Dach

In den letzten Jahren hat sich ein neuer Trend entwickelt, der Hausbesitzern enorme Vorteile bietet: Das Mieten von Solaranlagen. Einerseits entfallen die Anschaffungskosten von mehreren Tausend Euro, und zum anderen profitieren Mieter von einem Komplett-Service.

Das heißt: Für einen monatlichen Betrag werden Installation, Wartung, Reparatur und Reinigung von der Firma übernommen. Sie müssen sich um nichts kümmern und bekommen zusätzlich zu dem Service eine kostenlose Versicherung, die Sie vor Schäden und Ausfällen schützt. So sparen Sie mit Ihrer Solaranlage Kosten, Zeit und Nerven.

Sollte ich meine Solaranlage kaufen oder mieten?

Wie viel würde die Miete für Ihre Solaranlage kosten?

Auch hier sind die Preise abhängig von der Anlagenleistung. Durchschnittliche Marktpreise jedoch liegen monatlich bei 50 € bis 160 €. 

Übersicht der durchschnittlichen Mietpreise für Solaranlagen in einer Tabelle

Quelle: Solaranlage.de

Bei Enpal fangen die monatlichen Mietpreise bei 49 € an und sind erst fällig, sobald die Solaranlage komplett funktionsfähig ist und Strom erzeugt. Sollte die Anlage mal ausfallen und es vergeht mehr als eine Woche, bevor das Serviceteam alles komplett repariert hat, zahlt der Mieter für den ganzen Monat nichts.

Nach 20 Jahren bekommen Mieter bei Enpal ihre Solaranlage dann für einen symbolischen Euro geschenkt und können sie so lange wie sie möchten weiter nutzen. Bei einer Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren sind das also nochmals 10 bis 20 Jahre kostenfreie Nutzung.

Hier können Sie prüfen, ob das Angebot in Ihrer Region verfügbar ist.

Qualitaetsmodule werden verbaut

Enpal-Solar-Planer