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Solarstrom verkaufen - Diese Möglichkeiten haben Sie

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Strom verkaufen Icon mit Haus und PV-Anlage im Hintergrund

Solarstrom selbst zu produzieren ist nicht nur umweltfreundlich, sondern spült den Besitzern von PV-Anlagen auch bares Geld in die Tasche. Wie das geht? Ganz einfach – durch den Verkauf von PV-Strom. Welche Möglichkeiten es gibt und wie viel Geld Sie bekommen können, erfahren Sie hier.

Inhaltsverzeichnis

Wie kann ich Strom privat verkaufen?

Ihre PV-Anlage deckt Ihren persönlichen Energiebedarf im Haus ab. Das ist super, sagen Sie. Nun haben Sie aber Strom über. Diesen können Sie zunächst in einem Batteriespeicher zwischenspeichern und später nutzen. Wenn dieser jedoch schon voll geladen ist, bleibt noch eine weitere Möglichkeit: der private Verkauf von Solarstrom.

Diese Optionen haben Sie, um Ihren Strom zu verkaufen:

1. Netzeinspeisung und Einspeisevergütung

Einspeisevergütung Icon mit PV-Anlage im Hintergrund

Eine Einspeisevergütung erhalten Sie dann, wenn Sie Ihren selbst produzierten Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Sobald Sie Ihre Anlage anmelden, ist der staatlich festgelegte Betrag über 20 Jahre konstant. Das bedeutet, dass Sie weiterhin dasselbe Entgelt erhalten, obwohl die Einspeisevergütung mit der Zeit abnimmt. Die Höhe der Einspeisevergütung entwickelt sich nämlich mit der Zeit degressiv.

Für die Höhe der Einspeisevergütung ist maßgeblich entscheidend, über welche Leistung Ihre Solaranlage verfügt. Nachfolgend finden Sie ein Beispiel von August 2022:

Leistung der PV-Anlage Einspeisevergütung
bis 10 kWp 8,20 ct / kWh
bis 40 kWp 7,10 ct / kWh
bis 100 kWp 5,80 ct / kWh

Im Rahmen des Osterpakets, das dieses Jahr beschlossen wurde, soll sich die Vergütungspauschale für die Netzeinspeisung ab 2023 allerdings erhöhen. Dabei wird nach einer Überschuss- und einer Volleinspeisung unterschieden:

Einspeisevergütung bei Überschusseinspeisung

Leistung der PV-Anlage Einspeisevergütung
bis 10 kWp 8,60 ct / kWh
bis 40 kWp 7,50 ct / kWh
bis 100 kWp 6,20 ct / kWh

Einspeisevergütung bei Volleinspeisung

Leistung der PV-Anlage Anzulegender Wert Zuschlag Vollein-Speisung Einspeise-Vergütung
bis 10 kWp 8,60 ct / kWh 4,80 ct / kWh 13,40 ct / kWh
bis 40 kWp 7,50 ct / kWh 3,80 ct / kWh 11,30 ct / kWh
bis 100 kWp 6,20 ct / kWh 5,10 ct / kWh 11,30 ct / kWh
bis 300 kWp 6,20 ct / kWh 3,20 ct / kWh 9,40 ct / kWh
bis 750 kWp 6,20 ct / kWh kein Zuschlag 6,20 ct / kWh

Schon gewusst: Sie müssen sich nicht zwingend für ein Modell der beiden entscheiden. Sie können auch problemlos mehrere Solaranlagen installieren, die jeweils unterschiedlichen Aufgaben nachgehen. So kann beispielsweise eine den Eigenverbrauch decken und gegebenenfalls überschüssigen Strom zunächst in einem Stromspeicher zwischenspeichern oder auch ins Netz einspeisen. Die andere Anlage produziert stattdessen volleinspeisend Grünstrom für das öffentliche Stromnetz.

Achten Sie in diesem Fall darauf, dass Sie extra Messeinrichtungen mit entsprechenden Zählern pro Anlage eingebaut haben.

Gut zu wissen: Im Enpal-Angebot werden standardmäßig alle Anlagen mit einem Solarstromspeicher ausgestattet. Möchten Sie noch dazu die Kosten der Anschaffung, der Wartung, der Reparatur und der Versicherung vermeiden, können Sie auch eine Solaranlage mieten. Um mehr zu erfahren, können Sie hier eine kostenlose Anfrage stellen oder hier über die Vor- und Nachteile beider Optionen lesen: Solaranlage kaufen vs. mieten?

2. Direktvermarktung

Solarmodul mit Strom-Direkvermarktung Icon und Haus mit Solardach im Hintergrund

Bei der Direktvermarktung wird der privat erzeugte Solarstrom über einen sogenannten Direktvermarkter an der Strombörse gehandelt. Der PV-Anlagen-Besitzer erhält anschließend die Erlöse an der Börse vom Direktvermarkter abzüglich einer Vermarktungspauschale. Hinzukommt noch die Marktprämie, welche jeden Monat in Abhängigkeit des durchschnittlichen Strompreises an der Börse und der Einspeisevergütung berechnet wird.

Ziel der Marktprämie ist es, EEG-Anlagen-Besitzern keinen Nachteil durch die schwankende Börsen-Strompreise entstehen zu lassen. Dadurch verringert sich das Risiko immens. Hinzukommt, dass Anlagenbetreiber durch die Direktvermarktung die Chance haben, eine höhere Rendite zu erzielen als über die Einspeisevergütung.

Hier sehen Sie nochmal, wie sich die Vergütung der Direktvermarktung zusammensetzt:

  • Marktpreis (Verkaufserlöse an der Strombörse) durch den Direktvermarkter
  • Marktprämie vom zuständigen Verteilnetzbetreiber
  • Managementprämie (in Marktprämie einberechnet)

Leider eignet sich die Direktvermarktung jedoch nicht für jede PV-Anlage. Kleine Solaranlagen, sowie besonders alte Modelle sind häufig nicht so leistungsstark, dass sich der zusätzliche Kostenaufwand für die Installation der notwendigen Fernwirktechnik rentiert.

In diesem Fall wäre es für Sie lukrativer, den Strom selbst zu verbrauchen, von der Einspeisevergütung zu profitieren oder einer Strom Cloud beizutreten.

3. Strom für alle mit einer Strom Cloud

Stromcloud Icon mit Haus und PV-Anlage im Hintergrund

Unter einer Strom Cloud versteht man ein virtuelles Netzwerk aus einzelnen, privaten Heimspeichern. Strom, den die Mitglieder selbst erzeugen, aber nicht verbrauchen, kann auf einer Art „Strom-Sparkonto“ eingezahlt werden. Wenn Sie dann irgendwann weniger Strom produzieren als Sie verbrauchen, können Sie sich den nötigen Betrag wieder zurückbuchen. Nutzen Sie Ihre Freistrommenge nicht vollständig, erhalten Sie dagegen ein Cashback.

Die Mitgliedschaft ist dabei oft mit einem Mitgliedsbeitrag verbunden. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Anbieter, die unterschiedliche Tarife anbieten. Je nachdem, für welchen Tarif Sie sich entscheiden, steht Ihnen dann eine gewisse Freimenge oder ein vergünstigter Preis für die Rückbuchung zur Verfügung.

Welche Strom Cloud und welcher Tarif zu Ihnen am besten passt, hängt vor allem von drei Faktoren ab: der Leistung Ihrer Solaranlage, Ihrem individuellen Stromverbrauch sowie dem Tarifangebot.

Falls Sie Ihren aktuellen Stromverbrauch nicht kennen, können Sie ihn mit unserem Stromverbrauchsrechner schnell ermitteln.

Eine Strom Cloud ermöglicht es Ihnen, Ihre Stromversorgung vollkommen autark aufzustellen sowie Ihre PV-Anlage in Verbindung mit einem Solarstromspeicher optimal auszulasten. Dazu können Sie je nach Tarif Ihren überschüssigen PV-Strom lukrativ verkaufen.

Unser Tipp: Im Enpal-Komplettpaket bekommen Sie Speicher und PV-Anlage zusammen ohne Anschaffungskosten. Außerdem sind Installation, Wartung, Reparatur und Versicherung inklusive. Mehr erfahren

Lohnt es sich wirklich, selbst produzierten PV-Strom zu verkaufen?

Strom verkaufen Icon mit Fragezeichen

Die Frage, ob es sich für Sie auszahlt, PV-Strom zu verkaufen, kann man nicht immer pauschal mit Ja oder Nein beantworten. So wurde beispielsweise die Einspeisevergütung so konzipiert, dass sie kontinuierlich sinkt. Lag diese vor zehn Jahren noch bei 39 ct/ kWh, bewegt sie sich mittlerweile bei unter 10 ct/ kWh. Durch das Osterpaket geht die Degression ab 2023 aber langsamer voran – die Abnahme wird nun halbjährig statt monatlich erfolgen.

Unser Tipp: Beobachten Sie die schwankenden Strompreise über einen gewissen Zeitraum. Sobald der Strompreis über der Einspeisevergütung liegt, ist es ratsam, den selbstproduzierten Strom lieber für den Eigenverbrauch zu verwenden.

Denken Sie also am besten bei der Planung der PV-Anlage schon darüber nach, einen zusätzlichen Stromspeicher anzuschaffen. Auf diese Weise können Sie überschüssigen Strom dazu verwenden, eine Wärmepumpe zu betreiben oder ein E-Auto zu laden.

Auch Strom Cloud Communitys funktionieren in der Theorie häufig besser als in der Praxis. Denn Voraussetzung für ein erfolgreiches Strom Cloud Konzept ist, dass zu jeder Zeit ausreichend Stromproduzenten vorhanden sein müssen, um den Strombedarf aller Mitglieder befriedigen zu können. Dabei wird es immer einige geben, die viel mehr benötigen als sie produzieren und andersherum. Diese beiden sollen sich eigentlich gegenseitig ausgleichen.

In den meisten Fällen sind die Cloud Communitys aber nicht groß genug, um die Aufgabe zu bewältigen. Als Konsequenz muss externer Strom hinzugekauft werden. Daher kann man sich an dieser Stelle fragen, ob man den Überschussstrom nicht doch besser anderswo hätte verkaufen oder selbst benutzen sollen.

Die Direktvermarktung ist von allen drei Varianten die lukrativste, da sie das höchste Renditepotenzial verspricht. Hinzukommt, dass das Verlustrisiko durch die Marktprämie nahezu bei Null liegt. Vor allem in der jetzigen Situation, wo die hohe Energienachfrage die Strombörsenpreise nach oben schießen lässt, ist die Direktvermarktung für private PV-Anlagenbesitzer besonders attraktiv.

Das Gute bei der Direktvermarktung ist, dass Sie diese auch einfach für eine Weile ausprobieren können. Sollten Sie nicht zufrieden sein, können Sie zum Anfang des neuen Monats einfach wieder zu den gewohnten Konditionen in das öffentliche Netz einspeisen und von der Einspeisevergütung profitieren. Der problemlose Wechsel ist im EEG geregelt.

Fazit

Gelbe Glühbirne mit schwarzem Haken als Symbol des Fazits

Ob sich der Stromverkauf für Sie lohnt oder nicht, hängt nicht nur von der Menge des überschüssigen PV-Stroms ab, sondern auch von der Größe Ihrer Anlage. Obwohl die Direktvermarktung prinzipiell die lukrativste Möglichkeit ist, überschüssigen Strom schnell und einfach in eine stabile Einnahmequelle umzuwandeln, weist das Umweltbundesamt darauf hin, dass dies nicht immer wirtschaftlich ist. 

Grund hierfür ist, dass die Vermarktungskosten des Direktvermarkters bei leistungsärmeren Anlagen auf eine geringe Strommenge umgelegt werden. Hinzukommt, dass der Anlagen-Betreiber noch zusätzliche Messtechnik installieren muss. All dies sind Kosten, die sich erst nach langer Zeit durch eine Direktvermarktung amortisieren – wenn überhaupt.

Alternativen sind die klassische Einspeisevergütung und Strom Clouds. Je nachdem, welchen Tarif Sie wählen, kann sich eine Strom Cloud durchaus anbieten. Bei vielen Anbietern und Tarifen tut sie das allerdings nicht.

Die Einspeisevergütung bietet besonders viel Planbarkeit über 20 Jahre. Aus wirtschaftlicher Perspektive empfiehlt es sich jedoch, den Strom weitestgehend selbst zu nutzen, weil der aktuelle Strompreis weitaus höher ist.

In jedem Fall fahren Sie mit einer eigenen PV-Anlage mittelfristig immer kostengünstiger als mit herkömmlichem Strom vom Netzbetreiber. Denn durch staatliche Förderprogramme neutralisieren sich die Anschaffungskosten schon nach wenigen Jahren. Noch günstiger und stressfreier wird es mit dem PV-Mietmodell von Enpal.

Sie möchten herausfinden, ob sich eine PV-Anlage auch für Ihr Haus lohnt und benötigen eine konkrete Kosteneinschätzung? Hier können Sie sich beraten lassen: Unverbindliche Anfrage schicken

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