

Steigende Heizkosten machen das Thema Energiesparen für Hausbesitzer wichtiger denn je. Smarte Thermostate versprechen Einsparungen von bis zu 28 %, doch nicht jedes Modell hält, was die Werbung verspricht. Dieser redaktionelle Vergleich fasst aktuelle Testergebnisse von Stiftung Warentest, FAZ Kaufkompass und weiteren Fachmedien zusammen. Er zeigt, welche smarten Thermostate 2025 überzeugen, was sie kosten und wie sie sich mit verschiedenen Heizungsarten kombinieren lassen.
Dieser Vergleich fasst aktuelle Testergebnisse von bekannten Testmagazinen zusammen. Es handelt sich nicht um einen eigenen Labortest, sondern um eine Auswertung unabhängiger Testberichte. Die Quellen wurden nach Aktualität und Testtiefe ausgewählt.
Die folgenden Testquellen bilden die Grundlage für diesen redaktionellen Vergleich:
Die ausgewerteten Tests bewerten smarte Thermostate nach folgenden Kriterien:
Ja, in allen ausgewerteten Tests wurden Thermostate unter realen Wohnbedingungen durchgeführt. Die Stiftung Warentest kombiniert Labormessungen mit Praxistests in bewohnten Haushalten. FAZ Kaufkompass und Spiegel testen im Alltag mit verschiedenen Heizungstypen und Raumgrößen. So fließen echte Nutzererfahrungen in die Bewertung ein.
Die Testsieger 2025 kommen von Tado, Homematic IP und AVM. Je nach Testquelle und Schwerpunkt überzeugen unterschiedliche Modelle. Für Nutzer mit Bosch-Smart-Home-System oder Bosch-Wärmepumpe ist das Bosch Smart Home Thermostat II die beste Wahl.
Das Tado X ist Testsieger bei FAZ Kaufkompass (12/2025) und homeandsmart. Es überzeugt mit der besten App am Markt, umfangreichen Funktionen wie Geofencing und vorausschauendem Heizen sowie Matter-Unterstützung für maximale Zukunftssicherheit. Der Preis liegt bei etwa 100 € pro Thermostat. Für erweiterte Funktionen wie automatische Anwesenheitserkennung ist allerdings ein Abo erforderlich (ca. 3-5 €/Monat).
Das Homematic IP Evo ist Testsieger bei Stiftung Warentest (09/2023) mit der Note 1,7. Es regelt die Raumtemperatur sehr präzise und lässt sich in ein umfangreiches Smart-Home-System einbinden. Alle Funktionen sind ohne Abo nutzbar. Knapp dahinter liegt das AVM Fritz!DECT 302 mit der Note 1,9. Es eignet sich besonders für Haushalte mit Fritz!Box, da keine zusätzliche Bridge nötig ist.
Das Bosch Smart Home Thermostat II ist die beste Wahl für alle, die bereits Bosch-Geräte nutzen oder eine Bosch-Wärmepumpe besitzen. Es fügt sich nahtlos in das Bosch-Smart-Home-Ökosystem ein und lässt sich über die Bosch-App gemeinsam mit der Heizungsanlage steuern. Die Verarbeitung ist hochwertig, die Bedienung einfach. Der Preis liegt bei etwa 75-85 € pro Thermostat.
Wer von Enpal eine Wärmepumpe von Bosch installiert hat, profitiert von der einheitlichen Steuerung. Die Kombination aus Bosch-Wärmepumpe und Bosch-Thermostaten ermöglicht eine besonders effiziente Regelung der Raumtemperaturen.
Das Aqara E1 bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis mit einem Preis von nur etwa 40 € pro Thermostat. Es unterstützt Zigbee und Matter, funktioniert ohne Abo und bietet alle wichtigen Funktionen wie Zeitpläne und Fenster-Offen-Erkennung. Eine Bridge (Aqara Hub) ist erforderlich und kostet etwa 30-50 €. Für preisbewusste Einsteiger ist das Aqara-System eine sehr gute Wahl.
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Modelle im direkten Vergleich:
Die Bedienung unterscheidet sich je nach Hersteller deutlich. Einige Apps sind übersichtlich und selbsterklärend, andere erfordern Einarbeitung. Für Nutzer ohne technische Vorkenntnisse sind einfache Systeme wie AVM Fritz!DECT oder Bosch Smart Home am besten geeignet.
Die Tado-App gilt als beste App im Test. Sie ist übersichtlich aufgebaut, zeigt alle Räume auf einen Blick und führt Schritt für Schritt durch die Einrichtung. Auch komplexe Funktionen wie Geofencing lassen sich intuitiv aktivieren. Die Bosch-App überzeugt durch klare Struktur und einfache Bedienung, besonders in Kombination mit anderen Bosch-Geräten. Die Fritz!Box-Oberfläche ist schlicht, aber funktional und für Einsteiger leicht verständlich.
Das AVM Fritz!DECT 302 eignet sich am besten für Nutzer ohne technische Vorkenntnisse. Der Grund: Die meisten Haushalte besitzen bereits eine Fritz!Box als Router. Das Thermostat wird einfach per Knopfdruck gekoppelt, eine zusätzliche App oder Bridge ist nicht nötig. Auch das Bosch Smart Home Thermostat II ist für Einsteiger gut geeignet. Die App führt verständlich durch die Einrichtung und verzichtet auf unnötige Komplexität.
Für Technik-Einsteiger weniger geeignet sind Systeme wie Homematic IP oder Aqara. Sie bieten zwar viele Funktionen, erfordern aber mehr Einarbeitung und technisches Verständnis.
Die Gesamtkosten für smarte Thermostate setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen: dem Thermostat selbst, einer eventuell nötigen Bridge und optionalem Zubehör. Je nach System liegen die Kosten zwischen 40 € für ein einzelnes Thermostat und 400 € für ein komplettes Starterset mit mehreren Räumen.
Die Installation eines smarten Heizkörperthermostats ist in der Regel ohne Fachkenntnisse möglich. Das alte Thermostat wird abgeschraubt, das neue aufgeschraubt und per App eingerichtet. Der Zeitaufwand liegt bei 5-10 Minuten pro Heizkörper. Bei Fußbodenheizungen ist der Aufwand höher, hier empfiehlt sich ein Fachbetrieb.
Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus mit 8 Heizkörpern (Bosch-System):
Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus mit 8 Heizkörpern (günstiges System):
Nicht alle smarten Thermostate funktionieren ohne Abo vollständig. Die Grundfunktionen wie Zeitpläne und App-Steuerung sind bei allen Herstellern kostenlos. Erweiterte Funktionen unterscheiden sich jedoch:
Bei Tado ist das Abo nur für die automatische Anwesenheitserkennung (Geofencing) nötig. Wer die Heizung manuell per App steuert oder Zeitpläne nutzt, kommt ohne Abo aus. Alle anderen Hersteller im Vergleich verzichten komplett auf Abo-Modelle.
Smarte Thermostate sparen je nach Heizverhalten zwischen 10 und 28 % der Heizkosten ein. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit Gasheizung entspricht das 150 bis 400 € pro Jahr. Die tatsächliche Ersparnis hängt davon ab, wie bisher geheizt wurde: Wer die Heizung durchlaufen lässt, spart mehr als jemand, der bereits sparsam heizt.
Die Einsparungen basieren auf Praxistests der ausgewerteten Testquellen. Tink nennt bis zu 28 % Ersparnis durch intelligente Raumsteuerung mit smarten Fußbodenheizungsthermostaten. Stiftung Warentest und FAZ Kaufkompass gehen von 10-15 % Ersparnis bei Heizkörperthermostaten aus. Die Ersparnis entsteht durch drei Effekte:
Die Amortisation liegt je nach System und Haushaltsgröße bei 2 bis 5 Jahren. Danach spart das System Jahr für Jahr bares Geld. Günstige Systeme wie Aqara amortisieren sich schneller, bieten aber weniger Komfort.
Rechenbeispiel: Einfamilienhaus mit Gasheizung
Ausgangswerte:
Berechnung bei 15 % Einsparung:
Amortisation Bosch-System (760 € Anschaffung):
Amortisation Aqara-System (370 € Anschaffung):
Nettoersparnis über 10 Jahre Nutzungsdauer (Bosch-System):
Ja, auch bei einer Wärmepumpe lohnt sich ein smartes Thermostat. Die Wärmepumpe selbst steuert die Vorlauftemperatur, das smarte Thermostat regelt die Wärmeabgabe in den einzelnen Räumen. So lässt sich zum Beispiel das Schlafzimmer kühler halten als das Wohnzimmer, ohne dass die Wärmepumpe ineffizient arbeitet.
Bei Enpal erfolgt die Steuerung der Wärmepumpe über den intelligenten Energiemanager Enpal.One. Er stimmt Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und Stromspeicher optimal aufeinander ab. Smarte Thermostate ergänzen dieses System, indem sie die Wärmeverteilung in einzelnen Räumen regeln.
Die wichtigsten Funktionen eines smarten Thermostats sind Zeitpläne, Fenster-Offen-Erkennung und App-Steuerung. Diese drei Features bieten alle Modelle im Test. Unterschiede gibt es bei Zusatzfunktionen wie Geofencing, vorausschauendem Heizen und Offline-Fähigkeit.
Die Offline-Fähigkeit wurde in den ausgewerteten Tests geprüft. Nicht alle smarten Thermostate funktionieren ohne Internetverbindung gleich gut. Bei einem Internetausfall ist entscheidend, ob die Zeitpläne lokal gespeichert sind oder nur in der Cloud liegen.
Das AVM Fritz!DECT 302 arbeitet komplett lokal über die Fritz!Box. Es benötigt keine Cloud-Verbindung und funktioniert auch bei Internetausfall uneingeschränkt. Gleiches gilt für Homematic IP und Eve. Bei Tado und Netatmo sind die Grundfunktionen offline verfügbar, erweiterte Features wie Geofencing benötigen jedoch eine Internetverbindung.
Die folgende Übersicht zeigt, welche Funktionen die getesteten Modelle bieten:
Mit sämtlichen smarten Thermostaten lassen sich Heizkosten sparen. Das richtige smarte Thermostat hängt jedoch von den persönlichen Prioritäten ab. Tado X ist die beste Wahl für Nutzer, die maximale Automatisierung und eine sehr gute App wollen. Homematic IP Evo ist Testsieger bei Stiftung Warentest und ideal für Nutzer, die ein umfangreiches, abo-freies Smart‑Home-System suchen. AVM Fritz!DECT 302 ist der praxisnahe Tipp für Fritz!Box‑Haushalte, weil es lokal und sehr einfach funktioniert. Das Bosch Smart Home Thermostat II empfehlen wir speziell für Haushalte mit Bosch-Geräten oder einer Bosch‑Wärmepumpe, da es sich nahtlos in das Bosch‑Ökosystem einfügt. Preisbewusste Einsteiger finden mit dem Aqara E1 eine günstige und funktionale Lösung.
Bei Enpal bekommen Sie beim Kauf einer Wärmepumpe smarte Thermostate von Bosch für alle Heizkörper dazu. Hier können Sie herausfinden, ob sich eine Wärmepumpe auch für Ihr Haus lohnt:
Die Einsparung wurde verglichen, indem der Verbrauch vor und nach der Montage in echten Haushalten gemessen wurde.
Die ausgewerteten Tests liefen mehrere Wochen bis Monate, um unterschiedliche Außentemperaturen abzudecken.
Gemessen wurden Raumtemperatur‑Stabilität, Strom-/Energieverbrauch (kWh), Reaktionszeit auf Änderungen und falsch erkannte Fenster‑Öffnungen.
Tester mit unterschiedlichem Technikwissen haben Installation, App‑Menüs und Dauer der Einrichtung bewertet.
Smarte Thermostate arbeiten nahezu geräuschlos. Beim Öffnen oder Schließen des Ventils ist ein Die Basis sind Praxistests in bewohnten Wohnungen; ergänzende Laborchecks überprüften reproduzierbare Messwerte.
Die Tests nennen Kriterien und Gewichtungen; vollständige Rohdaten gibt es meist nicht, zentrale Messwerte wurden aber offengelegt.
Getestet wurde, ob Zeitpläne und manuelle Bedienung ohne Internet weiterlaufen und welche Funktionen bei Ausfall wegfallen.