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Wärmepumpen-Stromtarif: Worauf muss ich achten?

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Eine Wärmepumpe mit Strom Symbol und Haus im Hintergrund

Die Zahl der Deutschen, die sich für ein nachhaltiges Wärmepumpenheizsystem entscheiden, steigt jährlich. Das liegt einerseits an den staatlichen Förderungen für die Anschaffung, aber auch an den günstigen Betriebskosten. Ein Hauptgrund für die Kosteneffizienz beim Betrieb ist der Wärmepumpen-Stromtarif.

In diesem Artikel finden Sie die wichtigsten Informationen rund um den Wärmepumpen-Stromtarif. Wer kann einen solchen Tarif abschließen? Wie gehen Sie dabei vor? Und was sind die beliebtesten Anbieter?

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Wärmepumpen-Stromtarif? 

Ein dunkelblaues Fragezeichen

Wer eine Wärmepumpe besitzt, kann unter bestimmten Voraussetzungen einen Wärmepumpen-Stromtarif beziehen. Dieser wird über einen gesonderten Versorgertarif abgeschlossen und ist in der Regel günstiger als der herkömmliche Strom.

Seit der Liberalisierung des Strommarkts in 2007 haben Verbraucher die Möglichkeit der freien Anbieterwahl. Das bedeutet einerseits eine größere Transparenz des Strommarkts für den Verbraucher, geht andererseits aber auch mit der Aufgabe einher, den besten Stromtarif selbst zu finden.

Bevor Sie die Anbieter genauer unter die Lupe nehmen, sollte Sie jedoch die Voraussetzungen für den Bezug eines Wärmepumpen-Stromtarifs überprüfen.

Was sind die Voraussetzungen für einen Wärmepumpen-Stromtarif?

Eine Checkliste mit Energie Symbol

Damit Sie gesetzlich dazu berechtigt sind, einen Wärmepumpen-Stromtarif abzuschließen, muss Ihre Wärmepumpe die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Ihre Pumpe verfügt über einen separaten Zähler
  • Ihre Wärmepumpe lässt sich durch den Stromversorger steuern

Der separate Zähler ist notwendig, da sich der Preis je kWh beim Wärmepumpentarif von Ihrem Grundtarif unterscheidet. Für den Vertragsabschluss ist es außerdem wichtig zu wissen, ob es sich um einen Eintarifzähler oder einen Zweitarifzähler (Doppelstromzähler) handelt. Alle Informationen rund um Stromzähler finden Sie hier: Stromzähler in 2021 - Die Komplettübersicht

Die Steuerung der Wärmepumpe ist deswegen notwendig, weil der Anbieter die Wärmepumpe nur zu bestimmten Zeiten mit Strom versorgt. Eine Wärmepumpe läuft nämlich nur wenige Stunden am Tag. In dieser Zeit wird der Wärmespeicher aufgefüllt, sodass die Energie über den Tag verbraucht werden kann. Ein Wärmepumpen-Tarif ist unter anderem deswegen so günstig, weil der Stromversorger Sie außerhalb der Stoßzeiten mit Strom versorgt.

Was kostet Strom für Wärmepumpen? 

Eine Euromünze mit Fragezeichen

Der bundesweite Durchschnitt für einen Wärmepumpentarif beläuft sich auf ca. 22,5 Cent je kWh und ist damit rund 9 Cent günstiger als der Grundtarif, der bei knapp 32 Cent je kWh liegt. Der Trend für beide Preise ist jedoch steigend.

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Wie viel Sie am Ende für den Wärmepumpentarif zahlen, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab. Der Tarif ist nämlich von Region zu Region unterschiedlich teuer und unter Umständen sogar teurer als der Allgemeinstromtarif.

Wann lohnt sich der Wechsel zum Wärmepumpen-Stromtarif?

Eine Wärmepumpe mit Fragezeichen und Strom Symbo

Die Frage, die Sie sich am Ende stellen sollten, ist: „Lohnt sich der Wärmepumpen-Stromtarif für meine spezifische Situation“. Auch wenn der durchschnittliche Wärmepumpen-Besitzer durch einen extra Tarif langfristig Geld spart, kann der Tarifwechsel unter bestimmten Bedingungen sogar teurer sein.

Anhand der folgenden Punkte können Sie abwägen, ob ein Wechsel zum Wärmepumpenstrom für Sie tatsächlich sinnvoll ist.

Anbieter vergleichen

Auf Vergleichsportalen im Internet haben Sie die Möglichkeit, die Tarife verschiedener Anbieter für Wärmepumpenstrom gegenüberzustellen. Wichtig ist, dass Sie im Vorhinein Ihre Postleitzahl angeben, denn die Preise sind stark von Ihrer geografischen Lage abhängig.

In einigen Regionen kommt gar keine Ersparnis zustande. Das kann zum Beispiel an den Konzessionsabgaben liegen, die hier ungewöhnlich hoch ausfallen.

Gut zu wissen:
Die Konzessionsabgabe ist ein Bestandteil des Strompreises, der an den Verbraucher weitergegeben wird. Sie wird von den Stromanbietern an die jeweiligen Städte oder Gemeinden für die Nutzung öffentlichen Grunds zur Netzanbindung gezahlt. Meistens fällt die Konzessionsabgabe bei Wärmepumpen geringer aus, allerdings nicht immer.

Es ist inzwischen auch möglich, einen Wärmepumpentarif mit Ökostrom abzuschließen. Hier erfahren Sie alles über das Thema: Ökostrom - Die Übersicht: Tipps, Hinweise und Anbieter

Stromzähler Kosten

Wie bereits weiter oben erläutert wird, gelten ein doppelter Stromzähler und eine Steuerbox als Voraussetzung für den Bezug von Wärmepumpenstrom. Beides geht allerdings mit zusätzlichen Kosten einher.

Sofern Ihre Wärmepumpe noch nicht entsprechend ausgestattet ist, können Sie einen Zähler und ein Steuerungsgerät eigenständig nachrüsten. Auch wenn der Betrieb mit Eintarifzählern und Zweitarifzählern je nach Kommune noch möglich ist, seit März 2021 gilt bereits der verpflichtende Einbau eines intelligenten Messsystems, bzw. Smart Meter.

Für den Betrieb eines intelligenten Messsystems darf der Messstellenbetreiber bis zu 100 € im Jahr berechnen, hinzu kommen die Kosten der Steuerbox. Machen Sie daher vor dem Tarifwechsel eine umfängliche Kostenanalyse, um zu erfahren, ob Sie unterm Strich wirklich von Wärmestrom profitieren.

Verbrauch Ihrer Wärmepumpe

Je nachdem wie hoch Ihr Jahresverbrauch ausfällt, ist der Tarifwechsel mehr oder weniger lohnenswert. Grundsätzlich gilt: Je höher der Bedarf an Wärmestrom, desto eher lohnt sich der Wechsel.

Welcher Stromanbieter?

Um den idealen Wärmepumpen-Stromanbieter zu finden, sollten Sie diese vergleichen und dabei die folgenden Dinge beachten:

  • Achten Sie auf eine verbraucherfreundliche Laufzeit, Kündigungsfrist und Kündigungsbedingungen
  • Weil die Postleitzahl nicht immer zur richtigen Tarifberechnung ausreicht, sollten Sie sich ein persönliches Preisangebot einholen
  • Beziehen Sie die Preisgarantie nicht als wichtigsten Faktor ein

Dies sind einige der beliebtesten Wärmepumpenstrom-Anbieter in 2022:

  • Grünwelt Wärmestrom
  • Vattenfall Sales
  • Yello Strom
  • Stadtwerke München
  • Turbine Energie
  • enviaM
  • Gut & Grün
  • EnBW Energie
  • Lechwerke

Fazit

Eine gelbe Glühbirne mit schwarzem Haken

Der Wärmepumpentarif ist eine Möglichkeit noch günstiger zu heizen. Ein günstiger Tarif sorgt auf lange Sicht auch für eine schnellere Amortisation der relativ hohen Anschaffungskosten der Wärmepumpe.

Unterm Strich lohnt sich ein zusätzlicher Tarif für ca. 80 %der Wärmepumpen-Besitzer. Sie sollten jedoch sicherstellen, dass Sie alle Kostenfaktoren wie die geografische Lage und Stromzählerkosten in der Rechnung berücksichtigen.

Eine weitere Möglichkeit Kosten zu sparen ist eine Photovoltaikanlage. Während Ihre Wärmepumpe durch den günstigeren Wärmepumpenstrom versorgt wird, können Sie mit einer PV-Anlage den Haushaltsstrom abdecken. Durch diese Aufteilung beziehen Sie Ihre Energie maximal klimaneutral und sparen auch noch Geld.

Bei Enpal können Sie eine Solaranlage ohne Anschaffungskosten mieten. Nach 20 Jahren Laufzeit bekommen Sie diese dann für einen symbolischen Euro geschenkt. Und das Beste: Enpal übernimmt die Installation, Wartung und Versicherung vollumfänglich.

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