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Die Kosten einer Luft-Wärmepumpe im Überblick

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Wussten Sie, dass man mit einigen Heizsystemen nicht nur etwas Gutes für die Umwelt tut, sondern dabei auch noch richtig sparen kann? Mit der Luft-Wärmepumpe ist genau das möglich. Wie viel eine Luft-Wärmepumpe in der Anschaffung und im Betrieb kostet und worauf Sie vor dem Kauf achten müssen, erfahren Sie hier.

Das Wichtigste zu Kosten und Aufwand von Luft-Wärmepumpen vorab
  • Anschaffung und Installation: 12.000 € - 17.000 €
  • Betriebskosten (Kleinfamilie): ca. 1.000 € - 1.400 € pro Jahr
  • Wartung: 100 € - 200 € pro Jahr
  • Installationsaufwand: gering
  • Bürokratischer Aufwand: keine Genehmigung notwendig
  • Durchschnittliche JAZ: 3 - 4
  • Luft-Wärmepumpe: Das sind die Kostenpunkte

    Generell lassen sich die Kosten einer Luft-Wärmepumpe in drei große Kategorien aufteilen:

    1. Anschaffung
    2. Installation
    3. Betrieb und Wartung

    Wie hoch die Kosten innerhalb dieser Kategorien ausfallen, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab. Wichtig zu verstehen ist, dass es zwei unterschiedliche Typen von Luft-Wärmepumpen gibt. Beide entziehen zunächst ihrer Umgebungsluft die eingespeicherte Wärmeenergie und wandeln diese anschließend in Energie für die Erhitzung von Heizung und Warmwasserbereitung um. Wie genau dieser Vorgang abläuft und was Sie grundsätzlich zu einer Luft-Wärmepumpe wissen müssen, können Sie in unserem Überblicksbeitrag zu Luft-Wärmepumpen nachlesen.

    Wo liegt nun also der Kernunterschied bei den beiden Wärmepumpentypen? Ganz einfach: Der Transportweg für die Wärmeenergie ist anders. Während eine Luft-Luft-Wärmepumpe über eine Lüftungsanlage Wärme in die Wohnräume leitet, geschieht das bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe mithilfe eines Heizkreislaufs. Bei einer Luft-Luft-Wärmepumpe sind also keine Heizkörper notwendig. Allerdings ist dieser Typ nur bei einer umfangreichen Dämmung des Gebäudes wirklich effizient. In Deutschland kommen daher vor allem Luft-Wasser-Wärmepumpen zum Einsatz.

    Anschaffungs- und Installationskosten

    Wenn auch Sie sich überlegen, eine Luft-Wärmepumpe bei sich zuhause zu installieren, dann kommen zu Anfang die folgenden Kosten auf Sie zu: Installation und Erschließung (inkl. Anschaffung).

    Erschließungskosten bezeichnen die Kosten, welche für den Aufbau und die notwendigen Vorarbeiten aufgebracht werden müssen. Da bei Luft-Wärmepumpen jedoch keine Erdarbeiten anfallen, hält sich der Kostenpunkt in Grenzen. Es fällt in der Regel hier nur der reine Kaufpreis des Geräts an. Der Punkt „Installation“ beschreibt die Kosten für den Installateur.

    Luft-Wasser-Wärmepumpe Luft-Luft-Wärmepumpe
    Erschließung 9.000 € - 13.000 € 10.000 € - 11.000 €
    Installation 3.000 € - 4.000 € 3.000 € – 4.000 €
    Gesamt 12.000 € - 17.000 € 13.000 € - 15.000 €

    Betriebskosten

    Betriebskosten Icon

    Wärmepumpen gewinnen generell bis zu 75 % der benötigten Energie aus der natürlichen Umgebung. So auch Luft-Wärmepumpen. Die Betriebskosten ergeben sich somit aus den Wartungskosten, welche mit 100 € bis 200 € besonders gering ausfallen, sowie den Stromkosten.

    Achtung: Wenn Sie sich für eine Wärmepumpe entschieden haben, um einen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten, dann achten Sie unbedingt auf einen sauberen Stromtarif. Nur wenn auch die Energiequelle Ihrer Stromzufuhr nachhaltig ist, ist Ihre Wärmepumpe grün. Noch mehr Kontrolle hinsichtlich Nachhaltigkeit und Unabhängigkeit von den lokalen Energieversorgern erreichen Sie durch eine eigenen Photovoltaikanlage.

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    Um eine erste Einschätzung über realistische Stromkosten Ihrer Wärmepumpe zu treffen, können Sie sich an dieser Formel orientieren:

    (Gesamtwärmebedarf / JAZ) x Kosten pro kWh = Stromkosten Luft-Wärmepumpe

    JAZ entspricht dabei der Jahresarbeitszahl und bezeichnet die Effizienz des Geräts. Sie finden die Jahresarbeitszahl in der Packungsbeilage.

    Ein Beispiel: Familie Schrader möchte ihr Haus mit 130 qm Wohnfläche mit einer Wärmepumpe mit einer JAZ von 3,2 beheizen. Der Gesamtenergiebedarf beträgt 15.000 kWh. Sie haben einen Wärmepumpen-Ökostromtarif von 30ct pro kWh.

    Stromkosten: (15.000/ 3,2) x 0,3 = ca. 1.400 €

    Das ist Familie Schrader allerdings noch zu teuer. Sie beschließen, gezielte Sanierungen für eine Erhöhung des Dämmungsgrads des Hauses vorzunehmen. Dadurch können Sie die JAZ auf 3,7 verbessern. Auch einigen sie sich auf gewisse Stromsparmaßnahmen, wodurch der Jahresbedarf auf 13.000 kWh reduziert wird.

    Stromkosten: (13.000/ 3,7) x 0,3 = ca. 1.050 €

    Noch günstiger ist eine Verbindung der Wärmepumpe mit einer Photovoltaik-Anlage. Denn selbst gewonnenen Strom müssen Sie nicht bezahlen! Sparen Sie sich die Anschaffungskosten durch ein einfaches Mietmodell und profitieren Sie so gleich in mehrfacher Hinsicht.

    Sie möchten herausfinden, ob sich eine PV-Anlage auch für Ihr Haus lohnt und benötigen eine konkrete Kosteneinschätzung? Hier können Sie sich beraten lassen: Unverbindliche Anfrage schicken

    In diesem Kontext ist eine Sache wichtig zu erwähnen: Einen Wärmepumpen-Stromtarif können Sie nur nutzen, wenn der Stromverbrauch Ihrer Wärmepumpe über einen separaten Stromzähler läuft. Wenn Sie für den Betrieb Ihren selbst erzeugten Solarstrom nutzen wollen, dann muss Ihre Wärmepumpe über denselben Zähler laufen. Ist einmal nicht genug Solarstrom vorhanden, dann müssen Sie auf externen, herkömmlichen Strom zugreifen, der in der Regel etwas teurer ist.

    Luft-Wärmepumpe vs. traditionelle Heizungssysteme

    Luftwärmepumpe neben einer Heizung mit Haus im Hintergrund

    Wärmepumpen sind in aller Munde. Dennoch heizt der Großteil Deutschland noch immer mit fossilen Brennstoffen. Dabei werden die Vorteile von Luft-Wärmepumpen im Vergleich zur konventionellen Heizung besonders ersichtlich.

    Luft-Wärmepumpe im Vergleich zu Gasheizungen

    Der Vorteil einer Gasheizung ist, dass sie einfach zu regeln, anspruchslos und robust ist. Doch gerade Anfang bis Mitte 2022 hat sich gezeigt, wie unsicher Gasheizungen hinsichtlich ihrer Energieversorgung und Preiskalkulation sein können.

    Luft-Wärmepumpen hingegen sind nicht an das Gasnetz angebunden. Sie gewinnen einen Großteil der benötigten Energie aus ihrer natürlichen Umgebung. Dabei nutzt die Wärmepumpe einen einfachen Verdichtungsprozess, um Wärme auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Im Vergleich zu Gasheizungen arbeitet sie auf einem niedrigeren Temperaturniveau. Die Vorlauftemperatur ist dadurch geringer, bei ausreichend Dämmung aber genauso effizient.

    Die Betriebskosten einer Luft-Wärmepumpe fallen um einiges geringer aus als die der Gasheizungen. Außerdem bieten Luft-Wärmepumpen mehr Planungssicherheit bei der Kostenkalkulation. Des Weiteren gehören sie zu den nachhaltigsten Heizsystemen und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

    Es ist zwar richtig, dass eine Erdgasheizung in der Anschaffung deutlich günstiger ist. Doch mittelfristig können Sie durch eine Luft-Wärmepumpe von deutlichen Kostenvorteilen profitieren, insbesondere wenn Sie die zahlreichen staatlichen Förderprogramme in Anspruch nehmen.

    Weitere Informationen zu den Kosten einer Gasheizung finden Sie hier: Gasheizung Kosten.

    Luft-Wärmepumpe im Vergleich zu Ölheizungen

    Wenn man sich die reinen Anschaffungskosten der Geräte ansieht, fallen deutliche Unterschiede auf. So bekommt man eine Ölheizung schon zwischen 6.000 € und 8.000 €. Geht es jedoch um die Betriebskosten, sind Luft-Wärmepumpen die eindeutigen Gewinner. Denn sie machen kostenfreie Wärme aus der Umgebung zum Heizen nutzbar.

    Mit einem Wärmepumpentarif lassen sich die Kosten weiter drücken. Noch besser ist die Verbindung mit einer eigenen Photovoltaikanlage.

    Unser Tipp: Mit dem Enpal-Rundum-Sorglos-Paket kümmern wir uns um die Installation, Versicherung, Wartung und Reparatur. Unverbindliche Anfrage schicken

    Während die durchschnittlichen Betriebskosten einer Luft-Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus zwischen ca. 1.000 € - 1.400 € pro Jahr liegen, muss man bei einem Heizölpreis von ca. 205 € für 100 Liter (Stand: März 2022) mit 4.100 € für die Füllung eines 2.000 Liter-Tanks rechnen.

    Betrachtet man also das große Ganze, lohnt es sich oft, eine Ölheizung durch eine Wärmepumpe auszutauschen – auch wenn die Anschaffungskosten zunächst höher sind. Mithilfe staatlicher Förderungen sind diese kein Hindernis mehr.

    Wann lohnt sich eine Luft-Wärmepumpe?

    Luftwärmepumpe mit Fragezeichen

    Wann sich etwas lohnt und wann nicht, ist immer abhängig von verschiedenen, sehr individuellen Gesichtspunkten. Dabei spielen vor allem der persönliche Stromverbrauch, die Beschaffenheit des Gebäudes, die Effizienz der Pumpe und der Anschaffungspreis eine wichtige Rolle.

    Luft-Wärmepumpen rentieren sich auf lange Sicht in den allermeisten Fällen. Insbesondere dank attraktiver, staatlicher Förderung. Dadurch amortisieren sich die Anschaffungskosten schon nach wenigen Jahren. Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind alle staatlichen Förderprogramme zusammengefasst. Das beinhaltet sowohl zinsgünstige Kreditangebote der KfW sowie Unterstützungen durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

    Aufgrund der hohen Fördermaßnahmen durch die Bundesregierung ist die Kosten-Differenz zwischen Wärmepumpe und Gasheizung gar nicht mehr so groß. Sollten Sie Ihre bestehende Gasheizung gegen eine Wärmepumpe austauschen wollen, bekommen Sie sogar bis zu 45 % der Gesamtkosten erstattet.

    Denken Sie auch dran, dass Heizungen, die fossile Brennstoffe benötigen, Auslaufmodelle sind. Nur noch bis Ende 2025 dürfen Ölheizungen eingebaut werden. Außerdem wird die CO₂-Steuer von stufenweise erhöht.

    Was beim Neubau in den meisten Fällen ohnehin Standard ist, sollten sich also auch Besitzer von Altbau-Gebäuden überlegen. Durch eine Anpassung des Dämmungszustands und einer in der Folge höheren JAZ können nämlich auch hier Wärmepumpenheizungen zu großen Kosteneinsparpotenzialen führen.

    Preisvergleich: Luft-Wärmepumpen vs. Grundwasser und Erdwärme
    Neben Luft-Wärmepumpen gibt es auch Wärmepumpen, die ihre Energie entweder aus dem Erdreich oder dem Grundwasser beziehen. Die anderen beiden Typen sind hinsichtlich der Energiegewinnung zwar etwas effizienter, jedoch sind für die Installation zunächst umfangreiche Erdarbeiten notwendig. Und diese sind teuer. Luft-Wärmepumpen sind darüber hinaus auch einfacher zu installieren.

    Welcher Typ für Sie der richtige ist, sollten Sie aber weder an der reinen Effizienz noch an den Anschaffungskosten festmachen. Lassen Sie sich im Zweifel beraten und ermitteln Sie Ihren individuellen Heizbedarf. Fest steht, dass Luft-Wärmepumpen die Preisgewinner in der Anschaffung sind.

    Wenden Sie sich bei Rückfragen am besten an einen Fachbetrieb. Schließlich möchten Sie Ihre Wärmepumpe mindestens 20 Jahre lang effizient einsetzen.

    Zusammengefasst sind Luft-Wärmepumpen hinsichtlich ihrer niedrigen Betriebskosten besonders vorteilhaft. Mit einer eigenen PV-Anlage können Sie dies sogar noch weiter reduzieren. Wenn Ihnen aber die Anschaffungskosten einer Solaranlage zu hoch erscheinen, empfehlen wir Ihnen, sich mit dem Mietmodell auseinanderzusetzen.

    Wenn Sie eine Solaranlage mieten, werden sämtliche Schritte für Sie übernommen. Somit müssen Sie sich um die Planung, Finanzierung, Installation, Versicherung, Reparatur und Wartung nicht mehr kümmern. Mehr erfahren.

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