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Grünstrom - Die wichtigsten Tipps und Anbieter in 2020

Eine grüne Weltkugel mit grünem Stromstecker und gelbem Blitz vor grünem Hintergrund
Momentan nutzen über 10 Millionen Haushalte und Gewerbetreibende in Deutschland Grünstrom. Von Jahr zu Jahr wechseln immer mehr Menschen zu Grünstrom Anbietern, weil sie nachhaltiger Leben wollen und die Energiewende vorantreiben möchten. Ein Trend, der sich seit „Fridays for Future“ nur noch verstärkt. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, was genau Grünstrom ist, welche Möglichkeiten Sie haben, ihn zu nutzen und was Sie unbedingt beachten sollten. Außerdem haben wir für Sie einen Vergleich der wichtigsten Anbieter erstellt, um Sie bei der Auswahl zu unterstützen.

Grünstrom – Definition und Möglichkeiten der Nutzung

Ein Windkraftrad und Solaranlagen in der Natur, die unser Grünstrom symbolisieren
Obwohl es in Deutschland keine rechtlich bindende Definition gibt, gilt Grünstrom (auch Ökostrom oder Naturstrom genannt) generell als Elektrizität, die aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt wurde. Bekannte Beispiele erneuerbarer Energieträger sind Solarenergie, Windenergie und Wasserkraft. Wer die Nachhaltigkeit unterstützen und den sauberen Strom nutzen möchte, hat generell zwei Möglichkeiten:
Beide Optionen sind sehr effektiv, um den eigenen Stromverbrauch nachhaltiger zu gestalten, doch unterscheiden sie sich maßgeblich voneinander. Beispielsweise zahlen Haushalte bei externem Strom pro verbrauchter kWh, bei einer PV-Anlage hingegen zahlen Eigenheimbesitzer für die Anlage selbst. Somit erkauft man sich also quasi die Möglichkeit, den eigenen Strom zu produzieren. Den Solarstrom selbst können Haushalte dann kostenlos nutzen.

Wer sich für eine Solaranlage interessiert, hat die Möglichkeit, eine PV-Anlage zu kaufen oder sie zu mieten. In diesem Artikel haben wir für Sie beide Optionen gegenübergestellt: Solaranlage kaufen oder mieten? Und wenn Sie mehr erfahren möchten, können Sie hier eine Anfrage stellen und sich kostenlos beraten lassen: Solarcheck

Wer hingegen externen beziehen möchte, findet im deutschen Markt derzeit rund 10.000 Angebote, die aufgrund mangelnder Transparenz kaum voneinander zu unterscheiden sind. Dies kann ganz schön verwirrend sein. Geringe Preise und irreführende Werbung führen zudem leider auch dazu, dass unseriöse Unternehmen vom Trend profitieren, ohne tatsächlich echten Ökostrom zu produzieren. Viele Stromkonzerne betreiben nämlich durch das Grünstrom Angebot nur sogenanntes „Greenwashing“ und leisten dabei gar keinen Beitrag zur Energiewende. Im nächsten Abschnitt gehen wir auf das Greenwashing ein und zeigen Ihnen, wie Sie seriöse, „echte“ Grünstrom Anbieter identifizieren können.

Greenwashing und Etikettenschwindel beim Grünstrom

Eine Sammlung an grauen Energiekraftwerken mit Rauch, ein gelbes Feld im Vordergrund und eine grüne Malerrolle, die die Kraftwerke grün überpinselt. Dies soll das Greenwashing in der Grünstrom Industrie symbolisieren.
Wenn ein Haushalt zu einem Grünstrom Anbieter wechselt, dann will er in den meisten Fällen einen direkten Beitrag zur Energiewende und zur CO2-Reduktion leisten. Leider ist dies nicht immer so einfach machbar. Das Stromnetz ist nämlich so aufgebaut, dass Haushalte ihren Strom stets durch die nächstgelegene Quelle beziehen. Wenn Sie also einen Ökostrom Anbieter wählen, der den Strom nicht direkt bei Ihnen in der Nähe erzeugt, bekommen Sie stattdessen den Strom des nächsten Kraftwerks – auch wenn es sich hierbei um ein Kohle- oder Atomkraftwerk handelt. Wenn Sie aber den richtigen Anbieter wählen, dann leisten Sie mit Ihrem Ökostrom Vertrag trotzdem einen Beitrag zur Energiewende.

Im Markt gibt es zwei Arten der Grünstrom Anbieter:

Auf der einen Seite gibt es Anbieter, die ausschließlich erneuerbare Energie produzieren und einspeisen sowie die Energiewende aktiv vorantreiben. Diese Anbieter zu unterstützen bedeutet einen Ausbau genau dieser Energiequellen (z. B. Windräder und Photovoltaik). Wenn Sie zu einer dieser Anbieter wechseln, dann beziehen Sie zwar immer noch den Strom Ihres nächstgelegenen Kraftwerks, doch finanzieren den reinen Grünstrom Anbieter, der den Naturstrom ins Netz einspeist. Dadurch erhöht sich einerseits der Anteil des Ökostroms im deutschen Netz und andererseits installiert dieser Anbieter nach und nach immer mehr Windkrafträder und PV-Anlagen. So werden fossile Stromkonzerne mittelfristig vom Markt verdrängt.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch leider auch Stromkonzerne, die weiterhin Kohle- und Atomstrom produzieren und Grünstrom nur als Image Verbesserung anbieten. Um Grünstrom anbieten zu können, muss man nämlich lediglich nachweisen, dass Grünstrom produziert und eingespeist wurde. Wo, wann und inwiefern die erneuerbare Energie produziert und eingespeist wurde, ist dabei egal. Und diese Nachweise kann man kaufen. Nachhaltige Stromproduzenten in Norwegen oder Österreich produzieren ohnehin schon eine Menge Ökostrom und weil deren Ökostrom-Quote so hoch ist, können sie den Nachweis der Produktion an deutsche Stromkonzerne verkaufen, ohne dass es jemanden kümmert. Dadurch wird der deutsche „Graustrom“ zu Grünstrom umdeklariert und weiterhin ins Netz eingespeist. Der ausländische Grünstrom verliert zwar seine grüne Eigenschaft, aber das ist dort nicht weiter relevant. Wer umdeklarierten Grünstrom kauft, der sorgt also nicht dafür, dass Graustrom aus dem Netz verdrängt wird.

Viele sehen dieses Vorgehen als Etikettenschwindel und Betrug an, denn wer die Energiewende in Deutschland unterstützen möchte, finanziert trotzdem oft unwissentlich weiterhin Kohle und Co.

Kriterien für „echte“ Grünstrom Anbieter

Windkrafträder und Solaranlage in der Natur mit Checklistensymbol, die Grünstrom Kriterien symbolisieren
Um bei der Auswahl eines Anbieters nicht aus Versehen an einen „Etikettenschwindler“ zu geraten, sollten Sie Ihre Anbieter nach den folgenden Kriterien auswählen:
Als namhafte und anerkannte Grünstrom Siegel gelten „ok Power“, „Grüner Strom“ oder „TÜV-Süd Erzeugung EE“. Obwohl diese Siegel alle etwas unterschiedliche Kriterien haben, können Sie sich zumindest sicher sein, dass ein Anbiete mit diesem Siegel den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland unterstützt. Um z. B. von „Grüner Strom“ ausgezeichnet zu werden, müssen Anbieter zwischen 0,1 und 0,5 Cent pro verkaufter kWh in den Ausbau erneuerbarer Energien investieren. Anbieter, die durch „ok Power“ ausgezeichnet werden, haben zudem auch keine Beteiligung an Braun- oder Steinkohle Kraftwerken.

Unser 2020 Grünstrom Anbieter Vergleich

Ein Windkraftrad mit blauem Himmel und freiem Feld mit drei grünen Blatt Symbolen, die Grünstrom symbolisieren

Echte Anbieter

Greenpeace Energy

Auszeichnungen und Grünstrom Siegel vom Grünstrom Anbieter Greenpeace Energy
Als einer der best bewerteten Grünstrom Anbieter fördert Greenpeace Energy den Bau neuer Ökokraftwerke, investiert in ökologisch ausgerichtete Versorgungskonzepte und setzt sich ebenfalls politisch für die Energiewende ein. Der Grünstrom wird darüber hinaus regelmäßig durch unabhängige Gutachter auf die Einhaltung der Greenpeace Deutschland e. V. Kriterien für sauberen Strom kontrolliert.

Als nicht profitorientierte Ökoenergiegenossenschaft mit mehr als 26.000 Mitgliedern widmet sich Greenpeace Energy gänzlich der Energiewende. Die Mitglieder und gleichzeitig auch Kunden sind Mitbesitzer der Genossenschaft und bestimmen durch Vetreterversammlung über den Kurs und die Prioritäten bei der Energiewende mit.

Greenpeace Energie bietet zwei verschiedene Grünstrom Varianten an. Ökostrom aktiv wird aus Wind- und Wasserkraft gewonnen, liegt preislich bei 29,80 Cent pro kWh und ist besonders transparent, da alle Lieferantenkraftwerke öffentlich einsehbar sind. Wer sich für Solarstrom Plus entscheidet, unterstützt darüber hinaus aktiv den Ausbau der erneuerbaren Energien. Dieser Grünstrom besteht nämlich zusätzlich aus 10 % Solarstrom aus Braunkohle Gebieten und zudem wird auch 1 Cent/kWh in den Ausbau von Solaranlagen in Braunkohlerevieren sowie in politische Arbeit investiert. Somit können Sie mit diesem Grünstrom die fossilen Energiekonzerne aktiv verdrängen. Der Preis für Solarstrom Plus liegt bei insgesamt 31 Cent/kWh.

EWS Schönau

Auszeichnungen und Grünstrom Siegel vom Grünstrom Anbieter EWS Schönau
EWS Schönau ist eine Bürgerinitiative mit dem Ziel unabhängigen, bürgereigenen Grünstrom für Deutschland zu produzieren. Der Ökostrom stammt zu 100 % aus erneuerbaren Energien von unabhängigen Anlagen, an denen keine Kohle- oder Atomkonzerne direkt oder indirekt beteiligt sind. Außerdem fördert EWS Schönau Energiewende-Aktivitäten von Umweltverbänden, Energie-Genossenschaften, ökologische, bürgereigene Kraftwerke sowie Bildungs- und Aufklärungsprojekte. Der Preis pro kWh ist 29,20 Cent und der monatliche Grundpreis liegt bei 9,95 €.

Die EWS versorgen 210.000 Kunden in ganz Deutschland mit zertifiziertem Ökostrom aus 100 % Erneuerbaren Energien, Gas und Biogas. Als Genossenschaft mit über 8.000 Mitgliedern verbinden sie Ökonomie mit gesellschaftlicher Teilhabe. In Schönau betreiben sie das Strom- und Gasnetz. Mit dem Ausbau von regenerativer Stromerzeugung, hocheffizienten Nahwärme-Netzen und Mieter-Stromprojekten arbeiten die EWS an der dezentralen Energiewende und entwickeln mit Blick auf die Zukunft digitale Lösungen für eine dezentrale und bürgernahe Stromversorgung auf der Basis von Erneuerbaren Energien. Darüber hinaus unterstützen die EWS mit ihrem Förderprogramm jedes Jahr Menschen und Projekte, die sich für den Klimaschutz und die Energiewende einsetzen. Der Preis pro kWh liegt bei 29,20 Cent.

Die Bürgerwerke

Auszeichnungen und Grünstrom Siegel vom Grünstrom Anbieter EWS Schönau
Als Zusammenschluss von über 90 lokalen Energiegenossenschaften und mehr als 15.000 Menschen, wollen die Bürgerwerke die Energiewende gemeinsam voranbringen. Ihr Ziel ist es, regionalen und unabhängigen Naturstrom aus Bürgerhand bundesweit verfügbar zu machen und die fossilen Energieträger aus dem Markt zu drängen.

Über die Jahre haben die Bürgerwerke zahlreiche Preise gewonnen, z. B. den Genossenschaftspreis, den Deutschen Solarpreis und den Next Economy Award, den Nachhaltigkeitspreis und den Deutschen Engagementpreis. Pro kWh zahlen Kunden hier einen relativ günstigen Arbeitspreis von etwa 28 Cent, wobei die Grundgebühr pro Monat mit 11,90 € etwas höher liegt.

Zusätzlich bieten die Bürgerwerke die Versorgung mit BürgerÖkogas an. Das dafür verwendete Biogas wird aus organischen Abfällen gewonnen, die bei der Verarbeitung von Zuckerrüben anfallen.

Andere Anbieter

Grünwelt / Stromio

Auszeichnungen und Grünstrom Siegel vom Grünstrom Anbieter Grünwelt
Grünwelt ist ein Tochterunternehmen des Stromkonzerns Stromio und gehört zu den Anbietern mit den meisten Suchanfragen im Internet. Zwar bietet dieser Anbieter 100 % Grünstrom an, hat jedoch noch bis vor einen paar Jahren auch noch Strom aus Atomenergie und fossilen Rohstoffen gewonnen. (Quelle)

Grünwelt fördert tatsächlich den Ausbau erneuerbarer Energien und wird jährlich durch TÜV Nord geprüft. Dabei gilt der Naturstrom von Grünwelt als eines der günstigsten im Markt. Vorsicht jedoch, denn im zweiten Vertragsjahr kommt es Berichten zufolge oft zu unerwarteten, drastischen Preiserhöhungen. (Quelle) Grünwelt verfügt außerdem über keine Grünstrom Siegel wie „ok Power“, „Grüner Strom“ oder „TÜV-Süd Erzeugung EE“. Darüber hinaus unterstützt er auch nicht in dem Maße wie andere Grünstrom Anbieter den Ausbau erneuerbarer Energien. Daher zählt er in unserem Vergleich nicht zu den Top-Anbietern.

Aldi Grünstrom / 123 Energie

Der wohl bekannteste Grünstrom Anbieter in Deutschland ist Aldi bzw. 123 Energie. Dies liegt zum großen Teil daran, dass 123 Energie als reine Online-Marke in den sozialen Medien und als Blog im Netz überall präsent ist. Aldi Grünstrom bzw. 123 Energie sind Marken der Pfalzwerke, ein Energiekonzern, der in 2019 fast 60 % seines Stroms aus fossilen Energiequellen und Atomkraft gewonnen hat (Quelle). Bei Aldi Grünstrom und 123 Energie handelt es sich also um Marken, die ihr grünes Image unter anderem durch den Kauf von Herkunftszertifikaten erreichen und damit in diesem Sinne nicht zu den „echten“ Grünstrom Anbietern gehören (Quelle).

Fazit und Empfehlung

Ein Windkraftrad und Solaranlagen in der Natur mit einem grünen Haken, die unser Grünstrom Fazit symbolisieren
Wie Sie sehen, ist der Vergleich zwischen Grünstrom Anbietern nicht einfach. Viele Anbieter kaufen sich im Ausland Herkunftsnachweise ein und können somit Ihren Graustrom aus fossilen Energieträgern oder der Atomenergie als Grünstrom umdeklarieren. Achten Sie also unbedingt auf unsere Kriterien für „echte“ Grünstrom Anbieter und auf die anerkannte Grünstrom Siegel. Wichtig bei der Auswahl ist außerdem, dass der Anbieter den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland aktiv vorantreibt und somit die Kohle- und Atomkonzerne aus dem Markt verdrängt.

Unsere Empfehlung:

Eine gelbe Glühlampe mit schwarzem Haken, die unsere Emfehlung begzüglich des Grünstroms smybolisieren
Wechseln Sie zu einem „echten“ Grünstrom Anbieter und produzieren Sie dazu noch Ihren eigenen Grünstrom. Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach haben Sie die volle Kontrolle darüber, wo Ihr Strom wirklich herkommt und nutzen 100 % emissionslosen Solarstrom. Außerdem sparen Sie durch Ihre eigenen PV-Anlage Stromkosten, die sich über die Jahre auf mehrerer Tausend Euro belaufen.

Falls Sie die Anschaffungskosten von 8.000 € bis 12.000 € nicht zahlen können oder möchten, bietet Ihnen Enpal die Möglichkeit der Miete an. Somit bekommen Sie Ihre Solaranlage ohne Anschaffungskosten. Für einen monatlichen Betrag ab 49 € übernimmt Enpal im Komplett-Service-Paket die Planung, Installation, Versicherung, Wartung und Reparatur. Dazu sind Sie auch noch durch die Rundum-Sorglos-Garantie abgesichert.

Am Ende der Mietzeit bekommen Mieter bei Enpal die PV-Anlage für einen symbolischen Euro geschenkt und können sie so lange sie möchten kostenfrei weiter nutzen. Während Sie mit Ihrer Solaranlage langfristig zwischen 10.000 € und 20.000 € an Stromkosten einsparen können Sie darüber hinaus noch Geld dazuverdienen. Überschüssigen Strom, den Sie nicht nutzen, können Sie ins Netz einspeisen und erhalten dafür vom Netzbetreiber eine Vergütung. So können Sie zum einen Ihren eigenen, „echten“ Grünstrom unabhängig produzieren und profitieren zum anderen auch noch finanziell. Wenn Ihre Solaranlage bei einer dichten Wolkendecke oder im Winter Ihren Strombedarf nicht gänzlich deckt, beziehen Sie einfach mit guten Gewissen zusätzlich externen Grünstrom von Ihrem Anbieter.

Machen Sie hier den Solarcheck und prüfen Sie, ob sich eine Solaranlage für Sie lohnt:
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