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Ist Ökogas sinnvoll? Dies sind die besten Anbieter.

Ökogas Icon vor einem Haus

Ökogas ist einer von vielen Wegen seinen ökologischen Fußabdruck zu verbessern. Inzwischen wird Ökogas von zahlreichen Versorgern angeboten und ist in ganz Deutschland verfügbar. Vor Abschluss eines neuen Gas-Tarifs sollten Sie aber einige Dinge beachten, denn Ökogas ist nicht immer gleich Ökogas.

Wir haben für Sie die wichtigsten Infos rund ums Thema Ökogas zusammengestellt. Welche Anbieter und welche Tarife helfen wirklich dem Klimawandel entgegenzuwirken? Und worauf sollten Sie besonders achten?

Was ist Ökogas? 

Ökogas Icon

Ökogas ist eine Alternative zu konventionellem Erdgas, bei dem es zu einem geringeren CO2-Ausstoß kommt. Es handelt sich dabei entweder um reines Erdgas oder oftmals um ein Gasgemisch.

Klimafreundliches Gas kann auf drei verschiedene Wege erzeugt werden:

  • Beimischung von Biomethan
  • CO2-Kompensation durch Klimaschutzmaßnahmen
  • Beimischung von grünem Wasserstoff (Power-to-Gas)

Obwohl Ökogas in der Regel klimafreundlicher ausfällt, ist der Begriff nicht rechtlich geschützt. Daher gibt es keine Standards, die Gastarife erfüllen müssen, um den Titel tragen zu können.

Ist Ökogas gleich Biogas? 

Wer über eine klimafreundlichere Gasversorgung nachdenkt, stolpert häufig über diese Begriffe. Was bedeuten sie also genau und wie grenzen sie sich voneinander ab?

Bei Ökogas handelt es sich wie oben beschrieben um die klimafreundlichere Variante von Erdgas. Wie genau dieser Klimaschutzfaktor zustande kommt, ist im Namen nicht beschrieben. Diese Informationen können Sie dem entsprechenden Ökogas-Tarif entnehmen.

Biogas ist ein Gasgemisch, das durch die natürliche Zersetzung von Biomasse unter Luftabschluss entsteht. Grundlage für die Biogaserzeugung kann z. B. Gülle, Bioabfälle oder Energiepflanzen sein.

Was ist nachhaltiges Gas? 

Entscheiden Sie sich für einen Hersteller, der Sie mit herkömmlichem Erdgas versorgt, die CO2-Emission jedoch durch Klimaschutzprojekte kompensiert, handelt es sich um Klimagas.

Klimagas ohne Biogasanteil ist definitiv klimafreundlicher als herkömmliches Gas und gilt per se als nachhaltig, dafür schneidet es oft jedoch in zwei Punkten schlechter ab als andere Bio- oder Öko-Alternativen: Die CO2-Kompensation geht über die Menge des Gases nicht hinaus und mit diesen Tarifen wird der Ausbau erneuerbarer Energien meist nicht vorangetrieben.

Ist Ökogas klimaneutral?

Eine Waage mit Klima und Energie Icons

Ähnlich wie bei Ökostrom sollten Sie auch beim Ökogas zweimal hinschauen, bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden. Grundsätzlich sollten Sie die Kredibilität eines Anbieters über mehrere Quellen prüfen und sich nicht blind auf die Angaben von Vergleichswebseiten wie Verivox oder Check24 verlassen.

Die Verbraucherzentrale schätzt den tatsächlichen Beitrag zum Klimaschutz durch Ökogas häufig als gering bis gar nicht existent ein. Das liegt zum einen am Marketing, aber auch daran, dass der Begriff Ökogas wie schon beschrieben nicht genau definiert ist.

Dies sind die häufigsten Kritikpunkte für Ökogas:

Wirksamkeit des Kompensationsprogramms

Nicht jedes Programm zur Kompensation von CO2 ist gleichermaßen wirksam. Je nach Standard werden neben der Realisierung des Klimaschutzprojekts auch die langfristige Beständigkeit und der soziale Nutzen in den Mittelpunkt gestellt.

Wir empfehlen ausschließlich Klimagas, das CO2 entsprechend dem CDM Gold-Standard kompensiert.

Erzeugung des Biomethans

Das Angebot von Ökogastarifen mit Biomethan ist überschaubar, noch dazu steht Biogas schon seit Längerem in der Kritik, aus wertvollen Nahrungsmitteln Gas zu produzieren. Idealerweise wird das Gas aus Bioabfällen gewonnen. Leider allerdings deckt das Angebot von Bioabfällen nicht die Nachfrage nach Biogas in Deutschland.

Tarife, die Ökogas aus 100 % Biogas anbieten, kosten meist doppelt so viel wie ein herkömmlicher Erdgastarif.

Welche Gasanbieter sind zu empfehlen? 

Zwei Gasanbieter nebeneinander

Bei der Google-Suche nach „Ökogas“ werden Sie eine Menge Anbieter finden. Schnell wird Ihnen aber auffallen, dass alle günstigsten Tarife von den großen Energiekonzernen keinen Biomethan-Anteil haben und es sich dabei „nur“ um Klimagas handelt.

Möchten Sie eine wirklich nachhaltige Alternative, dann empfehlen wir Ihnen diese vier Anbieter:

Naturstrom Biogas

Die Ökogastarife von Naturstrom haben optional 10 %, 20 % oder 100 % Biogasanteil, der aus Abfallstoffen produziert wird. Außerdem wird für jede verbrauchte Kilowattstunde 0,1 Cent für den Bau neuer Öko-Energieanlagen eingesetzt.

Greenpeace Energy proWindgas

Das Ökogas von Greenpeace besteht zu 1 % aus Windgas (grünem Wasserstoff), zu mindestens 10 % aus Biogas und zu maximal 89 % aus Erdgas. Mit jeder Kilowattstunde unterstützen Sie darüber hinaus mit 0,4 Cent die Weiterentwicklung der Windgas-Technologie.

BürgerÖkogas

Das Ökogas der Bürgerwerke hat einen Biogasanteil von wahlweise 5 %, 10 % oder 100 %. Dabei stammt das Biogas ausschließlich aus organischen Reststoffen, die ohnehin anfallen. Es werden weder Energiepflanzen noch Produkte aus Tierhaltung eingesetzt. Für jede verbrauchte Kilowattstunde gehen 0,3 Cent an die Förderung des Klimaschutz-Engagements.

Polarstern Wirklich Ökogas

Der Ökogas-Tarif von Polarstern mit dem Namen „Wirklich Ökogas“ besteht aus 100 % aus Biogas. Dabei können Sie zwischen drei Varianten wählen:

  • „Ökogas Klassik“ wird aus Rest- und Abfallstoffen produziert.
  • „Ökogas Vegan“ wird aus pflanzlichen Rest- und Abfallstoffen produziert.
  • „Ökogas GEG“ erfüllt die Kriterien des Gebäudeenergiegesetzes und den Kriterienkatalog des dena Biogasregisters Deutschland.

Bei jedem Tarif werden 20 € pro Jahr und 0,21 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde in die weltweite Energiewende investiert.

Power-to-Gas

Power-to-Gas in einem Diagramm dargestellt

Power-to-Gas ist eine vielversprechende Technologie, die das Ökogas von morgen grüner machen könnte. Hierbei wird dem konventionellen Erdgas Wasserstoff beigemischt, der durch den überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde. Die CO2-Bilanz des ohnehin schon recht klimafreundlichen Gases wird dadurch noch besser. Außerdem gibt es hier nicht die Problematik der Herkunft, wie beispielsweise bei dem Biomethan.

Ein Problem liegt jedoch darin, dass überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien derzeit nur sehr begrenzt zur Verfügung steht. Die Power-to-Gas Methode wird aber als eine vielversprechende Technologie für die Zukunft angesehen.

Das Fazit

Eine Glühbirne, die das Fazit darstellt

Weil der Begriff Ökogas nicht einheitlich definiert ist, gibt es zahlreiche Anbieter, deren Ökogas-Tarife nur zu einem unwesentlichen Teil zum Klimaschutz beitragen. Wir empfehlen Ihnen daher Tarife, die einen hohen Biogasenteil aufweisen und noch dazu einen Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien leisten. Auch das Power-To-Gas-Konzept wird in Zukunft eine sehr attraktive Alternative bieten.

Darüber hinaus ist es nicht nur sinnvoll sein Gas grüner zu machen, denn der Strom wird im Rahmen der Energiewende zum wichtigsten Energielieferanten überhaupt. Mit einer eigenen PV-Anlage sind sie unabhängig von steigenden Strompreisen und tragen aktiv zum Klimaschutz bei.

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