
Das Laden zuhause ist die bequemste, günstigste und sicherste Möglichkeit, ein E-Auto zu versorgen: Abends das Elektroauto an die Wallbox anschließen und morgens mit vollem Akku losfahren. Wer zusätzlich eine Photovoltaikanlage nutzt, fährt sogar mit eigenem Solarstrom und spart noch mehr.
Doch welche Lademöglichkeiten gibt es noch? Braucht es wirklich eine Wallbox? Und was kostet das alles? Dieser Ratgeber liefert klare Antworten, von den Voraussetzungen über die Kosten bis hin zu Stromtarifen und rechtlichen Fragen.
Es gibt drei Möglichkeiten, ein E-Auto zuhause zu laden:
Diese Optionen unterscheiden sich deutlich in Ladegeschwindigkeit, Komfort und Sicherheit. Die folgende Übersicht zeigt, welche Lösung sich für welchen Einsatzzweck eignet:
Die Wallbox ist die sicherste, schnellste und effizienteste Lademöglichkeit für zuhause. Sie wurde speziell für das Laden von Elektroautos entwickelt und bietet zahlreiche Vorteile gegenüber normalen Steckdosen.
Die Vorteile und Nachteile einer Wallbox im Überblick:
Mit einer 11-kW-Wallbox lädt ein E-Auto mit 50-kWh-Akku in etwa 5 Stunden vollständig auf. Das reicht, um das Auto bequem über Nacht zu laden. Smarte Wallboxen bieten zusätzliche Funktionen: Sie lassen sich per App steuern, können den eigenen Solarstrom nutzen und passen die Ladeleistung automatisch an den Hausverbrauch an.
Wer zusätzlich eine Photovoltaikanlage besitzt, kann die Wallbox so einstellen, dass sie bevorzugt Solarstrom nutzt. So sinken die Ladekosten auf ein Minimum.
Gut zu wissen: Enpal bietet Wallboxen als Teil eines Komplettpakets mit PV-Anlage und Stromspeicher an. Die Installation ist inklusive, ebenso die Anmeldung beim Netzbetreiber.
Ja, technisch ist das Laden an einer normalen Haushaltssteckdose möglich, aber es ist nur als Notlösung geeignet. Schuko-Steckdosen sind nicht für stundenlange Dauerbelastung mit höheren Stromstärken ausgelegt. Bei der regelmäßigen Nutzung kann es zu einer Überhitzung der Kabel und Steckdose kommen und im schlimmsten Fall droht ein Kabelbrand. Daher raten wir ausdrücklich davon ab.
Ein weiterer Grund ist die Ladeleistung. Die Schuko-Steckdose liefert maximal 2,3 kW Ladeleistung. Für einen 50-kWh-Akku bedeutet das über 20 Stunden Ladezeit.
Das Laden an einer Starkstromsteckdose (CEE-Steckdose) ist sicherer und schneller als an der Haushaltssteckdose, aber keine optimale Dauerlösung. Mit einer CEE16-Steckdose (3,7 kW) oder einer CEE32-Steckdose (11 kW) verkürzt sich die Ladezeit deutlich.
Voraussetzung ist jedoch eine fachgerechte Installation und Absicherung durch einen Elektriker. Komfortfunktionen wie Lastmanagement oder PV‑Überschusssteuerung fehlen meist, sodass CEE eher als Übergangslösung dient.
Starkstrom kann als Übergangslösung dienen, etwa wenn die Wallbox noch auf sich warten lässt. Langfristig ist eine fest installierte Wallbox die bessere Wahl.
Das Laden eines Elektroautos zuhause kostet je nach Stromquelle zwischen 5 und 40 Cent pro Kilowattstunde. Damit ist das Laden zuhause deutlich günstiger als an öffentlichen Ladestationen, wo oft 40–70 Cent/kWh fällig werden.
Die folgende Tabelle zeigt die Kosten pro Kilowattstunde für verschiedene Lademöglichkeiten:
Eine 11-kW-Wallbox kostet mit Installation durchschnittlich zwischen 800 € und 3.000 €. Der Preis setzt sich aus der Hardware und den Installationskosten zusammen.
Die Installationskosten variieren je nach Aufwand. Befindet sich der Sicherungskasten nah am Stellplatz, bleibt es bei wenigen hundert Euro. Müssen längere Leitungen verlegt oder der Hausanschluss verstärkt werden, steigen die Kosten entsprechend.
Gut zu wissen: Die Enpal Wallbox ist Teil des Enpal Energiesystems und lässt sich zusammen mit einer Photovoltaikanlage und Stromspeicher als Komplettpaket beziehen. Installation, Anmeldung beim Netzbetreiber und Service sind dabei inklusive.
Eine Wallbox amortisiert sich bei durchschnittlicher Nutzung in etwa 2–3 Jahren. Die Ersparnis ergibt sich aus den günstigeren Ladekosten zuhause im Vergleich zu öffentlichen Ladesäulen.
Wer viel fährt, erreicht die Amortisation noch schneller. Bei 20.000 km pro Jahr verkürzt sich die Zeit auf etwa 2 Jahre mit Netzstrom und 1,5 Jahre mit Solarstrom. Nach der Amortisation spart die Wallbox jedes weitere Jahr bares Geld.
Eine vollständige Ladung zuhause kostet je nach Stromquelle zwischen 2,50 € und 16 €, während dieselbe Ladung an öffentlichen Schnellladesäulen schnell 25–35 € kosten kann. Der Unterschied summiert sich über das Jahr auf mehrere hundert Euro.
Beispielrechnung: Familie Müller (15.000 km/Jahr, 17 kWh/100km Verbrauch)
Ersparnis mit Wallbox + PV gegenüber:
Der durchschnittliche Jahresverbrauch eines Elektroautos liegt zwischen 1.800 und 3.000 kWh, basierend auf einem Verbrauch von 15-20 kWh/100km und eine jährliche Fahrleistung von 12.000 - 15.000 km. Die genauen Werte hängen stark vom Modell des Fahrzeuges1 und dem individuellen Fahrverhalten ab.
Das Laden Zuhause kann einem etwa 486 € pro Jahr einsparen.
1Ein Fiat 500e verbraucht im Test ca. 15,9 kWh/100 km. Ein Tesla Model Y benötigt ca. 15,7 kWh/100 km. Der Skoda Enyag oder VW ID.4 liegen bei ca. 17-20 kWh/100km.
Mit dem richtigen Ladeverhalten lässt sich die Lebensdauer des Akkus deutlich verlängern. Die wichtigste Regel: Regelmäßig zwischen 30 und 80 % Laden und Schnellladen oder Vollladen nur bei Bedarf nutzen.
Ein dauerhafter hoher Ladestand belastet die Batterie des Elektroautos und bei sehr niedrigem oder sehr hohem Ladestand sind die chemischen Prozesse im Akku besonders belastend. Wer dauerhaft im mittleren Bereich lädt, kann die Akkukapazität über viele Jahre nahezu vollständig erhalten.
Tägliches Laden im optimalen Bereich zwischen 30 und 80 % ist besser für den Akku als ein seltenes Laden von 0 auf 100 %. Flache Ladezyklen sind schonender als tiefe Zyklen.
Wer täglich etwa 40–50 km zur Arbeit pendelt, kann das Auto jeden Abend an die Wallbox anschließen und auf 80 % begrenzen. Das bedeutet weniger Stress für den Akku als ein wöchentliches Vollladen.
Die meisten E-Autos oder Wallboxen haben die Möglichkeit, ein Ladelimit einzustellen. So lädt das Auto automatisch nur bis 80% und stoppt dann.
Man sollte es vermeiden, sehr regelmäßig an Schnellladesäulen zu laden. Seltene Benutzung ist unproblematisch und für Langstrecken unverzichtbar. Wer jedoch ausschließlich an DC-Schnellladesäulen lädt, riskiert eine schnellere Akkualterung.
Beim Schnellladen fließen hohe Ströme in den Akku, was Wärme erzeugt. Diese Wärme beschleunigt die chemische Alterung der Zellen. Deshalb begrenzen viele E-Autos die Ladeleistung bei hohen Temperaturen oder hohem Ladestand automatisch.
Moderne Elektroautos verfügen über ein intelligentes Batteriemanagement, das den Akku vor Überlastung schützt. Trotzdem lohnt es sich, die Grundregeln zu beachten, um die volle Kapazität möglichst lange zu erhalten.
Ja, Strom ist als Kraftstoff deutlich günstiger als Benzin oder Diesel. Selbst beim Laden mit Netzstrom liegen die Kosten pro 100 km unter denen eines vergleichbaren Verbrenners. Mit Solarstrom wird der Unterschied noch größer.
Kostenvergleich pro 100 km:
Ein Elektroauto fährt mit Netzstrom rund 50 % günstiger als ein Benziner. Mit eigenem Solarstrom sind es sogar bis zu 85 % Ersparnis.
Mit dem Enpal Stromtarif sinken die Ladekosten auf 21 Cent/kWh. In Kombination mit einer PV-Anlage lassen sich die Stromkosten noch stärker senken.
Spezielle Autostromtarife bieten oft 5–10 Cent/kWh Ersparnis gegenüber Standard Tarifen. E-Auto-Besitzer haben die Wahl zwischen klassischen Autostromtarifen, dynamischen Tarifen und Kombinationen mit Wärmepumpenstrom.
Die Wahl des passenden Tarifs hängt von der eigenen Situation ab. Wer flexibel laden kann, profitiert von dynamischen Stromtarifen. Wer eine steuerbare Wallbox besitzt, kann mit einem § 14a-Tarif dauerhaft günstiger laden.
Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach sinken die Ladekosten für das Elektroauto auf 5–12 Cent pro Kilowattstunde. Das ist weniger als ein Drittel dessen, was öffentliche Ladestationen kosten. Wer das E-Auto mit Überschussstrom lädt, fährt sogar nahezu kostenlos.
Die Kombination aus PV-Anlage, Wallbox und Elektroauto ist besonders attraktiv, weil das E-Auto als flexibler Verbraucher den Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms erhöht. Beim gezielten Überschussladen wird selbst erzeugter Strom direkt ins Auto geleitet statt zu niedrigen Einspeisevergütungen, wodurch die Kosten weiter fallen.
Die Höhe der Einsparung hängt dabei vom Autarkiegrad ab: Je höher der Anteil des Jahresstroms, der aus der eigenen PV‑Erzeugung stammt, desto häufiger wird das Auto mit günstigem Eigenstrom statt mit teurem Netzstrom geladen.
Beispielrechnung: Autarkiegrad mit und ohne E-Auto (10-kWp-Anlage)
Ja, ein Stromspeicher erhöht die Eigenverbrauchsquote und ermöglicht das Laden mit Solarstrom auch am Abend oder in der Nacht. Das ist besonders praktisch für Berufstätige, die tagsüber unterwegs sind und ihr Auto erst abends anschließen.
Wer das E-Auto regelmäßig abends lädt und die Unabhängigkeit vom Stromnetz schätzt, profitiert besonders von einem Speicher. Ein Stromspeicher lohnt sich aber eigentlich immer, vor allem dann, wenn der Blick nicht nur auf dem Elektroauto liegt, sondern auf dem gesamten Haushalt.
Wichtig: Der Speicher sollte groß genug dimensioniert sein. Als Faustregel gilt: 1–1,5 kWh Speicherkapazität pro kWp Anlagenleistung. Bei einer 10-kWp-Anlage sind also 10–15 kWh Speicher sinnvoll.
Unsere Empfehlung
Bei Enpal bekommen Sie PV-Anlage, Speicher und Wallbox zusammen im Komplettpaket ohne Anschaffungskosten. Außerdem sind Installation, Reparatur und Versicherung inklusive.
Ja, eine Wallbox lohnt sich auch ohne Photovoltaikanlage. Die Vorteile gegenüber öffentlichen Ladesäulen bleiben bestehen: günstigere Stromkosten, mehr Komfort und höhere Sicherheit. Wer regelmäßig zuhause lädt, spart im Vergleich zum öffentlichen Laden mehrere hundert Euro pro Jahr.
Auch ohne eigenen Solarstrom ist das Laden an der Wallbox also wirtschaftlich sinnvoll und das Laden zuhause für E-Auto-Besitzer die komfortabelste Lösung.
Eine Wallbox kostet mit Installation zwischen 1.500 und 3.000 €, spart aber langfristig mehrere hundert Euro pro Jahr gegenüber öffentlichen Ladesäulen.
Mit einer Photovoltaikanlage sinken die Ladekosten auf etwa 2 € pro 100 km. Wer eine smarte Wallbox wählt, kann zusätzlich von günstigen Stromtarifen und PV-Überschussladen profitieren.
Ja, viele Wallboxen sind für die Außenmontage geeignet. Wichtig ist die passende Schutzklasse (mindestens IP54) und ein geschützter Standort, etwa unter einem Carport oder Vordach. Direkte Sonneneinstrahlung und starke Witterung verkürzen die Lebensdauer.
Eine hochwertige Wallbox hält in der Regel 10–15 Jahre. Die Lebensdauer hängt von der Nutzungshäufigkeit, der Witterung und der Qualität der Installation ab. Die Enpal-Wallbox hat eine Herstellergarantie von 8 Jahren.
Bei einem Stromausfall stoppt der Ladevorgang automatisch. Es besteht keine Gefahr für das Fahrzeug oder die Wallbox. Sobald der Strom zurückkehrt, kann der Ladevorgang manuell neu gestartet werden. Einige Wallboxen setzen das Laden automatisch fort.
Bei dem Überschussladen nutzt die Wallbox automatisch den Solarstrom, der gerade produziert, aber nicht anderweitig im Haushalt verbraucht wird. Die Ladeleistung passt sich dynamisch an die verfügbare Solarleistung an.
Ein vereinfachtes Beispiel: Mittags produziert die PV-Anlage 6 kWh, der Haushalt verbraucht 1 kWh. Die restlichen 5 kWh fließen direkt in das Elektroauto. Zieht eine Wolke vorbei und die Produktion sinkt auf 3 kWh, reduziert die Wallbox die Ladeleistung automatisch auf 2 kWh.
Voraussetzungen für das Überschussladen:
Überschussladen ist besonders sinnvoll für alle, die ihr E-Auto tagsüber zuhause laden können, etwa im Homeoffice oder bei flexiblen Arbeitszeiten.
Die § 14a-Regelung ermöglicht günstigere Stromtarife für steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wallboxen. Im Gegenzug darf der Netzbetreiber die Ladeleistung bei Netzengpässen vorübergehend reduzieren.
Seit Januar 2024 gilt: Neue Wallboxen müssen steuerbar sein. Der Netzbetreiber kann die Ladeleistung bei Bedarf auf minimal 4,2 kW drosseln. Das reicht, um ein E-Auto über Nacht zu laden. Im Alltag merken die meisten Nutzer nichts von der Steuerung.
Der Vorteil: Wer seine Wallbox als steuerbare Verbrauchseinrichtung anmeldet, erhält reduzierte Netzentgelte. Je nach Region sind das bis zu 190 € Ersparnis pro Jahr.
Voraussetzungen für die § 14a-Regelung:
Die Enpal Wallbox erfüllt alle Voraussetzungen für die § 14a-Regelung. Enpal unterstützt bei der Anmeldung beim Netzbetreiber und sorgt für die korrekte technische Einrichtung.
Quellen: § 14a EnWG; Bundesnetzagent
Seit Januar 2026 fördert die Bundesregierung die Anschaffung von Elektroautos für Privatpersonen. Außerdem gibt es in verschiedenen Kommunen und Regionen unterschiedliche Förderprogramme zum Thema Elektroautos und Wallboxen.
Ja, Mieter haben seit Dezember 2020 einen gesetzlichen Anspruch (§ 554 BGB Mietrecht) auf die Genehmigung einer Ladeeinrichtung. Der Vermieter darf die Installation nur aus wichtigem Grund ablehnen, etwa wenn das Gebäude die Wallbox technisch nicht tragen kann. Außerdem kann der Vermieter Auflagen erteilen, etwa zur Wahl des Installateurs oder zur Versicherung. Eine generelle Ablehnung ist jedoch nicht zulässig.
Auch Wohnungseigentümer haben einen gesetzlichen Anspruch auf die Genehmigung einer Wallbox. Seit der WEG-Reform im Dezember 2020 kann die Eigentümergemeinschaft den Einbau nicht mehr grundlos verweigern.
Der Antrag erfolgt über die Hausverwaltung oder direkt an die WEG-Versammlung. Ein formloses Schreiben mit den wichtigsten Angaben zur geplanten Wallbox genügt. Die WEG kann über die Art der Durchführung mitentscheiden, nicht aber über das Ob.