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Elektroauto zuhause laden: Der komplette Ratgeber

Aktualisiert:
27.01.2026
Lesezeit:
5 Minuten
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Elektroauto zuhause laden: Das Wichtigste in Kürze 

  • Eine Wallbox ist die sicherste und schnellste Lademöglichkeit für zuhause. Die Haushaltssteckdose eignet sich nur als Notlösung.
  • Wallbox-Förderungen von Ländern und Kommunen können die Anschaffungskosten um mehrere hundert Euro senken.
  • Eine Kombination aus Wallbox, PV-Anlage und Stromspeicher macht das Laden zuhause besonders günstig.
  • Der Akku ihres E-Autos hält länger, wenn regelmäßig zwischen 30 und 80 % geladen wird. Häufiges Schnellladen beschleunigt die Alterung.
  • Mieter und Wohnungseigentümer haben seit 2020 einen gesetzlichen Anspruch auf die Genehmigung einer Ladeeinrichtung.

Das Laden zuhause ist die bequemste, günstigste und sicherste Möglichkeit, ein E-Auto zu versorgen: Abends das Elektroauto an die Wallbox anschließen und morgens mit vollem Akku losfahren. Wer zusätzlich eine Photovoltaikanlage nutzt, fährt sogar mit eigenem Solarstrom und spart noch mehr. 

Doch welche Lademöglichkeiten gibt es noch? Braucht es wirklich eine Wallbox? Und was kostet das alles? Dieser Ratgeber liefert klare Antworten, von den Voraussetzungen über die Kosten bis hin zu Stromtarifen und rechtlichen Fragen.

Inhaltsverzeichnis

Welche Möglichkeiten gibt es, ein E-Auto zuhause zu laden?

Es gibt drei Möglichkeiten, ein E-Auto zuhause zu laden: 

  1. Haushaltssteckdose
  2. Starkstromsteckdose
  3. Wallbox

Diese Optionen unterscheiden sich deutlich in Ladegeschwindigkeit, Komfort und Sicherheit. Die folgende Übersicht zeigt, welche Lösung sich für welchen Einsatzzweck eignet:

Elektroauto zuhause laden: Vergleich der Lademöglichkeiten
Lademöglichkeit Ladeleistung Ladezeit (50-kWh-Akku) Sicherheit Empfehlung
Wallbox 11–22 kW ca. 2,5–5 Stunden 😃 Hoch ✅ Standardlösung
Starkstromsteckdose (CEE) 3,7–11 kW ca. 5–14 Stunden 😐 Mittel ⚠️ Übergangslösung
Haushaltssteckdose (Schuko) 2,3 kW ca. 22 Stunden 🙁 Gering (Überhitzungsgefahr) ❌ Nur als Notlösung

Warum ist eine Wallbox die beste Wahl?

Die Wallbox ist die sicherste, schnellste und effizienteste Lademöglichkeit für zuhause. Sie wurde speziell für das Laden von Elektroautos entwickelt und bietet zahlreiche Vorteile gegenüber normalen Steckdosen.

Die Vorteile und Nachteile einer Wallbox im Überblick:

Wallbox: Vorteile und Nachteile
Vorteile Nachteile
Plus Icon Hohe Ladeleistung (11 kW oder 22 kW) Minus Icon Anschaffungskosten (500–2.000 €)
Plus Icon Maximale Sicherheit durch integrierte Schutzfunktionen Minus Icon Installation durch Elektriker erforderlich
Plus Icon Kopplung mit PV-Anlage für Überschussladen möglich Minus Icon Netzbetreiber-Anmeldung erforderlich
Plus Icon Zeitsteuerung und smarte Funktionen
Plus Icon Geringere Ladeverluste (ca. 5–10 %)

Mit einer 11-kW-Wallbox lädt ein E-Auto mit 50-kWh-Akku in etwa 5 Stunden vollständig auf.  Das reicht, um das Auto bequem über Nacht zu laden. Smarte Wallboxen bieten zusätzliche Funktionen: Sie lassen sich per App steuern, können den eigenen Solarstrom nutzen und passen die Ladeleistung automatisch an den Hausverbrauch an.

Wer zusätzlich eine Photovoltaikanlage besitzt, kann die Wallbox so einstellen, dass sie bevorzugt Solarstrom nutzt. So sinken die Ladekosten auf ein Minimum.

Gut zu wissen: Enpal bietet Wallboxen als Teil eines Komplettpakets mit PV-Anlage und Stromspeicher an. Die Installation ist inklusive, ebenso die Anmeldung beim Netzbetreiber.

Kann man ein E-Auto an der Haushaltssteckdose laden?

Ja, technisch ist das Laden an einer normalen Haushaltssteckdose möglich, aber es ist nur als Notlösung geeignet. Schuko-Steckdosen sind nicht für stundenlange Dauerbelastung mit höheren Stromstärken ausgelegt. Bei der regelmäßigen Nutzung kann es zu einer Überhitzung der Kabel und Steckdose kommen und im schlimmsten Fall droht ein Kabelbrand. Daher raten wir ausdrücklich davon ab.

Ein weiterer Grund ist die Ladeleistung. Die Schuko-Steckdose liefert maximal 2,3 kW Ladeleistung. Für einen 50-kWh-Akku bedeutet das über 20 Stunden Ladezeit.

Ist das Laden an einer Starkstromsteckdose sinnvoll?

Das Laden an einer Starkstromsteckdose (CEE-Steckdose) ist sicherer und schneller als an der Haushaltssteckdose, aber keine optimale Dauerlösung. Mit einer CEE16-Steckdose (3,7 kW) oder einer CEE32-Steckdose (11 kW) verkürzt sich die Ladezeit deutlich.

Voraussetzung ist jedoch eine fachgerechte Installation und Absicherung durch einen Elektriker. Komfortfunktionen wie Lastmanagement oder PV‑Überschusssteuerung fehlen meist, sodass CEE eher als Übergangslösung dient.

Starkstrom kann als Übergangslösung dienen, etwa wenn die Wallbox noch auf sich warten lässt. Langfristig ist eine fest installierte Wallbox die bessere Wahl.

Fünf verschiedene Elektroauto-Stecker: Typ-1-Stecker, Typ-2-Stecker, Combo-Stecker, CHAdeMO-Stecker und Schuko-Steckdose

Was kostet es, ein Elektroauto zuhause zu laden?

Das Laden eines Elektroautos zuhause kostet je nach Stromquelle zwischen 5 und 40 Cent pro Kilowattstunde. Damit ist das Laden zuhause deutlich günstiger als an öffentlichen Ladestationen, wo oft 40–70 Cent/kWh fällig werden.

Die folgende Tabelle zeigt die Kosten pro Kilowattstunde für verschiedene Lademöglichkeiten:

Ladekosten im Vergleich: Von der Wallbox bis zur Schnellladestation
Ladeoption Kosten pro kWh Kosten pro 100 km¹
Wallbox + PV-Strom (Eigenverbrauch) 5–12 Cent 0,90–2,16 €
Wallbox + Netzstrom 28–32 Cent 5,04–5,76 €
Haushaltssteckdose (inkl. Ladeverluste) 34–40 Cent 6,12–6,84 €
Öffentliche AC-Ladestation 40–50 Cent 7,20–9,00 €
Öffentliche DC-Schnellladestation 50–70 Cent 9,00–12,60 €
¹ Berechnung basierend auf einem durchschnittlichen Verbrauch von 18 kWh/100 km. Stand: 2025.

Was kostet eine Wallbox inklusive Installation? 

Eine 11-kW-Wallbox kostet mit Installation durchschnittlich zwischen 800 € und 3.000 €. Der Preis setzt sich aus der Hardware und den Installationskosten zusammen.

Wallbox-Kosten: Anschaffung und Installation
Kostenblock Preisspanne
Wallbox (Hardware) 300–3.000 €
Installation (Elektriker) 500–2.500 €
Ggf. Leitungsverlegung 200–2.000 €
Gesamt 800–5.500 €
Kosten variieren je nach Wallbox-Modell, baulichen Gegebenheiten und Entfernung zum Sicherungskasten.

Die Installationskosten variieren je nach Aufwand. Befindet sich der Sicherungskasten nah am Stellplatz, bleibt es bei wenigen hundert Euro. Müssen längere Leitungen verlegt oder der Hausanschluss verstärkt werden, steigen die Kosten entsprechend.

Gut zu wissen: Die Enpal Wallbox ist Teil des Enpal Energiesystems und lässt sich zusammen mit einer Photovoltaikanlage und Stromspeicher als Komplettpaket beziehen. Installation, Anmeldung beim Netzbetreiber und Service sind dabei inklusive.

Wann hat sich eine Wallbox amortisiert?

Eine Wallbox amortisiert sich bei durchschnittlicher Nutzung in etwa 2–3 Jahren. Die Ersparnis ergibt sich aus den günstigeren Ladekosten zuhause im Vergleich zu öffentlichen Ladesäulen.

Beispielrechnung Amortisierung Wallbox¹:

  • Wallbox-Kosten inkl. Installation: 2.000 €
  • Jährliche Fahrleistung: 15.000 km
  • Verbrauch: 17 kWh/100 km
  • Strombedarf pro Jahr: 2.550 kWh
Wallbox-Amortisation: Lohnt sich die Investition?
Ladequelle Kosten pro kWh Jahreskosten Ersparnis vs. öffentlich Amortisationszeit
Öffentliche Ladesäule (AC) 0,52 € 1.326 €
Wallbox mit Netzstrom 0,23 € 586 € 740 € ca. 2,7 Jahre
Wallbox mit Solarstrom 0,12 € 306 € 1.020 € ca. 2 Jahre
Annahme: 15.000 km/Jahr, Verbrauch 17 kWh/100 km, Wallbox-Kosten ca. 2.000 € inkl. Installation.

Wer viel fährt, erreicht die Amortisation noch schneller. Bei 20.000 km pro Jahr verkürzt sich die Zeit auf etwa 2 Jahre mit Netzstrom und 1,5 Jahre mit Solarstrom. Nach der Amortisation spart die Wallbox jedes weitere Jahr bares Geld.

Schaubild, das die Amortisation einer Wallbox zeigt

Wie viel kostet eine Ladung zuhause im Vergleich zu unterwegs?

Eine vollständige Ladung zuhause kostet je nach Stromquelle zwischen 2,50 € und 16 €, während dieselbe Ladung an öffentlichen Schnellladesäulen schnell 25–35 € kosten kann. Der Unterschied summiert sich über das Jahr auf mehrere hundert Euro.

Beispielrechnung: Familie Müller (15.000 km/Jahr, 17 kWh/100km Verbrauch)

Jahreskosten im Vergleich: Wallbox, öffentliches Laden und Benziner
Ladeszenario Berechnung Jahreskosten Kosten/100 km
Wallbox + PV (60 % Solar) 1.530 kWh × 0,10 € + 1.020 kWh × 0,32 € 479 € 3,19 €
Wallbox + Netzstrom 2.550 kWh × 0,32 € 816 € 5,44 €
Öffentliches Laden (AC/DC-Mix) 2.550 kWh × 0,55 € 1.403 € 9,35 €
Benziner (7 l/100 km) 1.050 l × 1,70 € 1.785 € 11,90 €
Annahme: 15.000 km Jahresfahrleistung, E-Auto-Verbrauch 17 kWh/100 km. Solarstrom-Gestehungskosten 0,10 €/kWh.

Ersparnis mit Wallbox + PV gegenüber:

  • Netzstrom: 337 €/Jahr (3.370 € über 10 Jahre)
  • Öffentlichem Laden: 924 €/Jahr (9.240 € über 10 Jahre)
  • Benziner: 1.306 €/Jahr (13.060 € über 10 Jahre)

Der durchschnittliche Jahresverbrauch eines Elektroautos liegt zwischen 1.800 und 3.000 kWh, basierend auf einem Verbrauch von 15-20 kWh/100km und eine jährliche Fahrleistung von 12.000 - 15.000 km. Die genauen Werte hängen stark vom Modell des Fahrzeuges1 und dem individuellen Fahrverhalten ab. 

  • Jahresverbrauch: 2.700 kWh
  • Zuhause (0,32 €/kWh) = 864 €
  • Öffentlich (0,50 €/kWh) = 1.350 €

Das Laden Zuhause kann einem etwa 486 € pro Jahr einsparen. 

1Ein Fiat 500e verbraucht im Test ca. 15,9 kWh/100 km. Ein Tesla Model Y benötigt ca. 15,7 kWh/100 km. Der Skoda Enyag oder VW ID.4 liegen bei ca. 17-20 kWh/100km.

Wie lädt man ein E-Auto richtig, um den Akku zu schonen?

Mit dem richtigen Ladeverhalten lässt sich die Lebensdauer des Akkus deutlich verlängern. Die wichtigste Regel: Regelmäßig zwischen 30 und 80 % Laden und Schnellladen oder Vollladen nur bei Bedarf nutzen. 

Ein dauerhafter hoher Ladestand belastet die Batterie des Elektroautos und bei sehr niedrigem oder sehr hohem Ladestand sind die chemischen Prozesse im Akku besonders belastend. Wer dauerhaft im mittleren Bereich lädt, kann die Akkukapazität über viele Jahre nahezu vollständig erhalten.

Tägliches Laden im optimalen Bereich zwischen 30 und 80 % ist besser für den Akku als ein seltenes Laden von 0 auf 100 %. Flache Ladezyklen sind schonender als tiefe Zyklen.

Wer täglich etwa 40–50 km zur Arbeit pendelt, kann das Auto jeden Abend an die Wallbox anschließen und auf 80 % begrenzen. Das bedeutet weniger Stress für den Akku als ein wöchentliches Vollladen.

Ladeverhalten und Akkubelastung im Vergleich
Ladeverhalten Zyklustiefe Akkubelastung
Täglich von 60 % auf 80 % laden 20 % Gering
Alle 3 Tage von 30 % auf 90 % laden 60 % Mittel
Wöchentlich von 10 % auf 100 % laden 90 % Hoch

Die meisten E-Autos oder Wallboxen haben die Möglichkeit, ein Ladelimit einzustellen. So lädt das Auto automatisch nur bis 80% und stoppt dann. 

Wie oft sollte man das Schnellladen nutzen?

Man sollte es vermeiden, sehr regelmäßig an Schnellladesäulen zu laden. Seltene Benutzung ist unproblematisch und für Langstrecken unverzichtbar. Wer jedoch ausschließlich an DC-Schnellladesäulen lädt, riskiert eine schnellere Akkualterung.

Beim Schnellladen fließen hohe Ströme in den Akku, was Wärme erzeugt. Diese Wärme beschleunigt die chemische Alterung der Zellen. Deshalb begrenzen viele E-Autos die Ladeleistung bei hohen Temperaturen oder hohem Ladestand automatisch.

Moderne Elektroautos verfügen über ein intelligentes Batteriemanagement, das den Akku vor Überlastung schützt. Trotzdem lohnt es sich, die Grundregeln zu beachten, um die volle Kapazität möglichst lange zu erhalten.

Ist Strom günstiger als Benzin?

Ja, Strom ist als Kraftstoff deutlich günstiger als Benzin oder Diesel. Selbst beim Laden mit Netzstrom liegen die Kosten pro 100 km unter denen eines vergleichbaren Verbrenners. Mit Solarstrom wird der Unterschied noch größer.

Kostenvergleich pro 100 km:

Energiekosten pro 100 km: Elektroauto vs. Verbrenner
Antriebsart Verbrauch Preis pro Einheit Kosten/100 km
Elektroauto (PV-Strom) 17 kWh 0,12 €/kWh 2,04 €
Elektroauto (Haushaltsstrom) 17 kWh 0,32 €/kWh 5,44 €
Diesel 6 l 1,67 €/l 10,02 €
Benziner 7 l 1,72 €/l 12,04 €
Kraftstoffpreise: Durchschnitt Deutschland 2025. PV-Strom: Gestehungskosten Eigenverbrauch.

Ein Elektroauto fährt mit Netzstrom rund 50 % günstiger als ein Benziner. Mit eigenem Solarstrom sind es sogar bis zu 85 % Ersparnis.

Mit dem Enpal Stromtarif sinken die Ladekosten auf 21 Cent/kWh. In Kombination mit einer PV-Anlage lassen sich die Stromkosten noch stärker senken.

Welche Stromtarife gibt es für E-Auto-Besitzer?

Spezielle Autostromtarife bieten oft 5–10 Cent/kWh Ersparnis gegenüber Standard Tarifen. E-Auto-Besitzer haben die Wahl zwischen klassischen Autostromtarifen, dynamischen Tarifen und Kombinationen mit Wärmepumpenstrom.

Tarifart Kosten pro kWh Besonderheiten
Standard-Haushaltstarif 23–37 Cent Keine Einschränkungen
Autostromtarif 19–25 Cent Separater Smart Meter erforderlich für volle Ersparnis
Dynamischer Tarif 15–40 Cent Schwankt je nach Börsenpreis

Die Wahl des passenden Tarifs hängt von der eigenen Situation ab. Wer flexibel laden kann, profitiert von dynamischen Stromtarifen. Wer eine steuerbare Wallbox besitzt, kann mit einem § 14a-Tarif dauerhaft günstiger laden.

Wie kann man mit Solarstrom besonders günstig laden? 

Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach sinken die Ladekosten für das Elektroauto auf 5–12 Cent pro Kilowattstunde. Das ist weniger als ein Drittel dessen, was öffentliche Ladestationen kosten. Wer das E-Auto mit Überschussstrom lädt, fährt sogar nahezu kostenlos.

Die Kombination aus PV-Anlage, Wallbox und Elektroauto ist besonders attraktiv, weil das E-Auto als flexibler Verbraucher den Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms erhöht. Beim gezielten Überschussladen wird selbst erzeugter Strom direkt ins Auto geleitet statt zu niedrigen Einspeisevergütungen, wodurch die Kosten weiter fallen. 

Die Höhe der Einsparung hängt dabei vom Autarkiegrad ab: Je höher der Anteil des Jahresstroms, der aus der eigenen PV‑Erzeugung stammt, desto häufiger wird das Auto mit günstigem Eigenstrom statt mit teurem Netzstrom geladen. 

Beispielrechnung: Autarkiegrad mit und ohne E-Auto (10-kWp-Anlage)

Beispielrechnung: Eigenverbrauch und Autarkie mit und ohne E-Auto (10-kWp-Anlage)
Szenario Eigenverbrauchsquote Autarkiegrad Jährliche Ersparnis¹
PV-Anlage ohne E-Auto ca. 18 % ca. 36 % ca. 576 €
PV-Anlage mit E-Auto + Wallbox ca. 35 % ca. 45 % ca. 1.120 €
PV-Anlage mit E-Auto + Speicher ca. 55 % ca. 70 % ca. 1.760 €
¹Basierend auf 10.000 kWh Jahresertrag, 5.000 kWh Haushaltsverbrauch, 2.700 kWh E-Auto-Verbrauch (15.000 km/Jahr), 0,32 €/kWh Netzstrom

Lohnt sich ein Stromspeicher für das E-Auto-Laden?

Ja, ein Stromspeicher erhöht die Eigenverbrauchsquote und ermöglicht das Laden mit Solarstrom auch am Abend oder in der Nacht. Das ist besonders praktisch für Berufstätige, die tagsüber unterwegs sind und ihr Auto erst abends anschließen.

Wer das E-Auto regelmäßig abends lädt und die Unabhängigkeit vom Stromnetz schätzt, profitiert besonders von einem Speicher. Ein Stromspeicher lohnt sich aber eigentlich immer, vor allem dann, wenn der Blick nicht nur auf dem Elektroauto liegt, sondern auf dem gesamten Haushalt.

Szenario Solarstrom-Anteil beim Laden Ladekosten/100 km
Ohne Speicher, Laden tagsüber ca. 80 % ca. 2,30 €
Ohne Speicher, Laden abends ca. 20 % ca. 5,10 €
Mit Speicher (10 kWh), Laden abends ca. 60 % ca. 3,40 €

Wichtig: Der Speicher sollte groß genug dimensioniert sein. Als Faustregel gilt: 1–1,5 kWh Speicherkapazität pro kWp Anlagenleistung. Bei einer 10-kWp-Anlage sind also 10–15 kWh Speicher sinnvoll.

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Lohnt sich eine Wallbox auch ohne Photovoltaikanlage?

Ja, eine Wallbox lohnt sich auch ohne Photovoltaikanlage. Die Vorteile gegenüber öffentlichen Ladesäulen bleiben bestehen: günstigere Stromkosten, mehr Komfort und höhere Sicherheit. Wer regelmäßig zuhause lädt, spart im Vergleich zum öffentlichen Laden mehrere hundert Euro pro Jahr.

Kriterium Wallbox ohne PV Öffentliche Ladesäule
Kosten pro kWh 23–32 Cent 52–60 Cent
Kosten pro 100 km ca. 4–5 € ca. 9–12 €
Verfügbarkeit Immer frei Nicht garantiert
Komfort Laden über Nacht Wartezeit nötig
Ladegeschwindigkeit Planbar Abhängig von Auslastung

Auch ohne eigenen Solarstrom ist das Laden an der Wallbox also wirtschaftlich sinnvoll und das Laden zuhause für E-Auto-Besitzer die komfortabelste Lösung. 

Eine Wallbox kostet mit Installation zwischen 1.500 und 3.000 €, spart aber langfristig mehrere hundert Euro pro Jahr gegenüber öffentlichen Ladesäulen. 

Mit einer Photovoltaikanlage sinken die Ladekosten auf etwa 2 € pro 100 km. Wer eine smarte Wallbox wählt, kann zusätzlich von günstigen Stromtarifen und PV-Überschussladen profitieren.

Häufig gestellte Fragen rund um Elektroauto zuhause laden

Kann ich meine Wallbox auch im Freien installieren?

Ja, viele Wallboxen sind für die Außenmontage geeignet. Wichtig ist die passende Schutzklasse (mindestens IP54) und ein geschützter Standort, etwa unter einem Carport oder Vordach. Direkte Sonneneinstrahlung und starke Witterung verkürzen die Lebensdauer.

Wie lange hält eine Wallbox?

Eine hochwertige Wallbox hält in der Regel 10–15 Jahre. Die Lebensdauer hängt von der Nutzungshäufigkeit, der Witterung und der Qualität der Installation ab. Die Enpal-Wallbox hat eine Herstellergarantie von 8 Jahren.

Was passiert bei einem Stromausfall während des Ladevorgangs?

Bei einem Stromausfall stoppt der Ladevorgang automatisch. Es besteht keine Gefahr für das Fahrzeug oder die Wallbox. Sobald der Strom zurückkehrt, kann der Ladevorgang manuell neu gestartet werden. Einige Wallboxen setzen das Laden automatisch fort.

Wie funktioniert das Überschussladen?

Bei dem Überschussladen nutzt die Wallbox automatisch den Solarstrom, der gerade produziert, aber nicht anderweitig im Haushalt verbraucht wird. Die Ladeleistung passt sich dynamisch an die verfügbare Solarleistung an.

Ein vereinfachtes Beispiel: Mittags produziert die PV-Anlage 6 kWh, der Haushalt verbraucht 1 kWh. Die restlichen 5 kWh fließen direkt in das Elektroauto. Zieht eine Wolke vorbei und die Produktion sinkt auf 3 kWh, reduziert die Wallbox die Ladeleistung automatisch auf 2 kWh.

Voraussetzungen für das Überschussladen: 

  • PV-fähige Wallbox: Kommuniziert mit dem Wechselrichter oder Energiemanagementsystem
  • Energiemanagementsystem: Steuert die Verteilung des Solarstroms im Haushalt
  • Smartes Laden Aktiviert: Wallbox-Einstellung auf “Solar” oder “Überschuss” 

Überschussladen ist besonders sinnvoll für alle, die ihr E-Auto tagsüber zuhause laden können, etwa im Homeoffice oder bei flexiblen Arbeitszeiten.

Was bedeutet die § 14a-Regelung für meine Wallbox?

Die § 14a-Regelung ermöglicht günstigere Stromtarife für steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wallboxen. Im Gegenzug darf der Netzbetreiber die Ladeleistung bei Netzengpässen vorübergehend reduzieren.

Seit Januar 2024 gilt: Neue Wallboxen müssen steuerbar sein. Der Netzbetreiber kann die Ladeleistung bei Bedarf auf minimal 4,2 kW drosseln. Das reicht, um ein E-Auto über Nacht zu laden. Im Alltag merken die meisten Nutzer nichts von der Steuerung.

Der Vorteil: Wer seine Wallbox als steuerbare Verbrauchseinrichtung anmeldet, erhält reduzierte Netzentgelte. Je nach Region sind das bis zu 190 € Ersparnis pro Jahr.

Voraussetzungen für die § 14a-Regelung:

  • Wallbox mit Steuerungsfunktion (Smart-Meter-Gateway oder Rundsteuerempfänger)
  • Anmeldung beim Netzbetreiber als steuerbare Verbrauchseinrichtung
  • Passender Stromtarif mit reduzierten Netzentgelten

Die Enpal Wallbox erfüllt alle Voraussetzungen für die § 14a-Regelung. Enpal unterstützt bei der Anmeldung beim Netzbetreiber und sorgt für die korrekte technische Einrichtung.

Quellen: § 14a EnWG; Bundesnetzagent

Gibt es Förderung für die Anschaffung eines Elektroautos oder einer Wallbox?

Seit Januar 2026 fördert die Bundesregierung die Anschaffung von Elektroautos für Privatpersonen. Außerdem gibt es in verschiedenen Kommunen und Regionen unterschiedliche Förderprogramme zum Thema Elektroautos und Wallboxen.

Kann ich als Mieter eine Wallbox installieren?

Ja, Mieter haben seit Dezember 2020 einen gesetzlichen Anspruch (§ 554 BGB Mietrecht) auf die Genehmigung einer Ladeeinrichtung. Der Vermieter darf die Installation nur aus wichtigem Grund ablehnen, etwa wenn das Gebäude die Wallbox technisch nicht tragen kann. Außerdem kann der Vermieter Auflagen erteilen, etwa zur Wahl des Installateurs oder zur Versicherung. Eine generelle Ablehnung ist jedoch nicht zulässig.

Wie beantrage ich eine Wallbox in der Eigentümergemeinschaft?

Auch Wohnungseigentümer haben einen gesetzlichen Anspruch auf die Genehmigung einer Wallbox. Seit der WEG-Reform im Dezember 2020 kann die Eigentümergemeinschaft den Einbau nicht mehr grundlos verweigern.

Der Antrag erfolgt über die Hausverwaltung oder direkt an die WEG-Versammlung. Ein formloses Schreiben mit den wichtigsten Angaben zur geplanten Wallbox genügt. Die WEG kann über die Art der Durchführung mitentscheiden, nicht aber über das Ob.

§ 20 WEG (Wohnungseigentumsgesetz)

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