
Nie wieder an der Tankstelle stehen und die Ladekosten stark senken: Genau das ermöglicht die Kombination aus Elektroauto und Photovoltaikanlage.
Dieser Artikel zeigt, wie das Zusammenspiel funktioniert, welche Anlagengröße sinnvoll ist und wie schnell sich die Investition auszahlt.
Ja, ein Elektroauto lässt sich problemlos mit einer Photovoltaikanlage laden. Voraussetzung ist eine Wallbox, die den Solarstrom vom Dach in den Akku des Fahrzeugs leitet. Besonders effizient wird das System mit einem Energiemanager (HEMS) wie Enpal.One+. Dieser erkennt, wann es am günstigsten ist, mit PV-Strom zu laden und startet den Ladevorgang.
Das Zusammenspiel funktioniert in drei Stufen:
Nur der verbleibende Überschuss wird ins Netz eingespeist. Der Stromspeicher speichert tagsüber überschüssigen Solarstrom und gibt ihn abends oder nachts frei, sodass auch berufstätige Nutzer ihr Auto mit eigenem Strom laden können.

Gut zu wissen: Enpal bietet ein Komplettpaket aus Photovoltaikanlage, Stromspeicher und Wallbox. Alle Komponenten sind aufeinander abgestimmt und werden inklusive Installation geliefert. So funktioniert das Zusammenspiel von Anfang an reibungslos.
Für ein Elektroauto plus Haushalt sind in der Regel 8–12 kWp empfehlenswert. Die genaue Größe hängt vom jährlichen Stromverbrauch des Haushalts und der Fahrleistung ab.
Eine 10-kWp-Anlage erzeugt in Deutschland durchschnittlich 10.000 kWh pro Jahr. Das reicht theoretisch für einen typischen 4-Personen-Haushalt mit etwa 4.500 kWh Jahresverbrauch und ein Elektroauto mit 15.000 km Fahrleistung.
Wir empfehlen immer, die ganze Dachfläche zu nutzen! Wenn die Dachfläche komplett genutzt wird, wird mehr Strom erzeugt und ist so für alle Zukunftsszenarien und andere Verbraucher wie z. B. eine Wärmepumpe gut gerüstet. Strom, der nicht verbraucht wird, kann außerdem gewinnbringend an der Strombörse verkauft werden.
Die vereinfachte Rechnung dahinter:
Ein Elektroauto verbraucht im Schnitt 17 kWh pro 100 Kilometer. Bei 15.000 km pro Jahr ergibt das einen Strombedarf von rund 2.550 kWh. Zusammen mit dem Haushaltsverbrauch liegt der Gesamtbedarf bei etwa 7.000 kWh. Eine 10-kWp-Anlage produziert also mehr als genug Strom, um beides abzudecken.
In der Praxis wird man natürlich trotzdem nicht 100 % des Solarstroms verbrauchen und damit alles abdecken. Aber die vereinfachte Rechnung gibt eine Idee davon, wie die Zusammenhänge sind.
Für eine 10-kWp-Anlage werden etwa 22 Solarmodule benötigt. Moderne Module haben eine Leistung von 450 Wp pro Stück. Bei 450 Wp entsprechen 10 kWp circa 22 Modulen. Diese benötigen eine Dachfläche von rund 60–90 m², je nach Modultyp und Montagesystem.
Sie wollen wissen, was eine Solaranlage für Sie kosten würde? Jetzt herausfinden! Solaranlage Kosten: Was kostet eine PV-Anlage in 2026?
Wer die Dachfläche komplett nutzt, erzeugt mehr Strom und ist so für alle Zukunftsszenarien und andere Verbraucher wie z. B. eine Wärmepumpe gut gerüstet. Strom, der nicht verbraucht wird, kann außerdem gewinnbringend an der Strombörse verkauft werden. Deswegen empfehlen wir immer, die gesamte Dachfläche zu nutzen.
Das Fahrprofil bestimmt maßgeblich, wie viel Solarstrom für das Elektroauto benötigt wird. Im Durchschnitt legen Autofahrer in Deutschland, laut dem KBA, rund 12.309 Kilometer pro Jahr zurück, entsprechend unterschiedlich fällt die empfohlene Anlagengröße aus.
Auch der Ladezeitpunkt spielt eine Rolle. Wer tagsüber zu Hause ist und direkt bei Sonnenschein laden kann, nutzt den Solarstrom besonders effizient. Berufstätige, die erst abends laden, profitieren stärker von einem Stromspeicher. Dieser überbrückt die Zeit zwischen Stromerzeugung und Ladebeginn.
Beispiele:
→ 10 kWp deckt Haushalt + Auto gut ab; Speicher (10 kWh) lohnt bei spätem Laden.
→ Kleine Anlage reicht oft. Das Überschussladen ist möglich, aber ein Speicher meist nicht notwendig.
→ Größere Anlage plus Speicher empfiehlt sich, um hohen Abendbedarf und Winterbedarf besser zu decken.
Sie möchten herausfinden, ob sich eine PV-Anlage auch für Ihr Haus lohnt und hätten gerne eine konkrete Kosteneinschätzung?
Unterschiedliche Nutzungen bedeuten unterschiedlicher Bedarf. Trotzdem empfehlen wir immer, die gesamte Dachfläche zu nutzen! So können Sie mehr Strom erzeugen und ist für alle Zukunftsszenarien und andere Verbraucher wie z. B. eine Wärmepumpe gut gerüstet. Strom, der nicht verbraucht wird, kann außerdem gewinnbringend an der Strombörse verkauft werden.
Eine Photovoltaikanlage amortisiert sich in der Regel nach 10 bis 15 Jahren. Mit einem Elektroauto kann diese Zeit sogar kürzer ausfallen, weil das Auto als zusätzlicher Verbraucher den Eigenverbrauch erhöht und damit mehr teuren Netzstrom ersetzt.
Beispielrechnung: 10 kWp mit E‑Auto (ohne Speicher)
So rechnet sich das: Eigenverbrauch (4.500 kWh × 0,32 €) = 1.440 € + Einspeisevergütung (5.500 kWh × 0,08 €) = 440 € → Gesamtvorteil: 1.880 €/Jahr
Ohne ein E-Auto liegt der typische Eigenverbrauch bei ca. 30 %. Mit E‑Auto steigt er auf ca. 45 %. Dadurch ersetzt man mehr Netzstrom (32 Ct/kWh) statt ihn günstig einzuspeisen (8 Ct/kWh) und die Anlage rechnet sich so schneller.
Mit einem zusätzlichen Stromspeicher steigt zwar die Investition deutlich, aber auch der Eigenverbrauch. Dadurch ist der Vorteil pro Jahr ebenfalls deutlich höher, auf Grund der höheren Investition würde die Amortisierung aber ca. 14 Jahre dauern.
Wenn ein E-Auto mit Solarstrom geladen wird, dann sinken die Kosten pro 100 km bei einem Verbrauch von 17 kWh/100 km auf etwa 1,7–2,4 € statt etwa 5,4 € bei Netzstrom.
Die Ladekosten mit eigenem Solarstrom liegen somit deutlich unter denen mit Netzstrom. Typischerweise erreichen Gestehungskosten von Solarstrom etwa 10–14 Ct/kWh, gegenüber rund 32 Ct/kWh für Haushaltsstrom (Durchschnitt).
PV-Überschussladen bedeutet, dass das Elektroauto bevorzugt mit Solarstrom geladen wird, der gerade nicht im Haushalt benötigt wird. Das Energiemanagementsystem priorisiert zuerst den Haushaltsverbrauch. Wird mehr erzeugt als verbraucht, fließt der verbleibende Überschuss in das Fahrzeug. Die Ladekosten sinken so auf etwa 10–14 Cent/kWh statt 32 Cent/kWh für Netzstrom.
Es gibt drei Varianten für das Überschussladen: manuelles, automatisches und dynamisches Laden.
Dynamisches Überschussladen ist am effizientesten, weil es nahezu jede verfügbare kWh Solarstrom nutzt. Detaillierte Informationen rund um das Überschussladen finden Sie hier: Wallbox Überschussladen einfach erklärt
Die Kombination aus Photovoltaikanlage und Elektroauto ist für viele Haushalte eine sehr sinnvolle Investition. Die Ladekosten werden deutlich gesenkt, die Abhängigkeit von Strompreisen reduziert und der CO₂-Fußabdruck verringert. Wer tagsüber Sonnenstrom produziert und eine passende Wallbox einsetzt, kann die Kosten fürs Fahren spürbar senken und gleichzeitig unabhängiger von steigenden Strompreisen werden.
Finden Sie jetzt heraus, ob sich eine PV-Anlage mit Wallbox auch für Ihr Haus lohnt:
Unsere Empfehlung
Bei Enpal bekommen Sie PV-Anlage, Speicher und Wallbox zusammen im Komplettpaket ohne Anschaffungskosten. Außerdem sind Installation, Reparatur und Versicherung inklusive.
Bei 15.000 km/Jahr und 17 kWh/100 km ergibt sich bei einer Kostendifferenz von ca. 0,20 €/kWh eine jährliche Ersparnis von rund 510 € (vereinfachte Annahme).
Komplett mit Solarstrom ist selten praktisch, weil Erzeugung und Ladebedarf zeitlich variieren. In Kombination mit einem Stromspeicher oder Netzzugriff ist es aber realistisch, einen hohen Anteil des Fahrbedarfs mit nur Solarstrom zu decken.
Nein, ein Stromspeicher ist nicht zwingend nötig, erhöht aber den Anteil des selbst genutzten Solarstroms deutlich. Ohne Speicher liegt der Autarkiegrad typischerweise bei ≈30 %. Mit einem Speicher steigt sie auf bis zu 85 %. Das bedeutet: Mehr der erzeugten kWh werden direkt fürs Laden genutzt, statt ins Netz zu gehen. So kann man langfristig mehr sparen, erhöht aber die Anfangsinvestition.
Bei einer typischen 10‑kWp‑Anlage mit Speicher liegt die Amortisation bei etwa 15–22 Jahren, je nach Eigenverbrauch, Strompreis und Förderung. Ohne Speicher kann der Break‑Even früher erreicht werden. Eine individuelle Berechnung mit Ihren Verbrauchsdaten liefert die genaueste Prognose.
Für Privathaushalte ist eine 11 kW-Wallbox die beste Wahl. Sie lädt ausreichend schnell, erfordert nur eine Anmeldung beim Netzbetreiber und ist günstiger in der Installation. Außerdem ist eine 11-kW-Wallbox kompatibel mit Überschusslösungen.
Eine 22 kW-Wallbox lohnt sich hauptsächlich für Gewerbebetriebe oder bei mehreren Fahrzeugen. Alle weiteren Informationen finden Sie hier: 11 oder 22 kW Wallbox.
Bidirektionales Laden ist technisch möglich, aber aktuell nur bei wenigen Modellen und Wallboxen umfassend praktikabel. Rechtliche und Garantiefragen sind zu prüfen.
Förderangebote variieren regional und zeitlich. Prüfen Sie aktuelle Programme auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene vor der Installation.
Seit Januar 2026 gibt es wieder ein bundesweites Förderprogramm für Zugelassene Elektroautos. Alle Informationen finden Sie hier.
Die Installation elektrischer Anlagen darf nur durch einen Elektrofachbetrieb erfolgen. Vor der Montage sollten Sie den Netzbetreiber informieren, damit technische Anforderungen oder Meldepflichten geklärt werden.
Kleine Wallboxen bis etwa 11 kW sind in vielen Netzgebieten meldepflichtig, benötigen aber meist keine gesonderte Genehmigung. Bei höheren Leistungen (z. B. 22 kW) oder mehreren Ladepunkten kann der Netzbetreiber eine Zustimmung oder eine Netzverträglichkeitsprüfung verlangen, weil die Anschlussleistung des Hauses betroffen sein kann.
Für dynamisches Überschussladen oder exakte Abrechnung (z. B. Mieterstrom) ist eine Messung am Hausanschlusspunkt oder ein Smart Meter erforderlich. Ohne korrekte Messung lässt sich Überschuss nicht zuverlässig ermitteln und Abrechnung kann unpräzise werden.