Wärmepumpe Förderung Nordrhein-Westfalen 2026

Aktualisiert:
29.01.2026
Lesezeit:
4 Minuten
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Wärmepumpe Förderung NRW: Das Wichtigste in Kürze

  • Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Anschaffung einer Standard-Wärmepumpe für Privatpersonen aktuell nicht mehr. Es gibt aber verschiedene lokale Fördertöpfe.
  • Die NRW.BANK bietet zinsgünstige Darlehen mit verschiedenen Zielgruppen und Darlehenshöhen.
  • Bundesweit werden die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe mit bis zu 70 % bezuschusst.
Wärmepumpe verschwommen im Hintergrund und Deutschlandkarte im Vordergrund, wo Nordrhein-Westfalen grün markiert ist, um die Wärmepumpenförderung dort zu zeigen

Im Rahmen der bundesweiten Wärmepumpen-Förderung können Hausbesitzer in Deutschland bis zu 70 % der Anschaffungskosten einer Wärmepumpe sparen. In diesem Artikel erklären wir die bundesweite Förderung und zeigen, von welchen regionalen Förderprogrammen Hausbesitzer in Nordrhein-Westfalen bei der Anschaffung einer Wärmepumpe profitieren können.

Hinweis: In diesem Artikel geht es vor allem um Förderungen, die von Privatpersonen mit Eigenheimen in Anspruch genommen werden können. Für Informationen über andere landesspezifische Förderungen empfehlen wir die Förderdatenbank des BMWK und die Website der NRW.BANK.

Inhaltsverzeichnis

Bundesweite Förderung von Wärmepumpen

Im Rahmen der KfW-Förderung 458 sind aktuell bis zu 70 % der Kosten für eine Wärmepumpe förderfähig. Das Besondere: Die Förderung wird als Zuschuss ausgezahlt, muss also nicht zurückgezahlt werden! Der Höchstfördersatz von 70 % kann sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen:

  • 30 % Grundförderung: Wird ausgezahlt, wenn die neue Heizung zu den förderfähigen Heizsystemen gehört.
  • 5 % Effizienzbonus: Wird z. B. ausgezahlt, wenn ein natürliches Wärmepumpen-Kältemittel eingesetzt wird.
  • 20 % Klimageschwindigkeitsbonus: Wird ausgezahlt, wenn funktionstüchtige fossile Heizsysteme ausgetauscht werden (z. B. Gas- oder Ölheizungen).
  • 30 % Einkommensbonus: Wird ausgezahlt, wenn das zu versteuernde Haushaltsjahreseinkommen maximal 40.000 € beträgt.

Förderprogramme für Wärmepumpen in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen ist die Fördersituation für Wärmepumpen 2026 durch eine wichtige Neuausrichtung geprägt: Das Land setzt primär auf zinsgünstige Darlehen und die Bundesmittel, während eigene Zuschussprogramme für private Wärmepumpen pausieren oder spezifischer geworden sind.

Das bekannteste Programm progres.nrw hat sich 2026 gewandelt:

progres.nrw – Klimaschutztechnik:

Die direkte Zuschussförderung für Standard-Wärmepumpen in Ein- und Zweifamilienhäusern pausierte Ende 2025 zur Überarbeitung. Für 2026 liegt der Fokus des Landes verstärkt auf komplexen Systemen (z. B. Kombination mit Geothermie oder Abwärme) und der Förderung für Mietwohnhäuser.

Die NRW.BANK bietet dazu verschiedene zinsgünstige Darlehen:

NRW.BANK Eigentumsförderung-Modernisierung:

Die NRW.BANK bietet zinsgünstige Darlehen für die energetische Sanierung (inkl. Wärmepumpe) an. Die Zinsen liegen durch Landesmittel oft unter dem Marktniveau. Es gelten soziale Einkommensgrenzen, die für 2025–2027 angepasst wurden, um auch Haushalten mit mittlerem Einkommen den Zugang zu ermöglichen. Alle Detailinformationen gibt es hier.

NRW.BANK.Gebäudesanierung:

In diesem Förderprogramm werden Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen für Wohneigentum mit einem attraktiven Darlehen gefördert. Dazu gehört auch die Installation einer Wärmepumpe. Der Höchstbetrag des Darlehens beträgt 150.000 €. Alle Detailinformationen gibt es hier.

NRW.BANK.Nachhaltig Wohnen:

Mit dem Programm werden Bau, Sanierung und Ersterwerb von nachhaltigem Wohneigentum zur Selbstnutzung durch ein zinsgünstiges Darlehen gefördert. Auch einzelne energetische Maßnahmen können förderfähig sein. Alle Detailinformationen gibt es hier.

Dazu berät die Verbraucherzentrale NRW private Haushalte, teilweise auch kostenlos.

Förderungen für Wärmepumpen in Köln, Münster und Co.

Einige NRW-Städte bieten 2026 weiterhin eigene "Klimaschutzpakete" an, die zusätzlich zum Bund fließen können. Einige Beispiele:

  • Köln: Über das Programm „Gebäudesanierung und Klimaschutz“ gibt es oft Zusatz-Zuschüsse für die Fachplanung.
  • Münster: Die Stadt Münster fördert im Rahmen von „Klimafreundliche Wohngebäude“ oft spezifische Maßnahmen, die über den Standard hinausgehen.
  • Düsseldorf: Bietet über das Umweltamt das Programm „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf“. Hier gibt es oft Zuschüsse für die Planung, aber auch für die Installation von Wärmepumpen in Kombination mit anderen Maßnahmen (z. B. Dach- und Fassadenbegrünung, PV-Anlagen).
  • Essen: Die Stadt ist im Rahmen ihres „Smart City“-Ansatzes aktiv. Es gibt das Programm „KlimaVorOrt“, das Zuschüsse für spezifische Klimaschutzmaßnahmen im Gebäudebestand bietet.
  • Bochum: Bietet das Programm „Klimaschutz in Bochumer Gebäuden“. Die Förderschwerpunkte wechseln hier oft, aber energetische Sanierung und Heizungstausch sind meist enthalten.
  • Bonn: Die Stadt Bonn hat das Programm „Energiespar- und Klimaschutzprogramm“. Es fördert unter anderem den Einsatz erneuerbarer Energien in privaten Haushalten.

Es lohnt sich, den aktuellen Stand bei der jeweiligen Stadt oder Kommune zu prüfen.

Mit Förderung zur günstigen Wärmepumpe

Die Förderung für Wärmepumpen ist so hoch wie nie zuvor. Dementsprechend ist auch das Timing für einen Heizungstausch so gut wie nie zuvor. Alleine mit dem Umstieg auf eine Wärmepumpe lassen sich die Heizkosten um bis zu 45 % reduzieren. Hier kann man sich seine individuelle Ersparnis berechnen lassen:

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