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Brauchwasser-Wärmepumpe: Kosten, Funktion und Hinweise

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Brauchwasser-Wärmepumpe mit Haus im Hintergrund

Energie für die Warmwassererzeugung kostet Geld. Warum also dafür in die Tasche greifen, wenn Sie stattdessen vorhandene Abwärme nutzen können? Alles, was Sie hierfür benötigen, ist eine Brauchwasser- Wärmepumpe.

Wie sie funktioniert, welche Energiequellen infrage kommen und was genau der Unterschied zu einer herkömmlichen Wärmepumpe ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Die Vorteile einer Brauchwasser-Wärmepumpe auf einen Blick
  • sinnvolle Verwendung von ohnehin entstandener Abwärme im Haus
  • überschaubare Anschaffungs- und Installationskosten
  • Langlebigkeit: als Standard gelten 20 Jahre
  • fungiert gleichzeitig als Entfeuchter und beugt Schimmelbildung vor
  • einfache Installation mit integriertem Wasserspeicher
  • mit Gas, Öl und PV-Anlagen kompatibel
  • Solarerträge aus PV-Anlagen können im Eigenverbrauch optimal genutzt werden
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Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Brauchwasser-Wärmepumpe?

Eine Brauchwasser-Wärmepumpe ist auch unter dem Namen Warmwasser-Wärmepumpe bekannt. Sie wurde speziell für die Bereitung von Warmwasser entwickelt, das nicht als Trinkwasser gedacht ist. Hierzu zählt beispielsweise Wasser für die Dusche oder den Abwasch.

Diese Art Wärmepumpe funktioniert ähnlich wie eine herkömmliche Luft-Wasser-Wärmepumpe. Denn auch die Brauchwasser-Wärmepumpe entzieht ihrer Umgebungsluft Wärmeenergie. Diese wird dann mithilfe eines Kältemittels in einen Kältekreislauf transportiert. Ein Kompressor sorgt durch einen Verdichtungsvorgang für eine Temperatur-Erhöhung. Anschließend überträgt ein Wärmetauscher die Wärme in einen Warmwasserspeicher.

Diesen Prozess kennen Sie bestimmt schon von anderen Wärmepumpen, die in erster Linie das Haus heizen sollen. Was genau unterscheidet also eine Brauchwasser-Wärmepumpe von einer Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Das sind die wichtigen Unterschiede:

  1. Luft-Wärmepumpen sind allen voran Heizsysteme. Brauchwasser-Pumpen dagegen haben keine Heizfunktion für das Gebäude. Sie erzeugen lediglich Warmwasser. Folglich ist ihre Leistung auch geringer.
  2. Eine Luftwärmepumpe besteht aus einem Außen- und einem Innenmodul. Dabei wird über das Außenmodul Wärme zum Beispiel aus dem Garten gewonnen. Brauchwasser-Wärmepumpen nutzen als Energiequelle jedoch die Luft innerhalb des Gebäudes.

Wann lohnt sich eine Brauchwasser-Wärmepumpe?

Brauchwasser-Wärmepumpe mit Fragezeichen

Generell haben Brauchwasser-Wärmepumpen keine Heizungsfunktion, wodurch sie nicht ganz so leistungsstark sein müssen wie herkömmliche Wärmepumpen. Dennoch ist auch der Prozess für die Warmwassererzeugung energieintensiv. Doch insbesondere, wenn Sie die Brauchwasser-Wärmepumpe in der Nähe von Elektrogeräten, Heizungssystemen oder der Abluft eines Lüftungssystems aufstellen, können Sie einen echten Mehrwert generieren. Denn gerade in Räumen, wo viel Abwärme entsteht, wie beispielsweise in Heizungsräumen, benötigt Ihre Brauchwasserwärmepumpe umso weniger Strom.

Was uns gefällt: Brauchwasser-Pumpen eigenen sich sowohl im Neubau als auch im Altbau.

Was ist vor dem Kauf einer Brauchwasser-Wärmepumpe zu beachten?

Checkliste Icon

Warmwasser-Wärmepumpen werden innerhalb des Gebäudes aufgestellt. Sowohl die Geräuschkulisse als auch der Platzbedarf sind vergleichsweise gering. Es sind somit keine aufwendigen Erdbohrungen nötig, wie bei einigen Typen konventioneller Wärmepumpen. Dennoch sollten Sie auf folgende Dinge achten:

  1. Wählen Sie einen Platz für die Brauchwasser-Wärmepumpe aus, der eine ständige Abwärmezufuhr hat. Dies ist nämlich die Wärmequelle für das Warmwasser. Gerade Heizkessel eignen sich dafür besonders.
  2. Um die höchste Effizienz und größtmögliche Kostenersparnis zu erreichen, empfiehlt sich die Anbindung der Brauchwasser-Wärmepumpe an eine Photovoltaikanlage. So können Sie nicht nur garantieren, dass Ihre Anlage mit Grünstrom beliefert wird, sondern sichern sich auch Ihre Unabhängigkeit von den lokalen Energieversorgungsunternehmen.

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Wichtig zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang, dass besondere Wärmestrom-Tarife nur bezogen werden können, wenn der Wärmestrom über einen gesonderten Stromzähler läuft. Möchten Sie Ihren eigenen Solarstrom nutzen, so müsste die Wärmepumpe auch über den Hauptzähler laufen. Sollte es einmal nicht genügend Solarstrom geben, würden Sie dann herkömmlichen Strom aus dem Netz beziehen und würden keine Sonderkonditionen bekommen.

Weitere Vorteile durch eine Brauchwasser-Wärmepumpe

Brauchwasser-Wärmepumpe mit grünem Plus Symbol

Vielleicht fragen Sie sich an dieser Stelle, ob der Dämmzustand des Gebäudes für die Leistung der Warmwasser-Wärmepumpe eine Rolle spielt. Schließlich ist das bei herkömmlichen Wärmepumpen immer ein Kernthema.

Doch bei Warmwasser-Wärmepumpen ist es anders. Dadurch, dass diese ohnehin innerhalb des Gebäudes aufgestellt werden und für die Heiztemperatur innerhalb des Hauses nicht zuständig sind, ist die Dämmung kaum relevant. Aus diesem Grund ist es auch nicht schlimm, dass die Leistungszahl (COP) meistens geringer ausfällt als bei anderen Wärmepumpen-Typen.

Brauchwasser-Wärmepumpen haben einen weiteren Vorteil: Dadurch, dass sie am Installationsort warme, oft feuchte Luft ansaugt und kühle, trocken Luft ausstößt, beugen sie der Schimmelbildung vor. Sie wirken genau wie ein Entfeuchter.

Was kostet eine Wärmepumpe für Brauchwasser?

Brauchwasser-Wärmepumpe mit Geld Symbol

Die Installation einer Brauchwasser-Wärmepumpe liegt ungefähr bei 350 €. Dazu kommt die Anschaffung für die Warmwasserbereiter. Diese fallen bei etwa 3.000 aus. Sie sehen also, eine Brauchwasser-Wärmepumpe ist um einiges günstiger als eine herkömmliche Wärmepumpe. Auch die Kosten für den laufenden Betrieb halten sich in Grenzen.

Ein Beispiel: Ein 4-Personen-Haushalt verbraucht täglich durchschnittlich 40 Liter Warmwasser pro Person. Für den jährlichen Stromverbrauch durch die Warmwasserbereitung benötigt die Warmwasser-Wärmepumpe ca. 2.000 kWh. Nehmen wir nun an, dass der Haushalt durch einen vergünstigten Wärmepumpen-Stromtarif nur 26 ct pro kWh zahlt. Dann ergibt sich ein jährlicher Strompreis von 150 € für die Warmwasserbereitstellung.

Welche Förderungen gibt es für Brauchwasser-Wärmepumpen?

Förderung Icon

Auch wenn Brauchwasser-Wärmepumpen um einiges günstiger sind als andere Wärmepumpen-Typen, so ist die Anschaffung für viele Haushalte oft nicht einfach so möglich. Berechtigterweise stellt sich also die Frage nach den Fördermöglichkeiten.

Leider gibt es seitens der Bundesregierung im Moment keine speziellen Förderprogramme für Brauchwasser-Wärmepumpen. Die aktuelle Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) in Höhe von 35 Prozent der Kosten kann nur dann in Anspruch genommen werden, wenn die Wärmepumpen als vollwertige Heizungen eingesetzt werden sollen.

Eine Ausnahme besteht dennoch: Sollten Sie Modernisierungen im Altbau planen, um einen besseren Effizienzhaus-Standard zu erreichen, werden die folgenden Punkte finanziell unterstützt: Beratungs-, Planungs- und Anschaffungskosten sowie die Installation. Hier geht es zum BAFA Antrag.

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