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CO2 Steuer: Wie teuer wird das Heizen ab 2021?

CO2 und Steuer Icons mit Haus im Hintergrund

Zur Erreichung der Klimaziele bis 2030 haben Deutschland und die EU noch einen weiten Weg vor sich. Im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung schließlich ein Gesetz zur langfristigen Reduzierung der CO2-Emissionen verabschiedet – die CO2-Steuer.

Die CO2-Steuer sorgt für eine schrittweise Erhöhung des Preises je ausgestoßener Tonne CO2 beginnend ab 2021. Neben den Benzinpreisen steigen für die Verbraucher auch die Heizkosten, vor allem bei reinen Öl- und Gasheizungen.

Wir haben für Sie den Einfluss der CO2-Steuer auf Ihre Heizkosten untersucht. Welches Heizsystem eignet sich am besten und wie gelingt der Umstieg auf erneuerbare Energien?

Die CO2-Steuer in Kürze.

Icon, das die CO2-Steuer darstellt

Im November 2020 hat die Bundesregierung eine Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes vorgenommen und damit die Einführung des CO2-Preises beschlossen.

Genau genommen handelt es sich dabei um keine Steuer, sondern um einen nationalen Emissionshandel. Unternehmen, die Heizöl oder Erdgas auf den Markt bringen, müssen dafür entsprechende Emissionsrechte erwerben. Der Anschaffungspreis der Emissionsrechte wird im Umkehrschluss über eine Preiserhöhung an den Verbraucher weitergegeben.

Wie wird die CO2-Steuer berechnet? 

Der negative Einfluss auf das Klima wird bei der CO2-Steuer in CO2 je Tonne gemessen. Für jede ausgestoßene Tonne CO2 zahlen Sie also einen von der Bundesregierung festgelegten CO2-Preis.

Durch die CO2-Steuer wird der Preis von Heizöl und Erdgas deutlich angehoben. Da sich die Emissionen bei der Verbrennung beider Brennstoffe allerdings unterscheiden, erhöht sich der Preis unterschiedlich stark. Dazu später mehr.

Wie hoch ist die CO2-Steuer ab 2021?

Seit Januar 2021 gilt ein CO2-Preis von 25 € je Tonne CO2. Bis 2025 steigt dieser Preis dann schrittweise auf das Niveau von 55 € an. Das Jahr 2026 wird der Übergang zu einem freien Zertifikate-Handel. Bis zum Jahr 2030 soll der Gebäudesektor nicht mehr als 70 Mio. Tonnen CO2 ausstoßen. Entsprechend werden die Zertifikate ab 2023 weiter verknappt, um dieses Ziel zu erreichen. Für das Jahr 2026 wurde ein Preiskorridor von 55 bis 65 € angegeben.

Jahr Preis / Tonne CO2
2021 25 €
2022 30 €
2023 35 €
2024 45 €
2025 55 €

Was dieser Preisanstieg für die beiden Energieträger Erdgas und Heizöl bedeutet, sehen Sie in der folgenden Grafik. Die orangene Kurve stellt die Preisentwicklung je Tonne CO2 dar. Darüber sehen Sie die Zusatzkosten bei einem Verbrauch von 5.000 kWh für Erdgas und Heizöl.

Die Entwicklung des CO2 Preises von 2021 bis 2025

Heizöl.

Ein Heizöl Icon

Heizöl genießt im Jahr 2021 nicht den besten Ruf: Der Preis je kWh liegt über dem von Erdgas, gleichzeitig gehört Heizöl zu den schmutzigsten Energieträgern überhaupt.

Ab 2026 dürfen in Deutschland keine Ölheizungen mehr eingebaut werden, solange es aus baulichen Gründen nicht anders möglich ist. Gleichzeitig besteht schon heute die Pflicht eine Ölheizung nach 30 Jahren Laufzeit auszutauschen.

Wie hoch wird die CO2-Steuer auf Heizöl? 

Die CO2-Emissionen je kWh betragen beim Heizöl 0,28 kg/kWh und liegen damit 27 % höher als bei Erdgas. Die CO2-Steuer zwischen 2021 und 2025 schlägt sich wie folgt im Jahrespreis nieder:

Jahr Zusatzkosten 3-Zimmer-Wohnung (10.000 kWh) Zusatzkosten Reihenhaus (13.000 kWh) Zusatzkosten Einfamilienhaus (20.000 kWh)
2021 70 € 90 € 140 €
2022 84 € 110 € 168 €
2023 98 € 127 € 196 €
2024 126 € 163 € 252 €
2025 154 € 200 € 308 €

Mit dieser Formel können Sie ganz einfach selbst errechnen, wie hoch die Zusatzkosten durch die CO2-Steuer ausfallen:

0,28 * Jahresverbrauch (in kWh) * Preis / Tonne CO2 = Zusatzkosten

Bei einem Verbrauch von 2.000 Liter Öl (ca. 20.000 kWh) im Jahre 2021 bedeutet das:

0,28 * 20.000 * 25 €  = 140 €

Gas.

Ein Icon, das eine Gasheizung darstellt

Erdgas zählt neben Heizöl zu den beliebtesten Wärme-Energieträgern in Deutschland. Eine Gasheizung weist zwar eine bessere Klimabilanz auf als Öl, dennoch wird auch der Gaspreis durch die CO2-Steuer erhöht.

Wie hoch ist die CO2-Steuer für Gas ab 2021?

Die folgende Tabelle gibt Ihnen eine Vorstellung davon, wie sehr sich die CO2-Steuer in der Preissteigerung von Gas bemerkbar macht.

Jahr Zusatzkosten 3-Zimmer-Wohnung (10.000 kWh) Zusatzkosten Reihenhaus (13.000 kWh) Zusatzkosten Einfamilienhaus (20.000 kWh)
2021 55 € 70 € 110 €
2022 66 € 85 € 132 €
2023 77 € 100 € 144 €
2024 99 € 128 € 198 €
2025 121 € 157 € 242 €

Auch hier können Sie mit der Formel die Zusatzkosten individuell berechnen:

0,22 * Jahresverbrauch (in kWh) * Preis / Tonne CO2 = Zusatzkosten

Bei einem Verbrauch von 13.000 Liter kWh Gas im Jahr 2022 bedeutet das:

0,22 * 13.000 * 35 €  = 100 €

Langfristig machen sich die Zusatzkosten deutlich bemerkbar. Jetzt ist daher der beste Zeitpunkt auf erneuerbare Energien umzustellen. Im nächsten Abschnitt finden Sie die besten Wege um langfristig von der CO2-Steuer verschont zu bleiben.

So können Sie beim Heizen sparen.

Ein Energiesymbol mit Eurozeichen und grünem Pfeil vor einem Haus

Die CO2 Steuer macht das Heizen mit bewährten Methoden teurer, doch es gibt auch zahlreiche Wege um CO2 zu sparen. Diese fünf Methoden helfen Ihnen dabei:

Umstieg auf Wärmepumpe.

Wärmepumpe

Für den Betrieb einer Wärmepumpe werden keine fossilen Brennstoffe verbraucht, folglich brauchen Sie hier auch keine CO2-Steuer zu zahlen. Für einen Neubau raten wir zur Erd- oder Wasserwärmepumpe, die in einem gut gedämmten Haus den größten Teil des Heizbedarfs abdecken kann.

Zur Sanierung ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe hervorragend geeignet. Aufgrund des geringen Platzbedarfs und des relativ geringen Anschaffungspreises ist sie die ideale Lösung um CO2-Emissionen langfristig zu senken. Dabei profitieren Sie von staatlichen Fördergeldern und senken Ihre Heizkosten.

Haus energetisch sanieren.

Haus mit grünen Pfeilen

Wohnen Sie in einem Altbau? Müssen Sie aufgrund von alten Fenstern, hohen Decken oder ungedämmten Räumen überdurchschnittlich viel heizen?

Lassen Sie Ihr Haus energetisch sanieren, können Sie dieselbe Wohnfläche mit einer geringeren Menge an Gas oder Heizöl beheizen. Die Renovierungskosten amortisieren sich meist schon nach wenigen Jahren.

Solarthermieanlage.

Eine Solarthermie Anlage als Icon

Eine Solarthermieanlage zur Warmwasseraufbereitung oder als Heizunterstützung senkt Ihren Energieverbrauch um 20 bis 30 % ab. Auch hier profitieren Sie von staatlichen Fördermitteln. Solarthermie lohnt sich vor allem bei Haushalten mit einem hohen Gesamtverbrauch.

Brennstoffzelle.

Icon einer Brennstoffzelle

Brennstoffzellenheizungen beheizen nicht nur Gebäude, sondern erzeugen auch gleichzeitig Strom. Mithilfe der Kraft-Wärme-Kopplung wird die Energie aus einem elektrochemischen Prozess von Wasserstoff mit Sauerstoff gewonnen.

Mit der Kombination aus einem Warmwasserspeicher, einem Gas-Brennwertgerät und einer Brennstoffzelle sparen Sie rund 40 % an Energie, 50 % CO2 und gleichzeitig erzeugen Sie damit Strom.

Verbrauch anpassen.

Grüner Pfeil mit Gastank

Die günstigste Variante ist es natürlich den Energieverbrauch zu senken. Hierbei fallen keine Investitionskosten an und der Effekt tritt sofort in Kraft. Dafür müssen Sie nur einige der folgenden Tipps befolgen:

  • Thermostat herunterstellen
  • Stoßlüften statt längerfristig offenem Fenster
  • Die Türen in den Innenräumen schließen
  • Gardinen nachts zuziehen
  • Gasanbieter wechseln

Weitere Tipps finden Sie in dem folgenden Artikel: Gasverbrauch berechnen – ganz einfach.

Fazit.

Eine gelbe Glühbirne, die das Fazit symbolisiert

Der Ruf nach einer CO2-Steuer besteht schon seit Langem, die Umsetzung stellt allerdings nun auch viele Verbraucher vor die Herausforderung die Heizkosten in den Griff zu bekommen. Klar ist: Erneuerbare Energien lohnen sich mehr denn je. Jede Maßnahme zur Reduzierung von CO2 wirkt sich nicht nur in Ihrer Klimabilanz, sondern auch auf Ihren Geldbeutel aus.

Elektroautos, Wärmepumpen, Solarthermie oder Photovoltaik. Inzwischen gibt es zahlreiche Förderungen für jede dieser Technologien, gleichzeitig wird der Druck durch die CO2-Bepreisung erhöht, sich ihnen anzunähern.

Was die Photovoltaikanlage angeht können Sie mit Enpal gleich doppelt profitieren. Mit Enpal’s Leasingmodell profitieren Sie von einer PV-Anlage, die sich über die Zeit von selber abbezahlt. Und das Beste: Sie brauchen sich dabei weder um die Installation, Versicherung noch um die Wartung zu kümmern.

Solaranlage ohne Anschaffungskosten: Unverbindliche Anfrage schicken

Hier können Sie herausfinden, ob sich eine PV-Anlage auch für Ihr Haus lohnt:

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