

Wer eine Photovoltaikanlage plant, stößt früher oder später auf das Thema Brandschutz. Berichte über brennende Solaranlagen verunsichern viele Hausbesitzer. Doch wie groß ist das Risiko wirklich? Und was lässt sich tun, um es zu minimieren? Dieser Artikel liefert klare Antworten: mit konkreten Zahlen, praxisnahen Checklisten und einer genauen Einordnung der Fakten.
Das tatsächliche Brandrisiko von PV-Anlagen ist sehr gering: Nur 0,006 % aller installierten Anlagen verursachen einen Brand mit größerem Schaden. Das entspricht etwa einer von 16.667 Anlagen. Diese Zahl stammt aus einer Langzeitstudie von TÜV Rheinland und Fraunhofer ISE, die über 1,3 Millionen Anlagen über 20 Jahre analysiert hat.
Zum Vergleich: In diesem Zeitraum gab es deutschlandweit 120 Brände, die durch eine Photovoltaikanlage ausgelöst wurden. In 75 Fällen entstand ein größerer Schaden, in nur 10 Fällen brannte das Gebäude komplett ab. Photovoltaikanlagen sind damit nicht gefährlicher als herkömmliche Elektroinstallationen im Haushalt.
Die Zahlen zeigen: Eine Solaranlage erhöht das Brandrisiko im Haushalt nicht signifikant. Das Risiko liegt auf dem Niveau eines Wäschetrockners und deutlich unter dem eines Verbrenner-Fahrzeugs.
Die häufigsten Brandursachen bei PV-Anlagen sind Installationsfehler, Produktdefekte und Planungsmängel. Alle drei Brandursachen sind allerdings vermeidbar, wenn Qualitätsstandards eingehalten werden.
In einer Studie untersuchten der TÜV Rheinland und das Fraunhofer ISE insgesamt 103 Brandfälle von PV-Anlagen. Demnach ist nicht die Technologie selbst, sondern menschliche Fehler und mangelnde Qualität die Hauptursache. Besonders kritisch sind fehlerhafte Steckverbindungen und Photovoltaik Kabel sowie minderwertige Komponenten. Die folgende Tabelle zeigt alle Ursachen im Detail und wie sie sich vermeiden lassen:
Die Studie zeigt auch: Brände treten überproportional häufig in den Sommermonaten und um die Mittagszeit auf. Also bei hoher Sonneneinstrahlung und maximaler Strombelastung. Ältere Anlagen, insbesondere solche, die vor 2010 installiert wurden, sind etwas häufiger betroffen.
Ein grundsätzlich erhöhtes Brandrisiko besteht im Altbau nicht. Allerdings kann veraltete Elektrik das Risiko steigern, wenn sie nicht vor der Installation geprüft und gegebenenfalls modernisiert wird. Typische Schwachstellen sind fehlende FI-Schutzschalter, zu kleine Kabelquerschnitte oder marode Leitungen. Eine Prüfung durch einen Elektriker vor der Photovoltaik Montage schafft hier aber schnell Klarheit.
Gut zu wissen: Bei Enpal werden alle Installationen von geschulten Fachteams durchgeführt und mit Spezialwerkzeug montiert. Jede Anlage erhält ein vollständiges Abnahmeprotokoll. So sind die häufigsten Fehlerquellen von Anfang an ausgeschlossen.
Für den Brandschutz bei Photovoltaikanlagen gibt es verschiedene Maßnahmen, die sich in vier Bereiche unterteilen lassen: Planung der PV-Anlage, PV-Komponenten, Installation und laufender Betrieb. Wer diese Bereiche beachtet, minimiert das ohnehin geringe Brandrisiko nochmals deutlich.
Zusätzlich zu den Grundmaßnahmen empfehlen Experten folgende Schutzeinrichtungen für die Photovoltaikanlage:
Guter Brandschutz bedeutet auch, der Feuerwehr im Notfall die Arbeit zu erleichtern. Folgende Maßnahmen sind empfehlenswert:
Im Brandfall einer Photovoltaikanlage zählt schnelles und richtiges Handeln. Die wichtigste Regel: Niemals selbst löschen. Solarmodule stehen bei Tageslicht immer unter Spannung, das macht eigenständige Löschversuche lebensgefährlich. Stattdessen gilt folgende Reihenfolge:
Wichtig zu wissen: Nachts produzieren die Solarmodule keinen Strom, da kein Licht auf die Zellen trifft. Allerdings bleibt ein vorhandener Stromspeicher auch nachts aktiv und unter Spannung. Nach dem Löschen sollten Betroffene die Versicherung informieren und einen Gutachter hinzuziehen. Die Photovoltaikanlage darf erst nach Freigabe durch einen Fachbetrieb wieder in Betrieb genommen werden.
Die Feuerwehr setzt bei Bränden von Photovoltaikanlagen vor allem Sprühstrahl statt Vollstrahl ein. Der fein verteilte Wasserstrahl leitet weniger Strom und ermöglicht sicheres Löschen aus einem Mindestabstand von 1 bis 5 Metern. Moderne Einsatzkräfte nutzen außerdem Wärmebildkameras, um Hotspots auf Solarmodulen zu erkennen und zu bekämpfen.
Bei Speicherbränden setzt die Feuerwehr spezielle Kühlverfahren ein. Lithium-Ionen-Batterien können sich nach dem Löschen erneut entzünden. Daher bleibt die Feuerwehr oft noch mehrere Stunden vor Ort und überwacht die Temperatur. Ein typischer Einsatz dauert je nach Brandintensität zwischen einer und mehreren Stunden.
Rund um das Löschen von Photovoltaikanlagen kursieren hartnäckige Mythen. Viele stammen aus veralteten Medienberichten oder den frühen Jahren der Solartechnik. Heute sieht es anders aus: Alle deutschen Feuerwehren haben spezielle Einsatzrichtlinien für PV-Anlagen und schulen ihre Einsatzkräfte regelmäßig. Die folgende Tabelle stellt die Fakten richtig:
Gut zu wissen: Im Enpal-Mietmodell sind Versicherung und Fernwartung automatisch inklusive. Bei der Kaufoption kann das Service-Paket mit Versicherung flexibel dazugebucht werden. Im Schadensfall unterstützt der Kundenservice bei der Abwicklung.
Für den Brandschutz bei Photovoltaikanlagen sind hochwertige Komponenten entscheidend. Zertifizierte Solarpanels und Wechselrichter minimieren das Risiko von Produktdefekten, die für rund 36 % aller PV-Brände verantwortlich sind. Wer Angebote vergleicht, sollte auf bestimmte Qualitätsmerkmale achten. Die folgende Checkliste hilft bei der Prüfung:
Für den Brandschutz einer Solaranlage ist regelmäßige Photovoltaik-Wartung entscheidend. Eine gut gewartete Anlage hat ein deutlich geringeres Brandrisiko als eine, die jahrelang nicht geprüft wurde. Experten empfehlen eine jährliche Sichtprüfung durch den Betreiber und eine Fachprüfung alle vier Jahre.
Die jährliche Sichtprüfung können Anlagenbetreiber selbst durchführen. Dabei sollten folgende Punkte kontrolliert werden:
Die Fachprüfung alle vier Jahre sollte ein zertifizierter Elektrofachbetrieb durchführen. Dabei werden unter anderem geprüft:
Die Kosten für die Wartung liegen bei etwa 100 € bis 250 € pro Jahr, je nach Anlagengröße und Umfang der Prüfung. Viele Anbieter bieten Wartungsverträge an, die regelmäßige Prüfungen und schnelle Hilfe im Störfall beinhalten.
Beim Brandschutz der Photovoltaikanlage sind bestimmte Mindestabstände einzuhalten. Diese PV-Module Montage Abstände dienen dazu, eine Brandausbreitung zu verhindern und Rettungswege nicht zu blockieren. Die genauen Vorgaben variieren je nach Bundesland und Gebäudetyp, orientieren sich aber an der Muster-Bauordnung und den Richtlinien der Feuerwehrverbände. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Abstandsregelungen:
Die Abstände zu Nachbargebäuden spielen eine zentrale Rolle beim Brandschutz der Photovoltaikanlage. Ein angemessener Abstand sorgt dafür, dass Feuer und Hitze im seltenen Fall eines Brandes mehr Raum haben, bevor sie auf angrenzende Strukturen übergreifen können. Bei Reihenhäusern oder Doppelhaushälften gelten daher oft strengere Regeln, da hier die Gefahr einer Brandausbreitung höher ist.
Ausreichende Abstände gewährleisten, dass Feuerwehr und Rettungsdienste im Notfall schnellen und ungehinderten Zugang haben. Bei größeren Dachflächen muss ein Streifen von mindestens 1,0 m Breite frei bleiben, damit Feuerwehrleute das Dach begehen können. Diese Flächen sind entscheidend für eine effektive Brandbekämpfung und mögliche Evakuierungsmaßnahmen.
Photovoltaikanlagen sind sicher. Das Brandrisiko liegt bei nur 0,006 % und damit niedriger als bei vielen anderen Elektrogeräten. Die wenigen Brände lassen sich fast immer auf vermeidbare Ursachen zurückführen: fehlerhafte Installation, minderwertige Komponenten oder mangelnde Wartung. Wer auf zertifizierte Fachbetriebe und regelmäßige Kontrollen setzt, minimiert das Risiko nochmals. Die Feuerwehr ist für PV-Brände geschult und löscht jedes Gebäude. Mit der richtigen Planung und gutem Brandschutz ist eine Photovoltaikanlage eine sichere Investition.
Ein Feuerwehrschalter, auch DC-Freischalter genannt, unterbricht die Gleichstromleitung zwischen Solarmodulen und Wechselrichter. Das ist wichtig, weil Module bei Lichteinfall immer Strom produzieren. Für Einfamilienhäuser ist er keine Pflicht, wird aber empfohlen. Die Kosten liegen zwischen 200 € und 600 €.
Ein grundsätzlich erhöhtes Brandrisiko besteht im Altbau nicht. Allerdings kann veraltete Elektrik das Risiko steigern, wenn sie nicht vor der Installation geprüft wird. Typische Schwachstellen sind fehlende FI-Schutzschalter oder marode Leitungen. Eine Prüfung durch einen Elektriker kostet zwischen 100 € und 250 €.
Die wichtigsten Normen sind die DIN VDE 0100-712 für die Errichtung von PV-Anlagen und die IEC 61730 für die Sicherheit von Solarmodulen. Besonders relevant für Versicherungen ist die VdS 3145. Viele Versicherer setzen die Einhaltung dieser Richtlinie voraus oder gewähren günstigere Konditionen.
Der Aufstellort ist entscheidend: trocken, gut belüftet und mindestens 0,5 m Abstand zu brennbaren Materialien. Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) gelten als besonders sicher. Brände von Stromspeichern sind selten, die Feuerwehr setzt im Ernstfall spezielle Kühlverfahren ein.
In vielen Wohngebäudeversicherungen ist die Solaranlage beitragsfrei mitversichert. Allerdings deckt diese oft nicht alle Risiken ab, etwa Vandalismus oder Marderbiss. Eine separate PV-Versicherung ist daher sinnvoll. Bei Enpal ist die Versicherung im Mietmodell automatisch inklusive.