
Die Kosten für das Laden eines Elektroautos können stark schwanken und hängt ausschließlich vom Ladeort ab.
Dieser Artikel zeigt mit konkreten Zahlen und Beispielrechnungen, was eine Ladung, 100 Kilometer und ein Jahr E-Auto-Fahren tatsächlich kosten. Die richtigen Strategien können mehrere hundert Euro pro Jahr sparen.
Die Kosten für eine Vollladung hängen von zwei Faktoren ab: der Größe der Batterie (in kWh) und dem Strompreis am Ladeort (in €/kWh). Ein durchschnittliches E-Auto hat heute eine Batteriekapazität von etwa 60 kWh.
Die folgende Tabelle zeigt, wie stark die Kosten für eine solche 60-kWh-Ladung je nach Ladeort variieren:
Das bedeutet konkret: Eine Vollladung mit Solarstrom kostet nur 7,20 €. Das ist fast sechsmal günstiger als am Autobahn-Schnelllader. Selbst mit normalem Haushaltsstrom bleibt die Wallbox zu Hause mit 19,20 € deutlich preiswerter als öffentliche Ladestationen.
Akku schonend laden: Die meisten E-Auto-Fahrer laden nur von 20 % auf 80 %. Das ist besser für die Batterie. Bei dieser Ladung werden nur 36 kWh getankt. Die Kosten sinken entsprechend: zu Hause mit Solarstrom auf 4,32 €, mit Haushaltsstrom auf 11,52 €.
Die Kosten für 100 km hängen von zwei Faktoren ab:
Moderne Elektroautos verbrauchen je nach Größe und Fahrweise zwischen 14 und 22 kWh pro 100 km.
Die einfache Formel zur Kostenberechnung lautet:
Kosten pro 100 km = Verbrauch (kWh/100 km) × Strompreis (€/kWh)
Ein durchschnittliches E-Auto wie der VW ID.4 oder Kia EV6 verbraucht etwa 18 kWh/100 km. Lädt man zu Hause mit normalem Haushaltsstrom (0,35 €/kWh), ergeben sich Kosten von 6,30 € pro 100 km.
Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die Kosten für verschiedene Fahrzeugklassen und Ladeorte unterscheiden:
Der Strompreis pro Kilowattstunde kann in manchen Fällen höher ausfallen, als die angegebenen kWh. Denn es gibt versteckte Kosten, die wir uns im folgenden ansehen:
Ein Elektroauto kostet im Jahr je nach Fahrleistung und Ladeort zwischen rund 260 € und über 2.000 € an reinen Ladekosten. Die jährlichen Kosten hängen vor allem von der persönlichen Fahrleistung und dem Mix der genutzten Ladeorte ab. Für die folgenden Berechnungen wird ein durchschnittlicher Verbrauch von 18 kWh/100 km angenommen:
Rechenformel:
Jahreskosten = (Jahreskilometer ÷ 100) × Verbrauch × Strompreis
Beispiel: 12.000 km ÷ 100 × 18 kWh × 0,35 €/kWh = 756 € pro Jahr
Die Tabelle zeigt, wie sich die Kosten für verschiedene Fahrleistungen und Ladestrategien entwickeln:
Im direkten Jahresvergleich zeigt sich das Einsparpotenzial besonders deutlich. Ein Benziner mit 6,5 Litern Verbrauch kostet bei 12.000 km und 2,05 €/Liter rund 1.599 € pro Jahr, mehr als doppelt so viel wie ein E-Auto an der Wallbox ohne PV.
Bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern pro Jahr spart ein E-Auto-Fahrer mit eigener PV-Anlage gegenüber einem Benziner über 1.600 € jährlich allein an Lade- bzw. Tankkosten. Selbst ohne Solaranlage liegt die Ersparnis durch das Laden zu Hause immer noch bei mehr als 1.000 € pro Jahr.
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Öffentliches Laden kostet zwischen 0,45 und 0,90 € pro kWh, je nach Ladegeschwindigkeit und Standort. Wer regelmäßig öffentlich laden muss oder auf längeren Strecken unterwegs ist, zahlt damit deutlich mehr als zu Hause.
AC- vs. DC-Laden im direkten Verlgeich:
Der hohe Preis für DC-Schnellladen erklärt sich durch die enormen Investitionskosten für die leistungsstarke Ladeinfrastruktur und die teuren Netzanschlüsse, die für Leistungen bis 350 kW nötig sind.
Ja, deutlich. Schnelllader an Autobahnraststätten gehören zu den teuersten Ladeoptionen mit Preisen zwischen 0,70 und 0,90 € pro kWh. Damit ist der Strom dort mehr als siebenmal so teuer wie der eigene Solarstrom.
Ein VW ID.4 (18 kWh/100 km) benötigt rund 144 kWh für die Strecke.
Die clevere Strategie: Vor Abfahrt zu Hause vollladen und mit voller Batterie starten. Unterwegs am besten nur gezielt an günstigen Standorten nachladen.
Mit einer eigenen Wallbox und PV-Anlage spart man im Vergleich zum rein öffentlichen Laden über 1.000 € pro Jahr an Ladekosten. Der Grund ist der unschlagbar günstige Strompreis von nur ca. 0,12 € pro kWh für selbst erzeugten Solarstrom, verglichen mit Haushaltsstrom (ca. 0,35 €/kWh) oder den Tarifen an öffentlichen Ladesäulen.
Die folgende Tabelle zeigt die massive Ersparnis im Vergleich zum öffentlichen Laden bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 12.000 Kilometern pro Jahr:
Auch wenn die Anfangsinvestition berücksichtigt wird, lohnt sich die eigene Ladeinfrastruktur langfristig immer.
Der mit Abstand größte Hebel ist das Laden an der eigenen Wallbox. Jede Kilowattstunde, die Sie zu Hause statt an einer öffentlichen Ladesäule laden, spart sofort 50-80 % der Kosten. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, das Auto über Nacht anzustecken, um am nächsten Morgen mit einer vollen und günstigen Batterie zu starten.
Die ultimative Ersparnis erzielen Sie mit einer eigenen PV-Anlage. In Kombination mit einem Stromspeicher und einer intelligenten Wallbox können Sie Ihr Auto sogar nachts mit dem tagsüber produzierten, fast kostenlosen Sonnenstrom laden. Günstiger als die ca. 12 Cent pro kWh für eigenen Solarstrom geht es nicht.
Planen Sie Langstrecken so, dass Sie nicht zwingend an den teuren HPC-Säulen direkt an den Raststätten laden müssen. Oft gibt es nur wenige Minuten von der Autobahnabfahrt entfernt deutlich günstigere Schnelllader, zum Beispiel bei Supermärkten oder Autohöfen. Ein kurzer Blick in die Lade-App vor der Fahrt kann 15-25 Cent pro kWh sparen.
Wer gleichmäßig und vorausschauend fährt, kann den Energieverbrauch reduzieren. Das klappt zum Beispiel mit Eco-Modus, fahren mit maximal 90 km/h oder sanftem Beschleunigen und Bremsen.
Spontanes Ad-hoc-Laden per QR-Code oder Kreditkarte ist fast immer die teuerste Option. Eine Ladekarte mit einem festen, günstigen kWh-Preis (eventuell mit einer kleinen monatlichen Grundgebühr) rechnet sich oft schon nach zwei bis drei öffentlichen Ladevorgängen pro Monat. Vergleichen Sie Anbieter wie EnBW, Maingau oder den ADAC.
Viele Supermärkte (wie Lidl, Kaufland, Aldi), Möbelhäuser oder Baumärkte bieten kostenloses oder sehr günstiges AC-Laden während des Einkaufs an. Auch wenn es oft nur für 10-20 kWh reicht – jede kostenlose Kilowattstunde senkt Ihre durchschnittlichen Ladekosten und ist ein willkommener Bonus.
Moderne Systeme ermöglichen das sogenannte PV-Überschussladen. Doch was passiert, wenn das Auto tagsüber nicht zu Hause ist, während die Sonne am stärksten scheint?
Hier kommt der smarte Stromspeicher ins Spiel. Er speichert den überschüssigen Solarstrom vom Tag. Eine intelligente Wallbox kann dann so programmiert werden, dass sie das Auto über Nacht mit genau diesem gespeicherten, günstigen Solarstrom lädt, anstatt teuren Netzstrom zu beziehen.
Durch das perfekte Zusammenspiel von PV-Anlage, Stromspeicher und intelligenter Wallbox wird die Unabhängigkeit vom Netz maximiert. So können 60–80 % des jährlichen Ladestroms direkt oder zeitversetzt von der eigenen Sonne kommen und die Ladekosten auf ein absolutes Minimum sinken.
Wer die Ladekosten seines E-Autos also wirklich minimieren möchte, steht vor einer zentralen Entscheidung: Reicht eine Wallbox, um bequem günstigen Haushaltsstrom zu nutzen, oder soll es die Komplettlösung aus PV-Anlage, Speicher und intelligenter Wallbox für maximale Ersparnis und Unabhängigkeit sein?
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