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Die Wahrheit über Elektro-Autos: 12 Fakten über das E-Auto

Aktualisiert:
16.03.2026
Lesezeit:
7 Minuten
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E-Auto: Das Wichtigste in Kürze

Wir räumen mit den wichtigsten Mythen rund um E-Autos auf. Einige Erkenntnisse:

  • E-Autos sind unterm Strich oft günstiger als Verbrenner.
  • E-Autos haben zweifellos eine positive Klimabilanz.
  • E-Autos sind sicher.
  • Am besten lädt man sein E-Auto mit dem Solarstrom vom eigenen Dach.
Enpal Wallbox Stecker wird in die Ladebüchse eines Elektroautos gesteckt.

Es ist der Megatrend der 2020er Jahre: das E-Auto. Immer mehr Menschen steigen von fossilen Kraftstoffen auf Strom um. 

Trotzdem halten sich viele Mythen hartnäckig: über Kosten, Klimabilanz oder Sicherheit. Manche von diesen Ängsten und Einwänden stimmten einmal, sind aber längst durch den technischen Fortschritt überholt. Dieser Faktencheck rund um das E-Auto räumt mit alten Vorurteilen auf.

Hier sind 12 Fakten, die Sie über E-Mobilität wissen müssen.

Inhaltsverzeichnis

Fakt 1: E-Autos sind unterm Strich oft günstiger als Verbrenner – bereits heute.

E-Autos sind teuer? Von wegen! Das Gegenteil ist der Fall, wenn man alle Kosten einbezieht. Und zwar nicht erst in ferner Zukunft, sondern schon heute.

Ein E-Auto kostet in der Anschaffung heute zwar oft noch mehr als ein vergleichbarer Verbrenner. Spätestens 2027 werden aber E-Autos schon in der Herstellung billiger sein als Verbrenner, sagt eine Studie von Bloomberg New Energy Finance.

Auch der jährliche “Auto-Kosten-Index” (Car Cost Index) belegt: Elektroautos sind in immer mehr Fahrzeugklassen und europäischen Ländern bei den Gesamtkosten wettbewerbsfähig mit Verbrennern. Die Lücke schließt sich spürbar.

Eine Studie des ADAC zeigt: Unterm Strich sind E-Autos bereits heute oft günstiger als ein Verbrenner, wenn man auch die Betriebskosten über die gesamte Nutzungsdauer einbezieht. Ein E-Auto muss nämlich nicht nur seltener in die Werkstatt, sondern spart auch ordentlich Geld beim Tanken. Ladesäule schlägt Zapfsäule!

Der ADAC rechnet vor: Ein VW ID.3 ist zum Beispiel 600 Euro pro Jahr günstiger als der Golf mit Verbrennungsmotor. Ein Mercedes EQA hat zumindest vergleichbare Kosten wie der fossile GLA.

Benzin und Diesel werden in Zukunft immer teurer werden. Denn: Die staatlichen Aufpreise auf fossile Brennstoffe steigen immer weiter an – da sind sich fast alle Parteien einig.

Zugleich wird Strom aus erneuerbarer Energie tendenziell immer günstiger. Unschlagbar ist der selbst produzierte Solarstrom von der Solaranlage auf dem eigenen Dach. Damit lässt sich das Auto zu Schnäppchenpreisen laden!

»Wer jetzt ein neues Auto anschaffen will oder muss, fährt elektrisch sicherlich besser als mit einem Verbrenner.« 

Constantin Hack, Automobilclub ACE

Fakt 2: E-Autos haben zweifellos eine positive Klimabilanz.

Die Klima-Bilanz von Elektroautos ist eindeutig positiv – bereits beim heutigen Strommix. Das belegt eine Studie der gemeinnützigen und unabhängigen Umwelt- und Verkehrsorganisation ICCT (International Council on Clean Transportation). 

Über den gesamten Lebenszyklus – von der Batterieherstellung über die Nutzung bis zur Verschrottung – liegen die gesamten Emissionen eines E-Autos bereits jetzt bis zu 73 Prozent unter denen eines vergleichbaren Benziners, rechnen die Fachleute vor. 

In der Zukunft können sie sogar noch klimaschonender werden: Je mehr Ökostrom im Netz ist, und je ausgereifter die Batterieproduktion wird, und umso mehr auch die Fabriken mit Ökostrom betrieben werden, desto besser wird die Bilanz.

Weitere Untersuchungen bestätigen die eindeutig positive Klimabilanz des E-Autos. Das ifeu (Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg) hat im Februar 2025 ein aktuelles Update seiner Klimabilanz mit Datenstand 2024 vorgelegt und kommt zum gleichen Schluss: Der Klimavorteil von Elektroautos über den gesamten Lebensweg gegenüber Verbrennern ist bereits heute deutlich. Auch das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) bestätigt in einer aktuellen Metastudie: E-Autos stoßen im Lebenszyklus 40 bis 50 % weniger CO₂ aus als vergleichbare Verbrenner – selbst unter konservativen Annahmen zum Strommix.

Bei einer Vollversorgung mit Ökostrom verursacht ein E-Auto sogar “mindestens zehnmal weniger Emissionen als das, was mit Verbrennungsmotoren, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, erreicht werden kann”, schreiben die Wissenschaftler der Technischen Universität Eindhoven.

Frühere Studien bescheinigten dem E-Auto zwar weniger positive Ergebnisse. Diese Studien sind jedoch inzwischen veraltet, z. B. was ihre Annahmen zur Entwicklung im Strommix betrifft. Deutschland hatte 2024 erstmals mehr als 62 % erneuerbare Energien im Stromnetz, mit Tendenz steigend.

Fazit: Die Klimabilanz des E-Autos ist bereits heute deutlich positiv. Daran bestehen bei Wissenschaftlern keine Zweifel mehr! Und die Bilanz wird umso besser, je mehr Strom wir aus Sonne und Wind gewinnen.

“Die Energiebilanz von Elektroautos ist heute schon deutlich besser als die von Verbrennern.”

Prof. Dr. Volker Quaschning, HTW Berlin

Fakt 3: Rohstoffe wie Kobalt und Lithium können nachhaltig gewonnen werden.

Rohstoffe wie Kobalt oder Lithium sind u. a. auch in Batterien enthalten. Beide Rohstoffe zählen jedoch nicht zu den seltenen Erden, wie oft fälschlicherweise behauptet wird. In den Akkus von Elektroautos sind gar keine seltenen Erden enthalten.

Der Abbau von Kobalt und Lithium ist umstritten, und auch hier kursieren viele Gerüchte und Halbwahrheiten. Wie auch für andere Rohstoffe wie Kupfer und Blei oder fossile Energien wie Kohle, Öl und Gas gilt: Der Abbau ist immer ein Problem, wenn er nicht soziale und ökologische Standards achtet.

Lithium stammt größtenteils aus Australien und Südamerika. In Australien wird es im Bergbau gewonnen, in Südamerika aus Sole, also aus unterirdischen Salzwasser-Reservoiren. Der vermeintlich hohe Wasserverbrauch beim Abbau von Lithium bezieht sich nur auf die Gewinnung aus Salzwasser-Reservoiren, doch dabei handelt es sich nicht um Trinkwasser, sondern eben um ungenießbares Salzwasser. Tatsächlich ist der eigentliche Wasserverbrauch nicht sehr hoch. “Für das Lithium in einer großen Autobatterie braucht man so viel Wasser wie für die Produktion von einem Kilo Rindfleisch”, sagt der Ingenieurwissenschaftler Prof. Dr. Volker Quaschning von der HTW Berlin.

Zudem wird Europa zunehmend unabhängiger von Importen: Im deutschen Oberrheingraben und im Erzgebirge gibt es nachgewiesene Lithiumvorkommen, Portugal zählt zu den lithiumreichsten Ländern Europas. Die EU hat im Dezember 2025 den Aktionsplan „RESourceEU" beschlossen, der die strategische Eigenversorgung mit kritischen Rohstoffen wie Lithium und Kobalt gezielt vorantreiben soll.

Kobalt wird derzeit vor allem im Kongo gewonnen, wo auch Kinderarbeit verbreitet ist. Dabei handelt es sich um ein generelles Problem der Weltwirtschaft, das kaum durch den Verzicht auf einzelne Produkte, sondern nur durch faire Handelsbedingungen zu lösen ist. Denn Kobalt wird nicht nur in Batterien eingesetzt, sondern in vielen anderen Produkten – etwa in Ventilsitzringen für Verbrennungsmotoren oder in Turbinenschaufeln von Flugzeugtriebwerken und Gasturbinen.

Erfreulicherweise können moderne Batterien inzwischen auf Kobalt nahezu vollständig verzichten. Die sogenannte LFP-Technologie kommt gänzlich ohne Kobalt aus und hat den Markt inzwischen klar erobert: 2025 wurden weltweit erstmals mehr LFP- als nickelbasierte Batterien in Elektroautos verbaut. Über 40 % aller 2024 verkauften E-Autos nutzten bereits LFP-Zellen – bis 2030 könnte der Anteil auf knapp 60 % steigen. Wissenschaftler arbeiten zudem bereits an Natrium-Ionen-Batterien, die weder Kobalt noch Lithium benötigen.

Die Nachhaltigkeits-Bilanz von E-Autos ist also bereits heute gut und wird umso positiver, je weiter die Technik voranschreitet.

Verbrenner brauchen viele kritische Rohstoffe – vor allem gigantische Mengen an Öl für Benzin und Diesel. Zu den größten Öl-Exporteuren zählen Saudi-Arabien, Russland und der Irak.

Fakt 4: Ein Akku für das E-Auto hält 160.000 Kilometer – und deutlich mehr.

Die Autohersteller geben bereits heute eine Garantie von 160.000 Kilometern auf den Akku. Das bestätigt der ADAC

Fällt die Kapazität des Akkus unter einen Schwellwert, wird die Garantie wirksam. Selten muss dabei der ganze Akku ausgetauscht werden. Oft reicht es, einzelne Zellen zu erneuern. Das spart Geld und Ressourcen.

Die ersten Hersteller bieten mittlerweile eine Garantie von sogar einer Million Kilometern. Damit könnte man 1.111 Mal ganz Deutschland von Nord nach Süd durchqueren. Diese Garantien wird es in Zukunft noch häufiger geben. 

Die Praxis bestätigt, dass Akkus sogar noch widerstandsfähiger sind als die Garantien vermuten lassen. Eine aktuelle Auswertung auf Basis von Tausenden realer Fahrzeuge zeigt: Die durchschnittliche Degradationsrate liegt bei lediglich 2,3 % pro Jahr. Das bedeutet: Nach 10 Jahren Betrieb hat ein Akku im Schnitt noch rund 77 % seiner ursprünglichen Kapazität – weit genug für den Alltagseinsatz. Recurrent Auto (2024) bestätigt: Nach 160.000 Kilometern liegt die durchschnittliche Restkapazität noch bei rund 90 %.

Besonders bemerkenswert: Laut einer P3-Studie (November 2024) halten Batterien deutlich länger als bislang angenommen. Ein Großteil der gemessenen Fahrzeuge lieferte selbst nach über 200.000 Kilometern noch mindestens 80 % der Ursprungskapazität. 300.000 Kilometer sind keine Seltenheit und die Reichweite steigt mit jeder neuen Batteriegeneration.

Fakt 5: Keine Angst vor wenig Reichweite!

Die meisten Menschen fahren im Alltag nur kurze Strecken. Im Durchschnitt fahren Menschen an die 32,5 km pro Tag. Das zeigt der Mobilitätsbericht des Bundesverkehrsministerium.

Das schaffen sogar die kleinsten E-Autos locker. Nur wenige, kleinere Modelle haben Reichweiten von unter 200 Kilometern. Viele kommen auf 400 Kilometer echte Reichweite, wie eine Auswertung des ADACs ergab. Laut ADAC Ecotest schafft das stärkste E-Auto eine Strecke von 740 Kilometern.

Klar: Für die Fahrt in den Urlaub braucht man auch mal mehr Reichweite. Doch die Ladeinfrastruktur wächst rasant: Laut Bundesnetzagentur gibt es bereits 196.353 öffentliche Ladepunkte in Deutschland. Das geplante Ziel: 1 Million Ladepunkte bis 2030. Zumal man bei sehr langen Autofahrten ohnehin Zwischenstopps einplant. Oder man leiht sich für die Urlaubsreise ein Auto mit hoher Reichweite und fährt im Alltag mit einem Auto mit kleinerer Batterie.

Erfahrungsberichte von Langstreckenfahrten mit dem E-Auto zeigen jedenfalls: Auch mit einem vollgepackten E-Auto kann man entspannt sogar von München bis nach Schottland fahren.

“Daran gibt es wirklich nichts mehr zu meckern, 90 % aller Autokäufer sollten damit problemlos zurechtkommen. Die Modelle sind da, die Ladeinfrastruktur ist da, es funktioniert einfach.”

Robin Engelhardt, professioneller Auto-Tester, über E-Autos

Fakt 6: E-Autos halten auch Kälte und Fluten stand.

E-Autos kommen gut durch den Winter! 

Der ADAC stellt im Wintertest klar: E-Autos verbrauchen zwar bei Kälte mehr Strom. Aber trotzdem funktionieren sie auch bei eisigen Temperaturen. Selbst im Stau und bei Minusgraden braucht man keine Angst haben: “Mit einem Elektroauto im Stau darf die Heizung auch bei eisiger Kälte problemlos mehrere Stunden auf Wohlfühltemperaturen laufen”, schreibt der ADAC.

Das E-Auto hat sogar einen großen Vorteil gegenüber dem Verbrenner: Es wird sofort warm! Denn, alle E-Autos haben eine Standheizung und erzeugen direkt warme Luft, ohne dass erst der Motor Abwärme erzeugen muss. Das erspart auch das Eiskratzen. Und wenn das Auto am Stromnetz hängt, kann es den Strom für das Aufheizen aus dem Netz beziehen – beim Einsteigen ist es dann bereits warm und die Batterie trotzdem voll.

Vielleicht ist das auch ein Grund, warum ausgerechnet so kalte Länder wie Norwegen oder Schweden weltweit zu den Vorreitern der Elektromobilität gehören. In Norwegen waren 2025 95,9% aller Neuzulassungen Elektroautos, in Schweden immerhin 60%.

Übrigens: Elektroautos können auch durch überflutete Straßen fahren. Kein E-Auto geht kaputt, nur weil es einmal über eine überflutete Straße fährt. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie U-Boote angetrieben werden? Richtig: durch einen Elektromotor!

Fakt 7: Immer mehr Deutsche wollen ein E-Auto!

Über 540.000 E-Autos wurden 2025 in Deutschland neu zugelassen! Das sind rund 43% mehr als im Vorjahr. Die meisten Neuzulassungen gab es in Bayern, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

Das beliebteste E-Auto in Deutschland war 2025 übrigens der VW ID.7. Auf den Plätzen 2 und 3 landen der Skoda Elroq und der VW ID.3. Überhaupt dominiert VW den deutschen E-Automarkt: sieben der zehn meist zugelassenen Modelle stammen vom VW-Konzern, der 2025 einen Marktanteil von 43,2 % an allen E-Neuzulassungen erreichte.

Fakt 8: E-Autos sind sicher.

E-Auto sind sicher – und sogar sicherer als Verbrenner!

Der ADAC stellt klar: “Keines der aktuellen Elektroautos ist bislang bei einem Crashtest negativ aufgefallen. Im Vergleich mit herkömmlich angetriebenen Pkw ist die Sicherheit von Elektroautos wegen der optimierten Crashstruktur im Fahrzeug sogar oft besser.” Das zeigt sich auch im Alltag: Laut ADAC Pannenstatistik 2025 kamen auf 1.000 Elektroautos nur 3,8 Pannen, bei Verbrennern waren es mehr als doppelt so viele (9,4).

Und auch die Medienberichte über brennende E-Autos hält der ADAC für übertrieben: “Ein brennendes Elektroauto erregt viel Aufmerksamkeit, da die Technologie noch neu ist und die Menschen sowie Medien dementsprechend aufmerksam sind – Angst ist dagegen unbegründet. Aktuell gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass Elektroautos mit oder ohne Unfalleinwirkung eher zum Brennen neigen als Autos mit Verbrennungsmotor.”

Der Feuerwehr-Verband stellt klar, dass die Feuerwehr natürlich auch E-Autos löschen kann: „Aufgrund der aktuellen Berichterstattung in den verschiedensten Medien erscheint es wichtig zu betonen, dass auch Elektrofahrzeuge von den Einsatzkräften der Feuerwehr gelöscht werden können.”

Fakt 9: E-Mobilität sichert Arbeitsplätze!

Die Arbeitsplätze, die Deutschland wegen der Elektro-Mobilität verliert, sind nicht weg – sie sind nur woanders. Nämlich in den Ländern, die den globalen Megatrend zur Elektro-Mobilität schon früh erkannt und investiert haben: vor allem in China. Leider hat Deutschland lange die Zeichen der Zeit verschlafen. Der Strukturwandel in der heimischen Automobilindustrie muss daher jetzt umso schneller gehen, um den Anschluss nicht zu verpassen.

Der Wandel zur Elektro-Mobilität kostet dabei zwar bestehende Arbeitsplätze, schafft aber gleichzeitig neue. Der Wandel kostet rund 220.000 Jobs in der klassischen Antriebstechnik , schafft aber gleichzeitig rund 205.000 neue Arbeitsplätze, etwa in der Batterieproduktion, bei erneuerbaren Energien und in der Ladeinfrastruktur. In Summe bleibt der Bedarf an Arbeitskräften damit weitgehend konstant. Das ergab eine Studie der Unternehmensberatung BCG.

Was garantiert Arbeitsplätze kostet: Das Festhalten am fossilen Verbrennungsmotor, während sich der Rest der Welt bewegt.

Fakt 10: Strom ist deutlich effizienter als Wasserstoff!

Die Zukunft des Pkw gehört dem E-Auto, nicht dem Wasserstoff – und auch nicht vermeintlichen Wunderwaffen wie der Brennstoffzelle mit Methanol.

Auch Wasserstoff-Autos sind eigentlich E-Autos. Denn auch sie werden von einem Elektromotor angetrieben. Der Unterschied besteht darin, dass eine Brennstoffzelle aus Wasserstoff den Strom direkt an Bord herstellt – anstatt sie in einer Batterie zu speichern. In der Brennstoffzelle reagieren der gasförmige Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser, und der dabei entstehende Strom treibt den Motor an. 

Der Wasserstoff muss aber erst hergestellt werden. Genau das ist der entscheidende Nachteil, zeigt das Bundesumweltministerium (BMUKN). Denn: Beim Batterie-Auto wird der Strom aus Solaranlagen und Windrädern direkt in die Batterie geladen. Damit schafft es einen Wirkungsgrad von rund 64 Prozent.

Bei einer Brennstoffzelle wird der Wasserstoff erst hergestellt (derzeit meistens aus Erdgas, künftig auch vermehrt aus Ökostrom). Dann wird der Wasserstoff aufwendig transportiert und gespeichert (die Komprimierung als Gas geht nur mit sehr hohem Druck von 700 Bar). Schließlich wird er wieder in Strom umgewandelt.

Bei jeder Umwandlung geht Energie verloren. Damit schafft das Wasserstoff-Auto laut BMUKN einen Wirkungsgrad von nur etwa 27 Prozent. Das macht Wasserstoff absolut ineffizient. Denn er braucht gut doppelt so viel Strom wie die Batterie und damit auch doppelt so viele Solaranlagen und Windräder.

Das gilt übrigens auch für die oft gehörte Methanol-Brennstoffzelle. Denn auch Methanol muss erst aufwendig hergestellt werden – aus Erdgas, mit Strom, oder aus Pflanzenabfällen. Auch hier ist es deutlich effizienter, direkt Strom in der Batterie zu speichern anstatt ihn vorher mehrfach mit Verlusten umzuwandeln.

“Das Wasserstoffauto wird immer ein Nischenprodukt sein, weil man für die Herstellung von Wasserstoff dreimal so viel Strom braucht wie für die Betankung eines Batterieautos.” 

Prof. Dr. Volker Quaschning, Ingenieurwissenschaftler an der HTW Berlin

Fakt 11: Die Stromnetze halten, auch wenn mehr E-Autos laden wollen.

Was würde passieren, wenn 10 Millionen Verbrenner-Autos zugleich tanken wollten? Richtig: An den Tankstellen wären lange Schlangen. Es kommt aber praktisch nie vor, dass “alle” zur gleichen Zeit tanken.

Ähnlich ist es auch bei Elektroautos. Nicht alle E-Auto-Fahrer werden zeitgleich laden. 

Außerdem: Intelligente Ladesysteme können dafür sorgen, dass ein E-Auto vor allem dann geladen wird, wenn ohnehin viel überschüssiger Strom im Netz ist – zum Beispiel zur Mittagszeit, wenn viel Solarstrom produziert wird, oder nachts, wenn der sonstige Strombedarf sinkt. So wird der Strombedarf intelligent verteilt. 

Noch besser: E-Autos können als riesige, dezentrale Batterie für das Stromnetz dienen. Das sogenannte bidirektionale Laden ermöglicht es, dass die Auto-Batterien nicht nur geladen werden können, wenn viel Strom im Netz ist, sondern auch entladen werden können, wenn der Strom knapp ist. Der Bundestag hat im November 2025 eine entscheidende gesetzliche Änderung beschlossen: Wer Strom aus seinem E-Auto zurück ins Netz einspeist, zahlt ab 2026 keine doppelten Netzentgelte mehr. So wird bidirektionales Laden erstmals wirtschaftlich attraktiv. Erste kommerzielle Angebote sind bereits gestartet.

Fakt 12: Am besten lädt man sein E-Auto mit dem Solarstrom vom eigenen Dach.

Der Solarstrom vom eigenen Dach ist unschlagbar günstig, um sein E-Auto zu laden. So spart man sich viel Geld. Nebenher ist der Solarstrom sauberer als der allgemeine Strommix aus dem Netz. Daher lädt man sein E-Auto am besten aus der eigenen Solaranlage.

Für das Laden zuhause braucht man eine Wandladestation, eine sogenannte Wallbox. Zwar kann man sein E-Auto prinzipiell auch an der normalen Haushaltssteckdose anschließen, aber diese ist für die dauerhafte Belastung nicht ausgelegt und kann im schlimmsten Fall einen Brand verursachen. Die Wallbox ist dagegen nicht nur sicher, sondern auch schneller, bequemer und intelligent steuerbar – zum Beispiel so, dass das Auto bevorzugt dann lädt, wenn gerade viel Solarstrom produziert wird.

Auf dem Markt sind zahlreiche unterschiedliche Modelle erhältlich. Daher empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem Fachpartner, um ein technisch modernes Gerät mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis zu wählen.

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