Enpal
Wallbox
THG-Quote

THG-Quote 2026: Das Wichtigste in Kürze

Aktualisiert:
30.01.2026
Lesezeit:
3 Minuten
Logo vom Enpal Magazin, dem Blog rund um Photovoltaik, Wärmepumpe und Co.

THG-Quote 2026: Das Wichtigste in Kürze

  • Die THG-Prämie steigt 2026 deutlich an. Bei Enpal erhalten E-Autobesitzer 260 €.
  • Die Quotenverpflichtung für Mineralölkonzerne erhöht sich von 10,5 % (2025) auf 12,1 % (2026). Das steigert die Nachfrage nach THG-Zertifikaten.
  • Die neue EU-Richtlinie RED III schließt Schlupflöcher. Biokraftstoffe aus Palmöl und Soja sind nicht mehr anrechenbar und die Doppelanrechnung entfällt.
  • Die Beantragungsfrist für die THG-Prämie 2026 endet am 31. Oktober 2026. Die Auszahlung dauert etwa 5-7 Monate.
  • Der Quotenpfad ist bis 2040 festgelegt und steigt auf 53 %. Das lässt langfristig weiter steigende Prämien erwarten.

E-Auto-Fahrer können sich in 2026 über deutlich mehr Geld freuen als im Vorjahr. Die THG-Prämie ist stark gestiegen, denn die EU-Richtlinie RED III hat die Spielregeln verändert. Mineralölkonzerne müssen nun mehr echte CO₂-Einsparungen nachweisen. Davon profitieren alle E-Fahrzeughalter direkt.

Dieser Artikel erklärt, wie hoch die Prämie 2026 ausfällt, welche Änderungen RED III mit sich bringt und wie die Beantragung funktioniert.

Inhaltsverzeichnis

THG-Quote erklärt: Was ist das und wie funktioniert sie?

Die THG-Quote ist die Abkürzung für die Treibhausgasminderungsquote. Sie wurde 2015 in Deutschland eingeführt und verpflichtet Mineralölkonzerne, ihre CO₂-Emissionen zu reduzieren. Unternehmen, die mehr als 5.000 Liter fossile Kraftstoffe pro Jahr verkaufen, müssen einen bestimmten Anteil ihrer Emissionen einsparen. Erreichen sie dieses Ziel nicht, drohen hohe Strafzahlungen.

Hier kommen E-Autobesitzer ins Spiel. Wer ein Elektrofahrzeug fährt, spart im Vergleich zu einem Verbrenner CO₂ ein. Diese Einsparung lässt sich als Zertifikat verkaufen. Das Geld, das dabei herauskommt, ist die sogenannte THG-Prämie. Konkret bedeutet das, dass Mineralölkonzerne die CO₂-Emissionen pro Energieeinheit ihrer verkauften Kraftstoffe um 12,1 % senken müssen, gemessen an einem Referenzwert aus dem Jahr 2010.

Gut zu wissen: Die THG-Quote ist das Zertifikat für die CO₂-Einsparung. Die THG-Prämie ist der Geldbetrag, den man für den Verkauf dieses Zertifikats erhält. Die Quote ist also der Nachweis für die Einsparung, und die Prämie das Geld dafür.

Wie funktioniert der THG-Quotenhandel?

Der THG-Quotenhandel funktioniert über spezialisierte Zwischenhändler, die als Bindeglied zwischen E-Fahrzeughaltern und Mineralölkonzernen agieren. E-Autobesitzer melden ihr Fahrzeug bei einem solchen Anbieter an. Der Anbieter sammelt die Anträge und reicht sie gebündelt beim Umweltbundesamt ein. Nach der Zertifizierung werden die Quoten an quotenpflichtige Unternehmen verkauft.

Der Ablauf im Überblick:

  1. E-Fahrzeughalter meldet sein Auto bei einem THG-Anbieter an.
  2. Der Anbieter bündelt die Anträge und reicht sie beim Umweltbundesamt ein.
  3. Das Umweltbundesamt prüft und zertifiziert die eingesparten Emissionen.
  4. Der Anbieter verkauft die Zertifikate an Mineralölkonzerne.
  5. Die THG-Prämie wird an den E-Fahrzeughalter ausgezahlt.

Der Preis, den Mineralölkonzerne für die Zertifikate zahlen, bestimmt die Höhe der Prämie. Je größer die Nachfrage nach Zertifikaten, desto höher fällt die Auszahlung aus.

Wie hoch ist die THG-Prämie 2026?

Die THG-Prämie liegt 2026 bei Enpal bei 260 €. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 2025, als die Prämie bei den meisten Anbietern um die 100 € betrug.

Die genaue Höhe der Prämie hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Anbieter: Jeder THG-Anbieter verhandelt eigene Konditionen mit den Mineralölkonzernen. Die Provisionen liegen meist zwischen 10 und 30 %.
  • Fahrzeugklasse: E-Autos, E-Roller und E-Motorräder erhalten unterschiedliche Beträge.
  • Marktnachfrage: Je mehr Zertifikate die Konzerne benötigen, desto höher steigt der Preis.

THG-Prämie Anstieg 2026: Warum gibt es mehr Geld? 

Die Prämie ist 2026 höher, weil die Quotenverpflichtung für Mineralölkonzerne gesetzlich festgelegt wird und jährlich ansteigt. Der Quotenpfad sieht einen Anstieg von 10,5 % (2025) auf 12,1 % (2026) vor. Unternehmen müssen also kontinuierlich mehr CO₂ einsparen und benötigen dafür mehr Zertifikate.

Zusätzlich hat die EU-Richtlinie RED III mehrere Schlupflöcher geschlossen. Biokraftstoffe aus Palmöl und Soja zählen nicht mehr, und die Doppelanrechnung fortschrittlicher Biokraftstoffe wurde abgeschafft.

Das Ergebnis: Unternehmen können ihre Quote nicht mehr so leicht mit günstigen Alternativen erfüllen. Sie müssen verstärkt auf echte CO₂-Zertifikate von E-Fahrzeugen zurückgreifen. Das treibt den Preis nach oben.

Vergleichstabelle: THG-Prämie 2025 vs. 2026

Kriterium 2025 2026
Quotenverpflichtung 10,5 % 12,1 %
THG-Prämie bei Enpal 110 € 260 €
Doppelanrechnung Biokraftstoffe Ja Nein
Palmöl/Soja anrechenbar Ja Nein

RED III 2026: Welche Änderungen gelten für die THG-Quote?

Die EU-Richtlinie RED III (Renewable Energy Directive III) verschärft seit 2026 die Anforderungen an Mineralölkonzerne. Die Richtlinie schließt mehrere Schlupflöcher, die bisher genutzt wurden, um die Quotenverpflichtung günstiger zu erfüllen. Für E-Autobesitzer bedeutet das: Ihre THG-Zertifikate werden wertvoller.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Höhere Quotenverpflichtung (12,1 % statt 10,5 %)
  • Ende der Doppelanrechnung für fortschrittliche Biokraftstoffe
  • Verbot von Palmöl- und Soja-Biokraftstoffen
  • Strengere Kontrollen bei Biokraftstoff-Produzenten
  • Keine Übertragung alter Quoten mehr möglich

Was bedeutet das Ende der Doppelanrechnung?

Das Ende der Doppelanrechnung bedeutet, dass fortschrittliche Biokraftstoffe ab 2026 nur noch einfach auf die Quote angerechnet werden. Bisher konnten Mineralölkonzerne bestimmte Biokraftstoffe doppelt zählen und so ihre Verpflichtung leichter erfüllen.

Mit dieser Änderung müssen Unternehmen mehr echte Reduktionen nachweisen. Die Nachfrage nach THG-Zertifikaten von E-Fahrzeugen steigt dadurch.

Welche Biokraftstoffe sind 2026 nicht mehr anrechenbar?

Biokraftstoffe aus Palmöl und Soja sind seit 2026 nicht mehr auf die THG-Quote anrechenbar. Diese Rohstoffe galten lange als problematisch, weil ihr Anbau häufig mit Regenwaldabholzung verbunden ist.

Die EU hat mit diesem Verbot ein wichtiges Schlupfloch geschlossen. Mineralölkonzerne können ihre Quote nicht mehr mit ökologisch fragwürdigen Biokraftstoffen erfüllen. Stattdessen müssen sie auf andere Optionen ausweichen, etwa THG-Zertifikate von Elektrofahrzeugen.

Was bringen die strengeren Kontrollen?

Die strengeren Kontrollen sollen Betrug reduzieren und faire Preise sichern. Seit 2026 sind verpflichtende Vor-Ort-Kontrollen bei Biokraftstoff-Produzenten vorgeschrieben.

In der Vergangenheit gab es Fälle, in denen Biokraftstoffe falsch deklariert oder deren Herkunft verschleiert wurde. Die neuen Kontrollpflichten sorgen für mehr Transparenz im Markt. Davon profitieren letztlich auch E-Fahrzeughalter, weil der Wettbewerb fairer wird.

THG-Prämie beantragen: Anleitung in 4 Schritten 

Die THG-Prämie 2026 lässt sich online bei einem THG-Anbieter beantragen. Der Prozess dauert nur wenige Minuten. Voraussetzung ist, dass der Antragsteller als Halter im Fahrzeugschein eingetragen ist, das Fahrzeug vollelektrisch ist und eine deutsche Zulassung hat. Ob gekauft, geleast oder finanziert spielt keine Rolle.

So funktioniert der Antrag:

  1. Anbieter auswählen: Vergleichsportale wie Verivox helfen bei der Auswahl. Auf Provisionen (10-30 %) und Auszahlungsmodalitäten achten.
  2. Fahrzeug anmelden: Beim gewählten Anbieter registrieren und ein Foto des Fahrzeugscheins hochladen.
  3. Zertifizierung abwarten: Der Anbieter reicht den Antrag beim Umweltbundesamt ein.
  4. Prämie erhalten: Nach dem Verkauf der Zertifikate wird die Prämie überwiesen.

Die Beantragungsfrist endet am 31. Oktober 2026. Wer diese verpasst, kann die Prämie für das laufende Jahr nicht mehr erhalten. Die Auszahlung dauert in der Regel 5-7 Monate, da das Umweltbundesamt die Zertifizierung übernimmt. Einige Anbieter bieten alternativ eine Sofortauszahlung mit festem Betrag an.

Gut zu wissen: Die THG-Quote ist das Zertifikat für die CO₂-Einsparung. Die THG-Prämie ist der Geldbetrag, den man für den Verkauf dieses Zertifikats erhält. Die Quote ist also der Nachweis für die Einsparung, und die Prämie das Geld dafür.

Wie sieht der Quotenpfad bis 2040 aus?

Der Quotenpfad sieht einen schrittweisen Anstieg der THG-Minderungsquote bis auf 53 % im Jahr 2040 vor. Dieser Pfad wurde gesetzlich festgelegt, um die Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen. Für E-Fahrzeughalter bedeutet das: Die Nachfrage nach THG-Zertifikaten wird langfristig weiter steigen.

Übersicht Quotenpfad 2025-2040:

Geplante Quotenverpflichtung für erneuerbare Energien
Jahr Quotenverpflichtung
2025 10,5 %
2026 12,1 %
2028 17,5 %
2030 25,0 %
2035 38,0 %
2040 53,0 %

Je höher die Quotenverpflichtung, desto mehr Zertifikate müssen Mineralölkonzerne kaufen. Das lässt langfristig weiter steigende Prämien erwarten. Eine Garantie gibt es jedoch nicht, da der tatsächliche Preis von Angebot und Nachfrage am Markt abhängt.

E-Auto mit Solar laden: So sparen Sie richtig

Ein E-Auto lohnt sich besonders in Kombination mit einer Solaranlage, weil das Fahrzeug dann mit selbst erzeugtem Strom geladen werden kann. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 km und einem Verbrauch von 20 kWh/100 km spart das Laden mit Solarstrom rund 600 € pro Jahr im Vergleich zu Netzstrom.

Ladekosten pro Jahr Mit Netzstrom Mit Solarstrom
Kosten pro kWh 0,32 € 0,12 € (Durschnittliche Erzeugungskosten Solar: 0,10 - 0,14 €)
Gesamtkosten (3.000 kWh) 960 € 360 €

Mit einer Wallbox und einer Photovoltaikanlage von Enpal lässt sich das E-Auto bequem mit sauberem Solarstrom vom eigenen Dach laden. So kommt neben der THG-Prämie in höhe von 260 € auch noch eine Ersparnis von bis zu 600 € hinzu.

Die THG-Quote 2026 bringt also gute Nachrichten für E-Fahrzeughalter. Die Prämie liegt dank gestiegener Quotenverpflichtung und RED III-Änderungen deutlich höher als im vergangenen Jahr. Die Deadline für die Antragstellung ist der 31. Oktober 2026. Wer zusätzlich eine Solaranlage nutzt, spart beim Laden mehrere hundert Euro pro Jahr. Mit dem Quotenpfad bis 2040 ist klar: Elektromobilität wird auch künftig finanziell belohnt. 

Finden Sie jetzt heraus, ob sich ein E-Auto mit einer Solaranlage auch für Sie lohnt:

Glühbirne Icon

Sie möchten herausfinden, ob sich eine PV-Anlage auch für Ihr Haus lohnt und hätten gerne eine konkrete Kosteneinschätzung?

>> Hier Expertengespräch vereinbaren

Häufig gestellte Fragen zur Reichweite von Elektroautos

Muss ich die THG-Prämie versteuern?

Für Privatpersonen ist die THG-Prämie in der Regel steuerfrei. Sie gilt nicht als Einkommen, sondern als Verkauf eines Zertifikats. Bei gewerblich genutzten Fahrzeugen oder Firmenfahrzeugen kann jedoch eine Steuerpflicht bestehen. Im Zweifel empfiehlt sich eine Rücksprache mit dem Steuerberater.

Muss ich die THG-Quote zurückgeben, wenn ich mein Auto verkaufe?

Nein, die THG-Prämie muss nicht zurückgezahlt werden. Wer die Prämie für das laufende Jahr bereits beantragt hat, behält das Geld auch bei einem Verkauf des Fahrzeugs. Der neue Halter kann die Quote dann erst im Folgejahr beantragen.

Gibt es die THG-Quote auch für Plug-in-Hybride?

Nein, Plug-in-Hybride sind von der THG-Quote ausgeschlossen. Nur rein elektrische Fahrzeuge ohne Verbrennungsmotor sind berechtigt. Das Fahrzeug muss im Fahrzeugschein als Elektrofahrzeug (BEV) eingetragen sein.

Kann ich die THG-Quote auch für ein gebrauchtes E-Auto beantragen?

Ja, auch für gebrauchte E-Autos kann die THG-Quote beantragt werden. Entscheidend ist, dass der Antragsteller als aktueller Halter im Fahrzeugschein eingetragen ist. Das Alter des Fahrzeugs spielt keine Rolle.

Können auch Firmenfahrzeuge die THG-Quote beantragen?

Ja, auch Unternehmen können für ihre elektrischen Firmenfahrzeuge die THG-Quote beantragen. Die Prämie ist dann allerdings als Betriebseinnahme zu versteuern. Bei Leasingfahrzeugen muss geprüft werden, wer als Halter eingetragen ist.

Gilt die THG-Quote auch für E-Roller und E-Motorräder?

Ja, die THG-Quote gilt für alle vollelektrischen Fahrzeuge mit deutscher Zulassung. Dazu zählen neben E-Autos auch E-Roller, E-Motorräder und elektrische Leichtfahrzeuge. Die Prämienhöhe kann je nach Fahrzeugklasse variieren.

Gibt es weitere Förderungen für Elektroautos?

Seit Januar 2026 gibt es wieder ein bundesweites Förderprogramm für neu zugelassene Elektroautos mit sozialer Staffelung. So sparen Sie noch mehr beim Kauf eines Elektroautos. Alle Informationen hier.

Noch Fragen? Hier Gespräch vereinbaren:

Ähnliche Artikel

Google Logo
star-rating
4,2 basierend auf
13.256 Rezensionen
Ersparnis berechnen
Inhaltsverzeichnis
Ersparnis berechnen
Artikel teilen: