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THG-Quote – Alle Infos in 2022

THG-Quote in 2022 - das Wichtigste in Kürze:

  • Die THG-Quote ist ein Klimaschutzinstrument, das den Ausstoß von CO2 im Verkehrssektor langfristig senken soll
  • In 2022 beträgt die THG-Quote 7 %
  • E-Auto-Besitzer können durch den THG-Quotenhandel von der THG-Quote profitieren
  • Je nach Fahrzeugklasse und Emissionen können E-Auto-Besitzer durch den THG-Quotenhandel mehrere Hundert Euro pro Jahr verdienen
  • Der THG-Quotenhandel läuft über Unternehmen, die als THG-Quotenhandelspartner fungieren
  • Ein Quotenhandel für PV-Anlagen wird von vielen Unternehmen gefordert und ist für die Zukunft nicht ausgeschlossen
Wenn Sie ein E-Auto besitzen und Kunde bei Enpal sind, können Sie von der THG-Quote profitieren. Denn Enpal ist THG-Quotenhandelspartner. Enpal bietet Solaranlagen im beliebten Miet-Modell an. Das Besondere dabei: es gibt keine Anschaffungskosten und das Rundum-Sorglos-Paket mit Beratung, Planung, Installation, Wartung, Reparatur und Versicherung ist inklusive.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier: Mehr erfahren

Die Umstrukturierung des Verkehrssektors hin zu nachhaltigen Mobilitätslösungen nimmt eine Schlüsselrolle in den Klimaschutzmaßnahmen ein. Wenn auch Sie bereits in ein Elektrofahrzeug investiert haben, werden Sie ab 2022 nun langfristig dafür belohnt. Und zwar über die THG-Quote!

Doch was genau ist eigentlich die THG-Quote und wer kann überhaupt alles mitmachen? Wir haben für Sie alle Informationen und konkrete Praxistipps in der nachfolgenden Übersicht zusammengestellt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die THG-Quote?

Die Treibhausgasminderungsquote – kurz THG-Quote – ist im Kern ein Klimaschutzinstrument. Sie soll dazu beitragen, den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid im Verkehrssektor nachhaltig zu senken und so dem Klimawandel aktiv entgegenwirken.

Quotenpflichtige Unternehmen werden dazu gezwungen, den Einsatz von fossilen Brennstoffen zu vermindern.

Die Quotenverpflichtung entsteht für ein Unternehmen mit dem Inverkehrbringen einer Mindestmenge von 5.000 Litern fossilem Diesel- oder Ottokraftstoff innerhalb eines Kalenderjahres. Von dieser Regelung ausgenommen sind jedoch beispielsweise Zulieferer, die Kraftstoffe an die Bundeswehr oder an unterversorgte Unternehmen abgeben.

Der gesetzlich festgelegte Prozentsatz der THG-Quote steigt jährlich an. Bei Nichteinhaltung werden Strafzahlungen für jede nicht-eingesparte Tonne CO2 fällig. Somit werden die in Umlauf gebrachten fossilen Brennstoffe sowohl für Mineralunternehmen als auch für Verbraucher immer teurer. Gleichzeitig wird Elektromobilität durch einen jährlichen Zuschuss belohnt.

Die Zuständigkeit für die Berechnung und Überwachung der THG-Quote liegt bei der Biokraftstoffquotenstelle des Hauptzollamts in Frankfurt (Oder) mit Dienstsitz in Cottbus.

Welches Ziel hat die THG-Quote?

Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Verkehrssektor müssen CO2-Emissionen maßgeblich gesenkt werden. Um das zu erreichen, wurde die THG-Quote in Deutschland eingeführt.

Die Ziele sind folgendermaßen definiert:

  • Der weitere Ausbau nachhaltiger Biokraftstoffe mit niedrigen Treibhausgasemissionen.
  • Die Sicherung der Energieversorgung und des Klimaschutzes.
  • Der schrittweise Subventionsabbau des Bundeshaushaltes durch die vollständige Umstellung auf eine unternehmensbezogene Quotenverpflichtung.
  • Die Einhaltung der Kraftstoffqualitätsrichtlinien und der Erneuerbare-Energien-Richtlinien der Europäischen Union.

Wie hoch ist die THG-Quote?

Bei Einführung im Jahr 2015 betrug die THG-Quote für quotenpflichtige Unternehmen noch 3 %. 2020 waren es dann schon 6 %. Der im Mai 2021 beschlossene Kabinettsentwurf zur Anpassung der THG-Quote sieht einen schrittweisen Anstieg auf 25 % bis 2030 vor. Die Höhe der THG-Quote ist durch einen Mindestprozentsatz in § 37a Absatz 4 BImSchG geregelt.

Ab dem Kalenderjahr Treibhausgasquote
2020 6,0 %
2022 7,0 %
2023 8,0 %
2024 9,25 %
2025 10,5 %
2026 12,0 %
2027 14,5 %
2028 17,5 %
2029 21,0 %
2030 25,0 %

Was ist der THG-Quotenhandel?

Wird der Quotenzielwert von Unternehmen unterschritten, können Unternehmen alternativ auch THG-Quoten als Ausgleich einkaufen. Dieser Vorgang wird als THG-Quotenhandel bezeichnet. Und an dieser Stelle kommen Sie ins Spiel! Seit 2022 ist nun auch Haltern von batterieelektrischen Fahrzeugen die Teilnahme gestattet.

THG-Quoten werden nicht so gehandelt wie CO2-Zertifikate. Anders als diese werden die Preise für die THG-Quote nämlich nicht an der Börse bestimmt, sondern basierend auf Angebot und Nachfrage von Unternehmen und Zwischenhändlern. Mineralunternehmen oder das jeweilige quotenpflichtige Unternehmen müssen mit einem Verkäufer einen Quotenhandelsvertrag schließen. Dies geschieht in der Regel über einen Zwischenhändler, welcher THG-Quotenmengen bündelt und in somit in größeren Mengen verkaufen kann. Anschließend wird der Vertrag spätestens bis zum 15. April des Folgejahres beim Hauptzollamt vorgelegt.

Sie sehen also, die Möglichkeiten vom THG-Quotenhandel auf dem Weg zu einer Umstrukturierung unserer Energieversorgung sind immens. Dennoch steht dieses Werkzeug manchmal als Ablasshandel der quotenpflichtigen Unternehmen in der Kritik. Auf der anderen Seite bemängeln vor allem Umweltschützer die Zielsetzung als zu wenig ambitioniert. Einige Vertreter der Wirtschaft beanstanden daneben die klare Übervorteilung von Elektroautos als unverhältnismäßig. Sie befürchten eine Vernachlässigung von Investitionen in alternative Antriebstechnologien.

Für die Quote spricht jedoch die positive Lenkungswirkung und die Berücksichtigung sowohl von Privatverbrauchern als auch von Unternehmen. Unternehmen nehmen den Mammutanteil im Ausstoß von Treibhausgasen ein. Durch die THG-Quote stehen sie in der Pflicht, etwas zu ändern. Privatverbraucher werden über die finanzielle Anreizfunktion nun auch dazu ermutigt, mehr in Grünstrom zu investieren. Der THG-Quotenhandel unterstützt dabei insbesondere niedrigere Einkommensgruppen. Darüber hinaus fokussiert die THG-Quote ganz klar fortschrittliche Kraftstoffe. Der Investitions- und Forschungsanreiz ist also noch immer gegeben.

Aufgrund verschiedener Ursachen sind einige schneller darin, eine nachhaltige Energieversorgung zu etablieren, als andere. Für die Bekämpfung des Klimawandels ist nur das Endergebnis entscheidend. Solange das von allen fristgerecht erreicht wird, ist es durchaus förderlich, über Ausgleichsmechanismen wie beispielsweise den THG-Quotenhandel zu arbeiten.

Sie interessieren sich dafür, inwieweit die Quotenangaben seit der Einführung eingehalten worden sind? Oder auch dafür, wie viel noch zu tun ist? Dann werfen Sie einfach einen Blick in die Statistiken zur Quotenerfüllung.

Die THG-Quote – Was ist neu in 2022?

Sie haben es an der einen oder anderen Stelle bestimmt bereits gelesen. Seit 2022 können auch Sie von der THG-Quote profitieren. Wie genau Sie sich die attraktiven Zuschüsse sichern, zeigen wir Ihnen hier.

Wer kann bei der THG-Quote mitmachen?

Seit dem 1. Januar 2022 haben nun auch alle Fahrzeughalter von E-Autos Zugang zum THG-Quotenhandel. Ausgenommen sind Plug-in-Hybride sowie Wasserstoff- und Erdgasautos. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen gewerblichen oder einen privaten Besitzer handelt. Auch ist unerheblich, ob das Elektroauto gekauft, geleast oder sonst wie finanziert wurde. Entscheidend ist nur, wer als Halter im Fahrzeugschein angegeben ist.

Die gesetzliche Grundlage dafür ist der aktuelle Entwurf der Verordnung zur Festlegung weiterer Bestimmungen zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote.

Bereits jetzt können Besitzer von Elektroautos pro Jahr pauschal zwischen 250 und 480 Euro verdienen. Beachten Sie jedoch, dass unterschiedliche Fahrzeugklassen unterschiedlich viele Emissionen einsparen. Die maximale Prämienhöhe orientiert sich folglich an der Fahrzeugklasse und dem Angebot des jeweiligen TGH-Quoten-Dienstleisters.

Warum kann ich nicht selbst die THG-Quote handeln?

Das hat praktische Gründe. Sowohl was die Prozessabwicklung als auch die Handelspartnersuche angeht. Dienstleister können viel größere Mengen an THG-Quoten bündeln und gleichzeitig über Skaleneffekt Kosten drücken. Dadurch ist der Handel mit solchen Dienstleistern für quotenpflichtige Unternehmen attraktiver.

Wie funktioniert die Beantragung der Prämie?

Sie sind bereits mit einem rein batteriebetriebenen Fahrzeug unterwegs? Super, dann ist es schon heute für die Geldprämie über die THG-Quote qualifiziert. Anschließend läuft der Anmeldeprozess folgendermaßen ab:

  1. Wählen Sie einen für sich passenden THG-Quotenhandelspartner aus.
  2. Stellen Sie den Antrag bei Ihrem Anbieter. In der Regel geht das direkt auf der Website.
  3. Laden Sie den Fahrzeugschein hoch. Dieser ist ein Nachweis dafür, dass Sie auch wirklich der Fahrzeughalter sind.
  4. Das Umweltbundesamt prüft die von Ihnen eingereichten Unterlagen. 
  5. Bei erfolgreicher Prüfung werden Ihre Emissionen zertifiziert.
  6. Ihr THG-Quotenhandelspartner sammelt die Zertifikate seiner Kunden und verkauft diese nun an quotenpflichtige Unternehmen weiter. 

Denken Sie dran, dass die THG-Quote immer nur für das aktuelle Jahr beantragt werden kann. Eine rückwirkende Auszahlung für das vergangene Jahr ist ausgeschlossen.

Wann und wie häufig erhalten Sie Ihre Prämie?

Die THG-Quote ist eine jährliche Prämienzahlung. Das Geld dafür erhalten Sie von den meisten Anbietern innerhalb von 3 Monaten nach Hochladen des Fahrzeugscheins. 

Die konkreten Angebote und Vergütungshöhen variieren je nach Anbieter. Nicht jeder bietet eine garantierte Auszahlung. Einige stellen sowohl Flex- als auch Fest-Optionen zur Verfügung. Wieder andere zahlen zuzüglich zur THG-Quote sogar einen eigenen Bonus, oft in Form einer Treueprämie. 

Unser Tipp: Informieren Sie sich daher im Vorfeld ausführlich über die einzelnen Konditionen. Behalten Sie dabei auch die Laufzeit im Blick. Gehen Sie keine langfristig unglücklichen Verpflichtungen ein. 

Wie kam es zur THG-Quote?

Streng genommen entwickelte sich die heutige THG-Quote aus der im Jahr 2007 eingeführten Biokraftstoffquote. Seit diesem Zeitpunkt sind Unternehmen dazu verpflichtet, einen Mindestanteil der Gesamtkraftstoffe in Form von Biokraftstoffen zu erbringen. Als quotenverpflichtet gelten all die Unternehmen, welche mehr als 5.000 Liter an fossilem Diesel- oder Ottokraftstoff innerhalb eines Kalenderjahres in den Verkehr bringen.

Kurz darauf wurde jedoch festgestellt, dass die Quotendefinition nicht ausreichend auf das Hauptziel einwirkt. Somit beschloss der deutsche Bundestag 2009 die Umstellung der energetischen Biokraftstoffquote auf eine Treibhausgasminderungsquote zum 1. Januar 2015. Ziel war eine stärkere Ausrichtung aller Bereiche auf die Verringerung von Treibhausgasemissionen.

In der Folge ist die Mineralölwirtschaft nun dazu verpflichtet, eine jährlich prozentual festgelegte Treibhausgaseinsparung an Otto- und Dieselkraftstoff (einschließlich des Biokraftstoffanteils) voranzutreiben. Die Berechnung orientiert sich dabei an der Höhe der tatsächlich verursachten Treibhausgasemissionen.

Darüber hinaus beschränken weitere Änderungen im Bundesimmissionsschutzrecht seit 2018 die Anrechenbarkeit konventioneller Biokraftstoffe zugunsten fortschrittlicher Kraftstoffe. In diesem Zusammenhang sollen durch zusätzliche gesetzliche Anpassungen die Folgen indirekter Landnutzungsänderungen eingedämmt werden.

Nähere Informationen zu fortschrittlichen Kraftstoffen finden Sie unter dem Punkt Quotenminderung weiter unten oder im Bundesimmissionsschutzgesetz.

Wie berechnet sich die THG-Quote?

Für ihre Berechnung muss ein Unternehmen zunächst alle in Verkehr gebrachten Kraftstoffe innerhalb eines Verpflichtungsjahres nach Art und Menge in Liter ermitteln. Anschließend werden die drei nachfolgenden Werte benötigt:

  1. Referenzwert
  2. Wert der tatsächlichen Treibhausgasemissionen
  3. Umfang der vom Gesetz vorgeschriebenen Treibhausgasminderungsquote

Als Erstes wird die Menge der quotenpflichtigen Kraftstoffe mit dem Basiswert multipliziert. Der Basiswert ist der durchschnittliche Treibhausgasausstoß fossiler Otto- und Dieselkraftstoffe und gesetzlich festgelegt. Hieraus ergibt sich der Referenzwert. Mit diesem Wert lässt sich feststellen, ob und in welchem Umfang der Treibhausgasausstoß durch den Einsatz von Biokraftstoffen vermieden werden konnte.

Im nächsten Schritt muss die tatsächliche Höhe der Treibhausgasemissionen des quotenpflichtigen Unternehmens ermittelt werden. Hierfür muss der jeweilige Kraftstofftyp sowohl mit dem Energiegehalt als auch mit dem gesetzlich festgelegten Basiswert multipliziert werden.

Um die erforderliche Treibhausgasminderung zu ermitteln, wird der gesetzlich vorgegebene Prozentsatz der THG-Quote (siehe Tabelle oben) vom Referenzwert abgezogen. Dies ergibt dann die Emissionsmenge, also den Zielwert, den der tatsächliche Emissionsausstoß eines Unternehmens nicht übersteigen darf.

Für Mathe-Fans: Die konkreten Formeln zu Berechnung des Referenzwertes,des tatsächlichen Emissionswertes und des Zielwertes finden Sie hier. Alternativ wird Unternehmen auch ein sogenannter Treibhausgasrechner zur Verfügung gestellt.

Im letzten Schritt werden nun Zielwert und der Wert der tatsächlichen Treibhausgasemissionen verglichen, um zu ermitteln, inwiefern das Unternehmen die Quote erfüllt hat. Ist der Zielwert kleiner als der Wert der tatsächlichen Emissionen, werden Strafzahlungen fällig.

Welche Kraftstoffe können quotenmindernd angerechnet werden?

Sie dachten, die Rechnung oben wäre bereits beendet und eigentlich recht übersichtlich? Ja und Nein. Abhängig vom Energiemix eines Unternehmens können verschiedene Kraftstoffquellen Einfluss auf die individuelle Quote haben. Neben Biokraftstoffen können auch vereinzelte fossile Brennstoffe einen ergebnismindernden Effekt auslösen.

Laut Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) wird innerhalb fossiler Brennstoffe nochmal unterschieden. Folgende Kraftstoffe dürfen in den Verkehr gebracht werden:

Kraftstoff Rohstoffquelle und Verfahren Spezifische Treibhausgasemissionen(in kg CO 2eq / GJ)
Flüssiggaskraftstoff alle fossilen Quellen 73,6
komprimiertes Erdgas EU-Mix 69,3
verflüssigtes Erdgas EU-Mix 74,5
komprimierter Wasserstoff in einer Brennstoffzelle Erdgas mit Dampfreformierung 104,3
komprimierter Wasserstoff in einer Brennstoffzelle Kohle 234,4
komprimierter Wasserstoff in einer Brennstoffzelle Kohle mit Abscheidung und Speicherung von CO 2  aus Prozessemissionen 52,7
Otto-, Diesel- und Gasölkraftstoff Altkunststoff aus fossilen Rohstoffen 86

An dieser Stelle sieht man, dass einige Kraftstoffe deutlich über dem gesetzlichen Basiswert (94,1 kg CO2eq / GJ) liegen. Diese können nur dann angerechnet werden, wenn sie im Zuge bestimmter Antriebsarten verwendet werden. Nähere Informationen dazu können Sie hier nachlesen.

Des Weiteren gelten die folgenden Biokraftstoffe als quotenmindernd, wenn alle Anforderungen nach den DIN-Normen erfüllt werden:

  • Fettsäuremethylester
  • Pflanzenöl
  • Ethanolkraftstoff
  • Bioethanol

An dieser Stelle muss auf die Obergrenzenregelung für die eben genannten, konventionellen Biokraftstoffe hingewiesen werden. Denn mit der weltweit wachsenden Nachfrage nach biogenen Rohstoffen entsteht häufig ein ungewollter Nebeneffekt. Landflächen, die ursprünglich für Nahrungs- und Futtermittel vorgesehen waren, werden nun großflächig durch Energiepflanzen-Flächen ersetzt.

Dieser Trend wurde von der Bundesregierung erkannt und 2018 gesetzlich eingedämmt. Im gleichen Atemzug wurde eine Unterquote für fortschrittliche Kraftstoffe eingeführt. Mit beiden Maßnahmen sollen Anreize dafür gesetzt werden, Biokraftstoffe künftig stärker aus Abfall- und Reststoffen zu produzieren.

Als fortschrittliche Kraftstoffe gelten unter anderem erneuerbare Kraftstoffe nicht-biogenen Ursprungs oder aus Bakterienkulturen, sofern die zur Herstellung verwendete Energie aus erneuerbaren Energien stammt.

Die Höhe der Unterquote beträgt mindestens:

Verpflichtungsjahr Unterquoten Verpflichtung basierend auf Mindest-kraftstoffmenge innerhalb 1 Jahres Erforderlicher Anteil fortschrittlicher Kraftstoffe
ab 2020 20 Petajoule 0,05 %
ab 2021 10 Petajoule 0,1 %
ab 2022 2 Petajoule 0,2 %
ab 2023 keine Mindestmenge 0,5 %

Hier wird deutlich, dass die Höhe der Unterquote stetig steigt. Gleichzeitig sinkt die Kraftstoffmenge, die ein Unternehmen in Verkehr gebracht haben muss, um der Unterquotenpflicht zu unterliegen. Folglich stellt sich für immer mehr Unternehmen die Frage, wie diese Verpflichtung langfristig erfüllt werden kann.

Zu guter Letzt ermöglicht seit 2020 die Anrechnung von Upstream-Emissionsminderungen Unternehmen, die in Deutschland Flüssigkraftstoffe vertreiben, ihre Treibhausgasminderungsquote zu senken.

Das Verbrennen von Erdölbegleitgasen (Flaring) und die Verflüchtigung von Emissionen (Venting) beim Betrieb von Ölfeldern und Maschinen wird schon lange für die damit verbundene Ressourcenverschwendung und gleichzeitige Belastung der Atmosphäre kritisiert. Es wird vermutetet, dass die Reduzierung der Upstream-Emissionen großes Potenzial im Kampf gegen den Klimawandel hat.

THG-Quote – Jetzt auch für Photovoltaik?

Politik, Unternehmen und Privatverbraucher – wir alle wollen den Klimawandel aufhalten. Je schneller, desto besser. Wieso betrifft die THG-Quotenregelung dann nur Elektroautos, also den Verkehrssektor? Warum kann man die Änderungen des Quotenhandels nicht auch für den weiteren Ausbau von Photovoltaik nutzen?

Diese Frage haben sich sieben Unternehmen aus dem Photovoltaik- und Mobilitätssektor gestellt. Dazu zählen neben Enpal auch Chargepoint, Greentrax, Maxsolar, Maxxsolar, Polarstern und Sono Motors. Gemeinsam haben sie fünf Forderung zur Verbesserung des Quotenhandels vorgeschlagen.

Eine Umsetzung dieser Forderung würde auch kleinere PV-Anlagenbesitzer vom THG-Quotenhandel profitieren lassen. Darüber hinaus wünschen sich die Unternehmen ein effizienteres Anreizsystem für öffentliche Ladeparks, sodass die Besitzer verstärkt in Solar-Ladeinfrastruktur investieren. Ferner sollte die Installation nicht-öffentlicher Ladepunkte durch die THG-Quote extra honoriert werden. Privatverbraucher werden so in Ihrer Entscheidung für den Bau einer Photovoltaikanlage zusätzlich bekräftigt. Außerdem sollte es Betreibern von beispielsweise Logistikflotten oder Dienstwägen freistehen, eine Anrechnung über Pauschalwerte oder über konkrete Messwerte vorzunehmen. Aktuell gibt es nur einen Pauschalwert, der sich vor allem an eher kleineren Pkw orientiert.

Nähere Informationen und die weiteren Forderungen finden Sie hier.

Wir halten also fest, dass das Einbeziehen von Privatverbrauchern in den THG-Quotenhandel ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Energiewende ist. Nur wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, lassen sich die ökologischen Herausforderungen der Zukunft meistern. Doch erst durch eine Anpassung der THG-Quote wird ein echter und vor allem umfassender Mehrwert für den Klimaschutz durch die Verbindung von Photovoltaik, Ladeinfrastruktur und Elektromobilität geschaffen.

Wann lohnt sich Photovoltaik?

Ob sich eine PV-Anlage lohnt, ist sehr stark von der individuellen Situation abhängig. Folgende Checkliste gibt einen Überblick, ab wann sich Photovoltaik häufig lohnt:

  • Ihre Stromrechnung beträgt monatlich mindestens 50 € bis 70 €
  • Alternativ: Sie verbrauchen jährlich mindestens 2.000 bis 3.000 kW/h
  • Ihr Dach besteht nicht aus Blech, Bitumen, Reet oder Schiefer
  • Sie sind Eigentümer Ihres Hauses (als Mieter haben Sie keine Bauerlaubnis)
  • Ihr Dach ist weitgehend unbeschattet
Mehr Informationen dazu finden Sie hier:

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage in 2022?

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