Der Enpal Solarcheck

Solarlexikon
>
Zweirichtungszähler
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z

Zweirichtungszähler

Zweirichtungszähler sind eine Unterart der Stromzähler mit besonderer Funktion. Sie messen sowohl die Strommenge, die von der Photovoltaikanlage ins öffentliche Netz eingespeist wird als auch den Eigenverbrauch des selbst produzierten Solarstroms.

Die Funktionsweise

Beim Betreiben einer Photovoltaikanlage muss gemessen werden, wie viel Strom von der Anlage ins öffentliche Netz eingespeist wird, da sich hiernach die Einspeisevergütung berechnet. Dies übernimmt der Einspeisezähler.

Selbstverständlich hat jeder Haushalt auch einen „normalen“ Stromzähler, den Bezugszähler, mit dem der Strom gemessen wird, der beim Netzbetreiber „eingekauft“ wird. Außerdem ist noch ein Zähler notwendig, der insgesamt den Ertrag der Solaranlage misst, der Ertragszähler. Das ist einerseits für die Eigenverbrauchsvergütung, aber auch für die Einhaltung der Vorschriften zum Mindest-Selbstverbrauch nötig.

Der Zweirichtungszähler übernimmt die Funktion des Einspeisezählers sowie des Bezugszählers. Zweirichtungszähler werden vom Netzbetreiber gegen eine Miete zur Verfügung gestellt. Der Netzbetreiber übernimmt auch die regelmäßige Eichung.

Die Technik

Die technische Auslegung des Zweirichtungszählers verfügt über zwei Zählwerke. Somit wird also nicht saldiert. Allerdings kann es bei Zweirichtungszählern zu Abrechnungsproblemen kommen, wenn nicht alle drei Phasen gemessen werden. Dazu ist es wichtig, dass der elektronische Zähler so programmiert ist, dass er im sogenannten „Ferraris-Modus“ arbeitet. Diese Einstellung sorgt dafür, dass bei einer Verrechnung der Phasen der Betreiber keine Nachteile hat. Diese können auftreten, wenn der Solarstrom einphasig eingespeist wird, aber der Verbrauch mehrphasig erfolgt.

Vor- und Nachteile von Zweirichtungszählern

Zweirichtungszähler haben einen großen Vorteil: Sie nehmen weniger Platz ein als zwei einzelne Zähler. Die elektronischen Zähler verfügen zudem auch oft über die Möglichkeit der Fernabfrage.

Die Programmierung kann jedoch negativ für den Betreiber ausfallen. Zudem kann ein Zweirichtungszähler beim Wechsel des Stromanbieters Probleme bereiten, da dieser an das Energieunternehmen gebunden ist. Außerdem kommen die monatlichen Mietkosten hinzu, die meist etwas höher als bei zwei Einzelzählern sind.

Finden Sie heraus, ob sich eine Solaranlage auch für Ihr Haus lohnt:
Solarcheck