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PVGIS (Photovoltaic Geographical Information System)
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PVGIS (Photovoltaic Geographical Information System)

PVGIS ist die Kurzform für „Photovoltaic Geographical Information System“. Dieses System wird kostenlos vom „Joint Research Center“ der Europäischen Kommission entwickelt und zur Verfügung gestellt.

Die Datenbank

In erster Linie ist PVGIS eine Datenbank, die die Strahlungsdaten für Europa, Afrika und Südwest-Asien enthält. Diese wurden über Jahre gemessen, wodurch belastbare Durchschnittswerte ermittelt werden konnten. Diese Werte der Globalstrahlung können ideal als Grundlage für die Berechnung des möglichen Ertrags einer Photovoltaikanlage dienen. Im PVGIS stehen verschiedene Karten mit Strahlungsdaten zur Verfügung, die kostenlos heruntergeladen werden können.

Die Nutzung von PVGIS

PVGIS bietet zum Download eine interaktive Karte, die mit verschiedenen Berechnungsmöglichkeiten kombiniert ist. Dadurch kann mit wenig Aufwand in ein paar Schritten der mögliche Ertrag einer geplanten Photovoltaikanlage ermittelt werden.

Schritt für Schritt zur Planung der PV-Anlage

Zunächst wird der Ort, an dem die zukünftige Photovoltaikanlage stehen soll, möglichst genau eingetragen. Am einfachsten erfolgt dies über die Koordinaten. Auf der interaktiven Karte des PVGIS kann aber auch durch die Adresseingabe und anschließendes Zoomen der richtiger Ort gefunden werden.

Im Anschluss fragt das PVGIS-Tool weitere notwendige Informationen ab, um den Ertrag zu ermitteln. Über ein Auswahlmenü wird die Modulart gewählt. Aktuell stehen kristalline Module, CIS-Module oder amorphe Solarmodule aus Cadmiumtellurid zur Verfügung.

Die nächste Frage betrifft die installierte Leistung in Kilowatt peak. Geht es um die Abschätzung einer fertig geplanten Anlage, kann hier natürlich der exakte Wert genannt werden. Sollen nur mögliche Erträge verschiedener Solarmodule verglichen werden, reicht 1 kWp als Vergleichsmaßstab.

Eine weitere relevante Kategorie, ist die Montageart. Hier wird jedoch nur zwischen freistehend und gebäudeintegriert unterschieden. Werte der üblichen Aufdachmontage ähneln eher denen der freistehenden Anlagen, weil sie besser gekühlt sind als gebäudeintegrierte. Andernfalls sollte man einen Mittelwert der beiden als ungefähre Größe ins Auge fassen. (In diesem Fall ist es notwendig, den Prozess im PVGIS zweimal durchzuführen.)

Danach fragt PVGIS sowohl die Dachneigung als auch die Ausrichtung ab. Außerdem besteht die Möglichkeit, diese durch PVGIS optimieren zu lassen (das ist für Flachdächer oder Freianlagen eine interessante Option). In der neuesten Version bietet PVGIS auch die Möglichkeit, ein- oder zweiachsige Nachführungssysteme zu berücksichtigen.

PVGIS zeigt die Bewertungen in Form von Diagrammen, welche die monatlichen Erträge gut veranschaulichen. Über das Häkchen bei „Horizont“ kann man sich zudem visualisieren lassen, wie die Topografie den Ertrag im Jahresverlauf, zum Beispiel durch Bergschatten, beeinflusst. Nun kann noch gewählt werden zwischen den Ausgabeformaten des PVGIS: lediglich auf der Webseite, als Text- oder PDF-Dokument.

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