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Inbetriebnahmezeitpunkt (IBZ)
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Inbetriebnahmezeitpunkt (IBZ)

Der Inbetriebnahmezeitpunkt einer Photovoltaikanlage hat signifikanten Einfluss auf die Höhe der Einspeisevergütung. Denn ab dem Inbetriebnahmezeitpunkt läuft die Vergütung für 20 Jahre zuzüglich der restlichen Monate des laufenden Jahres.

Wie ist der Inbetriebnahmezeitpunkt definiert?

Um den genauen Inbetriebnahmezeitpunkt hat es immer wieder Auseinandersetzungen gegeben. Laut dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) gilt eine Photovoltaikanlage als in Betrieb genommen, wenn sie das erste Mal Solarstrom erzeugt hat und dieser außerhalb der Anlage verbraucht wird.

Seit 2010 hat die Clearingstelle EEG nun ein Papier erarbeitet, mit dem Klarheit über die Definition des Inbetriebnahmezeitpunkts geschaffen werden konnte. In einem sogenannten „Hinweis“ der Clearingstelle wurde der Kompromiss, der zwischen Solarwirtschaft und anderen Beteiligten geschlossen wurde, dargelegt.

In sieben Punkten definiert die Clearingstelle alle Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, sodass eine Photovoltaikanlage als in Betrieb genommen gilt:

  1. Der Strom, der in der Photovoltaikanlage produziert wird, muss mit einer aktiven Handlung verbraucht werden. Dabei reicht es, wenn eine Glühbirne zum Leuchten gebracht wird, ein Akkumulator geladen wird oder der Strom anders in einem Verbraucher umgewandelt wird.
  2. Es reicht nicht aus, dass lediglich Spannung an den Anschlussklemmen liegt.
  3. Der Netzbetreiber muss nicht anwesend sein.
  4. Netzanschluss, Netzleitungen, Wechselrichter, Zähler oder Messeinrichtungen müssen ebenfalls nicht vorhanden sein. Der Strom muss auch nicht ins Netz eingespeist werden und die Anlage muss nicht angemeldet sein.
  5. Es steht immer die Vermutung, dass die Anlage in Betrieb genommen wurde, wenn der „Glühlampentest“ erledigt wurde und die Anlage nicht direkt danach defekt wurde.
  6. Der Inbetriebnahmezeitpunkt kann durch Zeugen, Bilder oder ein Inbetriebnahmeprotokoll nachgewiesen werden.
  7. Es reicht, den gesamten String in Betrieb zu nehmen, nicht jedes Modul einzeln.

Auswirkungen einer Verschiebung des Inbetriebnahmezeitpunkts.

Nach den geschilderten Hinweisen können Photovoltaikanlagen „behelfsweise“ in Betrieb genommen werden. Das ist vor allem dann optimal, wenn der Stichtag zur Absenkung der Einspeisevergütung ansonsten nicht eingehalten werden kann.

Durch die Minderung der Einspeisevergütung könnten sich ansonsten schon bei 10 Kilowatt peak Minderbeträge von mehreren Hundert Euro pro Jahr ergeben.

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