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Einspeisung

Die Einspeisung (auch Netzeinspeisung) selbst erzeugten Solarstroms ist neben dem Eigenverbrauch der zentrale Aspekt des EEG und eines der Hauptertragsmöglichkeiten einer PV-Anlage.

Für Bauherren und Betreiber von Photovoltaikanlagen essentielle Themen, die mit der Netzeinspeisung in Zusammenhang stehen, sind:

Einspeisung und Eigenverbrauch

Erneuerbare Energien können von allen Bürgern dezentral mit den entsprechenden Mitteln (Windkraft-, Biogas-, Photovoltaikanlagen usw.) erzeugt und in das öffentliche Netz eingespeist werden.

Um Umständlichkeiten zu vermeiden, wurden zunächst die Energieversorgungsunternehmen (heute die Netzbetreiber) verpflichtet, den eingespeisten Strom zu festen Sätzen, der Einspeisevergütung, zu übernehmen.

Die Solarstromerzeugung wird dadurch gefördert, dass die Vergütung für die Einspeisung in das öffentliche Netz lange Zeit über dem Haushaltsstrompreis lag und dadurch die Investition in die Photovoltaik lukrativ machte.

Heutzutage liegt die Vergütung für die Einspeisung unter dem Haushaltsstrompreis. Daher ist heute der Eigenverbrauch die beste Möglichkeit, die Rentabilität der eigenen Anlage zu maximieren. Außerdem ist der positive Umwelteinfluss nicht zu vernachlässigen.

Weil der selbst erzeugte Strom im Einfamilienhaus schon ab einer mittleren PV-Anlagengröße kaum gänzlich verbraucht werden kann, empfiehlt sich eine Mischung aus Eigenverbrauch und Einspeisung.

Messung der Einspeisung durch ein Netzeinspeisegerät

Die Einspeisung wird technisch mit dem Netzeinspeisegerät (NEG) umgesetzt.

Es wird in der Regel in technischer Einheit mit dem Strom- beziehungsweise Einspeisezähler, der Anlagenüberwachung und dem Wechselrichter realisiert (nach dem der NEG-Kombinationszähler oft benannt wird).

Fixpreise der Einspeisevergütung

Das Erneuer­bare-Energien-Gesetz (EEG) hat die Idee der geförderten Einspeisung von aus Erneuerbare-Energien-Anlagen vom Strom­einspeisegesetz 1991 über­nommen.

Die Einspeisevergütung ist insbesondere für Photovoltaikanlagen von großer Relevanz geworden, da ihr - teilweise zu unrecht - die Erhöhung der EEG-Umlage angelastet wird.

Allerdings ist die Einspeisevergütung historisch betrachtet als Förderinstrument ein großer Erfolg.

Mehr über die Einspeisevergütung erfahren

Das Einspeisemanagement

Der Netzbetreiber kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Drosslung der Einspeisung verlangen, um das öffentliche Netz zu schützen. Hierfür gibt es jedoch eine Reihe von Einschränkungen und Regeln.

Die wohl bekannteste ist, dass Sie dem sogenannten Einspeisemanagement entgehen können, indem Sie von Beginn an planen, mindestens 30 % Ihrer Anlagenleistung nicht ins öffentliche Netz einzuspeisen, sondern im Eigenverbrauch zu nutzen.

Der Einspeisevertrag

Obwohl gesetzlich nicht erforderlich, ist der Einspeisevertrag ein übliches, von den Netzbetreibern gern gefordertes Dokument, das nähere Bestimmungen zur Einspeisung und deren Vergütung beinhaltet.

Wenn Sie Betreiber einer Photovoltaikanlage sind, werden die Netzbetreiber (nach EEG) gesetzlich zur Abnahme Ihres Solarstroms verpflichtet. Voraussetzung hierfür ist die Meldung der Photovoltaikanlage bei der Bundesnetzagentur.

Trotzdem versuchen Netzbetreiber fast immer noch einen zusätzlichen Abschluss eines Einspeisevertrags.

An dieser Stelle ist es wichtig zu wissen: Die Unterzeichnung eines solchen Vertrages ist keinesfalls verpflichtend. Die gesetzlichen Bestimmungen aus dem EEG genügen durchaus als Grundlage zur Einspeisung und Einspeisevergütung.

Vorsicht vor Verträgen über die Einspeisung

Erfahrungsgemäß werden Ihnen vom Netzbetreiber vorgelegte Einspeiseverträge keinesfalls Vorteile verschaffen. Es liegt im Interesse mancher Netzbetreiber, bestimmte Einschränkungen durch Ihre Unterschrift geltend zu machen.

Verbraucher­zentralen warnen aus diesem Grund vor manchen der vorgelegten Einspeiseverträge.

Wenn beispielsweise der Netzbetreiber sich das Recht vorbehält, bereits ausgezahlte Einspeisevergütungen zurückzufordern, gibt es keinen Grund für Sie, einer solchen Bestimmung durch Ihre Unterschrift zuzustimmen.

Im Zweifelsfall sollten Sie die vorgeschlagene Vereinbarung durch eine Verbraucherzentrale oder Ihren Rechtsberater prüfen lassen.

Gegebenenfalls ist es empfehlenswert, in einem freundlichen Schreiben an den Netzbetreiber darauf hinzuweisen, dass das Erneuerbare-Energie-Gesetz EEG bereits als Grundlage der Einspeisevergütung dient und daher keine weitere vertragliche Vereinbarung bezüglich der Einspeisung und ihrer Vergütung von Nöten ist.

Ein wichtiger Ansprechpartner in Streitfragen um das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist die Clearingstelle EEG, welche von der Bundesnetzagentur zur Klärung ebensolcher Streitfragen eingerichtet wurde.

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