Der Enpal Solarcheck

Solaranlage: Infos, Preise und Tipps - in 2021 rentabel?

Eine Solaranlage auf einem Hausdach

Im vergangenen Jahr hat Photovoltaik einen Anteil von 11,4 % des deutschen Energiemixes ausgemacht – der Trend ist steigend. In den letzten 20 Jahren konnten viele Deutsche von der Anschaffung einer Solaranlage profitieren und mit ihr satte Gewinne erzielen.

Seitdem hat sich jedoch einiges verändert. Wir haben das Thema Solaranlage daher für Sie auf den neusten Stand gebracht. Hier erfahren Sie, wie viel aktuell eine Anlage kostet, was Sie beim Kauf und der Miete berücksichtigen müssen und erhalten Antwort auf die große Frage: Ist eine Solaranlage heute noch rentabel?

Diese und viele weitere Punkte erwarten Sie in diesem Artikel.

Hier können Sie prüfen, ob sich eine PV-Anlage auch in Ihrem Fall lohnt: Solarcheck 

Die Grundlagen

Was ist der Unterschied zwischen Solar und Photovoltaik?

Ein Solarenergie Icon und ein Photovoltaik Icon gegenübergestellt

Eine Solaranlage wandelt Solarenergie in eine für den Menschen nutzbare Energieform um. Eine Solaranlage ist somit der Überbegriff aller anderern spezifischen Anlagen-Typen, so auch Photovoltaik und Solarthermie Anlagen. Bei der Photovoltaik wird die Sonneneinstrahlung in Elektrizität umgewandelt, während die Solarthermie die Solarenergie in Wärme umwandelt. Obwohl eine Solaranlage nicht immer eine PV-Anlage ist, werden die Begriffe oft als Synonym verwendet.

Trend Photovoltaik

Eine blaues Solarmodul

Photovoltaikanlagen sind seit den 1970er Jahren ein finanzielles Erfolgsmodell und haben in den letzten Jahrzehnten einen enormen technischen Fortschritt hingelegt. Neben einer stetigen Verbesserung des Wirkungsgrades sind Photovoltaikanlagen heute auch um ein Vielfaches günstiger als früher und somit für einen deutlich größeren Teil der Bevölkerung zugänglich.

Es ist daher kaum verwunderlich, dass die jährliche Wachstumsrate zwischen 1998 und 2015 im Durchschnitt 38 % betrug. Prognosen zufolge soll die installierte Leistung aller PV-Anlagen weltweit im Jahr 2030 bis zu 10.000 Gigawatt betragen. Setzt sich der Trend so fort, könnte Photovoltaik bis 2050 rund 30 bis 50 % der weltweiten Energieversorgung ausmachen.

Trend Solarthermie

Ein Solarthermie Kollektor

Solarthermie steht heute im Schatten der PV-Anlagen, was nicht zuletzt an der starken medialen Präsenz von Photovoltaik liegt. Dennoch bietet die Solarthermie vor allem in Mitteleuropa eine ideale Gelegenheit, um Heiz- und Warmwasserkosten zu sparen. Im Jahr 2019 gab es deutschlandweit schätzungsweise 2,4 Millionen Solarthermieanlagen, etwa achtmal so viel wie noch 20 Jahre zuvor.

Auch wenn Solarthermie eine deutlich geringere Wachstumsrate aufweist als Photovoltaik, bietet die Technologie doch vielversprechende Vorteile und wird auch in Zukunft nicht an Relevanz verlieren.

Wie funktioniert eine Solaranlage?

Die Funktion einer Solaranlage mit einem Bild der Solarmodule und Zellen auf einem Hausdach verdeutlicht

Photovoltaik

Ein blaues Photovoltaikmodul

Bei der Umwandlung von Solarenergie in Strom kommen die sogenannten Halbleiter zum Einsatz, die durch den photoelektrischen Effekt einen Elektronenstrom erzeugen. Damit Sie die erzeugte Energie aber nutzen können, benötigen Sie noch einige weitere Elemente:

Solarmodul

Ein monokristallines, polykristallines und Dünnschicht Solarmodul nebeneinander

Solarmodule bzw. -panels sind die großen rechteckigen Platten, die auf Ihrem Dach befestigt werden. Eine Solaranlage setzt sich aus mehreren Modulen zusammen, wobei jedes Modul aus rund 60 Solarzellen besteht. Bei Solarzellen wird zwischen den folgenden drei Arten unterschieden:

Art Wirkungsgrad Flächenbedarf Gewicht
monokristallines Modul ca. 21 % gering schwer
polykristallines Modul ca. 16 % mittel schwer
Dünnschicht-Modul ca. 7 % sehr hoch leicht

Montagegestell

Zur Befestigung der Solarpanels wird ein Montagegestell verwendet, welches mittels Dachhaken an den Dachsparren befestigt wird. Der in den Panels erzeugte Strom wird über die am Montagegestell unterführte Verkabelung ins Innere des Hauses weitergeleitet.

Die Komponenten einer Solaranlage auf einem Dach: Solarmodul, Solarzellen, Verkabelung und Montagegestell

Wechselrichter

Ein Wechselrichter als Icon dargestellt

Da es sich bei der von Solarzellen erzeugten elektrischen Energie um Gleichstrom handelt, muss dieser, bevor Sie ihn nutzen können, zunächst durch einen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt werden.

Speicher

Ein grüner Solarstromspeicher

Ein Speicher sorgt dafür, dass Sie immer Strom haben, auch in der Nacht oder wenn die Sonne mal nicht scheint. Die Anschaffung eines Speichers ist optional und hängt davon ab, für welchen Anlagentyp Sie sich entscheiden.

Solarthermie

Ein Solarthermie Kollektor

Die Sonnenenergie wird über Solarkollektoren aufgenommen und an eine Wärmeflüssigkeit weitergegeben. Diese Wärmeflüssigkeit ist in das Heizungssystem des Gebäudes integriert und gibt die Wärme an einen Speicher weiter. Je nach Größe der Anlage kann die Wärme der Solarthermie zur Aufbereitung des Warmwassers oder als Heizungsunterstützung eingesetzt werden.

Wann lohnt sich eine Solaranlage?

Ein grüner und roter Pfeil mit Geldsymbol vor einem Haus mit Solaranlage

Photovoltaik ist heute in aller Munde und der Hype um diese Technologie ist kaum zu übersehen. Aber lohnt sich eine Solaranlage auch für Sie? Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen zusammengestellt, damit Sie herausfinden, ob, und wenn ja, warum eine Solaranlage für Sie das Richtige ist.

Alternativ können Sie hier den Solarcheck machen und sich im Anschluss von einem Experten beraten lassen.

Unter welchen Voraussetzungen macht eine Solaranlage Sinn?

Ein PV-Modul mit grünem Hakem

Wenn Sie die folgenden Kriterien erfüllen, kann der Solaranlage eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Die unten genannten Punkte sind die wichtigste Voraussetzung für eine Solaranlage.

Eine Photovoltaikanlage macht für Sinn, wenn:

  • Sie der Eigentümer des Hauses sind (als Mieter haben Sie keine Bauerlaubnis),
  • Sie über eine geeignete Dachfläche für die Installation verfügen,
  • die Dachfläche nicht durch starke Verschattung beeinträchtigt ist,
  • Ihr Dach nicht aus Blech, Bitumen, Reet oder Schiefer besteht,
  • diese nach Süden (alternativ Westen und Osten) in einem Winkel zwischen 25 und 60 Grad ausgerichtet werden kann,
  • Sie alle rechtlichen Fragen geklärt haben,
  • Sie einen möglichst hohen Anteil des erzeugten Stroms selbst nutzen,
  • Sie jährlich mindestens 2.000 - 3.000 kWh Strom verbrauchen.

Sie wissen nicht, wie viel Strom Sie pro Jahr verbrauchen? Mit unserem Stromverbrauchsrechner finden Sie es blitzschnell heraus.

Sollten eins oder mehrere der oben genannten Kriterien nicht erfüllt werden, bedeutet das nicht automatisch, dass eine PV-Anlage für Sie nicht sinnvoll ist. Fragen Sie im Zweifel nach und schicken Sie eine Anfrage, um Ihre Situation genauer einschätzen zu können.

Ökologisch-ökonomisch sinnvoll?

Eine Geldbörse mit grüner Pflanze

Aus ökologischer Perspektive macht eine Solaranlage immer Sinn, da sie ohne CO2-Emissionen Strom erzeugt. Natürlich wird ganz am Anfang beim Herstellungsprozess der Module und Einzelteile etwas CO2 ausgeschüttet. Diese werden aber schon nach 1 - 2 Jahren Anlagennutzung ausgeglichen.Zum Vergleich: Die Emission einer PV-Anlage beträgt (inklusive Emissionen der Produktion aller Module und Teile) gerade einmal 6 % der Emissionen eines Kohlekraftwerks.

Auch ökonomisch lohnt sich eine Photovoltaikanlage. Vor allem dann, wenn Sie eine für Ihren Stromverbrauch perfekt dimensionierte Anlage installieren. Die wichtigsten Gründe, weshalb sich eine PV-Anlage lohnt, sind die Einspeisevergütung, mögliche staatliche Förderungen und der stetig steigende Strompreis. Genaueres über die finanzielle Rentabilität erfahren Sie im Abschnitt „Kosten“.

Rechtliches

Ein juristischer Hammer vor einer Solaranlage, die zusammen die rechtlichen Aspekte einer Solaranlage darstellen

Auch wenn es in der Regel keine ernsthafte Hürde für die Anschaffung einer Solaranlage darstellt, so macht es doch durchaus Sinn, sich mit dem rechtlichen Hintergrund des Themas zu beschäftigen. Die folgenden Dinge sollten Sie wissen:

Dürfen Sie eine PV-Anlage installieren?

Die eigenständige Installation der Solarmodule auf dem Dach ist in Deutschland theoretisch gestattet, Experten raten davon jedoch ab. Herstellergarantien von bis zu 20 - 25 Jahren sind nämlich nur bei fachgerechter Montage wirksam.

Sind Sie alleiniger Eigentümer der Immobilie, dürfen Sie die Anlage ohne Zustimmung Dritter installieren lassen. Handelt es sich bei Ihrem Wohnsitz jedoch um eine Mietwohnung oder stehen mehrere Personen im Grundbuch, sind Sie dazu verpflichtet die Zustimmung der (Mit-)Eigentümer einzuholen.

Welche weiteren gesetzlichen Vorgaben müssen Sie einhalten?

Nachdem Sie die baulichen Voraussetzungen für eine Photovoltaikanlage geprüft haben, sollten Sie sich zur Sicherheit bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung über die geltenden Bauvorschriften erkundigen. In den allermeisten Bundesländern ist keine Baugenehmigung für eine kleine PV- Anlage notwendig. Sollte Ihr Gebäude jedoch z. B. unter Denkmalschutz stehen, ist es immer besser, einmal nachzufragen.

Wie viel kWp darf Ihre Anlage haben?

Ein Solarpanel mit Zahnrad und grünem Pfeil, die die Leistung der Anlage symbolisieren

Grundsätzlich können Sie über die Nennleistung Ihrer Photovoltaikanlage selbst bestimmen. Bei Anlagen mit einer Leistung über 10 kWh gibt es jedoch einige Besonderheiten zu berücksichtigen.

Gemäß des EEG steht Ihnen einen vorgegebener Vergütungssatz je kW zu. Dieser wird bei Installation der Solaranlage für die nächsten 20 Jahre festgeschrieben. Bei Anlagen bis 10 kWp fällt der Vergütungssatz am höchsten aus. Bei einer Nennleistung von 10 bis 40 kWp ist der Satz etwas geringer.

Im Falle einer größeren Anlage werden die ersten 10 kWp mit dem höheren Satz verrechnet und alles darüber hinaus mit dem geringeren Vergütungssatz.

Die meisten Photovoltaikanlagen für Einfamilienhäuser haben eine Leistung von 4 bis 10 kW. Das liegt unter anderem daran, dass viele Anbieter der Einfachheit halber ihren Kunden dazu raten, die Nennleistung von 10 kW nicht zu übersteigen.

Das sollte aber kein Grund sein, eine große Anlage nicht zu installieren – schließlich ist der Preis pro Kilowattstunde bei großen Anlagen geringer. Haben Sie darüber hinaus einen erhöhten Stromverbrauch, etwa durch ein Elektroauto oder eine Erdwärmepumpe, lohnt sich eine größere Anlage erst recht.

In wenigen Schritten zur eigenen Solaranlage

Eine Solaranlage mit fünf Zahlen, die die Schritte der Anschaffung darstellen

Nachdem Sie die rechtlichen Fragen geklärt haben, liegt es nun an Ihnen, sich für eine Solaranlage zu entscheiden. Neben Ihrem verfügbaren Budget hängt dies auch von der Frage ab, wie viel Strom Sie produzieren wollen, wie hoch die Rendite ausfallen soll und ob Sie durch die PV-Anlage eine autonome Stromversorgung erreichen möchten.

Unverbindlich beraten lassen

Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen zusammengestellt, mit denen Sie sich vor dem Kauf befassen sollten:

Wie groß sollte die Photovoltaikanlage sein?

Ein Solamodul mit vier Dimensionspfeilen, die die Größe einer Solaranlage darstellen

Eine harte Grenze für die Größe Ihrer Photovoltaikanlage stellt die verfügbare Dachfläche dar. Möchten Sie eine bestimmte Nennleistung auf einer begrenzten Dachfläche erreichen, müssen Sie womöglich zu den teureren monokristallinen Solarzellen greifen, da diese den höchsten Wirkungsgrad haben.

Die Erreichung der Nennleistung kann zudem durch einen ungünstigen Winkel, Verschattung oder einer Ost- bzw. Westausrichtung beeinträchtigt werden. Informieren Sie sich vor der Anschaffung also über die baulichen Voraussetzungen und berechnen Sie Ihren Energiebedarf.

Inselanlage oder Verbundanalage?

Zwei runde Pfeile sind einem Steckersymbol gegenübergestellt

Bei einer Solar-Inselanlage wird weder Strom in das öffentliche Netz eingespeist, noch wird zusätzlicher Strom bezogen. Eine Inselanlage bietet Ihnen maximale Autonomie und völlige Unabhängigkeit vom Strompreis.

Wegen eines sehr großen Speichers und einer höheren benötigten Nennleistung ist eine Inselanlage aber sehr viel teurer und birgt darüber hinaus immer das Risiko eines Stromausfalls.

Eine Verbunds- bzw. Einspeiseanlage bietet außerdem den Vorteil, dass die Umsatzsteuer auf den Kaufpreis erstattet wird. Ein Speicher ist optional und überschüssiger Strom kann ganz einfach in das öffentliche Netz eingespeist werden.

Komplettanlage oder Einzelteile?

Vier Puzzleteile, einmal zusammen einmal einzeln

Wer sich gründlich informiert, kann die Einzelteile der Solaranlage selbstständig und unabhängig einkaufen und dabei ggf. Geld sparen. Dabei sollten Sie jedoch vorsichtig sein, insb. was die Solarpanels, den Stromspeicher und den Wechselrichter angeht. Unterschätzen Sie nicht den Aufwand, der mit der damit einhergeht, sich über die Themen zu informieren. Zu viele Variablen und Möglichkeiten sorgen bei dem Laien schnell für Verwirrung und erhöhen zudem das Risiko, dass die Rentabilität der Anlage durch eine falsch ausgewählte Komponente abnimmt.

Entscheiden Sie sich hingegen für eine Komplettanlage, können Sie sich der Qualität und Komptabilität der einzelnen Komponenten sicher sein. Mit einer Komplettanlage erhalten Sie ein Angebot für Anschaffung, Installation und Nebenkosten und brauchen sich darüber hinaus, um nichts zu kümmern.

Große Anbieter wie Enpal können die Komponenten zudem zu einem günstigeren Preis einkaufen, sodass die Kosteneinsparung in Ihrem Angebotspreis zu Ihren Gunsten berücksichtigt wird.

Hier können Sie eine Anfrage schicken und herausfinden, ob eine Enpal-PV-Anlage für Sie infrage kommen würde.

Brauche ich einen Speicher?

Eine grüne Solarbatterie mit Fragezeichen

Der Grund für einen Speicher liegt in der Differenz zwischen dem Zeitpunkt, an dem Strom erzeugt wird und dem Zeitpunkt, an dem der Strom genutzt wird. Verfügen Sie über keinen Speicher, müssen Sie überschüssigen Strom einspeisen. Benötigen Sie in der Nacht dann wiederum Energie, muss dieser aus dem öffentlichen Netz bezogen werden.

Aus ökonomischer Perspektive ist das unrentabel, da Sie 2021 für jede eingespeiste kWh gerade mal 7,9 Cent erhalten während Sie im derzeitigen Grundtarif 34 Cent je kWh zahlen müssen. Demgegenüber stehen jedoch die hohen Kosten eines Stromspeichers, die sich nicht immer rentieren.

Wenn Sie nur einen geringen Stromverbrauch haben und auch der Stromüberschuss nicht enorm ist, wäre es für Sie also rentabler, sich keinen Speicher anzuschaffen. Ist Ihr Stromverbrauch jedoch recht hoch und liegt die Nennleistung Ihrer Anlage deutlich über Ihrem Stromverbrauch, ist eine Solarbatterie definitiv sinnvoll.

Zwei Beispiele:

1) Ein sparsamer Zwei-Personen Haushalt verbraucht im Jahr 2.000 kWh Strom und installiert eine 2.500 kWp PV-Anlage.

2) Ein Fünf-Personen Haushalt mit E-Auto und Luftwärmepumpe verbraucht 8.000 kWh Strom im Jahr und lässt eine 11.000 kWp Anlage installieren.

Für Haushalt 1) lohnt sich ein PV-Speicher auf keinen Fall, da die Anschaffungskosten die potenziellen Stromkosten-Einsparungen weitaus übersteigen.

Für Haushalt 2) hingegen ist ein Speicher fast schon absolut notwendig. Bei so einem hohem Stromverbrauch wäre die externe Stromversorgung abends oder nachts sehr teuer. Auch Das Elektroauto wird nachts aufgeladen, sodass der tagsüber erzeugte Strom unbedingt gespeichert werden sollte.

Aufdach- oder Indach-Montage?

Ein blaues Haus mit aufdach und indach Solaranlage

Die meisten Photovoltaikanlagen, werden per Aufdach- Montage mit einem entsprechenden Montagegestell an dem Dach befestigt.

Weniger auffällig ist das Indach-System, bei dem die Solarpanels in die Dachhaut integriert werden. Bauen Sie Ihr Haus neu, brauchen Sie die entsprechende Fläche nicht mit Ziegeln zu bedecken und sparen somit Geld.

Wichtig zu berücksichtigen ist jedoch, dass Indachsysteme nur bei bestimmten Dächern mit dem richtigen Neigungswinkel, der richtigen Ausrichtung und Größe realisierbar sind. Wegen einer ineffizienteren Kühlung ist der Ertrag der Module außerdem geringer.

In fast allen Fällen empfiehlt sich also die Aufdach-Montage.

Herkömmliche PV-Module oder Solardachziegel?

Ein Solarmodul neben Solardachziegeln

Solardachziegel sind eine neuere Innovation auf dem Photovoltaikmarkt. Bei diesen Ziegeln handelt es sich um Solarzellen, die in speziell entwickelte Dachziegel integriert sind. Anders als klassische Solarpanels erfüllen sie damit nicht nur den Zweck der Stromerzeugung, sondern schützen auch wie gewöhnliche Ziegel vor den Einwirkungen des Wetters. Diese sind also quasi eine 2-in-1 Lösung.

Obwohl Solardachziegel oft etwas eleganter auf dem Dach aussehen als herkömmliche Module, haben Sie auch einige Nachteile. Sie kosten deutlich mehr, erzeugen weniger Energie und sind in der Installation und Wartung aufwendiger. Hier können Sie mehr über Solardachziegel erfahren.

Wie finanziere ich die Solaranlage?

Ein Solarmodul mit Geldsymbol

Die Anschaffung einer Solaranlage ist mit recht hohen Anschaffungskosten verbunden. Aus diesem Grund schrecken viele vor einem Kauf zurück. Heutzutage kann eine PV-Anlage aber auf verschiedenste Weise finanziert werden.

Kaufen: Wer eine Solaranlage kauft, muss den Gesamtbetrag eigenständig finanzieren bzw. einen Kredit aufnehmen. Der Vorteil: Sie sind der alleinige Eigentümer und können ohne die Ansprüche Dritter über die Anlage verfügen. Daraus ergibt sich aber auch Verantwortung, denn als Eigentümer müssen Sie sich selbstständig um die Planung, den Kredit, die Versicherung, Reinigung, Wartung und Reparatur kümmern.

Mieten: Die Alternative zum Kauf bietet das Mietmodell. Für einen geringen monatlichen Betrag zahlen Sie die Solaranlage auf Ihrem Dach über eine bestimmte Laufzeit ab. Das Geld, was Sie für den Kauf ausgegeben hätten, können Sie als zusätzliche Liquidität oder für andere Wertanlagen verwenden.

Bei Enpal profitieren die Kunden von dem Rundum-Sorglos-Paket, bei dem die Versicherung, Wartung und Reparatur inklusive sind. Sie profitieren von Tag 1 an von der Solaranlage und zahlen nur, solange die Photovoltaikanlage einsatzbereit ist. Außerdem gibt es die Anlage nach Ablauf des Mietvertrags für einen symbolischen Euro geschenkt. Somit sparen Sie sich die Anschaffungskosten, den Aufwand und können die Anlage nach der Mietzeit noch 10+ Jahre kostenfrei weiternutzen.

Wenn das Enpal-Modell für Sie interessant klingt, können Sie hier eine Anfrage schicken.

Die Kosten einer Solaranlage

Die Kosten einer Solaranlage dargestellt durch PV-Anlage und Geldsymbol

Was kostet eine Solaranlage mit Speicher für ein Einfamilienhaus?

Die Anschaffungskosten einer Komplettanlage mit Stromspeicher liegen für ein Einfamilienhaus bei ca. 10.000 - 18.000 €. Durch die unterschiedlichen Komponenten und individuellen Anpassungen kann der Preis allerdings stark variieren.

Die Größe einer Solaranlage wird in qm gemessen. Dieses Maß ist jedoch nur für die Berechnung des verfügbaren Platzes auf der Dachfläche sinnvoll. Aufgrund von Faktoren wie Wirkungsgrad, Ausrichtungswinkel und Sonnenstrahlungspotenzial können zwei Anlagen mit derselben Fläche unterschiedlich viel kosten und eine unterschiedlich hohe Leistung aufweisen.

Standardmäßig rechnen Experten daher eher mit Kosten je kWp. Kurz gesagt steht kWp für die Maximalleistung an Energie, die die Anlage produzieren kann. Je größer die Anlage und je höher der Wirkungsgrad der einzelnen Solarzellen, desto höher ist ihre Leistung.

Lässt man den Speicher außen vor, können Sie bei Anlagen mit einer Gesamtleistung von bis zu 4 kWp mit Kosten von ca. 1.700 € / kWp rechnen. Größere Anlagen bis 10 kWp sind günstiger mit 1.400 € / kWp.

Im Folgenden werden noch einmal die oben aufgeführten Anschaffungskosten für die wichtigsten Komponenten zusammengefasst.

Komponente Kosten
Dünnschichtmodule 750 - 1.250 € / kWp
Polykristalline Module 700 - 1300 € / kWp
Monokristalline Solarmodule 1.150 - 1.700 € / kWp
Wechselrichter 200 € / kWp
Stromspeicher 5.000 – 20.000 €
Montagesystem 100 – 150 € / kWp
Smart Meter ca. 120 €

Hinzu kommen Kosten für den Netzanschluss von 500 bis 1.000 €, sofern Sie Strom in das öffentliche Stromnetz einspeisen möchten.

Möchten Sie Ihre PV-Anlage inklusive aller Komponenten und Speicher ohne Anschaffungskosten? Hier können Sie eine unverbindliche Anfrage schicken.

Welche Betriebskosten kommen auf mich zu?

Die Betriebskosten einer Solaranlage mit PV-Anlage und Geldsymbol dargestellt

Um die Instandhaltung Ihrer Solaranlage zu garantieren, ist eine regelmäßige Wartung unerlässlich. Fällt Ihre Solaranlage für einen längeren Zeitraum aus, verlieren Sie faktisch Geld und müssen teuren Netzstrom beziehen.

Darüber hinaus können Verkehr, starke landwirtschaftliche Belastung, Pollen, Blüten oder Staub die Effizienz der Module beeinträchtigen. Je nach Standort können daher noch zusätzliche Reinigungskosten auf Sie zukommen.

Im Fall der Fälle ist eine Versicherung immer wichtig. Die wichtigsten Ereignisse, die Sie versichern sollten sind starke Ertragsminderung, Diebstahl, Vandalismus, Bedienungsfehler und Überspannung.

Unsere Empfehlung: Im Enpal-Komplettpaket sind neben der Planung und Installation, auch die Wartung, Reparatur und Versicherung für Sie inklusive. So fallen keine Betriebskosten für Sie an. Mehr erfahren

Förderung

Eine ausgestreckte Hand mit Münzen, die eine Förderung symbolisieren

Seit dem Beschluss des Erneuerbare-Energien-Gesetzes aus dem Jahre 2003 wird der Betrieb einer Photovoltaikanlage gesetzlich gefördert. Das Stichwort lautet Einspeisevergütung bzw. EEG-Umlage.

Wer überschüssigen, selbst erzeugten Strom in das öffentliche Netz einspeist, wird dafür mit einer Vergütung je kWh belohnt. Derzeit liegt dieser Wert bei knapp 8 Cent. In den letzten Jahren ist dieser Wert stetig gesunken.

Denken Sie über die Anschaffung einer PV-Anlage nach, ist früher immer besser als später. Die Einspeisevergütung wird nämlich bei der Installation der Photovoltaikanlage für die nächsten 20 Jahre festgelegt.

Amortisation

Ein grüner Pfeil mit Geldsack und Münzen

Wann lohnt sich eine Solaranlage, wie berechnen Sie Ihre Rendite und was müssen Sie beachten?

Die Ertragsrechnung bei Photovoltaikanlagen basiert auf den Investitionskosten, den Einnahmen pro Monat und der Lebensdauer der Anlage. Die monatlichen Einnahmen ergeben sich aus den nicht gezahlten Stromkosten und den Erträgen durch die Einspeisung.

Weil der Strompreis bei aktuell 34 Cent liegt, lohnt es sich eher, den Strom selbst zu verbrauchen, anstatt ihn für den deutlich niedrigeren Tarif einzuspeisen.

Die Amortisation ist der Zeitpunkt, an dem die Summe aller Einnahmen die Höhe der Anschaffungskosten erreicht. Von diesem Moment an machen Sie nur noch Gewinn.

Während der verbleibenden Lebensdauer erwirtschaften Sie dann nur noch positive Erträge, welche die Gesamtrendite Ihrer Investition ausmachen.

Die gesamte Ertragsrechnung wird anhand des folgenden Beispiels verdeutlicht:

Beispiel der Amortisation:

Stromeinsparung pro Jahr + Ertrag durch Einspeisung pro Jahr = jährliche Einnahmen
850 € + 150 € = 1000 €
Anschaffungskosten / jährliche Einnahmen = Amortisationszeit in Jahren
16.000 € / 1000 € = 16 Jahre
Restlebensdauer in Jahren * jährliche Einnahmen = Gewinn
9 Jahre * 1000 € = 9 000 €

Unsere Solar-Tipps

Kombiniert und optimiert

Zwei Puzzleteile symbolisieren die Kombinationsmöglichkeiten einer Solaranlage

Eine Photovoltaikanlage lässt sich hervorragend mit Elektroheizungen (wie Wärmepumpen) kombinieren. Das Heizen mit Strom verursacht logischerweise einem erhöhten Strombedarf, den die Photovoltaikanlage abdecken kann. Sie sparen also nicht nur Strom-, sondern auch Heizkosten.

Weil eine PV-Anlage den Strombedarf aller Elektrogeräte, darunter auch Elektroheizungen und E-Autos abdeckt, können Sie so Ihre Stromrechnung drastisch reduzieren. Bei Wärmepumpen gibt es jedoch eine Besonderheit, auf die Sie achten müssen:

Aufgrund der Subvention der Wärmepumpe mit einem Sonderstromtarif muss dafür ein gesonderter Stromzähler eingesetzt werden. Dieser Sondertarif gilt jedoch nur solange die Wärmepumpe auch über den Zähler läuft. Soll die Wärmepumpe mit dem eigenen Solarstrom betrieben werden, müssten beide über denselben Zähler laufen.

Somit muss man sich dann entscheiden: Wählt man die komplette Unabhängigkeit und eigene Stromversorgung oder bezieht man doch (vor allem im Winter) externen Strom zum Sondertarif?

Hier erfahren Sie alles über Wärmepumpen.

Osten und Westen lohnen sich auch

Ein Kompass mit Ost und West Symbolen

Auch wenn eine Südausrichtung in den meisten Fällen die optimale Lösung darstellt, ist ein Dach mit derartiger Ausrichtung nicht notwendig. Solaranlagen, die nach Osten und Westen ausgerichtet sind, bringen ähnlich hohe Erträge und erzeugen meistens dann Strom, wenn Sie gerade zu Hause sind, also morgens und abends.

Studieren geht über probieren

Eine gelbe Glühbirne mit Buch

Informieren Sie sich im Voraus, ob eine Photovoltaikanlage auf Ihr Dach passt und welchen Ertrag sie erbringen wird. Nutzen Sie hierfür den Enpal-Solar-Check.

Leistung und Ertrag richtig berechnen

Ein Solarrechner mit Glühbirne

Wenn Sie die Realleistung oder Erträge auf das Jahr hochrechnen, sollten Sie jeden Monat einzeln addieren. Über das Jahr hinweg verändert sich nämlich die Sonnenintensität und somit auch die Leistung Ihrer PV-Panels. Dasselbe gilt natürlich auch für die Berechnung Ihres Stromverbrauchs.

Richtig sauber machen

Eine Sprühflasche, die die Reinigung eine Solaranlage smybolisiert

Die Reinigung der Solaranlage können Sie theoretisch selbstständig vornehmen. Informieren Sie sich davor jedoch gründlich oder lassen Sie die Reinigung von einem Fachbetrieb vornehmen. Wichtig ist, dass Sie Laub, Nadeln, Pollen, Staub usw. regelmäßig von Ihren Solarmodulen entfernen (lassen). Sonst vermindert das die Leistung Ihrer Anlage.

Fazit

Eine gelbe Glühbirne mit schwarzem Pfeil, die das Fazit symbolisieren

Wenn Sie eines aus diesem Artikel mitnehmen, dann dass sich eine Solaranlage auch im Jahr 2021 noch lohnt. Die fortschreitende Technologie und die steigenden Strompreise haben dafür gesorgt, dass eine Photovoltaikanlage langfristig gesehen eine rentable Investition bleibt.

Nichtsdestotrotz bleibt der Kauf einer Anlage mit sehr hohen Investitionskosten verbunden. Um die Finanzierung und den administrativen Prozess einfacher zu gestalten, wählen heute immer mehr Deutsche das Mietmodell.

Im Enpal-Komplettpaket bekommen Sie eine komplette PV-Anlage inkl. Stromspeicher für 0 € Anschaffungskosten. Gleichzeitig profitieren Sie vom Rundum-sorglos-Paket. Für einen monatlichen Betrag ab 49 € übernimmt Enpal die komplette Planung und Installation sowie die Wartung, Reparatur und Versicherung.

Am Ende der Mietzeit bekommen Enpal-Mieter Ihre Anlage inkl. Stromspeicher für einen symbolischen Euro geschenkt und können sie so lange sie möchten kostenfrei weiter nutzen. Unverbindliche Anfrage schicken

Hier können Sie herausfinden, ob sich eine Solaranlage auch für Ihr Haus lohnt:

Enpal-Solar-Planer
Der Solarcheck von Enpal mit vier Buttons zum Clicken
Enpal. Top Anbieter in Deutschland.